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Keine Zukunft ohne Klimaschutz

Das HAG nimmt an Schülerakademie zum Klimaschutz teil

Am Mittwoch, dem 08.12.2021, nahmen interessierte Schüler*innen des Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich und vier weiterführende Schulen aus Nordrhein-Westfalen an einer digitalen Schülerakademie „Klimaschutz schafft Zukunft – gestalte deine und unsere Zukunft jetzt!“ der Natur- Umweltschutz Akademie (NUA) teil. Die digital koordinierte Veranstaltung informierte die Teilnehmenden über die kurz- und langfristigen Folgen des Klimawandels.

Zu Beginn der Veranstaltung richtete sich Dr. Thomas Delschen, Präsident des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV), an die Teilnehmenden der Akademie. Er betonte, dass die Teilnehmenden ein „Lichtblick“ seien, da sie Interessen zeigten, sich für den Klimaschutz einzusetzen. Zudem skizzierte er das Ziel der Akademie, nämlich, dass die Schüler*innen mit ihren Ideen und Anstrengungen Multiplikatoren für den Klimaschutz werden.

Im Anschluss ging es unter Leitung von Herrn Voigt von Geoscopia per virtueller Klimaexpedition in himmlische Sphären, um anhand von (Live-)Satellitenbildern den Klimawandel und seine Auswirkungen von oben zu betrachten.

Anhand der Satellitenbilder zeigte Herr Voigt klimatische Veränderungen auf. So zeigte er beispielsweise, dass große Flächen Regenwald in Südamerika für den Sojaanbau vernichtet wurden. Er erklärte, dass 65 % des Sojas zu Tierfutter sowie 30% zu Treibstoff verarbeitet werden und nur 5% des Sojas von Menschen verzehrt werden. Das günstige südamerikanische Tierfutter wird dann in Europa beispielsweise an Schweine verfüttert, sodass Herrn Voigt zu der Schlussfolgerung kam, dass man auf übermäßigen Fleischkonsum verzichten sollte. Wenn die Ernährung umgestellt würde, wäre die Nachfrage nach Tierfutter geringer und es wäre somit weniger lohnend Flächen für den Anbau von Soja zu generieren. Weitere einprägsame Beispiele waren der „Gemüsegarten Europas“ in Almeria, die Entwicklung des Tschadsees oder die Jahrhundertflut an der Elbe.

Nach der Klimaexpedition folgten zwei Workshop-Phasen. In der ersten Workshop-Phase lösten die Schüler*innen einen EscapeRoom mit dem Titel Climate Change. Sie lösten Rätsel und am Ende konnten sie gemeinschaftlich einen finalen Geheimcode knacken, um den Safe mit einem Preis zu öffnen. Die NUA schenkte den erfolgreichen Schüler*innen Bleistifte, Etuis und FairTradeSchokolade.

Bevor die Schüler*innen die zweite Workshop-Phase begannen, nahmen sie ein klimafreundliches kaltes Buffet zu sich. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Produkte fair, regional und klimafreundlich waren. Es wurde beispielweise auf Fleisch verzichtet und überwiegend regionale Produkte verzehrt. Beim Essen wurde auch rege über das eigene Konsumverhalten diskutiert.

In der zweiten Workshop-Phase setzten sich die Schüler*innen mit der Textilindustrie und dessen Auswirkung auf das Klima auseinander. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit den Auswirkungen ihres Kleidungskonsums auf das Klima und was man dazu beitragen kann, diese einzudämmen. Überraschende Information war bspw., dass die globale Textilindustrie mehr Treibhausgase als der gesamte Flug- und Schiffsverkehr zusammen produziert.

Zum Schluss machten sich die verschiedenen Schulen Gedanken darüber, welchen Beitrag sie anhand von Projekten verstärkt zum Klimaschutz leisten können. Auch die Schüleri*nnen des HAG hatten viele unterschiedliche Ideen, wie sie sich aktiv für den Klimaschutz einbringen können – zugleich wurde aber im Austausch in digitaler Anwesenheit von Herrn Delschen ersichtlich, dass das HAG schon Aspekte für den Klimaschutz durchführt. Zu nennen sind u.a.: Solaranlagen auf dem Schuldach, die FairTrade-AG, ein Wasserspender in der Mensa und den Schulgarten. Die teilnehmenden Schüler*innen zeigten ebenfalls Interesse, an den Ideen weiterzuarbeiten bzw. mit der Schülervertretung des Hannah-Arendt-Gymnasium in Kontakt zu treten.

Resümierend kann durch die gewinnbringende Veranstaltung festgehalten werden: Den Teilnehmenden der verschiedenen Schulen wurde während der Veranstaltung deutlich, dass die Folgen des Klimawandels wesentlich stärkere Auswirkungen haben und haben werden als bisher vermutet, sodass ein Handeln akut erforderlich ist.

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