2020 hat er am HAG sein Abitur gemacht und studiert mittlerweile in den USA, genauer gesagt an der Simpson University in Redding im Norden Kaliforniens: Leon Braumann. Der Direktor der Internationalen Beziehungen dort, Dr. Hilario, ist ihm ein guter Freund geworden und so hat sich zufällig die Idee entwickelt, zusammen mit ihm seiner alten Schule einen Besuch abzustatten, um über Studienmöglichkeiten an dieser Universität zu informieren. Aus familiären Gründen hat es Herrn Dr. Hilario nämlich in diesen Tagen nach Deutschland verschlagen.
Und so landete diese Anfrage bei der Schulleiterin des HAG, Angelika Elsermann, die nicht eine Minute zögerte, das Angebot willkommen zu heißen. Es ist schön, wenn ehemalige Schüler ihrer Schule etwas zurückgeben und das HAG an dem weiteren Lebensweg teilhaben lassen. Als Adressaten wurden die Schüler*innen der Englisch-LKs aus der Q1 ausgewählt; andere interessierte Schüler*innen der Stufe durften sich dazugesellen.
Dr. Hilario, selbst gebürtig aus Peru, weiß sehr genau, wie herausfordernd und bereichernd es ist, in einem fremden Land in einer fremden Sprache zu studieren und heute dort zu lehren. In einer prägnanten Kurzpräsentation auf Englisch gab er einen Einblick in die Studienmöglichkeiten an der Simpson University – Leons Heimatuniversität, die etwa 3,5 Autostunden vom Silicon Valley entfernt liegt. Er erläuterte die akademischen Schwerpunktsetzungen (darunter Business Administration, Nursing & Liberal Arts) und die enge Vernetzung der Universität mit namhaften Hightech-Unternehmen. Besonders eingehend berichtete er darüber, wie sich professionelle Sportambitionen und Studium verbinden lassen und welche Stipendien- und Fördermöglichkeiten es für internationale Studierende gibt. Es war interessant zu hören, dass Leon seinen Studienalltag mit einem dualen Studium von Sport unter professionellen Bedingungen und Fachstudium verglichen hat.
Den eigentlichen Vortrag teilten sich Leon und Dr. Hilario auf, wodurch alle Informationen und Erfahrungen sehr authentisch vermittelt wurden. Es wurde deutlich, dass bei einem Betreuungsschlüssel von 11 : 1 (Studierende : Dozenten) optimale Studienbedingungen vorliegen, bei denen das Prinzip der Hilfe und Unterstützung sehr großgeschrieben wird.
Abschließend standen beide Experten für Nachfragen zur Verfügung, eine Möglichkeit, die gerne genutzt wurde. Auch Dr. Hilarios Visitenkarten durften alle Anwesenden mitnehmen, falls im Nachgang noch Fragen aufkommen sollten.
Nach Ansicht von Sinan A. Tazegül und Xenia Bekker (beide aus der Q1) hat sich der Besuch der Gäste definitiv gelohnt, weil den Schülern aus erster Hand gezeigt werden konnte, wie das Universitätsleben im Norden Kaliforniens ist. Dass nicht nur ein Professor, sondern auch ein ehemaliger Schüler des HAG seine Erfahrungen geteilt hat, half den Schülern bei der Nachvollziehbarkeit, weil der Bericht so realitätsnah war. Auch wenn man nicht unbedingt im Amerika studieren will, sei es gut zu wissen, dass es solche Optionen gibt, finden Xenia und Sinan.
Beeindruckt hat, dass Dr. Hilario auch auf eventuelle Nachteile seines Instituts hinwies, wie zum Beispiel die durchaus hohen Kosten (die sich bei solchen Angeboten auch lohnen, keine Frage) oder das Essen.
Und so gelang in 60 Minuten ein beeindruckender Blick über den Ozean und für einige vielleicht in die Zukunft. Das Abitur kommt oft so plötzlich und nicht selten stellt sich erst dann die Frage, wie es danach weitergehen könnte. Vielen Dank, Leon, vielen Dank an Sie, Herr Dr. Hilario!













