Fordern und Fördern am HAG
Für das HAG ist Förderung ein durchgängiges pädagogisches Prinzip, das sich an den individuellen Lernvoraussetzungen und Potenzialen aller Schüler*innen orientiert. Gemäß § 3 Abs. 4 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Sekundarstufe I (APO-S I) haben Schüler*innen Anspruch auf individuelle Förderung. Ziel des schulischen Förderkonzepts ist es, allen Lernenden bestmögliche Bedingungen zu bieten, um ihre Kompetenzen zu entfalten, Lernrückstände aufzuarbeiten, Begabungen weiterzuentwickeln und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.
Fordern ist eine wichtige Seite der individuellen Förderung, und zwar besonders dann, wenn Lernende eine schnellere oder besondere Auffassungsgabe haben (vgl. Kapitel 2.5.4 „Begabungsförderung“).
Förderung am HAG stellt dabei eine Gemeinschaftsaufgabe des gesamten Kollegiums dar und ist eng mit den Bereichen Beratung, Prävention und Leistungsbewertung verknüpft. Sie bildet einen zentralen Bestandteil der schulischen Qualitätsentwicklung und trägt wesentlich zur Chancengerechtigkeit und individuellen Entfaltung der Schüler*innen bei.
Die Organisation und Evaluation der Fördermaßnahmen erfolgt durch ein engagiertes Team aus Fach-, Klassen- und Beratungslehrkräften in enger Abstimmung mit der Schulleitung und den Stufenkoordinationen.
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Förderung im Unterricht
Förderung im Unterricht
Binnendifferenzierung und Lernbegleitung
Die Förderung erfolgt in erster Linie im Unterricht. Durch binnendifferenzierte Aufgabenstellungen, zielgerichtete Lernhilfen und methodische Vielfalt können die Schüler*innen auf ihrem individuellen Lernniveau unterstützt und gefordert werden. Leistungsstärkere Schüler*innen erhalten Möglichkeiten zur Vertiefung und Erweiterung (z. B. durch Sprinteraufgaben, Präsentationen oder Projektarbeit), während leistungsschwächere Schüler*innen gezielte Unterstützung und zusätzliche Materialien zur Sicherung grundlegender Kompetenzen erhalten.
Die Lehrkräfte reflektieren regelmäßig die Lernentwicklung und beraten sich in den pädagogischen Konferenzen über geeignete Maßnahmen.
Für Schüler*innen der Jahrgänge 6 bis 10, deren Versetzung gefährdet ist, werden individuelle Förderpläne erstellt. In einem gemeinsamen Gespräch zwischen Lehrkraft, Eltern und Schüler*in werden Stärken und Schwächen analysiert, Fördermaßnahmen festgelegt und regelmäßig überprüft.
Die Dokumentation erfolgt nach einheitlichen schulischen Vorgaben und wird in der Klassenkonferenz fortgeschrieben. -
Förderangebote außerhalb des Regelunterrichts
Förderangebote außerhalb des Regelunterrichts
Zur gezielten Unterstützung stehen den Schüler*innen mehrere ergänzende Förderangebote zur Verfügung, die in den Schulalltag integriert sind (und in separaten Kapiteln dieses Programms genauer beschrieben werden):
· das Lese-Rechtschreib-Training (LRT) zur Förderung grundlegender Sprachkompetenzen,
· der Fachförderunterricht in den Hauptfächern,
· das Lerncoaching zur Unterstützung individueller Lernstrategien,
· das Schüler*innentutorium „Schüler helfen Schülern“ als peerbasiertes Fördermodell,
· spezifische Sprachfördermaßnahmen im Rahmen des Programms „Bildung und Teilhabe“ (BuT),
· sowie vielfältige Angebote zur Begabtenförderung, darunter das Drehtürmodell, die Teilnahme an Schüler*innenakademien, Wettbewerben (z.B. Matheolympiade, Informatik-Biber) und Arbeitsgemeinschaften (z. B. MINT-, DELF- und Cambridge-Projektkurs).

Unter dem Menüpunkt „Schulprogramm“ finden Sie einen Extrapunkt zum „Fordern und Fördern“, unter dem die meisten unserer Angebote nochmal aufgeführt sind:
Förderung der Lese- und Rechtschreibkompetenz (LRT)
Um den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium zu erleichtern, wird am HAG zu Beginn der Klasse 5 eine Diagnose der Lese- und Rechtschreibfähigkeiten durchgeführt. Ziel ist es, individuelle Stärken und Schwächen frühzeitig zu erkennen und gezielte Fördermaßnahmen einzuleiten.
Der Diagnosetest wird von den Deutschlehrkräften innerhalb der ersten Unterrichtswochen durchgeführt und ausgewertet. Auf Grundlage der Ergebnisse wird eine gezielte Förderung denjenigen Schüler*innen angeboten, bei denen ein besonderer Unterstützungsbedarf festgestellt wurde.
Diese Förderung findet im Rahmen der Übermittagsbetreuung in Form eines Lese-Rechtschreib-Trainings (LRT) statt. In sehr kleinen Lerngruppen arbeiten die Kinder einmal wöchentlich 45 Minuten an der Verbesserung ihrer Rechtschreib- und Lesekompetenz.
Das Training wird von Deutschlehrkräften des HAG durchgeführt und durch altersgerechte, spielerische Elemente ergänzt. Ziel ist es, den Schüler*innen Strategien und Hilfestellungen an die Hand zu geben, um Sicherheit im Umgang mit Sprache zu gewinnen, ihre Leseflüssigkeit zu steigern und Freude am Lesen zu entwickeln.
Schulbücherei und Buchtauschregal
Die Schulbücherei des HAGs fördert nachhaltig die Lese- und Medienkompetenz und leistet damit einen Beitrag zur sprachlichen und persönlichen Entwicklung der Schüler*innen. Sie bietet einen ruhigen, geschützten Lern- und Aufenthaltsraum, der individuelles Arbeiten, stilles Lesen und kreative Projekte ermöglicht. Der Bestand umfasst aktuelle Jugendliteratur, Klassiker, Sach- und Fachbücher. Die Wünsche der Schülerschaft werden bei Neuanschaffungen regelmäßig berücksichtigt, sodass die Bücherei kontinuierlich wächst und sich an den Interessen der Lernenden orientiert.
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Betreuung
Betreuung
Betreut wird die Schulbücherei gemeinschaftlich von Lehrkräften und engagierten Schüler*innen. Letztere können sich als Mitglieder des Büchereiteams freiwillig einbringen, indem sie Aufsicht führen, den Bestand pflegen, Leseempfehlungen aussprechen und Aktionen wie Lesungen, Themenwochen oder Ausstellungen mitgestalten. Dadurch erwerben sie Kompetenzen in Selbstorganisation, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein und leisten zugleich einen aktiven Beitrag zum Schulleben.
Die Bücherei befindet sich im kontinuierlichen Ausbau. Langfristig sind die Einrichtung eines Computerarbeitsplatzes sowie ein digitales Ausleihsystem vorgesehen, um den Zugang zu Literatur und Recherchemöglichkeiten weiter zu verbessern.
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Buchtauschregal
Buchtauschregal
Als niedrigschwellige Ergänzung zur Schulbücherei steht im Bereich vor dem Sekretariat ein Buchtauschregal zur Verfügung. Es lädt alle Mitglieder der Schulgemeinschaft dazu ein, bereits gelesene Bücher weiterzugeben und neue Lektüren zu entdecken. Dieses Angebot fördert die Lesekultur, regt zum Austausch über Literatur an und setzt zugleich ein Zeichen für Nachhaltigkeit und gemeinschaftliches Lernen über den Unterricht hinaus.


Das Schüler*innentutorium
Das Schüler*innentutorium „Schüler*innen helfen Schüler*innen“ ist ein fester Bestandteil der individuellen Förderung am HAG. Es bietet älteren Schüler*innen die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, ihr Wissen weiterzugeben und zugleich eigene fachliche und soziale Kompetenzen zu stärken. Gleichzeitig können sie auf diesem Wege ihr Taschengeld aufbessern. Jüngere Lernende profitieren dabei von Unterstützung „auf Augenhöhe“ – ein Konzept, das Lernmotivation, Selbstvertrauen und Lernerfolg gleichermaßen fördert.
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Was ist das Tutorium?
Was ist das Tutorium?
Im Rahmen des Schülertutoriums geben Lernende ab Klasse 9 für einen festgelegten Zeitraum jüngeren Mitschüler*innen Nachhilfe im Einzelunterricht. Dabei entstehen Lernprozesse, die beiden Seiten zugutekommen:
· Tutor*innen vertiefen ihr Fachwissen, erwerben didaktische und pädagogische Kompetenzen und übernehmen Verantwortung.
· Lernende Schüler*innen erhalten individuelle Unterstützung und profitieren von der Nähe und Verständlichkeit des Peer-Learnings.
Das Projekt verbindet somit fachliche Förderung mit sozialem Lernen und trägt zur Stärkung der Schulgemeinschaft bei.
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Die Tutor*innen
Die Tutor*innen
Die Tutor*innen übernehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie erwerben grundlegende Kenntnisse in der Vermittlung von Lerninhalten und entwickeln ihre Kommunikations- und Organisationsfähigkeit weiter. Vor Beginn eines Tutoriumsblocks, der in der Regel zehn Sitzungen pro Quartal umfasst, werden die Tutor*innen in einer Einführungsschulung auf ihre Tätigkeit vorbereitet. Dort lernen sie Methoden der Lernförderung, Feedbackstrategien und Möglichkeiten der Motivation jüngerer Schüler*innen kennen. Während des gesamten Zeitraums stehen ihnen die betreuenden Fachlehrkräfte beratend zur Seite. Die Tutor*innen erhalten außerdem Zugang zu geeigneten Lehr- und Übungsmaterialien sowie zu Kopiermöglichkeiten in der Schule. Die teilnehmenden Schüler*innen arbeiten mit ihren Tutor*innen gezielt an fachspezifischen Lerninhalten, Methoden und Strategien. Zu Beginn wird in einem Beratungsgespräch ein individueller Förderungsschwerpunkt festgelegt.
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Qualitätssicherung
Qualitätssicherung
Zur Halbzeit des Tutoriums erfolgt eine Zwischenbilanz, um Lernfortschritte zu reflektieren und Förderziele gegebenenfalls anzupassen. Am Ende steht ein Abschlussgespräch, in dem Erfolge und mögliche nächste Schritte besprochen werden.
Zur Dokumentation nutzen die Beteiligten einen Protokollbogen, auf dem Inhalte, Lernfortschritte und Hausaufgaben festgehalten werden. Bei wiederholtem Nicht-Erfüllen der vereinbarten Aufgaben kann das Tutorium in Absprache mit der betreuenden Lehrkraft beendet werden.
Die Organisation des Schülertutoriums liegt bei erfahrenen Lehrkräften, die in enger Abstimmung mit Fach- und Klassenlehrkräften die Zuordnung der Tutor*innen und Lernenden vornehmen. Die Schule stellt für die Sitzungen geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung.
Zur Qualitätssicherung findet in regelmäßigen Abständen eine Evaluation des Programms statt. Sowohl Tutor*innen als auch Lernende und deren Eltern nehmen über ein Online-Formular (Microsoft Forms) an einer Rückmeldung teil. Diese dient der Weiterentwicklung des Projekts und der Sicherung der Wirksamkeit der Fördermaßnahmen.
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Qualitätssicherung
Qualitätssicherung
Zur Qualitätssicherung findet in regelmäßigen Abständen eine Evaluation des Programms statt. Sowohl Tutor*innen als auch Lernende und deren Eltern nehmen über ein Online-Formular (Microsoft Forms) an einer Rückmeldung teil. Diese dient der Weiterentwicklung des Projekts und der Sicherung der Wirksamkeit der Fördermaßnahmen.
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Bezahlung
Bezahlung
Die Bezahlung der Tutor*innen erfolgt in der Regel direkt durch die Eltern. Der Stundensatz beträgt 10 Euro pro Nachhilfestunde, sodass ein Tutoriumsblock mit zehn Sitzungen insgesamt 100 Euro umfasst.
Für Familien, die finanzielle Unterstützung benötigen, besteht die Möglichkeit einer Kostenübernahme über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) des Kreises Steinfurt[1]. In diesem Fall erfolgt die Auszahlung zentral über die Organisation des Schüler*innentutoriums, die die Erstattung beim Jobcenter beantragt.
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[1] Kreis Steinfurt (2024): Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) – Förderung von Schülerinnen und Schülern mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf, Informationsportal BuT Kreis Steinfurt. Online unter https://www.kreis-steinfurt.de/but (Zugriff: 03.11.2025)
Begabtenförderung
Wir legen großen Wert darauf, die individuellen Begabungen und Fähigkeiten unserer Schüler*innen gezielt zu fördern. Besonders leistungsstarke und begabte Lernende benötigen geeignete Rahmenbedingungen, um ihre Potenziale zu entfalten und ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Durch vielfältige Programme und schulische Angebote eröffnen wir unterschiedliche Wege, Talente zu entdecken, zu entwickeln und nachhaltig zu fördern.
Unsere Förderangebote umfassen die Schwerpunkte: Drehtürprojekt, Wettbewerbe, Schüler*innenakademien, Förderprogramme und Stipendien.
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Drehtürmodell
Drehtürmodell
Das Drehtürprojekt bietet begabten Schüler*innen die Möglichkeit, den Regelunterricht zeitweise zu verlassen, um sich über einen längeren Zeitraum intensiv mit einem selbst gewählten Thema auseinanderzusetzen. Diese Arbeitsphase umfasst etwa zehn bis zwölf Doppelstunden, in denen die Lernenden selbstständig forschen, planen und präsentieren.
Begleitend dazu nehmen sie an Beratungsstunden teil, in denen sie zentrale wissenschaftspropädeutische Kompetenzen erwerben: richtiges Zitieren, Quellenarbeit, Aufbau einer wissenschaftlichen Struktur, Präsentationstechniken und Mediengestaltung.
Diese Beratungsphasen werden von Lehrkräften mit einer Zusatzqualifikation im Bereich der Begabungsförderung (ECHA-Diplom) durchgeführt, die eng mit den Fachlehrkräften zusammenarbeiten.
Die Projekte können auch in Zusammenarbeit mit ein oder zwei Mitschüler*innen entwickelt und durchgeführt werden. Dadurch werden Teamgeist, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktlösungsstrategien und Kritikfähigkeit gefördert.
Am Ende des Schuljahres präsentieren die Teilnehmenden ihre Ergebnisse zunächst in ihrer Klasse und anschließend im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung vor Eltern, Lehrkräften und Mitschüler*innen. Diese Präsentation trägt zur Wertschätzung besonderer Leistungen innerhalb der Schulgemeinschaft bei und stärkt das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden.
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Wettbewerbe
Wettbewerbe
Die Teilnahme an Wettbewerben ist ein zentraler Bestandteil der Begabungsförderung am HAG. Sie bietet den Schüler*innen die Möglichkeit, sich über den Unterricht hinaus fachlich und kreativ zu engagieren, neue Herausforderungen anzunehmen und ihre besonderen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Unsere Lernenden nehmen regelmäßig an Wettbewerben in nahezu allen Fachbereichen teil, darunter:
· Kunst und Musik,
· Fremdsprachen (z. B. Bundeswettbewerb Fremdsprachen – Einzel- oder Teamwettbewerb, Erwerb des Sprachzertifikats C1 Advanced der Cambridge University),
· Naturwissenschaften (z. B. Biologie- und Chemieolympiaden),
· Mathematik (z. B. Pangea-Wettbewerb, Matheolympiade),
· Informatik (z. B. Informatik-Biber),
· Sport (z. B. Jugend trainiert für Olympia).
Die Teilnahme an Wettbewerben fördert Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Verantwortungsbewusstsein und stärkt zugleich das schulische Profil in den Bereichen Naturwissenschaften, Sprachen und Musik.
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Schüler*innenakademien
Schüler*innenakademien
Sie bieten besonders begabten Schüler*innen die Möglichkeit, sich intensiv mit einem spezifischen Themenfeld auseinanderzusetzen und sich in einem überregionalen, oft interdisziplinären Umfeld weiterzuentwickeln.
Interessierte Lernende bewerben sich eigenständig bei den jeweiligen Institutionen (z. B. Mathematik-Akademie, Juniorakademie, Deutsche SchülerAkademie) oder werden von den jeweiligen Fachlehrkräften vorgeschlagen (z.B. für die Teilnahme an der Mathematik-Schülerakademie SAMMS). Die Bewerbung umfasst in der Regel ein Motivationsschreiben und ein Empfehlungsschreiben einer Fachlehrkraft.
Diese außerschulischen Akademien fördern nicht nur fachliche Vertiefung, sondern auch soziale und personale Kompetenzen durch den Austausch mit anderen leistungsstarken Jugendlichen.
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Förderprogramme und Stipendien
Förderprogramme und Stipendien
Besonders leistungsstarke Schüler*innen werden bei der Bewerbung um Förderprogramme und Stipendien unterstützt, die ihnen den Zugang zu weiterführenden Bildungseinrichtungen oder spezialisierten Kursen erleichtern. Das HAG informiert aktiv über regionale, nationale und internationale Fördermöglichkeiten und begleitet die Lernenden bei der Antragstellung.
In Einzelfällen kann eine besondere Förderung auch durch Akzeleration, also das Überspringen einer Jahrgangsstufe, erfolgen. Eine solche Entscheidung wird individuell geprüft und im Rahmen der Schulordnung unter Einbeziehung der Schulleitung, der Stufenkoordination, der Fachlehrkräfte, der Eltern und der betroffenen Schüler*innen getroffen. Hierbei stehen stets das Wohl der Lernenden und die Sicherung ihrer erfolgreichen persönlichen Entwicklung im Mittelpunkt.
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Begabtenförderung als Bestandteil der Schulkultur
Begabtenförderung als Bestandteil der Schulkultur
Die Förderung besonderer Begabungen ist Teil des pädagogischen Selbstverständnisses des HAGs. Sie verbindet individuelle Unterstützung mit dem Ziel, Verantwortung, Kreativität und Leistungsfreude zu stärken. Durch die konsequente Begabungsförderung leisten Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen gemeinsam einen Beitrag zur Entwicklung einer leistungsgerechten, wertschätzenden und inklusiven Schulkultur.
Mehr Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Begabtenförderung:
Informationen zur Facharbeit
In der Qualifikationsphase (Q1) wird am HAG eine Klausur durch eine Facharbeit ersetzt (Stand: Oktober 2025). Die Facharbeit bietet unseren Schüler*innen die Möglichkeit, sich intensiv mit einem selbstgewählten Thema auseinanderzusetzen und dabei die Grundlagen wissenschaftspropädeutischen Arbeitens zu erwerben – also selbstständig zu recherchieren, zu strukturieren, zu argumentieren und Ergebnisse sachgerecht schriftlich darzustellen.
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Mehr Details
Mehr Details
Die Facharbeit ist eine selbstständig verfasste schriftliche Hausarbeit mit einem Umfang von etwa acht bis zwölf Seiten. Ihr Schwierigkeitsgrad und ihre Gewichtung entsprechen einer regulären Klausur; sie fließt daher in den Bereich „Schriftliche Arbeiten/Klausuren“ der Leistungsbewertung ein.
Ziel ist es, die Schüler*innen frühzeitig an das wissenschaftliche Arbeiten heranzuführen und ihnen grundlegende Kompetenzen für Studium und Beruf zu vermitteln.
Alle Schüler*innen der Jahrgangsstufe Q1 sind verpflichtet, eine Facharbeit zu verfassen –
es sei denn, sie belegen stattdessen einen Projektkurs. In diesem Fall entfällt die Pflicht zur Facharbeit; eine freiwillige Facharbeit ist jedoch möglich, wenn dies schulorganisatorisch vorgesehen ist. Die Facharbeit ersetzt im jeweiligen Referenzfach die erste Klausur des zweiten Halbjahres (Q1.2).Zur Unterstützung stehen auf der Schulhomepage und im internen Bereich die benötigten Materialien bereit.
Für die Dokumentation der Beratungsgespräche ist zusätzlich ein Beratungsnachweis vorgesehen, der gemeinsam mit der Facharbeit fristgerecht abzugeben ist.
Zur Vorbereitung findet für alle Schüler*innen der Jahrgangsstufe Q1 ein Projekttag zum wissenschaftlichen Arbeiten statt. An diesem Tag werden zentrale Aspekte wie Themenfindung, Zitiertechniken, Quellenarbeit und formale Gestaltung praxisnah vermittelt.
Sprachzertifikate
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Englisch - Cambridge „C1 Advanced“ Zertifikat
Englisch - Cambridge „C1 Advanced“ Zertifikat
Der Projektkurs Englisch in der Qualifikationsphase bietet Schüler*innen die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse auf ein besonders hohes Niveau zu bringen und sich gezielt auf die Sprachprüfung „C1 Advanced“ der University of Cambridge vorzubereiten.
Diese international anerkannte Prüfung dokumentiert Sprachkompetenzen auf nahezu muttersprachlichem Niveau und eröffnet vielfältige Chancen für Studium, Beruf und internationale Kommunikation.
Der Projektkurs erstreckt sich über zwei Halbjahre mit jeweils zwei Wochenstunden. Neben der intensiven Arbeit an den sprachlichen Fertigkeiten (Lese- und Hörverstehen, Schreiben und Sprechen) werden auch wissenschaftsorientierte Kompetenzen vermittelt. Wer nicht an der Cambridge-Prüfung teilnimmt, erstellt eine schriftliche Projektdokumentation, die nach wissenschaftlichen Kriterien angefertigt wird. Damit ersetzt der Projektkurs die sonst verpflichtende Facharbeit. Die Leistungsbewertung erfolgt gemäß den Vorgaben der APO-GOSt (Stand 2025). Der Kurs wird von Englischlehrkräften des HAG geleitet.
Das HAG ist seit Jahren als Cambridge-Prüfungsschule zertifiziert und führt die Prüfungen in bewährter Kooperation mit dem Graf-Adolf-Gymnasium Tecklenburg durch. Unsere Schüler*innen erzielen dabei regelmäßig hervorragende Ergebnisse – bis hin zum C2-Niveau.
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Französisch - DELF-Zertifikat
Französisch - DELF-Zertifikat
Das HAG bietet seinen Schüler*innen die Möglichkeit, das französische Sprachzertifikat DELF (Diplôme d’Etudes en Langue Française) zu erwerben.
Dieses international anerkannte Zertifikat bescheinigt Französischkenntnisse auf den Niveaustufen A1 bis B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) und ist ein wertvoller Nachweis bei Bewerbungen, im Studium und bei internationalen Programmen.
Zur gezielten Vorbereitung auf die Prüfungen werden Arbeitsgemeinschaften (AGs) für die verschiedenen Niveaustufen angeboten. Hier trainieren die Teilnehmenden praxisnah Hörverstehen, Leseverstehen, Schreiben und Sprechen.
Die schriftliche Prüfung wird direkt am HAG abgelegt, die mündliche Prüfung findet in der Regel an einem Gymnasium in Münster statt. Die Schüler*innen werden dorthin selbstverständlich von Lehrkräften begleitet. So unterstützt das HAG seine Lernenden dabei, ihre Sprachkenntnisse gezielt zu vertiefen und ein international gültiges Zertifikat zu erwerben, das interkulturelle Kompetenz und Motivation für das lebenslange Sprachenlernen sichtbar macht.















