Hausaufgabenkonzept
Rechtliche Grundlagen und pädagogische Leitlinien
Hausaufgaben dienen der Vertiefung und Anwendung des im Unterricht Erarbeiteten. Sie werden in der Sekundarstufe I in der Regel nicht benotet (vgl. BASS 12-31 Nr. 1 und 4), können jedoch im Rahmen von Präsentationen oder kontinuierlicher Mitarbeit Berücksichtigung finden.
Das Hausaufgabenkonzept des HAGs basiert auf dem Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung „Unterrichtsbeginn, Verteilung der Wochenstunden, Fünf-Tage-Woche und Hausaufgaben an allgemeinbildenden Schulen“ (BASS 12-63 Nr. 3) sowie auf den pädagogischen Zielsetzungen unserer Schule. Es berücksichtigt die Anforderungen des erweiterten G9-Bildungsgangs.
Hausaufgaben dienen der individuellen Förderung, der Einübung und Anwendung von Unterrichtsinhalten sowie der Vorbereitung auf den weiteren Lernprozess. Sie erwachsen aus dem Unterricht und sind Teil eines kontinuierlichen Lernprozesses. Sie dürfen nicht dazu dienen, Unterricht zu ersetzen oder Disziplinarmaßnahmen zu sein.
Die Gestaltung berücksichtigt den Schwierigkeitsgrad, die Leistungsfähigkeit der Schüler*innen und zusätzliche Belastungen durch andere schulische Aufgaben.

Ziele und Funktion
Hausaufgaben sind am HAG lernwirksame, altersgerechte und fair gestaltete Lernaufträge, die dazu beitragen, Wissen zu festigen, Selbstständigkeit zu fördern und schulische Belastung verantwortungsvoll zu steuern. Sie sind ein verbindlicher Bestandteil des Unterrichts und unterstützen die Entwicklung von Eigenverantwortung, Lernorganisation und Selbstvertrauen und sollen sinnvoll, verständlich und realistisch gestaltet sein, sodass sie selbstständig und ohne fremde Hilfe in angemessener Zeit bearbeitet werden können. Ziel ist es, nach dem Grundsatz „Qualität vor Quantität“ den schulischen Erfolg zu sichern und gleichzeitig die Belastung der Schüler*innen angemessen zu gestalten.

Organisation und zeitliche Vorgaben
· Hausaufgaben dürfen bei Nachmittagsunterricht nicht bis zum Folgetag aufgegeben werden. Gleiches gilt für Hausaufgaben von Freitag auf Montag und von vor einem Feiertag bis direkt zum Tag danach.
· Fachkonferenzen stimmen Umfang und Verteilung der Hausaufgaben ab, um Überlastungen zu vermeiden.
·Werden die vorgesehenen Zeiten regelmäßig überschritten, informieren Eltern die Klassenleitung, die gegebenenfalls gemeinsam mit den Lehrkräften Anpassungen vornimmt.
Sekundarstufe I
Etwa zwei Drittel der Hausaufgabenzeit entfallen auf die Hauptfächer, ein Drittel auf die Nebenfächer. Die maximale wöchentliche Hausaufgabenzeit ist in der nebenstehenden Tabelle aufgeführt:
Sekundarstufe II
Hausaufgaben fördern Selbstorganisation und Vorbereitung auf die Hochschulreife. Es gelten die folgenden Prinzipien:
· Umfangreiche Aufgaben werden langfristig gestellt.
· In Prüfungsphasen wird der Umfang reduziert.
· Lehrkräfte berücksichtigen individuelle Belastungen.
Ergebnisse von Hausaufgaben können in die Leistungsbewertung einfließen, wenn sie Rückschlüsse auf Kompetenz und Arbeitsverhalten zulassen.
Umsetzung und Kontrolle
Hausaufgaben werden regelmäßig überprüft und in den Unterricht integriert. Sie dienen Lehrkräften als Diagnoseinstrument für Lernfortschritte. Folgende Tätigkeiten gelten nicht als Hausaufgabenzeit: Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Referate, Lesen von Lektüren, Vokabellernen, Üben eines Instruments oder Materialbeschaffung.

Kommunikation und Unterstürzung
Ein erfolgreicher Umgang mit Hausaufgaben erfordert die Zusammenarbeit von Lehrkräften, Eltern und Schüler*innen:
· Eltern sorgen für eine ruhige Arbeitsumgebung und strukturierte Lernzeiten, ohne die Aufgaben selbst zu übernehmen.
· Lehrkräfte achten auf Gesamtbelastung, geben transparente Zeitvorgaben und vermitteln Methoden zum sinnvollen Arbeiten im Rahmen des Konzepts „Lernen lernen“.
· Schüler*innen erledigen Hausaufgaben regelmäßig und eigenständig; bei Schwierigkeiten suchen sie das Gespräch mit Lehrkräften. In der Erprobungsstufe wird das Führen des analogen Schulplaners für die Hausaufgaben vorausgesetzt.















