Schulentwicklungsperspektiven, Schulentwicklungsgruppe


Die Schulentwicklungsgruppe (SEG) spielt eine zentrale Rolle im Prozess der Schulentwicklung am HAG. Sie wurde im Jahr 2005 unter dem Namen „Steuergruppe“ gegründet und später bewusst in „Schulentwicklungsgruppe“ umbenannt – ohne grundlegende Änderungen ihrer in der Geschäftsordnung vom 08. Juni 2005 festgelegten Arbeitsweise:


Arbeitsweise

In der SEG arbeiten Lehrkräfte, Eltern und interessierte Schüler*innen gemeinsam an relevanten Themen der Schulentwicklung. Auf der Grundlage von Datenanalysen und Bedarfsfeststellungen identifiziert die SEG Entwicklungsfelder der Schule. Ihren Mitgliedern werden zur Professionalisierung bedarfsgerechte Fortbildungsangebote durch die Schulleitung oder den Fortbildungsbeauftragten ermöglicht.

Das HAG strebt eine jährliche Arbeitsplanung der SEG an; ihr inhaltliches Mandat erhält sie regelmäßig durch die Lehrkräftekonferenz. Nach der Bedarfsermittlung entwickelt die SEG Priorisierungsvorschläge für die Schulentwicklungsziele. Diese orientieren sich an Ergebnissen aus Befragungen (Eltern, Schülerschaft, Kollegium), an den Ergebnissen der Standardsicherung (VERA 8, ZP10, Abitur) sowie an den vorhandenen personellen und organisatorischen Ressourcen.


Schüler*innen mit Migrationsgeschichte

Im Mittelpunkt steht das Bemühen, die Unterrichtsqualität kontinuierlich zu verbessern, um eine erfolgreiche Ausbildung und Erziehung unserer Schüler*innen zu gewährleisten. Zunehmend rückt dabei die wachsende Vielfalt der Schülerschaft in den Fokus. Seitdem sich das HAG intensiv mit dem Thema Integration beschäftigt, gilt besonderes Augenmerk jenen gymnasialgeeigneten Schüler*innen mit Migrationsgeschichte, die nach der Erstförderungsphase sprachlich weiter unterstützt werden müssen. Hierbei spielt insbesondere der sprachsensible Fachunterricht eine zentrale Rolle, um Bildungserfolg und langfristigen Verbleib am Gymnasium zu sichern. Die Schule bietet im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereits Anschlussförderung an, sieht jedoch weiterhin Bedarf, binnendifferenzierende Lernangebote auszubauen und die Vermittlung der deutschen Bildungssprache als Querschnittsaufgabe aller Fächer zu verankern.



Das Kollegium

Schulentwicklung und Fortbildung sind am HAG eng miteinander verzahnt. Der Fortbildungsbeauftragte nimmt anlassbezogen an Sitzungen der SEG teil, um diesen Austausch sicherzustellen. Ein Beispiel dafür ist ein für den 17.02.2026 geplanter Studientag, an dem das Kollegium Impulse und praxisorientierte Anregungen zum sprachsensiblen Unterricht in allen Fächern erhält. Da es sich hierbei um einen langfristigen Entwicklungsprozess handelt, versteht sich dieser Studientag als Auftakt einer fortlaufenden Qualifizierungsreihe.

Die Qualifikation der Lehrkräfte ist entscheidend für die Qualität von Unterricht und Lernprozessen. Angesichts steigender Anforderungen im Lehrberuf ist eine gezielte Unterstützung durch Fortbildungen in Bereichen wie Classroom Management, Binnendifferenzierung in heterogenen Lerngruppen oder Diagnoseverfahren unabdingbar. Ebenso wichtig ist die Bündelung vorhandener schulinterner Ressourcen, um die Unterrichtsqualität nachhaltig zu sichern und zugleich die Arbeitsbelastung des Kollegiums zu reduzieren.

Ein weiteres Entwicklungsfeld bildet die Lehrendengesundheit. Auf Grundlage der Ergebnisse der COPSOQ-Befragung (Untersuchung zu psychosozialen Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz, durchgeführt durch die Landesregierung NRW, Mai 2025) wird die SEG gemeinsam mit Lehrkräfterat und Schulleitung Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz HAG entwickeln.



Schüler*innenvertretung

Auch die Schüler*innenvertretung (SV) hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Durch von ihr initiierte Projekte ist sie fest im Schulleben verankert. Dazu zählen insbesondere der Projekttag „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ sowie das Engagement, das zur Anerkennung des HAG als Fairtrade-School geführt hat. Die Förderung demokratischer Strukturen, die Beteiligung von Schüler*innen und der respektvolle Umgang untereinander im Kontext von Vielfalt bleiben wichtige Schulentwicklungsziele.

 

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Evaluation

Ein wesentlicher Bestandteil zukünftiger Schulentwicklung ist zudem die systematische Evaluation schulischer Handlungsfelder. Neue Maßnahmen sollen von Beginn an unter Einbeziehung geeigneter Evaluationsverfahren geplant und regelmäßig überprüft werden.



Lern- und Arbeitsumfeld

Da Schule ein zentraler Lebensraum für Schüler*innen, Lehrkräfte und Mitarbeitende ist, bleibt auch die Gestaltung des Lern- und Arbeitsumfelds ein wichtiges Anliegen. Ziel ist es, die vorhandenen Räumlichkeiten so auszustatten, dass sie funktional, ansprechend und lernförderlich gestaltet sind. Maßnahmen zur baulichen Verbesserung, Lärmdämmung, Möblierung oder digitalen Ausstattung werden in enger Abstimmung mit dem Schulträger sowie mit Vertretungen der Schülerschaft, dem Kollegium und der Elternschaft kontinuierlich umgesetzt.



Sich wandelnde Schullandschaft

Die sich wandelnde Schullandschaft in NRW, insbesondere die Entwicklung hin zu einem zweigliedrigen Schulsystem, wirkt sich auch auf die Arbeit des HAG aus. Mit der Einführung des neunjährigen Bildungsgangs (G9) und dem erstmaligen Entfall einer Abiturprüfung im Schuljahr 2025/26 ergeben sich strukturelle Übergangsphasen. Gleichzeitig führt die Gesamtschule Lengerich/Tecklenburg im Schuljahr 2025/26 ihren ersten Jahrgang zum Abitur. Das HAG pflegt eine langjährige und erfolgreiche Kooperation mit dem benachbarten Graf-Adolf-Gymnasium Tecklenburg, die seit dem Schuljahr 2025/26 um die Gesamtschule erweitert wurde. Dadurch entsteht ein erweitertes Fächerangebot in der gymnasialen Oberstufe, von dem Schüler*innen aller drei Schulen profitieren.


Übersicht über die Akteure

Die folgende Übersicht verdeutlicht den Zusammenhang verschiedener Akteure in der Schulentwicklung am HAG und zeigt zentrale Entwicklungsrichtungen auf, über die innerhalb der beteiligten Gruppen kontinuierlich beraten und entschieden wird: