Methoden- und Medienkompetenz
Lerncoaching und Methodentag „Präsentieren“
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Lerncoaching
Lerncoaching
Neben fachlichem Wissen tragen auch die Kenntnis und Anwendung geeigneter Lernstrategien, Motivation sowie ein ressourcenorientiertes Selbstbild wesentlich zum schulischen und persönlichen Erfolg bei. Um die Lernenden in diesen Bereichen gezielt zu unterstützen, bietet das HAG ein Lerncoaching an.
Dabei handelt es sich um ein individuelles Beratungsangebot, das auf den persönlichen Stärken der Schüler*innen aufbaut und sie darin unterstützt, ihren Lernprozess bewusster, selbstregulierter und effektiver zu gestalten.
Die Lerncoaches haben eine zertifizierte Fortbildung zum Lerncoach abgeschlossen haben. In etwa 45-minütigen Einzelberatungen arbeiten Coach und Lernende*r gemeinsam an der Klärung des individuellen Lernanliegens. Durch gezielte Gesprächsführung und methodische Impulse werden Veränderungsmöglichkeiten aufgezeigt und neue Strategien erprobt.
Das Lerncoaching umfasst in der Regel vier bis sechs Termine und unterstützt bei überfachlichen Anliegen, etwa zur Verbesserung von Lern-, Arbeits- und Organisationsstrategien, bei Motivations- oder Konzentrationsproblemen, bei Stressbewältigung, Prüfungsangst oder Schwierigkeiten im Zeitmanagement.
Zentrales Prinzip ist der ressourcenorientierte Ansatz: bestehende Fähigkeiten und Potenziale werden bewusst gemacht und gezielt weiterentwickelt. Dadurch werden Selbstwirksamkeit, Selbstorganisation und ein positives Selbstbild gestärkt. Lerncoaching trägt somit zur individuellen Förderung und Persönlichkeitsentwicklung bei und unterstützt zugleich die Umsetzung des schulischen Präventions- und Beratungskonzepts.
Das Angebot richtet sich aktuell vorrangig an Schüler*innen der Jahrgangsstufen 7 und 8. Eine Teilnahme ist freiwillig und erfolgt über ein Anmeldeformular, das von den Erziehungsberechtigten unterzeichnet wird. Die Coachings finden mittwochs, donnerstags und freitags ab 13.45 Uhr statt.
Ergänzend wird im Rahmen des 13plus-Programms ein weiterer Baustein erprobt: die AG „Spielend leicht lernen“ für die Erprobungsstufe. Hier erwerben die Teilnehmenden altersgerecht und spielerisch Kenntnisse zu Lerntechniken, Konzentration, Motivation und der Nutzung eigener Stärken. Bewegungselemente und praktische Übungen fördern zusätzlich die Verknüpfung von Lernen, Aktivität und Wohlbefinden.
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Methodentag „Präsentieren“
Methodentag „Präsentieren“
Die Einführung eines Methodentags „Präsentieren“ für die Jahrgangsstufe 7 befindet sich in der Planungs- und Erprobungsphase.
Der Methodentag soll Schüler*innen frühzeitig in der Entwicklung ihrer Präsentationskompetenzen fördern und ihnen grundlegende Techniken für einen sicheren, strukturierten und adressatenorientierten Vortrag vermitteln. Präsentationsfähigkeit gilt als zentrale Schlüsselkompetenz – sowohl für schulische Leistungsnachweise als auch für weiterführende Bildungs- und Berufswege.
Das Konzept knüpft an das bundesweite Bildungsprogramm „Jugend präsentiert“[1] an. Dabei werden erprobte Materialien und Übungen mit fachlichen Inhalten, insbesondere aus dem MINT-Bereich, verknüpft. Ziel ist es, die erlernten Methoden direkt in fachliche Kontexte zu übertragen und praxisnah anzuwenden.
Die Konzeption und Koordination übernehmen eigens qualifizierte Lehrkräfte mit einer entsprechenden Fortbildung. Sie bereiten Materialien vor, führen begleitende Schulungen durch und unterstützen das Kollegium bei der Organisation und Durchführung des Methodentags.
Nach der ersten Erprobungsphase ist eine Evaluation durch Lehrkräfte und Schüler*innen vorgesehen, um das Konzept weiterzuentwickeln und ggf. dauerhaft im Schulprogramm zu verankern. Perspektivisch ist eine Erweiterung für die Jahrgangsstufe 9 geplant, die den Schwerpunkt auf digitale Präsentationen und wissenschaftliches Arbeiten legt.
Damit leistet das HAG einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung von Präsentationskompetenz, Mediennutzung und kommunikativer Handlungssicherheit – Fähigkeiten, die weit über den schulischen Kontext hinaus von Bedeutung sind.
_______________[1]„Jugend präsentiert“ ist ein bundesweites Bildungsprogramm der Klaus Tschira Stiftung in Kooperation mit der Universität Tübingen, das Lehrkräfte und Schüler*innen in der Förderung von Präsentationskompetenz unterstützt. Weitere Informationen: https://www.jugend-praesentiert.de
Medienkonzept und digitales Lernen
Die Digitalisierung prägt zunehmend alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Das HAG versteht es daher als zentrale Aufgabe, Schüler*innen auf die Anforderungen der digitalen Gesellschaft vorzubereiten. Lernen mit digitalen Medien bedeutet für uns, technische Fertigkeiten, kritische Medienkompetenz und reflektiertes Handeln miteinander zu verbinden.
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Ziele
Ziele
Ziel des Medienkonzepts ist die systematische Förderung der Medienkompetenz in allen Jahrgangsstufen und Fächern. Grundlage ist der Medienkompetenzrahmen NRW, der verbindlich in die schulinternen Lehrpläne integriert wurde. Die Lernenden sollen befähigt werden, digitale Werkzeuge sicher, kreativ und verantwortungsvoll zu nutzen. Darüber hinaus versteht das HAG digitale Bildung als Beitrag zu einer zeitgemäßen Allgemeinbildung, die Teilhabe, Selbstständigkeit und kritisches Urteilsvermögen fördert.
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Ausstattung
Ausstattung
Die Schule verfügt über eine modernisierte digitale Infrastruktur mit flächendeckendem WLAN, digital ausgestatteten Klassenräumen (Computer, Beamer, Dokumentenkameras, AppleTVs) und iPad-Rollwagen. Mit dem Eintritt in die Oberstufe nutzen allen Jugendlichen seit dem Schuljahr 2024/25 ein eigenes iPad nach verbindlicher Nutzungsvereinbarung.
Die Netzwerke werden über IServ verwaltet; Verwaltungs- und pädagogische Systeme sind voneinander getrennt. Das digitale Klassenbuch wird über den Schulmanager Online geführt.
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Vermittlung digitaler Kompetenzen
Vermittlung digitaler Kompetenzen
Die Vermittlung digitaler Kompetenzen erfolgt fächerübergreifend und spiralcurricular. Ergänzend finden jährliche DigiTage statt, an denen altersgerechte Themen wie Datensicherheit, Fake News, künstliche Intelligenz oder mentale Gesundheit im Netz behandelt werden. Ein weiteres Element bildet die Ausbildung von Medienscouts, die jüngere Klassen zu Themen wie Bildschirmzeit, Klassenchats und verantwortlicher Nutzung digitaler Medien beraten. Kooperationen mit der Jugendbildungsstätte Tecklenburg, dem DigiLab Lengerich und der Mediencooperative Steinfurt erweitern das Lernangebot über die Schule hinaus.
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Fortbildung des Kollegiums
Fortbildung des Kollegiums
Das Kollegium wird regelmäßig fortgebildet, u. a. in schulinternen Workshops, iPad-Schulungen und im Rahmen von themenbezogenen Fachtagen. Ergänzend finden praxisnahe Kurzfortbildungen („FoBi-Snacks“) statt, die den kollegialen Austausch und die Multiplikation erworbener Kompetenzen fördern.
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Perspektive
Perspektive
Das Medienkonzept wird kontinuierlich weiterentwickelt. Grundlage hierfür sind regelmäßige Evaluationen mit Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften sowie die Fortschreibung des Medienentwicklungsplans der Stadt Lengerich.
Hier finden Sie genauere Informationen zum Medienkonzept und seinen Bestandteilen:
Sprachsensibler Fachunterricht
Das HAG versteht sprachsensiblen Fachunterricht als einen wesentlichen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Viele unserer Schüler*innen wachsen in mehrsprachigen Familien auf, in denen Deutsch nicht die primäre Familiensprache ist. Auch durch den fortlaufenden Zuzug zugewanderter Lernender ergibt sich ein wachsender Bedarf an gezielter sprachlicher Unterstützung. Die Schule verfolgt daher das Ziel, die Entwicklung bildungssprachlicher Kompetenzen in allen Fächern systematisch zu fördern und nachhaltig im Unterrichtsalltag zu verankern.
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Mehr Informationen
Mehr Informationen
Sprachsensibler Fachunterricht bedeutet, dass die sprachlichen Anforderungen fachlicher Inhalte und Aufgaben bewusst in den Blick genommen werden. Lernende werden dabei gezielt beim Aufbau fachsprachlicher Ausdrucksfähigkeit unterstützt. Das bewusste Verknüpfen von Sprach- und Fachlernen wird als gemeinsame Aufgabe aller Lehrkräfte verstanden und stellt einen zentralen Bestandteil der Unterrichtsentwicklung am HAG dar.
Die DaZ-Lehrkräfte übernehmen in diesem Prozess eine beratende und unterstützende Rolle. Sie sensibilisieren das Kollegium für sprachliche Hürden, geben Hinweise zu typischen Stolpersteinen und beraten bei der Entwicklung sprachsensibler Unterrichtsmaterialien und Strategien. Regelmäßige Fortbildungsangebote – insbesondere im Rahmen von pädagogischen Tagen – liefern den Fachschaften wertvolle Impulse für eine sprachbewusste Unterrichtsgestaltung.
Ziel ist es, die Praxis des sprachsensiblen Unterrichts an unserer Schule kontinuierlich weiterzuentwickeln, das Kollegium zunehmend für die Bedeutung von Sprache als Lernvoraussetzung zu sensibilisieren und langfristig fächerübergreifende Fortbildungsstrukturen zu etablieren. Sprachsensibler Fachunterricht wird dabei als gemeinsame, interdisziplinäre Aufgabe verstanden, die das gesamte Kollegium in die Verantwortung nimmt.














