Medienkonzept

Das Medienkonzept einer Schule enthält viele Aspekte, die für die meisten von Ihnen uninteressant sein dürften. Daher haben wir ein paar interessante Aspekte aus unserem Konzept für Sie herausgesucht.


Ausschnitte aus dem Medienkonzept des HAG

  • 1.4 Fachliche und didaktische Umsetzung von Medienbildung

    1.4 Fachliche und didaktische Umsetzung von Medienbildung

    Über die curricularen Vorgaben im Fach Informatik hinaus erhält die Jahrgangsstufe 8 zusätzlichen Informatikunterricht. Auch in allen anderen Fächern ist die Medienbildung (siehe Medienkompetenzrahmen) flächendeckend Bestandteil des Unterrichts.

    Über die innerunterrichtliche Behandlung der einzelnen Aspekte der Medienbildung hinaus führt das HAG seit dem Schuljahr 2025/26 einen Projekttag zu allen Themen der digitalen Welt durch. Der DigiTag wird zu Beginn jeden Schuljahres durchgeführt, dabei behandeln die Schüler*innen jahrgangsspezifische Themen. Dies geschieht in drei Themenblöcken entsprechend der drei Doppelstunden. Die benötigten Materialien sind im Vorfeld durch eine Arbeitsgruppe erstellt worden und werden in regelmäßigen Abständen auf Aktualität geprüft. Die Themen lassen sich grob in drei Ebenen des Umgangs mit digitalen Medien einteilen: Die Handhabung (mit Programmen umgehen), persönliche Sicherheit und Datensicherheit (Passwörter, Grooming, Trickbetrüger, Phishing) und Mündigkeit im Netz beziehungsweise Verständnis der ablaufenden Prozesse (Fakenews, Framing, Filterblasen, ChatGPT, Radikalisierung im Netz, Mental Health).

    Das HAG ermöglicht Schüler*innen in der Jahrgangsstufe 8 eine Ausbildung zum Medienscout. Die ausgebildeten Medienscouts (8 - EF) besuchen traditionell die neuen 5. Klassen und besprechen Themen wie Bildschirmzeit und Chatgruppenregelung. Sie begleiten die Klassen bei themenpassenden Projekttagen, z. B. an der Jugendbildungsstätte in Tecklenburg. Darüber hinaus übernehmen sie auf Anfrage der Grundschulen kleine Projekteinheiten rund um digitale Themen mit Schüler*innen der Klassenstufen 3 und 4. Seit 2024 wird eine Kooperation mit der Gesamtschule Lengerich bezüglich der Ausbildung und der Projekte außerhalb der Schulen ausgebaut.

  • 1.5 Vernetzung mit außerschulischen Partnern

    1.5 Vernetzung mit außerschulischen Partnern

    […] Im Rahmen des Konzepts „Gesunde Schule“ fahren die Klassen der Stufe 5 oder 6 regelmäßig einen Tag in Begleitung der Medienscouts zur Jugendbildungsstätte Tecklenburg für ein Medienkompetenztraining. Darüber hinaus finden nach Bedarf weitere Kooperationen mit der Jugendbildungsstätte statt.

    Mit der Mediencooperative Steinfurt wurde z.B. im Rahmen der Projekttage das Projekt „Digitalisierung des Heimathauses“ realisiert. Dieses Projekt soll weitergeführt und die Zusammenarbeit zukünftig intensiviert werden.

    Das DigiLab Lengerich wird regelmäßig von der Erprobungsstufen-AG des 13plus-Programms besucht und auch durch die Teilnehmer*innen des NW-Wahlpflichtkurses genutzt.

  • 2 Ziele

    2 Ziele

    Lehren und Lernen im digitalen Wandel

    Bildung ist die entscheidende Grundlage der Teilhabe an den Chancen des digitalen Wandels. Deshalb wurde von der Landesregierung Anfang 2018 die DigitalOffensive NRW initiiert, um die Potenziale der digitalen Transformation für die Entwicklung von Schule und Unterricht sowie eine zeitgemäße Lernkultur sichtbar zu machen.

    • Die Förderung von Medienkompetenzen und der informatischen Grundbildung ist eine zentrale Bildungsaufgabe. Sie bilden die Voraussetzung für berufliche und persönliche Teilhabe an der digitalen Gesellschaft.

    • In unserer von Medien geprägten Umwelt hat sich der Umgang mit den modernen Informations- und Kommunikationstechniken zu einer Kulturtechnik entwickelt und ist unerlässlicher Bestandteil einer zeitgemäßen Allgemeinbildung.

    • Soziale Interaktion findet in immer größerem Maße mit Hilfe der neuen Medien statt, deren Rolle bei der Gestaltung des individuellen und gesellschaftlichen Lebens wächst. Ihre die Wirklichkeit konstruierende Funktion gilt es zu verstehen, der kritische, selbstbewusste, aber auch selbstbestimmte und verantwortungsvolle Umgang mit den neuen Medien muss geschult werden.

    • Nicht nur das Leben, auch das Lernen mit den neuen Medien gewinnt immer größeren Raum. Sie sollen als Werkzeuge sinnvoll eingesetzt werden, reflektiert ausgewählt und genutzt, gestaltet und beurteilt werden.

    Dabei muss die hohe Dynamik der technischen Entwicklung beachtet werden, sodass instrumentelles Bedienungskönnen zugunsten haltbarer Kompetenzen zurücktritt.

    Ziel des Medienkonzeptes unserer Schule ist es daher, dass die Schüler*innen mit dem Abschluss der Sekundarstufe I ein Repertoire an Medienkompetenzen erwerben, welche verbindlich unterrichtet und überprüft werden. Der Kompetenzerwerb ist in den schulinternen Kernlehrplänen spiralcurricular verankert. Auf diese Weise werden die Kompetenzen regelmäßig, zeitlich verteilt und altersangemessen erworben und vertieft.

    Die Nutzung der digitalen Medien stellt ferner ein großes Potenzial für Individualisierung und Differenzierung von Lernprozessen dar, welche es auszuschöpfen und zu entwickeln gilt.

    Seit 2019 bildet der Medienkompetenzrahmen (MKR) des Landes die Grundlage zur Vermittlung der Medienkompetenzen. Auf seiner Basis kann jedes Fach einen Beitrag zu einer umfassenden Kompetenzvermittlung beitragen. In den Kernlehrplänen (KLP) aller Fächer wurden die Anknüpfungen zum MKR dargelegt und konkretisiert. So bildet der MKR und damit verbunden Umsetzungshilfen das zentrale Element des sich ständig erweiternden Umsetzungsprozesses

    der Medienkompetenzvermittlung. Der Medienkompetenzrahmen bildet somit auch die Grundlage für die Entwicklung eines schulinternen Medienkonzepts.

    (aus: www.medienkompetenzrahmen.nrw , 1.2.2020 und „In sieben Schritten zum schulischen Medienkonzept: Leitfaden“, Medienberatung NRW, 2019, S.4ff )

  • 3 Allgemein

    3 Allgemein

    Aktuell wird das Konzept des DigiTages ausgebaut und den bestehenden Vorhaben (MKR und Aktionstage) ergänzend angepasst.

    Es werden regelmäßig Evaluationen bei den Schüler*innen, Lehrkräften und auch Eltern durchgeführt, um eventuelle Bedarfe, Herausforderungen und Entwicklungspotenziale im Bereich der digitalen Bildung frühzeitig zu erkennen und gezielt darauf reagieren zu können.

    Im Jahr 2024 wurde nach intensiven Diskussionen ein neues Handykonzept entwickelt und durch die Schulkonferenz bestätigt. Dieses Konzept sieht ein generelles Handyverbot für die gesamte Schülerschaft vor.

  • 3.2 Überblick über die Maßnahmen zur Unterichtsentwicklung

    3.2 Überblick über die Maßnahmen zur Unterichtsentwicklung

    In der folgenden Tabelle sind die Vorhaben zur Medienkompetenzbildung nach Jahrgangsstufen abgebildet. Diese beinhalten alle Vorhaben des Medienkompetenzrahmens, des DigiTages und der verschiedenen Aktionstage.

    Die ausführlichen Vorhaben unseres Medienkompetenzrahmens sowie genauere Informationen zum DigiTag sind auf den entsprechenden Seiten unserer Schulhomepage nachzulesen: DigiTag, Medienkompetenzrahmen (MKR).

    Für die schulische Nutzung der iPads in der Oberstufe wird zu Beginn der EF eine Nutzungsvereinbarung getroffen, die sowohl von den Schüler*innen als auch von den Eltern oder Erziehungsberechtigten unterschrieben werden muss.

    In der nachfolgenden Tabelle finden Sie alle aktuellen (Stand 2025) Vorhaben, die zur Medienbildung beitragen nach Jahrgangsstufe sortiert: