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Lernen auf Distanz in der Sekundarstufe I

Hinweise zum "Homeschooling" für Eltern, Schülerinnen und Schüler

Wir sind uns als Schule darüber im Klaren, dass die gegenwärtige Situation erhebliche Anforderungen an Sie und Euch stellt. Deswegen möchten wir mit den folgenden Hinweisen verdeutlichen, welche Ziele wir als Lehrkräfte und Schule damit verfolgen und unter welchen Rahmenbedingungen Homeschooling gelingen kann. Andererseits möchten wir aber auch klar machen, welche Grenzen dieses Lernen auf Distanz aus unserer Sicht hat und was es nicht leisten kann. Wir hoffen mit diesen Hinweisen dazu beizutragen, aus den gegenwärtigen Umständen das Bestmögliche zu machen, Sie und Euch aber gleichzeitig auch vor überzogenen Erwartungen und Überforderungen zu schützen.

Wichtig sind uns folgende Rahmenbedingungen für das "Homeschooling":

  • Die Schulaufgaben sollten keinen zusätzlichen Stress bei Ihnen als Eltern erzeugen – viele von Ihnen müssen arbeiten (ob außer Haus oder im Homeoffice) und haben zusätzliche Sorgen oder Herausforderungen, die im Alltag nun gemeistert werden müssen, manche sorgen sich vielleicht um ihren Job, die Kinderbetreuung, Angehörige oder Freunde. Die Bedingungen sind zur Zeit so unterschiedlich in den Familien, dass wir Sie auf keinen Fall zusätzlich belasten wollen, sondern Ihren Kindern eine gewisse „Schulstruktur“ erhalten und einige sinnvolle Beschäftigungs- und Lernangebote machen wollen. Achten Sie selbst mit Augenmaß darauf, dass die Kinder ihre Aufgaben so gut es geht ernst nehmen, ohne dass es für Sie als Eltern zusätzlichen Stress bedeutet. Niemand muss abends nach der eigenen Arbeit noch gestresst Schulaufgaben mit den Kindern erledigen, dies wäre nicht in unserem Sinne.  
  • In der Regel sollten die Aufgaben ohne zusätzliche Hilfsmittel zu bewältigen sein, niemand muss sich weitere technische Geräte anschaffen, die nicht geplant waren. Rückmeldungen und Fragen an die Fach- und Klassenlehrer über E-Mail sind jederzeit möglich, allerdings können wir nicht verpflichtend einfordern, dass jeder uns seine Aufgaben schickt, dazu sind die Bedingungen bei Ihnen zu Hause zu unterschiedlich und nicht alle Kinder geschult genug in der Handhabung der digitalen Medien. Freiwillig: immer gerne!
  • Die Kinder sollten etwa zwei Stunden am Tag konzentriert beschäftigt sein, gerne natürlich auch freiwillig länger. Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihre Kinder zu stark belastet sind oder andere Probleme auftauchen, melden Sie sich bitte. Wir bemühen uns um Augenmaß und realistische Einschätzungen, aber nur Sie als Eltern haben den Überblick, ob die Belastungen zu hoch (oder womöglich zu gering) sind. Daher sind wir auf Ihre Rückmeldung angewiesen.
  • Manche wünschen sich mehr digitale oder kreative Angebote,manche lieber wenige und dafür mehr Aufgaben im Buch oder Arbeitsheft. Die Erwartungen an Schule sind da sehr unterschiedlich. Wir bemühen uns um Ausgewogenheit, sodass für jeden etwas dabei ist. Links und Vorschläge, auf Internetseiten etwas nachzulesen oder anzuschauen unterliegen daher immer einer gewissen Freiwilligkeit – je nachdem, ob und in welchem Maße z.B. Geräte zur Verfügung stehen.
  • Sorgen Sie sich nicht um die Schulnoten Ihrer Kinder bei der Erledigung der Aufgaben. Wünschenswert wäre, dass die Kinder ihre Aufgaben konsequent machen und ernst nehmen, aber niemand muss schlechte Noten befürchten, wenn er oder sie etwas alleine nicht so gut konnte wie mit der Unterstützung durch den Lehrer.

Melden Sie uns gerne zurück, wo Sie Probleme sehen und was Sie sich wünschen würden. Nur dann können wir etwas verbessern oder überhaupt erst wahrnehmen, wo etwas nicht gut läuft. 

    Ulrich Gerling-Gedert, komm. Schulleiter     E-Mail

    Gabriele Alfers, Mittelstufenkoordinatorin    E-Mail

    Florian Hölzl, Erprobungsstufenkoordinator     E-Mail