Hannah-Arendt-Gymnasium · Bahnhofstr.110 · 49525 Lengerich

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PatenschülerInnen

Am Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich werden den fünften Klassen sogenannte PatenschülerInnen zugeteilt. Bei diesem Programm ist das Motto: „Gemeinsam statt einsam – die BegleiterInnen für den Anfang“.

Die beteiligten PatenschülerInnen stammen aus der Jahrgangsstufe EF und melden sich freiwillig für dieses Amt. Sie übernehmen verschiedene Aufgaben, wie z.B. die Gestaltung des ersten Kennlernnachmittags oder die Mitbetreuung während der Kennenlernfahrt nach Tecklenburg. Damit sich die 5er-Neuen besser in der Schule orientieren können, wird u.a. am Kennlernnachmittag eine Schul-Rallye veranstaltet, in der es verschiedene Aufgaben innerhalb des Schulgeländes zu bewältigen gilt. Die SchülerInnen lernen hierbei spielerisch und entdeckend zum einen das neue Gebäude aber auch die neunen KlassenkameradInnen und PatenschülerInnen kennen. Weiterhin finden während des Schuljahres sogenannte „Patenpausen“ statt, in denen die PatenschülerInnen mit den SchülerInnen, z.B. Spiele spielen oder gemeinsam Geschichten lesen.

Die PatenschülerInnen werden von zwei Lehrpersonen betreut und ausgebildet. Hierzu werden sie in Workshops über ihre Rechte und Pflichten informiert und es erfolgt eine erste Einführung in die Methode der Streitschlichtung. Die PatenschülerInnen arbeiten als Patenteams, d.h. dass jeder seine Stärken einbringen kann und dass sich das Team gegenseitig ergänzt. Folglich wird die Teamfähigkeit der Schülerinnen und Schüler geschult.

Das Patenamt fördert zudem auch die Sozialkompetenz. Die älteren SchülerInnen stellen eine Art „Leuchtturm“ für die jüngeren SchülerInnen dar und erleichtern somit das „Ankommen“ in der neuen Schule. Sie vermitteln ein Gefühl der Sicherheit für die neuen SchülerInnen. Zudem werden die PatenschülerInnen durch den Kontakt mit den jüngeren SchülerInnen und den damit aufkommenden vielfältigen Situationen und Problemen in ihrer Handlungsfähigkeit sowie in ihrer Empathiefähigkeit gefordert und gefördert. 

Das Mediatorenprogramm bietet neben dem Patenprogramm eine weitere Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, sich aktiv am Schulleben zu beteiligen und gleichzeitig die eigenen Kompetenzen zu erweitern. Selbstkompetenz bezeichnet hierbei die Fähigkeit und Bereitschaft, selbständig und verantwortlich zu handeln, eigenes und das Handeln anderer zu reflektieren und die eigene Handlungsfähigkeit weiterzuentwickeln. Die MediatorInnen am HAG beschäftigen sich mit Konflikten zwischen den SchülerInnen und werden speziell in der Methode der „Mediation“ ausgebildet.

Einzelfälle haben in den letzten Jahren gezeigt, dass bei Konflikten zwischen Heranwachsenden oft ältere SchülerInnen als „Mittler“ Erfolg hatten, da sie „die Sprache der Jugendlichen“ sprechen und ihre Appelle und Ratschläge eher angenommen werden als die von Erwachsenen. Zudem übernehmen die  älteren SchülerInnen Verantwortung für die Schulgemeinde und sie werden in vielen sozialen Kompetenzen, wie z.B. Empathiefähigkeit, Entscheidungskompetenz oder Kommunikationskompetenz gefordert und gefördert.

Den jüngeren SchülerInnen fällt es darüber hinaus oft leichter mit älteren SchülerInnen über ihre Konflikte/Probleme zu sprechen als mit LehrerInnen. Die Mediatoren werden durch die amtierenden Mediatoren und durch eine Lehrerin des Beratungsteams in mehreren Workshops ausgebildet. Hierbei werden die Inhalte besonders durch die Methode „Rollenspiel“ erlernt. Ein besonderes Augenmerk liegt natürlich darauf, die Mediatoren nicht zu überfordern und nicht in ungewisse, unüberschaubare Situationen zu bringen, sondern stets in einem engen Austausch als Team zu agieren und gemeinsam zu überlegen, welche Möglichkeiten und/oder Grenzen ein Fall bietet. In Folge dessen erfolgt nach jeder Mediation zeitnah ein Gespräch/Coaching mit der Lehrerin, so dass Probleme und Erfolge sofort gemeinsam reflektiert und ggf. Alternativen benannt werden können. Zudem erfolgen während des Schuljahres in Abständen von ca. 6-8 Wochen Meetings mit allen Mediatoren samt betreuender Lehrerin, bei denen über einige Fälle, Optimierungen, Probleme etc. gesprochen werden.

Anders als beim Patenamt gibt es für das Amt des Mediators kein offizielles Bewerbungsverfahren. Es werden Schülerinnen und Schüler der Oberstufe angesprochen, die sowohl von den amtierenden Mediatoren als auch von den LehrerInnen als reif und stabil genug wahrgenommen werden. Dies schließt jedoch nicht aus, dass Schülerinnen und Schüler jederzeit ihr Interesse an der Ausbildung und somit der Übernahme des Mediationsamtes bei den amtierenden Mediatoren und bei LehrerInnen bekunden können und dies bei der Vergabe der Plätze berücksichtigt wird.