Inhalte: Lehrwerke - Literatur
Unterrichtsinhalte nach einzelnen Klassenstufen:
Allgemeines: Inhalte und Teilbereiche des Latein-Unterrichtes
Bereich I: „Lateinische Sprache“
- Teilbereich 1: Wortschatz
- Teilbereich 2: Grammatisches System
- Teilbereich 3: Fächerübergreifende Ziele
Bereich II: „Lateinische Texte“
- Teilbereich 1: Textinhalte, Textarten
- Teilbereich 2: Texterschließung und Übersetzung
- Teilbereich 3: Interpretation
- Teilbereich 4: Wertende Auseinandersetzung mit Texten
- Teilbereich 5: Fächerübergreifende Ziele
Bereich III: „Römische Geschichte und Kultur“
- Teilbereich 1: Gegenstandsbereiche römischer Geschichte und Kultur
- Teilbereich 2: Umgang mit nichtliterarischen Zeugnissen der römischen Kultur
- Teilbereich 3: Fächerübergreifende Ziele
Bereich IV: „Fortwirken der lateinischen Sprache und Literatur sowie der römischen Kultur in der europäischen Tradition“
- Teilbereich 1: Fortwirken der lateinischen Sprache
- Teilbereich 2: Fortwirken der lateinischen Texte
- Teilbereich 3: Fortwirken der römischen Kultur
Die Unterrichtsinhalte und das Lehrbuch
In den Klassenstufen 6-8 verwenden wir "Felix - Das Lateinbuch" (Ausgabe A) (Buchner-Verlag) sowie als Ergänzung (z.B. zur häuslichen Vorbereitung auf Klassenarbeiten) das Extratraining 1 und 2 (Übungshefte).
Dieses Unterrichtswerk vermittelt nicht nur sinnvoll strukturiert die grundlegenden Kenntnisse in den Bereichen der Morphologie (Formenlehre), der Syntax und des Wortschatzes der lateinischen Sprache, sondern behandelt auch - ausgehend von den jeweiligen lateinischen Lehrbuchtexten - Fragen des Alltagslebens im römischen Reich (Leben in der Stadt und auf dem Land, in der geräumigen "villa" und im Stadtviertel der Armen, im Mietsblock, in der sogenannten "insula"; Freizeitvergnügungen der Römer, wie z.B. Gladiatorenspiele), der gesellschaftlichen Verhältnisse und inneren Spannungen (die Stellung und Behandlung der Sklaven, die Verelendung der ländlichen Bevölkerung als Folge der zahlreichen Eroberungskriege im 2. Jh. v. Chr.), historisch epochemachende Ereignisse wie z.B. den Vesuvausbruch 79 n. Chr. und das Schicksal Pompejis, die Gründungsmythen der Stadt Rom (die Aeneas-Sage, Romulus und Remus, Sturz des letzten römisch-etruskischen Königs Tarquinius Superbus und Errichtung der Republik unter Brutus), griechisch-römische Mythen (Jupiter und Europa, Daedalus und Ikarus, Orpheus und Eurydike), römische Leistungen auf den Gebieten der Verfassungslehre (das republikanische System), der Architektur (Rundbogenbau, z.B. bei der Brücken- und Aquäduktkonstruktion) und des Rechts sowie die römische Frühgeschichte mit verschiedenen Heldensagen, die Auseinandersetzung mit Karthago und Hannibal im Zweiten Punischen Krieg (218-202 v. Chr.). Zudem werden für die römische Geschichte prägende Persönlichkeiten, wie Cicero, Caesar und Augustus, in ihrem Wesen und Wirken näher vorgestellt.
So vermitteln wir im Lateinunterricht nicht nur Sprache, Wörter und Formen, die Kunst des Übersetzens (Dekodierens und Rekodierens), sondern im Sinne der historischen Kommunikation auch fundamentale kulturgeschichtliche und historische Kenntnisse.
Unter topteach.ch finden sich auch im Internet entsprechend der einzelnen Lektionen strukturierte Wortschatz- und Grammatikübungen zum Felix-Lehrbuch.
Für Latein als 3. Fremdsprache ab Klasse 8 setzen wir das Lehrwerk "Prima" (Ausgabe C) in Kombination mit dem zugehörigen Arbeitsheft ein. Die Lernprogression ist in diesem Lehrgang für fortgeschrittene Fremdsprachenlerner mit Englisch- und Französischkenntnissen höher als in dem für Latein als 2. Fremdsprache, was natürlich auch Berücksichtigung im Lehrwerk und seiner Anlage findet. Aber auch "Prima" bringt den Lernenden nicht nur die lateinische Sprache, sondern auch die römische Geschichte und Kultur auf anschauliche Weise näher.
In der Lektürephase in den Klassenstufen 9-10 (EF) lesen wir:
Klasse 9:
- Phaedrus, Fabeln. Kurze Geschichten von Großen und Kleinen, Starken und Schwachen, Dummen und Klugen, Schuldigen und Unschuldigen, die zum Teil auf den Griechen Aesop zurückgehen und auch auf den Franzosen Jean de la Fontaine im höfischen Leben des 17. Jahrhunderts und den Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing im 18. Jahrhundert gewirkt haben.
- Gaius Iulius Caesar, Bellum Gallicum, 8 Bücher, 58-51 v.Chr., daraus z.B.: Buch I: "Der Helvetierkrieg"; "Die Auseinandersetzung mit dem Germanenfürsten Ariovist"; Buch VI: "Ethnographischer Exkurs zur Lebensweise der Gallier und der Germanen"; Buch VII: "Der Aufstand des Gallierfürsten Vercingetorix".
Caesar, der Spieler und Hasardeur (- der Ausruf "Alea iacta est!" bei der Überquerung des Rubikon im Januar 49 v. Chr. erscheint sinnbildlich für das risikofreudige Naturell Caesars-), der berühmte und erfolgreiche Feldherr, erweist sich in seinem, ursprünglich als jährliche Rechenschaftsberichte ("litterae"; "commentarii") an den kritischen Senat in Rom abgefassten Werk, als sprachlich beschlagener Schriftsteller, der es immer wieder versteht, die Lesermeinung absichtsvoll in seinem Sinne zu lenken. Caesar lehrt uns daher, aufmerksam zwischen den Zeilen zu lesen und mit kritischer Distanz das zu betrachten, was der Feldherr und Politiker uns als seine Wahrheit präsentieren möchte.
Klasse 10 (EF):
- Ovid, Metamorphosen, ein atemberaubendes Meisterwerk der Dichtkunst in 15 Büchern mit je 700-900 hexametrischen Versen, geschaffen von einem wahrhaften Genie, mit zahlreichen bekannten Mythen der Antike, z.B. "Die Erschaffung der Welt aus dem Chaos"; "Der Weltaltermythos"; "Lykaon"; "Die Sintflut; "Jupiter und Europa"; "Apoll und Daphne"; "Narziss und Echo"; "Arachne"; "Niobe"; "Die lykischen Bauern"; "Daedalus und Ikarus"; "Philemon und Baukis"; "Orpheus und Eurydike"; "Pygmalion" u.v.m.
Es sind Sagen von Liebe, Sünde, Hochmut, Erbarmungslosigkeit, Strafe, Angst, Hoffnung, Rechtschaffenheit und Gottesfürchtigkeit, vom Suchen und Finden, vom Irren und von Reue. Sie spiegeln in einzigartiger Weise die vielfältigen Regungen der menschlichen Seele.
Kaum ein Werk der Weltliteratur dürfte die bildenden Künste, die Musik und die Literatur der nachfolgenden Jahrhunderte und Jahrtausende derart nachhaltig beeinflusst und inspiriert haben wie die Metamorphosen Ovids.
Daher bemerkt der Dichter mit geradezu prophetischer Gabe zu recht in dem Epilog zu seinem Werk:
"nomen erit indelebile nostrum" - "unauslöschlich wird mein Name sein"; "ore legar populi" - "ich werde vom Volk (laut) gelesen werden" und "per omnia saecula vivam" - "durch alle Jahrhunderte hindurch werde ich leben".
- Antike Briefliteratur und römisches Alltagsleben (Plinius, Seneca).
Eine besondere Fasziniation geht wohl auch heutzutage noch von den beiden Berichten des jüngeren Plinius zum Vesuvausbruch des Jahres 79 n. Chr. aus. Auf Anfrage des römischen Historikers Tacitus berichtet Plinius in Brief 6,16 von den Erlebnissen seines Onkels Plinius des Älteren, des berühmten Naturforschers ("Naturalis historia") und Flottenkommandanten von Misenum. Dieser bricht am Nachmittag des 24. August mit seinen Schiffen auf ein Hilfegesuch einer am Fuße des Vesuvs lebenden Freundin hin auf, um ihr und vielen anderen Menschen in Gefahr Rettung zu bringen. Leider kann Plinius aufgrund der widrigen Umstände sein Vorhaben nicht umsetzen, sondern muss weiter nach Süden, nach Stabiae, segeln, wo er Aufnahme bei seinem Freund Pomponianus findet. Plinus, der Gelassenheit und größte Gemütsruhe im Sinne einer zutiefst stoischen Lebenshaltung an den Tag legt, wird eine in den frühen Morgenstunden des 25. August über den gesamten Golf von Neapel niedergehende Schwefelgaswolke zum tödlichen Verhängnis. - In einem weiteren Brief (6, 20) schildert Plinius der Jüngere dann seine eigenen Erlebnisse in Misenum, wo er zusammen mit seiner Mutter ausharrte. Beide wollen auf die Rückkehr des Bruders und Onkels warten. Jedoch wird auch bald in Misenum die Situation lebensbedrohlich, als sich eine tiefschwarze Rauchwolke wie ein Leichentuch über den gesamten Golf von Neapel niedersenkt...
Ein spannendes Stück Erlebnisliteratur!
Beeindruckend ist auch die Vielfalt der Themen in den 124 Briefen Senecas an seinen Freund Lucilius, in den Epistulae morales, die der römische Philosoph nach seinem Rückzug aus seinem langjährigen politischen Leben und Wirken am Hofe seines Zöglings Nero (62-65 n.Chr.) verfasste. Seneca widmet sich immer wieder dem Thema "Zeit" und der Frage des rechten Umgangs mit diesem begrenzten und daher so wertvollen, leider allzu oft viel zu gering geschätzten Gut, mehrere Briefe behandeln zudem die Freundschaft, die angemessene Behandlung der Sklaven (revolutionär musste für die damalige Zeit die Forderung nach einer mitmenschlichen Behandlung der Sklaven anmuten, die Seneca im berühmten Brief 47 fordert), das Reisen, das Verhalten und den schädlichen Einfluss der Masse bei Spektakeln wie z.B. Gladiatorenspielen, die Problematik des würdigen Todes, die innere Freiheit des Weisen angesichts von äußeren Zwängen, insbesondere angesichts der Macht des Schicksals ("fatum") sowie die Rolle der Philosophie als praktische (Über-)Lebenshilfe. Die von Seneca erörterten Themen sprechen auch uns heutige Leser noch genauso an wie die Menschen damals. Senecas Briefe ermuntern uns Leser immer wieder von Neuem zum Nachdenken über das eigene Leben und Handeln!
Die Epistulae morales gehören auch zum Lektürekanon für das Zentralabitur in NRW (s.u.: Lektüre in der Qualifikationsphase).
- Antike Redekunst (die Gerichtsrede): Cicero, In Verrem (Anklagereden gegen den Kunsträuber Verres).
Der Redner, Schriftsteller, Philosoph und Staatsmann Cicero führt uns wie kein Zweiter die Macht der Rede, die Macht des Wortes vor Augen. Während Caesar und Pompeius Kriege führten und vor allem auf diesem Gebiet Ruhm suchten, hat Cicero es vermocht, allein durch seine Sprache, seine messerscharfe Intelligenz und seinen unbändigen Willen zum politischen Aufstieg die höchte Macht im Staate zu erlangen und die römische Republik durch sein Wirken zu prägen.
Cicero, der ehrgeizige "homo novus", der Emporkömmling aus dem wirtschaftlich vermögenden, aber politisch wenig einflussreichen Ritterstand, übernimmt für die Sizilier die Anklage gegen ihren ehemaligen Statthalter, den von der herrschenden Adelsclique gestützten Verres. Dieser missbrauchte während seiner Proprätur (73-71 v. Chr.) ganz besonders schamlos seine Machtposition, erpresste und bedrängte die ihm untergebenen Sizilier, wo er nur konnte, um sich eigene Vorteile zu verschaffen, vor allem um an private wie öffentliche Kunstgegenstände, Statuen u.ä., zu gelangen. Cicero stellt in seinen beiden Reden gegen den korrupten und skrupellosen Politiker nicht nur seine Sprachgewalt unter Beweis, sondern zeigt auch, dass er über Tatkraft und kriminalistisches Talent verfügt, da er selbst nach Sizilien reist und vor Ort jede Menge belastendes Beweismaterial gegen Verres zusammenträgt. Verres selbst entschließt sich nach der ersten von Cicero gegen ihn gehaltenen Rede ("actio prima") Rom zu verlassen und nach Massilia (heutiges Marseille) ins Exil zu gehen. So konnte er zumindest sein Leben und sein Vermögen retten... Cicero jedoch wollte der Welt seine zweite Rede gegen Verres, die die ganze, von ihm zusammengetragene Beweislast gegen den Angeklagten ausbreitete, nicht vorenthalten und veröffentlichte sie daher, ohne sie jemals gehalten zu haben. In den folgenden Prozessen, in denen Cicero als Anwalt tätig war, kehrte er zu seinem Grundsatz zurück, lieber die Rolle des Verteidigers als die des Anklägers übernehmen zu wollen.
Cicero verschaffte sein beherzter Einsatz für die geknechteten Sizilier nicht nur hohes Ansehen, sondern auch einen wichtigen Durchbruch für die weitere Bewältigung des "cursus honorum'", der obligatorischen Ämterlaufbahn im römischen Staat. Bereits im auf den Verres-Prozess folgenden Jahr 69 v. Chr. wurde er zum Ädil gewählt (eine Art "Kultusminister", der nicht nur für die öffentliche Ordnung, insbesondere auf den Marktplätzen, zuständig war, sondern auch Spiele u.ä. veranstaltete und sich so beim Volk nachhaltig beliebt machen konnte). Weitere sechs Jahre später, 63 v. Chr., gelang es Cicero dann, den Gipfelpunkt der Macht zu erklimmen: Er wurde Konsul. In dieses Jahr fiel ein weiterer "Krimi", in den Cicero involviert war: Die Verschwörung des Catilina und seiner Bande. Die Aufdeckung dieser Verschwörung und die Hinrichtung bedeutender Catilinarier im Dezember 63 v. Chr. wird zunächst von den römischen Bürgern als Rettung des Staates gefeiert, doch 5 Jahre später wird Cicero sein Vorgehen durch seinen Intimfeind Clodius ("Bona-dea-Skandal") zur Last gelegt und seine Verbannung bewirkt.
Die Behandlung der Redekunst (Rhetorik) am Beispiel Ciceros erlaubt es, auch Grundlegendes zu diesem Gebiet zu behandeln, wie z.B. die Arbeitsschritte eines Redners, den Aufbau der Rede sowie die verschiedenen Arten der Rede.
Lektüre in der Qualifikationsphase (Zentralabitur)
Jahrgangsstufen 11 (Q1) und 12 (Q2): Die Lektüreinhalte in den beiden Qualifikationsstufen sind durch die Vorgaben des Zentralabiturs in NRW bestimmt (vgl. "Unterricht").
Folgende Werke sind zur Zeit - neben den bereits oben genannten Epistulae morales Senecas - vorgesehen:
Vergil, Aeneis, Buch IV:
Die Aeneis ist das Nationalepos der Römer, das von Publius Vergilius Maro (70-19 v. Chr.), der aus einfachen Verhältnissen aus der Nähe von Mantua in Norditalien stammte, in 12 Büchern unter der Herrschaft des Kaisers ("Princeps") Augustus abgefasst worden ist. Die Aeneis schildert das - von den Göttern und ihren z.T. widerstreitenden Interessen gelenkte - Schicksal des Trojaners Aeneas nach der Zerstörung seiner Heimatstadt durch die Griechen im Trojanischen Krieg. In Anlehnung an die beiden Epen des großen griechischen Dichters Homer werden die 12 Bücher der Aeneis in eine "odysseeische" erste Hälfte (Bücher I-VI), die von den Irrfahrten des Flüchtlings Aeneas und seiner Begleiter über das Mittelmeer bis hin zur durch das "fatum" Jupiters bestimmten Ankunft an der Küste Latiums berichtet, und in eine "iliadische" zweite Hälfte (Bücher VII- XII), die die Kämpfe der Trojaner unter Aeneas in Latium zum Thema hat, eingeteilt.
In Buch IV berichtet Vergil von der Liebesgeschichte zwischen der karthagischen Königin Dido und Aeneas, der während seiner Irrfahrten und nach einem von der den Trojanern grollenden Juno hervorgerufenen Seesturm an der nordafrikanischen Küste bei dem eben erst neu gegründeten phönizischen Karthago landet.
Horaz, Carpe diem (Carmen I, 11):
Dieses an ein Mädchen mit dem Namen "Leuconoe" gerichtete Gedicht fordert den Leser dazu auf, sich nicht in Grübeleien oder Spekulationen über die von den Göttern, vom Schicksal, zugeteilte eigene Lebensspanne zu verlieren, sondern zu schmecken, d.h. weise, vernünftig zu sein, Urteilskraft an den Tag zu legen ("sapias"), die Weine, d.h. die Lebensfreuden, zu genießen ("vina liques") und Pläne nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern auf einen kurzen Zeitraum zurechtzuschneiden ("spatio brevi spem longam reseces"). All dies fasst Horaz in seiner sprichwörtlich gewordenen Aufforderung "Carpe diem" zusammen, nutze den heutigen Tag, denn über den morgigen - so betont Horaz - kann man sich nie sicher sein.
Titus Livius, Ab urbe condita, Dekaden I und III:
In der ersten Dekade seines monumentalen Geschichtswerkes behandelt der römische Historiker Titus Livius die Frühgeschichte der Stadt Rom, ihren Gründungsmythos (Romulus und Remus) und Heldensagen, die die "virtutes", die Tugenden und Werte, der Römer zeigen.
In der dritten Dekade schildert Livius den Zweiten Punischen Krieg (218-202 v. Chr.), die Auseinandersetzung der Römer mit dem Karthager Hannibal, von der Eroberung der mit Rom verbündeten spanischen Stadt Sagunt durch den karthagischen Feldherrn, über den langen Weg Hannibals und seines Heeres über die Pyrenäen, durch den Süden Galliens und schließlich über die Alpen bis hinein nach Italien, vor die Tore Roms, seine Siege über die Römer (insbesondere bei Cannae in Apulien im Sommer 216 v. Chr.), die weiteren Wechselfälle des Krieges zwischen den rivalisierenden Mächten und die allmähliche Wende bis hin zum letztendlichen Triumph Roms 202 v. Chr. bei Zama in Nordafrika, diesmal vor den Toren Karthagos, unter dem Feldherrn Publius Cornelius Scipio, der aufgrund dessen den Beinamen "Africanus" erhielt.
Cicero, De re publica, Buch I:
Cicero beschäftigt sich in seinem staatsphilophischen Werk "De re publica" mit der Frage nach der besten Staatsform und findet sie, nach eingehenderen Erörterungen zu Vor- und Nachteilen der drei reinen Verfassungsformen Monarchie, Aristokratie und Demokratie, in der Mischverfassung der römischen Republik verwirklicht, die Elemente der drei genannten Verfassungstypen in ausgewogener Weise miteinander verbindet.
