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Fünfter Themenkreis   "Gremien"

Schulprogramm 2005 – Schulkonzepte – Anhang TH1 / 1

Erster Themenkreis

Das Medienkonzept
Der Aufbau eines Methodenkonzepts
Die Auswertung der Lernstandserhebungen
Die Projektarbeit in der Oberstufe
Die Konzeption des Faches "Naturwissenschaft" am HAG

 

 

Das Medienkonzept  

Rückblick - Weiterentwicklung von 2002-2005
Zielsetzungen und medienpädagogische Bereiche
Das aktuelle Medienkonzept mit verbindlichen Unterrichtsreihen und Projekten

Weiterentwicklung des Medienkonzeptes 2002 - 2005

1. Ausgangslage

In den Jahren 2000 bis 2002 ist von der Arbeitsgruppe Medienkonzept unter Beteiligung der Fachkonferenzen das als Anlage beigefügte Medienkonzept erarbeitet worden. Es wurde von der Lehrerkonferenz zu Beginn des Schuljahres 2002/2003 angenommen. Dort wurde festgelegt, dass nach ca. 2 Jahren der Erprobung eine Evaluation und Anpassung des Konzeptes stattfinden solle.

2. Evaluation.

Die Evaluation wurde wiederum von der Arbeitsgruppe Medienkonzept unter Einbeziehung der beteiligten Fachkonferenzen durchgeführt. (Siehe Anlagen). Als Ergebnis wurde auf einer Lehrerkonferenz Anfang 2004 die Zielsetzungen des Medienkonzeptes grundsätzlich bestätigt. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass nicht alle Reihen und Projekte des Medienkonzeptes verbindlich durchgeführt werden. Als Ursachen wurden festgehalten:

·         Die Bedeutung von Medienkompetenz ist im Kollegium noch nicht klar.
(Es geht nicht darum, dann und wann mal das Internet zu nutzen. )

·         Die Vielzahl der Projekte im Medienkonzept führt dazu, dass sich niemand wirklich verantwortlich fühlt.

·         Die Bedeutung der einzelnen Projekte ist im Gesamtzusammenhang des Medienkonzeptes nicht klar.

·         Absprache zwischen den Kollegen findet nicht immer statt.

·         Nicht alle Fachkonferenzen haben verbindliche Festlegungen zur Durchführung von Projekten beschlossen.

Zur Verbesserung wurden langfristig folgende Maßnahmen festgelegt:

·         Reduzierung auf weniger aber verlässlich durchgeführte Reihen / Projekte

·         Verstärkte Durchführung von Projekten im Rahmen von Mehrfachstunden oder Projekttagen für einzelne Klassen oder Jahrgangsstufen.

·         Durchführung von Fortbildungen

·         Betreuung gewisser Fächer/Fachbereiche durch entsprechende Medienbeauftragte der Fächer/Fachbereiche.
Diese nehmen mit den Kollegen/innen Kontakt auf, beraten sie und sorgen dafür, dass die Reihen auch durchgeführt werden. (Ggf. im Teamteaching oder an Projekttagen oder ...)

3. Umsetzung der Evaluationsergebnisse:

Unter Beteiligung der Fachkonferenzen wurde von der Arbeitsgruppe Medienkonzept eine Neufassung des Medienkonzeptes erarbeitet, die zu Beginn des Schuljahres 2005/2006 von der Lehrerkonferenz angenommen wurde.

 

Im Laufe des Schuljahres 2005/2006 wurden noch weitere Konkretisierungen vorgenommen. Das Medienkonzept in der zur Zeit gültigen Fassung liegt bei. Auf wesentliche Punkte soll hier kurz hingewiesen werden.

 

Technische Fähigkeiten der SuS (I&K-Grundbildung)

·         Die Schülerinnen und Schüler (SuS) werden im Laufe der JgSt 5 in die Handhabung des Computersystems der Schule und in die systematische Nutzung einer Textverarbeitung (StarOffice/OpenOffice writer) eingeführt. Dies geschieht im Rahmen des Konzeptes 'Lernen Lernen' im Teamteaching von dem Deutschlehrer/der Deutschlehrerin und einer weiteren in diesem Bereich besonders erfahrenen Lehrkraft.

·         Gegen Ende der JgSt 5 erstellen die SuS im Deutschunterricht eine Begrüßungszeitung für die neuen fünften Klassen. Das Layout dieser Zeitung wird an einem Projekttag erstellt.

Weitere Projekttage bzw. Projekthalbtage finden ferner statt:

·         zu Beginn der Klasse 7 zur Einführung in die Tabellenkalkulation im Teamteaching von Erdkunde und Mathematiklehrer/in

·         im Laufe der JgSt 7 zur Einführung in die Handhabung von Präsentationsgraphiken

·         am Ende der vierwöchigen Unterrichtsreihe Zeitung im Deutschunterricht der achten Klassen

·         Die Durchführung von Doppelstunden ist im Rahmen des  Medienkonzeptes erwünscht. Hierfür kann auch Unterrichts zeitlich umgelegt werden.

Inhaltliche Fähigkeiten der SuS (Medienbildung).

·         Die technischen Fähigkeiten stellen nur die Grundlage dar, um im Rahmen des Fachunterrichtes der Vermittlung von Medienkompetenz einen angemessene Raum geben zu können. Die Zielsetzungen finden sich im allgemeinen Teil und in der Zuordnung der Unterrichtsreihen zu den verschiedenen medienpädagogischen Bereichen des Medienkonzeptes.

4. Weitere Planungen

Die unter Punkt 3 genannten Maßnahmen werden erst mit dem kommenden Sachuljahr (06/07) umgesetzt werden können. Es ist besonders wichtig, diese Umsetzung zu begleiten. Hierzu sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

·         Zur Vorbereitung der oben angegebenen Projekttage der Klassen 5, 7 und 8 wird jeweils ein vorbereitender Nachmittag mit den beteiligten Fachlehrern und dem I&K-Koordinator stattfinden.

·         Bei Bedarf sind entsprechende Fortbildung durchzuführen.

·         Für die anderen Projekte des Medienkonzeptes finden zu Beginn des Schuljahres fach-und projektbezogene Koordinationstreffen statt.

Insgesamt muss das Medienkonzept kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt werden. Angestrebt wird ferner, das Medienkonzept in ein Medien- und Methodenkonzept einzubinden

5. Fortbildungen

Fortbildungen finden vor allem hausintern bei Bedarf angebunden  an konkrete Unterrichtsreihen statt. (Siehe auch 4.)

Leider ist es nicht mehr möglich, im Rahmen einer pädagogischen Ganztagskonferenz Fortbildungen für das ganze Kollegium durchzuführen. Dies hemmt die schulische Entwicklung im Bereich der Medienbildung deutlich und wird als nicht produktiv angesehen.

6. Technische Entwicklung

Der im Jahre 2002 eingerichtete Multimediaraum mit 16 Schülerarbeitsplätzen wird stark genutzt und hat sich in seiner Konzeption bewährt. Auch der Informatikraum mit 12 Schülerarbeitsplätzen ist gut genutzt und wird gerne angenommen, ist aber für größere Lerngruppen nicht geeignet. Durch eine angemessene finanzielle Unterstützung der Stadt und engagierten Einsatz der betreuenden Lehrkräfte ist das Computersystem der Schule stets gut einsetzbar.

In den Jahren 2002 bis 2004 sind Ersatzbeschaffungen durchgeführt worden und transportable Medieneinheiten für die Fachräume Erdkunde, Chemie und Biologie angeschaftt worden.

Im Laufe des Schuljahres 2005/2006 werden zwei weitere Medienecken mit 5 bzw. 6 Schülerarbeitsplätzen eingerichtet.

Im Laufe des Schuljahres 2005 wird damit folgende technische Ausstattung erreicht:

·  Multimediaraum mit 16 Schülerarbeitsplätzen

·  Informatikraum 1 mit 12 Schülerarbeitsplätzen

·  Informatikraum 2 (angrenzend) mit 6 Schülerarbeitsplätzen. Diese beiden Räume können von einer größeren Lerngruppe dann auch gemeinsam genutzt werden.

·  Schülerarbeitsraum Erdkunde-Sammlung mit 5 Schülerarbeitsplätzen nur für die Oberstufe

·  Medienecke Flur mit 2 Schülerarbeitsplätzen

·  Schülerbücherei mit 6 Schülerarbeitsplätzen

·  Medieneinheiten (Rechner, DVD, Beamer) in Erdkunde, Biologie, Chemie

·  Ein Laptop und zwei weitere tragbare Beamer

·  Lehrerzimmer 2 mit 5 Lehrerarbeitsplätzen

Alle Arbeitsplätze arbeiten unter dem Betreuungsstytem INIS im schulinternen Netz. Das Netz ist über DSL an das Internet angeschlossen.

In den folgenden Jahren sollen dann zuerst weitere Fachräume und danach der Unterstufentrakt (Klassen 5 bis 7) mit fest eingerichteten Medieneinheiten versehen werden.

 

 

Georg Kubitz

 


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Medienpädagogisches Konzept 

 

Allgemeine Zielsetzungen:

Angesichts der Tatsache, dass unsere Schülerinnen und Schüler in einer von Medien immer stärker geprägten Welt leben,  angesichts des rasanten Wandels der Medienwelt und des großen gesellschaftlichen Einflusses der Medien und der Medienproduzenten halten wir die Vermittlung von Medienkompetenz für eine zentrale Aufgabe der Schule.  Ziel ist es, mit Medien und den durch Medien vermittelten Informationen, Desinformationen und Manipulationsversuchen  zielgerichtet, sachkompetent, kritisch und verantwortlich umgehen zu können.

Wir möchten den Unterricht in allen Klassenstufen - beginnend ab Klasse 5 - so gestalten, dass Schülerinnen und Schüler lernen, sich selbständig in der Medienwelt zu orientieren, Informationen gezielt zu suchen, kritisch zu prüfen und zu beurteilen.  Die Schülerinnen und Schüler sollen ferner lernen, eigene Arbeitsergebnisse sachgerecht aufzubereiten und mit Hilfe geeigneter Medien zu präsentieren.  Darüber hinaus sollen Sie die  Informations- und Manipulationsmöglichkeiten moderner Medien kennen und beurteilen lernen, sie sollen lernen, wie durch Medien Macht und Einfluss ausgeübt wird und sich schließlich auch mit den Bedingungen auseinander setzen, unter denen Medien produziert werden.

Medienbildung ist für uns daher eine Querschnittsaufgabe aller Unterrichtsfächer.

 

Änderung der Lernprozesse und ‚Lernen lernen‘:

Der zunehmende Einsatz der neuen Medien  im Unterricht bringt auch Änderungen in der sozialen Organisation der Lehr- und Lernprozesse mit sich. Der kommunikative Aspekt von Unterricht, Handlungsorientierung, Produktorientierung, stärkerer Praxisbezug und größere Selbständigkeit der Lernenden rücken deutlicher in den Blickpunkt. Neben dem Erwerb von Fachwissen und Kenntnissen von Fachmethoden gewinnen allgemeines Methodenlernen, soziales Lernen, projektorientiertes Arbeiten und fachübergreifendes Lernen an Bedeutung. Die Nutzung der neuen Medien steht für uns in engem Zusammenhang mit der generellen Vermittlung von Techniken der Informationsbeschaffung und Verarbeitung, die im Schulprogrammbaustein 'Lernen lernen'  gefördert werden sollen. Eine enge Verzahnung mit diesem Schulprogrammbaustein wird angestrebt.

 

Medienbildung und der allgemeinbildende Anspruch von Schule

Medienbildung setzt den Umgang mit Technik voraus. Aber nicht die Technik, sondern die Inhalte der Medien und die Auseinandersetzung mit diesen stehen im Vordergrund des Unterrichts. Medienbildung setzt ein gutes deutsches Sprachverständnis und in höheren Jahrgängen gute Kenntnisse vor allem der englischen Sprache voraus. Umgekehrt soll durch Medienbildung das Sprachverständnis der Schülerinnen und Schüler und das Interesse an Fremdsprachen gefördert werden.

 

Evaluation

das Medienpädagogische Konzept hat den Stellenwert eines schulinternen Curriculums. Zur Umsetzung und zur Evaluation finden jeweils am Schuljahresanfang und bei Bedarf während des Schuljahres Koordinationssitzungen der beteiligten Fachlehrer einer Jahrgangsstufe statt.  

 

Besonderheiten der Erprobungsstufe

In der Klasse 5 erhalten die Schülerinnen und Schüler während eines Vierteljahres eine besondere Stunde zur Einführung in de Textverarbeitung. Diese wird im Teamteaching vom Klassenlehrer / von der  Klassenlehrerin und einer weiteren Lehrperson mit besonderen Kenntnissen im Bereich der neuen Medien durchgeführt.

Hierbei werden bewusst nur wenige Möglichkeiten der Textverarbeitung genutzt, damit der Umgang mit diesen Möglichkeiten systematisch besprochen und eingeübt werden kann. Bildbearbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware sollen in Klasse 5 und 6 noch nicht benutzt werden.

 

Umsetzung

Zur Einführung in die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware findet jeweils vor der erstmaligen Nutzung im Fachunterricht ein halber Projekttag statt. Hierfür liegen ausgearbeitete Arbeitsblätter und begleitendes Arbeitsmaterial auf dem Schulserver vor.

Für manche Projekte sind Projekttage oder zumindest Doppelstunden vorgesehen.

Weitere Schritte

Für die Bereiche Desktop Publishing und Veröffentlichung im Internet müssen Arbeitsblätter und weiteres Material noch erstellt werde.

Die laufende Fortbildung der Kolleginnen und Kollegen ist fester Bestandteil des Fortbildungskonzeptes der Schule.

Der Bereich „Beurteilen und Durchschauen der Bedingungen, unter denen Medien produziert werden.“ (s.u.) soll noch stärker berücksichtigt werden.

Ein Elternabend zur Mediennutzung für Kl 5 unter dem Thema : „Fernseher und Computer im Kinderzimmer?“ soll durchgeführt werden.

Das Medienkonzept soll in ein allgemeines Methodenkonzept integriert werden.

 

Bevor nun eine Liste der verbindlichen Unterrichtseinheiten /Projekte für die Mittelstufe im Rahmen des Medienkonzeptes folgt, zuerst ein

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Überblick über die gestuften Medienpädagogischen Bereiche und Ziele:

 

Genauere Beschreibung der Ziele innerhalb der medienpädagogischen Bereiche:

1 : Auswählen und Nutzen von Medienangeboten

2 : Gestalten (und Verbreiten) von eigenen Medienbeiträgen

3 : Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien

4 : Erkennen und Aufarbeiten der Einflüsse von Medien auf sich selbst und andere

5 : Beurteilen und Durchschauen der Bedingungen, unter denen Medien produziert werden.

Bereich 'Auswählen und Nutzen von Medienangeboten':

Die digitalen Medien sollen  in diesem Bereich möglichst neben anderen Medien wie Zeitschriften, Schul- und Fachbüchern, Prospekten, .. eingesetzt werden.. Die verschiedenen Informationen sollen im Rahmen des in der jeweiligen Klassenstufe Möglichen miteinander verglichen und auf ihre Zuverlässigkeit hin überprüft werden. Ziel bei der Nutzung aller Medien soll dabei eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung sein, die auch die Lesefähigkeit und das Verstehen von Texten bei den Schülerinnen und Schülern fördert.

Bereich 'Gestalten und Verbreiten von Medienbeiträgen'

Zu Beginn der Klasse 5 soll die Gestaltung eigener Medienbeiträge wie z.B. die eines Reiseprospektes zuerst  'von Hand' erfolgen .  In der Erprobungsstufe werden dann in erster Linie die Textverarbeitung und einfache Graphikprogramme zur digitalen Mediengestaltung eingesetzt. In den JgSt 7 und 8 kommen dann Tabellenkalkulationsprogramme und Präsentationssoftware (wie Powerpoint oder Impress) hinzu. In den JgSt 9 und 10 wird dies durch ein Desktop-Publishing-Programm (wie MS-Publisher) und einen Web-Editor ergänzt, so dass Arbeitsergebnisse verstärkt im Intranet der Schule oder im Internet veröffentlicht werden können.
Durch kleinere Facharbeiten wie das Herbarium (Biologie) oder die Praktikumsmappe sollen die Facharbeiten in der Oberstufe vorbereitet werden.
Auch die Einübung von Vortragstechniken kann ab Klasse 7 oder 8 schon an einfachen Themen geübt werden.

 

Bereich 'Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien'

Durch die Produktion eigener Medien soll ein Verständnis für die verschiedenen Möglichkeiten der Gestaltung von Medien und ihre Wirkung auf andere gefördert werden. An geeigneten Projekten (siehe Liste unten) können in allen Jahrgangsstufen Medien verglichen und so ihre Gestaltung verstanden und bewertet werden.

 

Bereich  'Erkennen und Aufarbeiten der Einflüsse von Medien auf sich selbst und andere'

Sowie 'Beurteilen und Durchschauen der Bedingungen, unter denen Medien produziert werden'

Diese Bereiche gehen deutlich über die Nutzung, Produktion und Bewertung von Medien hinaus. Es finden sich in der Übersicht unten nur wenige Projekte zu diesen Themen.  Hier sind vor allem für die JgSt. 9 und 10 Ergänzungen nötig!

 

 


Übersicht über die verbindlichen Unterrichtsreihen und Projekte im Rahmen des Medienkonzeptes

 

Erprobungsstufe : JgSt 5

 


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Medienpädagogische Bereiche:

1 : Auswählen und Nutzen von Medienangeboten

2 : Gestalten (und Verbreiten) von eigenen Medienbeiträgen

 

Technische (und methodische) Fähigkeiten:

- Anmelden und Abmelden im Netzwerk,

- Speichern und Wiederfinden von Dateien

- Sinnvolle Nutzung eines Browsers

- Erste Einführung in die Textverarbeitung


 

Projekt/

U.-einheit

Fach /

Fächer

Technische Kompetenzen

 

Kurze Beschreibung / Anmerkungen

Strukturierte Einführung in die Grundlagen der Textverarbeitung

Politik

Lernen Lernen

 

·  Anmelden im Netzwerk der Schule

·  Grundlegende Objekte von Texten (Seite, Absatz, Zeichen), ihre Eigenschaften und Änderungsmöglichkeiten kennen lernen

 

Statt der bisherigen AG Informatik:

·  1 AG-Stunde  für jeweils ca. 10 Wochen pro Klasse gemeinsam mit dem Deutschlehrer (Team-Teaching) im Rahmen von Lernen Lernen.

·  Schülerinnen und Schüler (SuS) bearbeiten vorhandene Übungsaufgaben , erstellen Stundenplan, beschriften Grafiken usw.

·  Material ist vorhanden

Informations-beschaffung zu einem  Projekt im Rahmen des Faches

Biologie

 

·  Nutzen von Lexika und Fachliteratur

·  einfacher Umgang mit einem Browser

·  Nutzen von Informations- CDs

·  Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich zu einem  Thema unterschiedliche Informationen aus verschiedenen Quellen. Daraus wird von Hand eine Collage für eine Stellwand / den Klassenraum .... erstellt.

Erstellen einer Zeitung für die neuen 5-er

Deutsch

Im Unterricht werden traditionell Artikel für eine Begrüßungszeitschrift erstellt.

Umsetzung in Textverarbeitung an je einem Projekttag pro Klasse.

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Erprobungsstufe : JgSt 6

 

Geometrische Abbildungen

·  Nur Anregung, nicht verpflichtend

 

Mathe

·  Euklid / Dynageo

·  Anmerkung: Einsatz von Dynageo auch in 7 u 8

·  SuS erarbeiten sich weitgehend selbständig den Themenbereich ‚geometrische Abbildungen’.

·  Lernen an Stationen in Partnerarbeit: schwache Schüler dürfen Partner auswählen.

·  Material ist vorhanden

Informations-beschaffung im Rahmen des Faches

Bio/Ph

 

·  Siehe JgSt 5

·  Siehe JgSt 5


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JgSt 7


Medienpädagogische Bereiche:

1 : Auswählen und Nutzen von Medienangeboten

2 : Gestalten (und Verbreiten) von eigenen Medienbeiträgen

3 : Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien


Technische (und methodische) Fähigkeiten:

-Tabellenkalkulation : Berechnung von Daten

- Präsentationssoftware und Vortragstechniken


 

Projekt/

U.-einheit

Fach /

Fächer

Technische Kompetenzen

 

Kurze Beschreibung / Anmerkungen

Erstellen einer Klassenzeitung /

Schreibwerkstatt

 

Anmerkung:

Besser zu Beginn der 7, wenn dort auch die Klassenfahrt stattfindet ?

Deutsch

·  Kopieren und Einbinden von  Graphiken in einen Text

·  Spaltenformatierung

·  Einführendes Aufgabenmaterial (Einbinden von Graphiken, Spaltenformatierung) ist vorhanden.

·  In Anbindung an die Klassenfahrt der 6/7 werden Beiträge für eine Klassenzeitung handschriftlich im Unterricht und als HA erstellt.

·  Danach als HA als einfaches Word Dokument eingegeben.

·  Im Rahmen eines Projekttages oder mehrerer Blockstunden wird daraus eine Zeitung erstellt. (evtl. Team-Teaching)

·  Die SuS erhalten ein Exemplar als Datei.

·  Pdf-Version wir auf der Homepage unserer Schule veröffentlicht. (Hf, Kub, Zf ...)

 

Mathe

Erdkunde

Tabellenkalkulation

·  01 Einführung

·  02 Kopieren-Verschieben

·  03 Zellformate

·  07 Rechnen 1

·  14 Diagramme

·  Aufgabenmaterial zur Einführung in die Tabellenkalkulation ist vorhanden.

·  Es wird am Schuljahresanfang im Rahmen eines halben Projekttages (=3 Std) von den SuS erarbeitet

·  Der Projekttag wird von den Lehrkräften für die Fächer Erdkunde und Mathematik gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.

Prozent und Zinsrechnung

Mathe

Tabellenkalkulation:

·  Einfache Formeln, relative und absolute Bezüge

·  Siehe auch Kernlehrpläne

·  Aufgaben ergeben sich aus dem ‚normalen’ Unterricht. Kompetenzen entsprechen den Kernlehrplänen

·  kleine Einführung für Kollegen hat statt-gefunden, es besteht weiterer Fortbildungsbedarf

Dokumentation zur Raumanalyse

(In JgSt 7 oder 8,

Abklärung in FK nötig)

Erdkunde

·  Nutzen einer Präsentationssoftware (Powerpoint/Impress)

·  Vortragstechniken

·  Die SuS lernen, einen Vortrag zur Raumanalyse mit Hilfe von Powerpoint/Impress vorzubereiten. Sie lernen dabei die besonderen Gestaltungsanforderungen für Präsentationen und Werbung.

·  Material zur selbständiger Erarbeitung der Möglichkeiten einer Präsentationssoftware sind vorhanden. Diese sollten im Rahmen von zwei Doppelstunden von den SuS vor den fachlichen Inhalten erarbeitet werden.

Erstellen von Messkurven

(auch JgSt 8)

Natwiss.

·  Darstellung von Datenreihen in verschiedenen Diagrammen

·  Einfache Formeln, relative und absolute Bezüge

·  Datenreihen sollten nicht nur mit der Tabellenkalkulation in Diagrammen dargestellt werden

·  Besonderer Wert ist auf Achsenbeschriftungen, richtige Lage des Nullpunktes und unterschiedliche Diagrammarten zu legen.


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JgSt 8

 


Medienpädagogische Bereiche:

1 : Auswählen und Nutzen von Medienangeboten

2 : Gestalten (und Verbreiten) von eigenen Medienbeiträgen

3 : Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien


Technische (und methodische) Fähigkeiten:

- Textverarbeitung: Seitenlayout, Kopf und Fußzeilen, Seitenzahlen

- Interpretation von Diagrammen

- Gestaltung und Auswertung von Umfragen: (Grafstatt)

- Präsentationssoftware und Vortragstechniken


 

Projekt/

U.-einheit

Fach /

Fächer

Technische Kompetenzen

 

Kurze Beschreibung / Anmerkungen

Projekt Zeitung

 

Deutsch

·  Sicherung und Vertiefung der Kenntnisse in der Textverarbeitung.

Writer-Module :

·  16_Vorlagenkonzept

·  17_Zeitung

·  Unterscheidungsmerkmale verschiedener Veröffentlichungen:

·  Nachrichten, Berichte, Reportagen, Kommentare

·  Besuch der WN im Rahmen des Projektes Zeitung in der Schule

·  Die Reihe wird von allen Klassen in den ersten vier Wochen des zweiten Halbjahres durchgeführt. Am Ende wird in Rahmen eines Projekttages eine kleine Zeitung in echtem Zeitungsstil erstellt.

Interpretation von Diagrammen und Tabellen

Erdkunde

·  Analyse und Gestalten von Tabellen und Diagrammen

·  Gehört zum regulären Curriculum

Funktionsgraphen

Mathe

·  Tabellenkalkulation (wie JgSt7)

·  (Turboplot)

·  Nutzen der Tabellenkalkulation zur Darstellung von Graphen der in der 8 behandelten linearen Funktionen

·  Später ggf. auch mit Funktionsplotter

Umfrage zu einem aktuellen politischen Thema

Politik

·  Arbeit mit einer integrierten Software (z.B. Graphstatt)

·  Powerpoint/Impress

·  Vortragstechniken

·  Fragestellung wir erarbeitet,  Befragung wird von den SuS durchgeführt und ausgewertet. Die Ergebnisse werden in Kurzreferaten mit Hilfe von Powerpoint/Impress dargestellt.

Erstellen eines Herbariums

 

Biologie

Textverarbeitung:

·  Seitenlayout, Seitenzahlen,

·  Inhaltsverzeichnis

·  Einführende Aufgaben (Seitenlayout) sind vorhanden.

·  Die SuS erstellen über einen längeren Zeitraum ein Herbarium. Die begleitenden Texte sollen mit der Textverarbeitung erstellt werden.


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JgSt 9 und 10

 


Medienpädagogische Bereiche:

3 : Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien

4 : Erkennen und Aufarbeiten der Einflüsse von Medien auf sich selbst und andere

Technische (und methodische) Fähigkeiten:

- Präsentation von Daten und Arbeitsergebnissen mit Präsentationssoftware

- Veröffentlichen von Arbeitsergebnissen im Internet


 

Eher JgSt 9

Projekt/

U.-einheit

Fach /

Fächer

Technische Kompetenzen

 

Kurze Beschreibung / Anmerkungen

Werbung

Flugblatt, Flyer

Einladung, Handzettel

Deutsch

·  Desktop-Publishing
MS-Publisher (genauere Spezifikationen fehlen noch)

·  Arbeitsblätter zur Einführung für SuS müssen noch erarbeitet werden

·  Wie wird Werbung gestaltet, wie wirkt Werbung auf mich?

Berufsorientierung

 

 

Deutsch

·  Textverarbeitung

·  Bewerbung übers Internet

·  Geschäftsbriefe

·  Bewerbung

·  Lebenslauf

Referate zum Thema EU

Erdkunde

(evtl. Englisch)

·  Nutzen einer Präsentationssoftware (Powerpoint/Impress)

·  Vortragstechniken

 

·  Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich aus verschiedenen Quellen Informationen zum Thema EU (ausgewählte Beispiele).

·  Die Ergebnisse werden zu einem Referat mit Powerpoint/Impress zusammengefasst.

Wertetabellen und Funktionsgraphen

u.a. Wachstums- und Zerfallsprozesse

Mathe

·  Siehe Kernlehrpläne

·  ggf. Einsatz eines graphikfähigen Taschenrechners

·  Auch Kurverscharen werden untersucht

·  Ansonsten siehe JgSt 8

 

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JgSt 10

Berufsorientierung

Praktikum mit Praktikumsmappen

Politik

 

Textverarbeitung:

·  Seitenlayout und Nummerierung

·  Inhaltsverzeichnisse

·  Fußnoten

·  Einführendes  Aufgabenmaterial ist vorhanden. (Wiederholung und Vertiefung der Aufgaben aus der JgSt 8)

 

 


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Medienpädagogisches Konzept 

Endfassung vom 26.06.2002

 

Allgemeine Zielsetzungen:

Angesichts der Tatsache, dass unsere Schülerinnen und Schüler in einer von Medien immer stärker geprägten Welt leben,  angesichts des rasanten Wandels der Medienwelt und des großen gesellschaftlichen Einflusses der Medien und der Medienproduzenten halten wir die Vermittlung von Medienkompetenz für eine zentrale Aufgabe der Schule.  Ziel ist es, mit Medien und den durch Medien vermittelten Informationen, Desinformationen und Manipulationsversuchen  zielgerichtet, sachkompetent, kritisch und verantwortlich umgehen zu können.

Wir möchten den Unterricht in allen Klassenstufen - beginnend ab Klasse 5 - so gestalten, dass Schülerinnen und Schüler lernen, sich selbständig in der Medienwelt zu orientieren, Informationen gezielt zu suchen, kritisch zu prüfen und zu beurteilen.  Die Schülerinnen und Schüler sollen ferner lernen, eigene Arbeitsergebnisse sachgerecht aufzubereiten und mit Hilfe geeigneter Medien zu präsentieren.  Darüber hinaus sollen Sie die  Informations- und Manipulationsmöglichkeiten moderner Medien kennen und beurteilen lernen, sie sollen lernen, wie durch Medien Macht und Einfluss ausgeübt wird und sich schließlich auch mit den Bedingungen auseinander setzen, unter denen Medien produziert werden.

Medienbildung ist für uns daher eine Querschnittsaufgabe aller Unterrichtsfächer.

 

Änderung der Lernprozesse und ‚Lernen lernen‘:

Der zunehmende Einsatz der neuen Medien  im Unterricht bringt auch Änderungen in der sozialen Organisation der Lehr- und Lernprozesse mit sich. Der kommunikative Aspekt von Unterricht, Handlungsorientierung, Produktorientierung, stärkerer Praxisbezug und größere Selbständigkeit der Lernenden rücken deutlicher in den Blickpunkt. Neben dem Erwerb von Fachwissen und Kenntnissen von Fachmethoden gewinnen allgemeines Methodenlernen, soziales Lernen, projektorientiertes Arbeiten und fachübergreifendes Lernen an Bedeutung. Die Nutzung der neuen Medien steht für uns in engem Zusammenhang mit der generellen Vermittlung von Techniken der Informationsbeschaffung und Verarbeitung, die im Schulprogrammbaustein 'Lernen lernen'  gefördert werden sollen. Eine enge Verzahnung mit diesem Schulprogrammbaustein wird angestrebt.

 

Medienbildung und der allgemeinbildende Anspruch von Schule

Medienbildung setzt den Umgang mit Technik voraus. Aber nicht die Technik, sondern die Inhalte der Medien und die Auseinandersetzung mit diesen stehen im Vordergrund des Unterrichts. Medienbildung setzt ein gutes deutsches Sprachverständnis und in höheren Jahrgängen gute Kenntnisse vor allem der englischen Sprache voraus. Umgekehrt soll durch Medienbildung das Sprachverständnis der Schülerinnen und Schüler und das Interesse an Fremdsprachen gefördert werden.

 

Evaluation

das Medienpädagogische Konzept hat den Stellenwert eines schulinternen Curriculums. Die nächsten beiden Schuljahre sind als Erprobungsphase zu sehen, an deren Ende das Konzept nach Beratung in den Fachkonferenzen überarbeitet werden soll.

 

Genauere Beschreibung der Ziele innerhalb der medienpädagogischen Bereiche:

1 : Auswählen und Nutzen von Medienangeboten

2 : Gestalten (und Verbreiten) von eigenen Medienbeiträgen

3 : Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien

4 : Erkennen und Aufarbeiten der Einflüsse von Medien auf sich selbst und andere

5 : Beurteilen und Durchschauen der Bedingungen, unter denen Medien produziert werden.

Bereich 'Auswählen und Nutzen von Medienangeboten':

Die digitalen Medien sollen  in diesem Bereich möglichst neben anderen Medien wie Zeitschriften, Schul- und Fachbüchern, Prospekten, .. eingesetzt werden.. Die verschiedenen Informationen sollen im Rahmen des in der jeweiligen Klassenstufe Möglichen miteinander verglichen und auf ihre Zuverlässigkeit hin überprüft werden. Ziel bei der Nutzung aller Medien soll dabei eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung sein, die auch die Lesefähigkeit und das Verstehen von Texten bei den Schülerinnen und Schülern fördert.

Bereich 'Gestalten und Verbreiten von Medienbeiträgen'

Zu Beginn der Klasse 5 soll die Gestaltung eigener Medienbeiträge wie z.b. die eines Reiseprospektes,  'von Hand' erfolgen (s.u.).  In der Erprobungsstufe werden dann in erster Linie die Textverarbeitung und einfache Graphikprogramme zur digitalen Mediengestaltung eingesetzt. In den JgSt 7 und 8 kommen dann Tabellenkalkulationsprogramme und Präsentationssoftware (wie Powerpoint oder Impress) hinzu. In den JgSt 9 und 10 wird dies durch ein Desktop-Publishing-Programm (wie MS-Publisher) und einen Web-Editor ergänzt, so dass Arbeitsergebnisse verstärkt im Intranet der Schule oder im Internet veröffentlicht werden können.
Durch kleinere Facharbeiten wie das Herbarium (Biologie) oder die Praktikumsmappe sollen die Facharbeiten in der Oberstufe vorbereitet werden.
Auch die Einübung von Vortragstechniken kann ab Klasse 7 oder 8 schon an einfachen Themen geübt werden.

 

Bereich 'Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien'

Durch die Produktion eigener Medien soll ein Verständnis für die verschiedenen Möglichkeiten der Gestaltung von Medien und ihre Wirkung auf andere gefördert werden. An geeigneten Projekten (siehe Liste unten) können in allen Jahrgangsstufen Medien verglichen und so ihre Gestaltung verstanden und bewertet werden.

 

Bereich  'Erkennen und Aufarbeiten der Einflüsse von Medien auf sich selbst und andere'

Sowie 'Beurteilen und Durchschauen der Bedingungen, unter denen Medien produziert werden'

Diese Bereiche gehen deutlich über die Nutzung, Produktion und Bewertung von Medien hinaus. Es finden sich in der Übersicht unten nur wenige Projekte zu diesen Themen.  Hier sind vor allem für die 9 und 10 Ergänzungen durch die Fachkonferenzen nötig!

 

Besonderheiten der Erprobungsstufe

In der Klasse 5 müssen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem nicht immer einfachen Übergang von der Grundschule zum Gymnasium auseinandersetzen. Medienbildung sollte diesen Übergang nicht durch zu viele neue Anforderungen erschweren.

Die digitalen Medien sollen zu Beginn der 5 daher in erster Linie im Bereich 'Auswählen und Nutzen von Medienangeboten' eingesetzt werden. Hierbei sollen sich die Schülerinnen und Schüler nur mit wenigen ausgewählten Internetadressen und mit CD-ROMs beschäftigen.  Die Gestaltung eigener Medienbeiträge wie z.B. die Gestaltung eines Reiseprospektes, soll zunächst 'von Hand' erfolgen. Gestaltung von Überschriften, das Einhalten von Seitenrändern und das Einkleben von Graphiken und Bildern von Hand soll die spätere digitale Arbeit handlungsorientiert vorbereiten und die Bemühungen zur übersichtlichen Heftführung im Rahmen des Projekts 'Lernen lernen' unterstützen.

 

Auf der Grundlage dieser Erfahrungen soll gegen Ende der Klasse 5 eine Textverarbeitung zur Erstellung eigener Medienbeiträge benutzt werden. Hierbei werden bewusst nur wenige Möglichkeiten der Textverarbeitung genutzt, damit der Umgang mit diesen Möglichkeiten systematisch besprochen und eingeübt werden kann. Bildbearbeitung, Tabellenkalkulation und die Aufbereitung von Texten für das Internet sollen in Klasse 5 und 6 noch nicht durchgeführt werden.

 


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Es folgt nun eine Liste möglicher verbindlicher Unterrichtseinheiten /Projekte für die Mittelstufe.

 

Jahr-

gangs-

stufe

Projekt/

Unterrichts-

einheit

Fach /

Fächer

Technische Kompetenz

Med.-päd. Be-rei-che(*)

Kurze

Beschreibung

5

Schreiben von Erlebnisberichten zu den Päd. tagen in Tecklenburg

Deutsch

Schreiben 'von Hand':

·  Einhalten von Seitenrändern

·  Überschriften hervorheben

·  übersichtlich und gut lesbar schreiben.

2

Schülerinnen und Schüler verfassen Kurzberichte zu unterschiedlichen Aspekten der Kennenlerntage und illustrieren diese. Die Ergebnisse werden in der Klasse aufgehängt.

5

ein kleines Referat zu einem aktuellen Thema

ggf. Anbindung an den Schwerpunkt "gesunde Schule"

Biologie

·  Anmelden im Netzwerk der Schule

·  einfacher Umgang mit einem Browser

·  Nutzen von Informations- CDs

1

Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich zu einem  Zeitungsartikel weitere Informationen mit Hilfe einer CD und einiger weniger vorgegebener Internetadressen.

Daraus wird handschriftlich ein kurzes Referat erstellt.

5

(gegen Ende)

Erstellen eines Reiseprospektes (zum Ziel der Klassenfahrt)

Erd-kunde

·  Umgang mit einer Suchmaschine

·  Übersichtliche Gestaltung von Texten mit Bildern (von Hand)

1,2

Schülerinnen und Schüler beschaffen sich Informationen zum Ziel der Klassenfahrt (Ende 6) mit Hilfe von Prospekten, CDs und Internet.

Sie erstellen von Hand einen Reiseprospekt

 

Jahr-

gangs-

stufe

Projekt/

Unterrichts-

einheit

Fach /

Fächer

Technische Kompetenz

Med.-päd. Be-rei-che(*)

Kurze

Beschreibung

6

Die Märchensammlung bei Gutenberg

Deutsch

·  Bedienung eines Browsers (bei vorgegebener Adresse)

1,

3,

(5)

- fehlt noch -

6

Erstellen einer Broschüre zu einem Zoobesuch

Englisch

·  Lesen von Zeitschriften und Fachliteratur

1,2,

(3)

- fehlt noch -

6

Write a Ghost Story

Englisch

Textverarbeitung:

·  Zeichenformate für verschiedene Textarten und Überschriften

·  Absatzformate

·  Seiteneinteilung und Seitenränder

2

·  Die Schülerinnen und Schüler schreiben zuerst von Hand eine Geistergeschichte. Diese wird nach gründlicher Überarbeitung in die Textverarbeitung übernommen.

·  Die Ergebnisse können ggf. in die Klassenzeitung mit aufgenommen werden

6

(gegen Ende)

Erstellen einer Klassenzeitung

Deutsch

(Englisch)

Wie oben. Zusätzlich:

·  Einbinden vorgegebener Graphiken in einen Text

2

·  Zum Abschluss der Erprobungsstufe soll eine Klassenzeitung erstellt werden, in der die Schülerinnen und Schüler über die Klassenfahrt am Ende der 6 berichten und weitere interessante Artikel unterbringen. Es sollen auch spannende 'Ghost Story's' aus dem Englischunterricht aufgenommen werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten jeweils eine Diskette mit der fertigen Klassenzeitung.


 

Jahr-

gangs-

stufe

Projekt/

Unterrichts-

einheit

Fach /

Fächer

Technische Kompetenz

Med.-päd. Be-rei-che(*)

Kurze

Beschreibung

7

Dokumentation zur Raumanalyse

Erdkunde

·  Nutzen einer Präsentationssoftware (Powerpoint)

·  Vortragstechniken

2,3

Die Schülerinnen und Schüler lernen, einen Vortrag zur Raumanalyse mit Hilfe von Powerpoint vorzubereiten. Sie lernen dabei die besonderen Gestaltungsanforderungen für Präsentationen und Werbung.

7

NN

NN

Textverarbeitung

·  mehrere Möglichkeiten des Einbindens von Graphiken

·  Spaltendruck

·  Tabellen

·  Aufzählungen

·  Tabulatoren

2,3

Es wird noch dringend ein verbindliches Projekt gesucht, mit dem die optische Aufbereitung von Texten und ihre Wirkung auf den Betrachter / die Betrachterin thematisiert werden kann

7 oder 8

London,

Schottland

Wales

Englisch

Weiterverarbeiten von Texten aus dem Internet

1

An einfachen Originaltexten sollen die Schülerinnen und Schüler die Bereitschaft entwickeln, sich mit Texten, bei denen unbekannte Wörter vorkommen, auseinander zu setzen.

7

Prozent und Zinsrechnung

Mathe

Tabellenkalkulation:

·  Darstellung von Datenreihen in verschiedenen Diagrammen

·  Einfache Formeln, relative und absolute Bezüge

2

-

7

Erstellen von Siede- und Schmelzkurven

Chemie

wie oben

2

-

7

Naturreligionen

Religion

Verbindende Arbeit mit verschiedenen 'Medien':

Lehrbuch, Arbeitsheft, Internet, Wandzeitung, Film, Körper, Meditation

2,3,

4

5

-

7/8

diverse

diverse

-

 

Nutzung Lernsoftware in verschiedenen Fächern

 

Jahr-

gangs-

stufe

Projekt/

Unterrichts-

einheit

Fach /

Fächer

Technische Kompetenz

Med.-päd. Be-rei-che(*)

Kurze

Beschreibung

8

Analyse und Gestalten von Tabellen und Diagrammen

Erdkunde

Tabellenkalkulation:

·  Darstellung von Daten mit verschiedensten Graphiken einschl. Bearbeiten der Graphiken

2,3,4

Die Schülerinnen und Schüler lernen die Aussagekraft verschiedener graphischer Darstellungen einschl. Manipulationsmöglichkeiten kennen.

8

Auswertung von Messungen mit der Tabellenkalkulation

Physik

·  Punkt und Liniendiagramme, Achseneinteilung und Beschriftung

2,3

Die Schülerinnen und Schüler sollen Messreihen von Hand und mit PC auswerten und dabei die wichtigen Aspekte der Auswertung von Experimenten vertieft kennen lernen.

8

Erstellen von Wertetabellen und Funktionsgraphen mit Tab.kalk.

Mathe

·  wie oben

2,3

einige wenige nicht lineare und Scharen von Linearen Fkt sollen mit Hilfe der Tabellenkalkulation untersucht werden

8

Umfrage zu einem aktuellen politischen Thema

Politik

·  Arbeit mit einer integrierten Software (z.B. Graphstatt)

·  Powerpoint

2,3,4

Fragestellung wir erarbeitet,  Befragung wird von den Schülerinnen und Schülern durchgeführt und ausgewertet. Die Ergebnisse werden in Kurzreferaten mit Hilfe von Powerpoint dargestellt.

8

Erstellen eines Herbariums

Biologie

·  Arbeit mit Fachbüchern und Zeitschriften

·  Recherche im Internet und mit CD

·  Naturerkundung

·  Textverarbeitung: Seitenlayout, Seitenzahlen, Fußnoten

2,3,4

Die Schülerinnen und Schüler erstellen über einen längeren Zeitraum ein Herbarium. Sie sollen dabei verschiedenste Medien nutzen und miteinander vergleichen. Die begleitenden Texte sollen mit der Textverarbeitung erstellt werden.

 

Jahr-

gangs-

stufe

Projekt/

Unterrichts-

einheit

Fach /

Fächer

Technische Kompetenz

Med.-päd. Be-rei-che(*)

Kurze

Beschreibung

9

Werbung

Flugblatt

Flyer

Einladung

Handzettel

Deutsch

·  MS-Publisher (genauere Spezifikationen fehlen noch)

2

3

4

5

Wie wird Werbung gestaltet, wie wirkt Werbung auf mich?

9

Berufsorientierung

Bewerbung, Lebenslauf

Deutsch

·  Textverarbeitung

·  Bewerbung übers Internet

2

3

4

Frage: Besuch beim BIZ evtl. in die 10 legen ?

9

Varus und Arminius, die Schlacht am Teutoburger Wald,

nationale Mythen

Latein

(Geschichte ?)

Internetrecherche

·  Nutzung vorgegebener Adressen

·  Suchmaschinen

 

2

3

nach Internetrecherche lernen die Schülerinnen und Schüler bei einer Exkursion die Darstellung der Inhalte in einem Museum kennen.

9

Gesundheit in den Medien

Biologie

 

2

3

4

Die Schüler wählen sich ein aktuelles Thema und erarbeiten verschiedene Facetten der Darstellung dieses Themas in den Medien.

9/10

Referate zum Thema EU

Erdkunde

(evtl. Englisch)

Internetrecherche

·  vergleich Suche mit Katalog und Suchmaschine

Powerpoint (was genau ??)

2

3

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich aus verschiedenen Quellen Informationen zum Thema EU (ausgewählte Beispiele). Die Ergebnisse werden zu einem Referat mit Powerpoint zusammengefasst und ggf. im Englischunterricht vorgetragen.

9/10

Wertetabellen und Funktionsgraphen

u.a. Wachstums- und Zerfallsprozesse

Mathematik

Tabellenkalkulation

·  (Darstellung mehrerer Graphen in einem Blatt)

Lernsoftware

·  (Winfunktion)

evtl. Einsatz eines graphikfähigen Taschenrechners ??

2

Siehe Klassen 7/8

 

10

Berufsorien-tierung

Praktikum mit Praktikumsmappen

Politik

 

Textverarbeitung

·  Formatvorlagen

·  Seitenlayout und Nummerierung

·  Inhaltsverzeichnisse

·  Fußnoten

 

Web-Editor

·  Übertragung aus der Textverarbeitung

·  Einfache Seitengestaltung

·  Hyperlinks

2

3

Im Rahmen des Berufspraktikums werden von den Schülerinnen und Schüler Praktikumsmappen erstellt.  Die wesentlichen Teile daraus werden in HTML umgesetzt und im Intranet der Schule veröffentlicht.

10

Medieneinflüsse

Politik

 

4

5

Hier fehlt uns ein schönes Projekt, um die Medienpädagogischen Bereiche 4 und 5 abzudecken:

10

Aktuelle Musikrichtung (z.B. RAP)

Englisch o. Deutsch u. Musik

 

4

5

Die Schülerinnen und Schüler analysieren und erstellen Stücke einer aktuellen Musikrichtung.

10

Nutzungskonflikte im Wirtschaftsraum Nordsee

Erdkunde

Biologie

·  Internetrecherche

·  Powerpoint

·  Web-Editor (siehe Praktikumsmappen)

2

3

4

Projektarbeit in Verbindung mit Exkursion

Präsentation mit Hilfe unterschiedlichster Medien: Wandzeitungen, Powerpoint, Filme, Web-Site

10

Erörterungen

·  Sachtexte beschaffen,

·  Inhaltsangaben anfertigen

·  Bewertungsmaßstäbe entwickeln

Deutsch

·  Textverarbeitung

2

3

 

-

10

Radioaktivität und Kernenergie

Physik

Internetrecherche,

Textverarbeitung

Web-Editor

·  Wiederholung Praktikumsmappe

·  Erstellen und Einbinden von Graphiken

2

3

4

5

In arbeitsteiligem Gruppenunterricht werden experimentell die verschiedenen Arten radioaktiver Strahlung erarbeitet.

Andererseits werden die Grundlagen der Kernenergieerzeugung sowie das Pro- und Contra der Kernenergienutzung erarbeitet. Die Ergebnisse sollen für das Intranet aufgearbeitet werden.

 


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Methoden lernen am Hannah-Arendt-Gymnasium

 

Methodisches Lernen hat am Hannah-Arendt-Gymnasium seit geraumer Zeit einen besonderen Stellenwert eingenommen und wurde in jüngster Zeit im Stundenplan der Erprobungsstufe durch gesonderte Stunden ausgewiesen. In dieser Phase geht es in erster Linie darum grundlegende methodische Fähigkeiten fortzuführen, die in der Grundschule bereits erworben worden sind, oder neue Fertigkeiten zu generieren, die ein erfolgreiches selbständiges Lernen für die weitere Schullaufbahn ermöglichen. Zu diesen basalen Methoden gehören Arbeitsorganisation, Hausaufgaben, Grundlagen der Textverarbeitung sowie die Vorbereitung auf Klassenarbeiten. Weitere Ausführungen finden sich in einem gesonderten Teil zur Erprobungsstufe.

 

Die Vermittlung von Methoden setzt sich in der Mittelstufe fort, wobei hier methodisches Lernen stärker an einzelne Fächer angebunden ist und insofern nicht ohne fachlichen Bezug dargestellt werden kann. Hier wird auf die Beiträge der einzelnen Fachschaften verwiesen, die die verschiedenen Methoden explizit benennen.

 

Verbindendes Element in der Sekundarstufe 1 des Methodenlernens ist das Medienkonzept unserer Schule, das für die einzelnen Jahrgangsstufen verbindlich bestimmte Fähigkeiten im Umgang mit neuen Medien festlegt, die inhaltlich aufeinander aufbauen und in ihrer Komplexität eine den Altersgruppen angemessene Progression aufweisen.

 

Zentrales Ziel der Oberstufe ist die Wissenschaftspropädeutik, auf die durch das Methodenkonzept vorbereitet wird. Jüngste räumliche Umgestaltung unserer Schule, wie beispielsweise die Einrichtung von Lernecken, der Ausbau der Computerecken und auch der geplante Ausbau der Schülerbibliothek sind allesamt auf die Förderung selbstständigen Arbeitens ausgerichtet.

 

Dieser Ansatz, der sich stringent durch die verschiedenen Jahrgangsstufen fortsetzt, wird auch durch weitere organisatorische Maßnahmen unterstützt, wie etwa die Durchführung von Projekten auf Klassen- und Jahrgangsstufenebene, sowie Projekttage, die für die gesamte Schule durchgeführt werden. Auch die Ausweitung von Doppelstunden, wie sie in der Erprobungsstufe bereits umgesetzt worden ist, wurde im Sinne des verstärkten Methodenlernens vorgenommen.

 

Das Methodenkonzept wird an der Schule durch Fortbildungsangebote unterstützt, wobei der spezifische Fortbildungsbedarf mittels Abfragen im Kollegium ermittelt wird.

Das Methodenkonzept unserer Schule versteht sich jedoch nicht als ein Methodentraining, das verschiedene Verfahren des selbständigen Lernens um ihrer selbst Willen vermittelt und vergleichbar der Anhäufung von Wissensfragmenten auf Vorrat lernen lässt. Vielmehr geht es  darum methodisches Lernen immer an fachlichen Inhalten zu vermitteln, wodurch die jeweilige Methode zur Erschließung von Inhalten für den Lernenden sinnvoll wird und so ihre Legitimation erfährt.

 

Holger Hagedorn

Dr. Tilman Volkamer


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Lernstandserhebungen

 

Seit dem Schuljahr 2004/05 werden am Hannah-Arendt-Gymnasium – wie an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen – Lernstandserhebungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch in den Klassen der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt. Je nach Aufgabenstellung in den verschiedenen Fächern und nach entsprechenden Absprachen auf den Fachkonferenzen entscheiden sich die Kolleginnen und Kollegen für die angemessenen Korrekturverfahren: Zum Teil werden die Tests von den beteiligten Fachlehrerinnen und –lehrern durchgesehen, zum Teil auch von der gesamten Fachgruppe.

In allen Fällen werden – entsprechend der Zielsetzung der Lernstandserhebungen, eine schulübergreifende Standortbestimmung zu ermöglichen sowie den Lern- und Förderbedarf von einzelnen Klassen oder Schülergruppen zu ermitteln – die Ergebnisse anschließend in den Fachkonferenzen als zuständige Gremien diskutiert. Über die individuellen Resultate werden jeweils die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern informiert und beraten. Darüber hinaus erfolgt erlassgemäß in den Klassenpflegschaften, in der Schulpflegschaft und auf der Schulkonferenz ein ausführlicher Bericht über die gewonnenen Erkenntnisse.

Leider waren in den Fächern Deutsch und Englisch die landesweiten Vergleichsmöglichkeiten im Schuljahr 2004/05 sehr eingeschränkt, da aus methodischen Gründen für einen Großteil der bearbeiteten Aufgaben, insbesondere aus dem Bereich „Schreiben“,  vom Landesinstitut für Schule keine landesweiten Referenzwerte erstellt wurden. Die übermittelten Werte und die schulinternen Vergleiche innerhalb der Jahrgangsstufe wiesen allerdings ähnliche Ergebnisse auf wie die Parallelarbeiten aus vorherigen Schuljahren. Diese hatten bereits dazu geführt, dass für eine Klasse eine zusätzliche wöchentliche Förderstunde in Englisch eingerichtet wurde, um vorhandene Defizite auszugleichen. Die gleiche Maßnahme wurde im laufenden Schuljahr 2005/06 bereits nach der ersten Rückmeldung einzelner Ergebnisse für eine andere Klasse in Mathematik getroffen. Da hier ebenfalls vorherige schulinterne Vergleiche auf entsprechenden Förderbedarf hingedeutet hatten, reagierten die Eltern sehr positiv auf die sofortige Reaktion der Schule, auch wenn der Unterricht nur am Nachmittag angeboten werden konnte.

Hieraus wird sichtbar, dass die Schule im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemüht ist, Konsequenzen aus den Ergebnissen der Lernstandserhebungen zu ziehen und Verfahren zu entwickeln, um den Schülerinnen und Schülern notwendigen Förderbedarf zukommen zu lassen.

 

Wolfgang Monka


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Projektarbeit in der Oberstufe – Herausforderung und Chance

 

Projektunterricht entspricht den allgemeinen Bildungsanliegen der Schule. Die Projektmethode versteht sich als ein Weg zur Erreichung der Bildungsziele. Die angewandten Methoden des Unterrichts bzw. Lernens und die Formen der Unterrichtsorganisation sollen einander konstruktiv ergänzen, bilden jedoch fallweise auch einen sinnvollen methodischen Kontrast zueinander. Dies gibt dem Schüler die Gelegenheit zu erkennen, welche Eigenart oder Möglichkeiten der Problemlösung die verschiedenen Methoden bzw. Betrachtungs- und Verfahrensweisen jeweils beinhalten. Projektunterricht wird als Zusammenwirken möglichst vieler nachstehender Merkmale verstanden:

Ø      Orientierung an den Interessen der Beteiligten

Ø      Selbstorganisation und Selbstverantwortung

Ø      Zielgerichtete Planung

Ø      Interdisziplinarität

Ø      Erwerb sozialer Kompetenzen

Ø      Wirkung nach außen

Ø      Rolle der Lehrer/innen

 

Die Facharbeit in der Jahrgangsstufe 12

 

In der Jahrgangsstufe 12 schreibt jeder Schüler eine Facharbeit. Eine Facharbeit ist eine umfangreiche Hausarbeit, die selbstständig zu verfassen ist und auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereiten soll.


Ausgangspunkt der Facharbeit sollen die Interessen und Vorschläge der Schüler sein, die dann in Abstimmung mit den jeweiligen Fachlehrern in klar abgegrenzte Themen umgesetzt werden. So kann man zum Beispiel Experimente durchführen, Befragungen machen, Daten sammeln, Bilder, Filme, Gegenstände, Texte etc. beschreiben und vergleichen. Bei allen Untersuchungen soll von einer Frage bzw. einer bestimmten Problemstellung ausgegangen werden, die man mit den unterschiedlichen Methoden zu klären versucht.

Die Facharbeit ersetzt im zweiten Halbjahr der Stufe 12 die erste Klausur in einem Fach, in dem Klausuren geschrieben werden; sie kann im Grund- oder Leistungskurs verfasst werden. Die Note der Facharbeit tritt an die Stelle der Klausurnote.

 

In der Jahrgangsstufe 12 wird vor allem durch einen Projekttag auf die Facharbeit vorbereitet. Dort werden den Schülern insbesondere die notwendigen nicht fachspezifischen Methoden vermittelt. An Fallbeispielen werden folgende Bereiche erarbeitet:

Wissenschaftliches Arbeiten, Literaturrecherche, Aufbau und Gliederung, Zitierformen, Anmerkungen, Literaturverzeichnis, Umgang mit dem Computer / Formatieren.

Im Unterricht geben die Fachlehrer die besonderen Anforderungen ihres Faches bekannt und beraten die Schüler bei der Eingrenzung und Strukturierung des Themas.

 

Der für die Organisation der Facharbeiten zuständige Lehrer informiert über die grundsätzlichen Anforderungen und die konkrete Organisation in dem jeweiligen Schuljahr und versorgt die Schüler mit den erforderlichen Unterlagen. Er koordiniert die Fachwahlen intern und in Abstimmung mit dem Graf-Adolf-Gymnasium in Tecklenburg, steht den Fachlehrern und Schülern während der Vorbereitungs- und Arbeitszeit zur Klärung offener Fragen zur Verfügung, verarbeitet aufgetretene Defizite nach Abschluss der Arbeit, sammelt besonders gut gelungene Facharbeiten und führt die Liste mit den Themen der Facharbeiten seit 2001. Im Unterricht geben die Fachlehrer die besonderen Anforderungen ihres Faches bekannt und beraten die Schüler bei der Eingrenzung und Strukturierung des Themas.

 

Leistungskursgebundene Projekte in der Jgst. 12

 

Der Biologie-Leistungskurs in der Jahrgangsstufe 12.1 führt z.B. eine dreitägige biologische Exkursion zum Heiligen Meer (Ibbenbüren) durch. Dort haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit ganz intensiv unter Anleitung von wissenschaftlichen Mitarbeitern der biologischen Station im Bereich der Gewässerökologie zu forschen. Parallel dazu werden in den anderen Leistungskursen dieser Schiene ebenfalls fachgebundene Projekte angeboten z.B. Erstellen eines Internetbeitrags zur Literaturepoche Barock.

 

Projekt: Politische Bildung (Fahrt nach Berlin) in der Jgst. 13

 

Beim dreitägigen Berlinaufenthalt wird den Schülern die Möglichkeit geboten sich vor Ort über die demokratischen Institutionen zu informieren und Verständnis für die Funktionsweise und Funktionsabläufe im Deutschen Bundestag und im Bundesrat zu entwickeln. Ebenfalls ist es möglich, mit Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Steinfurt Gespräche  und Diskussionen über gerade zu dem Zeitpunkt aktuelle Themen zu führen. Im Bundesrat erläutert ein Rollenspiel die Vorgehensweise bei der Gesetzbildung in Bundestag und Bundesrat an einem konkreten Beispiel. Die Schüler sollen die Aufgaben des Bundesrates bei der Gesetzesänderung an einem konkreten Beispiel nachvollziehen, gegenüber den Aufgaben des Bundestags abgrenzen und sich in die Rolle eines Abgeordneten (auch sprachlich) hineinversetzen können. Darüber hinaus werden die Programmpunkte in Abhängigkeit von Möglichkeiten der thematischen Anbindung an den Unterrichtsstoff des Leistungskurses festgelegt (z.B. Geschichte: Widerstandsbewegung, Deutsch: Auf den Spuren Fontanes oder Erdkunde: Stadt- und Stadtteilplanung).

 

Robert Heitmann 

 

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Zur Einführung des Faches Naturwissenschaft im Schuljahr 2004/2005

 

Am Hannah-Arendt-Gymnasium hatten wir uns frühzeitig mit der geplanten Umsetzung des Faches Naturwissenschaft beschäftigt und die Vorbereitungen hierzu waren bereits sehr weit gediehen. So wurden umfangreiche Anschaffungen für den Aufbau der Sammlung gemacht, um der experimentellen Ausrichtung des Faches gerecht zu werden und die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe mit den Methoden naturwissenschaftlichen Arbeitens vertraut zu machen. In diesem Zusammenhang wurde die Ausstattung spezieller Räume für dieses Fach geplant und entsprechende Gespräche mit der Stadt geführt, um optimale Bedingungen für das Arbeiten in diesem Fach zu schaffen. Neben einem Klassenraum für Unterrichtsgespräche und der Arbeit mit der gesamten Lerngruppe gab es konkrete Pläne zur Ausstattung einer dazu gehörigen Experimentierwerkstatt, einer Fachbereichsbibliothek, sowie einer Computerecke, um die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern und gleichzeitig ein möglichst hohes Maß an innerer Differenzierung der Lerngruppe zu ermöglichen.

Neben der Planung der Räume und der Ausstattung der Sammlung wurden zudem über den Freundeskreis Fördermittel für die Erstausstattung beantragt und bewilligt, um so auch kostspieliges Experimentiermaterial, wie beispielsweise Binokulare, anzuschaffen.

Es wurden darüber hinaus mehrere Lernbereichskonferenzen abgehalten, in denen die schulspezifische Umsetzung des Lehrplans auf ungeteilte Zustimmung aller Naturwissenschaftler stieß. Schließlich hatte sich in diesem Zusammenhang eine Gruppe von fünf Kollegen gefunden, die sich alle vierzehn Tage trafen, um Material auszuarbeiten, Unterrichtseinheiten zu planen, das schuleigene Curriculum zu strukturieren und die weitere Ausstattung der Räume zu organisieren.

Nach dem Scheitern der Einführung des neuen Faches wird versucht möglichst viele Ansätze des Faches Naturwissenschaft in den traditionellen Fächern Physik, Chemie und Biologie zu etablieren und die bereits bestehende Orientierung an Phänomenen und an der experimentellen Arbeit im naturwissenschaftlichen Unterricht weiter auszubauen.

 

 

Dr. Tilman Volkamer


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Schulprogramm 2005 - Fördern und Fordern - Anhang TH2 / 1

 

Zweiter Themenkreis

Beratungskultur
Begabtenförderung
Fahrten- und Wanderprogramm
Ausbildung interkultureller Kompetenzen durch internationalen Schüleraustausch
Konzept der Studien- und Berufsorientierung
Vertretungsverfahren in der Sek II

Beratungskultur

Erprobungsstufe                    Kooperation                       Pädagogische Konferenzen

Die Erprobungsstufe am Hannah-Arendt-Gymnasium

 

Der pädagogischen Arbeit in der Erprobungsstufe liegt ein Konzept zu Grunde, dessen Ziel es ist, anknüpfend an die in den Grundschulen erworbenen Basiskompetenzen den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6 weitere Schlüsselqualifikationen zu vermitteln, die es Ihnen ermöglicht, Lernprozesse zunehmend eigenverantwortlich zu planen und innerhalb der Lerngruppe aktiv mitzugestalten. 

 

Zusätzlich zur Grundschulempfehlung bietet das HAG Entscheidungshilfen zum Übergang auf das Gymnasium an, zum Teil durch individuelle Beratungen oder auf Einladung der Schulpflegschaften von Grundschulen zu Informationsabenden. Am Tag der offenen Tür, der immer Mitte Januar stattfindet, stellt sich das Hannah-Arendt-Gymnasium interessierten Schülern und Schülerinnen der Grundschulen und ihren Eltern vor. Hier erhalten alle Interessierte  Einblick in das pädagogische Konzept der Erprobungsstufe sowie die vielfältigen Angebote der Schule. Die Hospitationen im Unterricht der Klassen 5 und 6 vermitteln einen Eindruck von den Inhalten und Methoden der in diesen Jahrgangsstufen unterrichteten Fächer.

 

Die Klassenbildung berücksichtigt weitgehend das Prinzip, bekannte Klassengruppen einer Grundschule zusammenzuführen, damit die Schülerinnen und Schüler ihre sozialen Kontakte behalten. Aspekte wie die möglichst gleichmäßige Verteilung von Mädchen und Jungen, Fahrschülern und Konfessionen werden dabei zu Grunde gelegt, aber auch individuelle Wünsche berücksichtigt, sofern sie mit dem Grundprinzip vereinbar sind. Die Musikklasse der Jahrgangsstufe 5 bildet hier eine Ausnahme, weil hier Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer Herkunftsklasse zusammengeführt werden.

 

Im Augenblick wird in der Jahrgangsstufe 6 klassenübergreifend eine Bläsergruppe geführt. Im Schuljahr 2005/2006 wurde zudem erstmals eine Bläserklasse eingerichtet, in der alle Schüler/innen ohne Vorkenntnisse ein Blasinstrument erlernen. In Zusammenarbeit mit der Musikschule Tecklenburger Land konnte dieses Projekt eingerichtet werden. Nach der Anmeldung werden die Schülerinnen und Schüler nach einer umfassenden Information und der Möglichkeit, verschiedene Instrumente auszuprobieren, bei der individuellen Auswahl „ihres“ Instruments beraten. Dieses wird ihnen dann für zwei Jahre gegen eine Gebühr zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung (Neuanschaffung/Reparatur) wird aus den  Mitteln der Schule/Freundeskreis geleistet. Der Musikunterricht findet ausschließlich vormittags statt. Lehrer der Musikschule erteilen den einstündigen Instrumentalunterricht, die zweite Musikschule (Orchesterstunde) leitet der Musiklehrer der Schule. Gemeinsame Auftritte als Blasorchester/Bigband sind schon nach kurzer Zeit möglich und stärken den Zusammenhalt in der Klasse und die Identifizierung mit der Schule in besonderer Weise.

 

Nach Abschluss der Klassenbildung werden alle Eltern Mitte Mai zu einem Informations-abend eingeladen, an dem sich die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der künftigen Klassen 5 vorstellen und erstmals mit den Eltern ihrer künftigen Klassen zusammenkommen.

Zwei Wochen später kommen Schüler/innen und Schüler zu einem Kennenlernnachmittag in die Schule. Dort treffen sie erstmals ihre künftigen Klassenlehrer und lernen ihre Patenschüler/innen kennen. Neben Kennenlernspielen steht eine Schulrallye auf dem Programm dieses Nachmittags, die wesentlich dazubeiträgt, dass die Kinder sich bei Schulbeginn wesentlich schneller im Schulgebäude orientieren können. 

 

In der ersten Schulwoche finden die Pädagogischen Tage für alle Klassen 5 in der Jugendherberge in Tecklenburg statt. Unter Leitung der Klassenlehrer/innen und der Patenschüler/innen lernen sich die „Neuen“ drei Tage lang als Klassengemeinschaft kennen. Gruppen-Spiele, die gemeinsame Vorbereitung eines bunten Abends, eine Nachtwanderung, Informationen über das Konfliktlotsen-Projekt und Absprachen über Regeln in der Klasse (Klassenvertrag) sind die pädagogischen Bestandteile des Programms.

 

Eine sehr wichtige Einrichtung bei der Integration der Schülerinnen und Schüler stellt das Konfliktlotsen-Projekt dar. Die Patenschüler/innen aus den Klassen 9 und 10 sind für „ihre“ Klassen persönliche Ansprechpartner in der Schule und werden in einer AG zu Konfliktlosen ausgebildet und vermitteln als selbstständige Schlichter in den Klassen 5/6 bei Streit und Konflikten. Sie helfen als „Paten“ auch bei den kleinen Alltagsproblemen und Klassen-unternehmungen.

 

Die Förderung lese-rechtschreibschwacher Schülerinnen und Schüler bildet einen besonderen Schwerpunkt der Erprobungsstufe. Im ersten Schulhalbjahr (nach den Herbstferien) wird parallel in allen Klassen 5 ein freiwilliger Rechtschreibtest nach der

Hamburger Schreibprobe (HSP 5-9) durchgeführt, an dem etwa 98% der Kinder teilnehmen.  

Nach der Auswertung der Ergebnisse und der Erstellung individueller Rechtschreibprofile werden förderungsbedürftige Schülerinnen und Schüler in einen LRS-Förderkurs aufgenommen, an dem in der Regel ca. 10 Schüler teilnehmen. In einer solchen  Kleingruppe ist es möglich durch Binnendifferenzierung auf die individuellen Fehlerschwerpunkte der Schüler/innen einzugehen. In der Regel nehmen sie ein Jahr, manchmal auch noch länger an dem Förderkurs teil. Im Augenblick gibt es zwei Angebote (Jahrgangsstufe 5 und 6), die jeweils einmal wöchentlich (eine Stunde) stattfinden.

 

Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 haben die Möglichkeit, in der 6. Stunde an einer AG teilzunehmen. Das AG-Angebot  variiert jedes Jahr, regelmäßig aber wird zur freiwilligen Teilnahme ein Entspannungstraining angeboten. Ein Quartal lang sind alle Klassen verpflichtet, die Verkehrserziehung -AG zu besuchen. Von Eltern wird in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Klassenlehrer eine Computer-AG zur Textverarbeitung , außerdem als Fundament des Bausteins „Begabtenförderung“ eine methodisch interessante Mathematik-AG. Patenschüler/innen und als Sporthelfer ausgebildete Schüler/innen der höheren Klassen ergänzen das AG-Angebot durch Theater- und Sportangebote, wobei sie selbstverständlich fachlich betreut werden.

 

Neben den viermal jährlich stattfindenden Erprobungsstufenkonferenzen, in denen ausführlich über die persönliche und leistungsmäßige Entwicklung aller Schüler/innen beraten wird, findet ein regelmäßiger Kontakt zu den Kollegen und Kolleginnen der Grundschulen statt.

Einmal jährlich nehmen sie als ehemalige Klassen- bzw. Fachlehrer an den pädagogischen Konferenzen der Jahrgangsstufe 5 teil. Darüber hinaus findet neben gegenseitigen Hospitationen regelmäßig ein Informationsaustausch zu verschiedenen Themen wie etwa „Methodenlernen“ oder „Englischunterricht an der Grundschule und am Gymnasium“ statt.  

 

Angelika Heitmann

 

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Kooperation

 

Die Einführung der reformierten Oberstufe ermöglichte es den Schülern Fächer als Leistungskurse oder Grundkurse innerhalb bestimmter Vorgaben nach Neigung zu wählen.  Durch das Wahlverhalten der Schüler/innen wurde es zunehmend schwieriger Leistungskurse, zuweilen auch Grundkurse in den naturwissenschaftlichen Fächern (Chemie; Physik) einzurichten. Hier bot eine Kooperation zwischen dem Hannah-Arendt-Gymnasium in Lengerich und dem Graf-Adolf-Gymnasium in Tecklenburg die Möglichkeit diese Kurse einzurichten. Zunächst beschränkte man sich auf Kooperation in einer LK-Schiene und einer GK-Schiene. Da das Spektrum der Wahlmöglichkeiten der Schüler/innen  durch Zunahme des Pflichtbereichs und deutlich reduzierten Wahlbereich immer stärker eingeengt wurde, bot sich durch Ausweitung der Kooperation (beide LK-Schienen und zwei GK-Schienen) die Chance, den Schüler/innen ein möglichst großes Differenzierungsangebot zu unterbreiten (z.T. über 30 Kombinationsmöglichkeiten). Die Schienen mit Kooperationskursen sind in ein fest vereinbartes Stundenraster eingefügt, um Fahrten zwischen beiden Schulen aus Zeit- und Kostengründen zu minimieren. Die Reibungsverluste halten sich somit in engen Grenzen. Durch regelmäßig stattfindende Kooperationsgespräche werden gemeinsam organisatorische und pädagogische Vereinbarungen getroffen. Mittlerweile sind die Kontakte zwischen beiden Schulen über zwei Jahrzehnte intensiviert worden, die ein partnerschaftliches Miteinander ermöglichen.

In den letzten Jahren findet nach Bedarf auch eine Kooperation in den Fremdsprachen des Wahlpflichtbereiches II der Klassen 9 und 10 statt.   

Robert Heitmann

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Pädagogische Konferenzen

 

Die Lehrerinnen und Lehrer des Hannah-Arendt-Gymnasiums befassten sich auf einer Konferenz zu Beginn des Schuljahres 2003/04 mit der Leistungsentwicklung von Schülerinnen und Schülern in verschiedenen Jahrgangsstufen und den sich daraus ergebenden Problemen bei Schulwechseln. Da diese Schwierigkeiten – oft auch verbunden mit Auffälligkeiten im Sozialverhalten – besonders in den Jahrgangsstufe 7 bis 9 auftreten, verständigte man sich darauf, zusätzlich zu den beiden Zeugniskonferenzen pro Schuljahr zwei weitere, sogenannte „Pädagogische Konferenzen“  für die Klassen 7 bis 10 durchzuführen. Eine davon liegt in der Mitte des ersten Schulhalbjahres, die zweite ungefähr zehn Wochen vor dem Zeugnistermin im Sommer, um dabei auch die Notwendigkeit von Warnungen zu erörtern.

 

Der Schwerpunkt dieser Konferenzen liegt aber weniger auf formalen Aspekten wie z.B. der Konstatierung von Minderleistungen, sondern wie der Name ausdrückt haben sie eine stärkere pädagogische Akzentuierung unter Einbeziehung verschiedener Beratungsbereiche. In diesem Zusammenhang kommen neben dem Leistungs- auch das Arbeits- und Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler zur Sprache, und es wird über notwendigen Förderbedarf sowohl am unteren wie auch am oberen Ende der Leistungsskala beraten.

 

Eine weitere Funktion haben die Konferenzen im Zusammenhang mit den Elternsprechtagen. Durch den gezielten Informationsaustausch aller Lehrkräfte einer Klasse und die Terminierung der Elternsprechtage in der jeweils folgenden Woche haben die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer die Möglichkeit, Eltern umfassend über das Verhalten der Schülerinnen und Schüler in allen Fächern zu unterrichten, bzw. die Eltern gegebenenfalls direkt an bestimmte Fachlehrerinnen und Fachlehrer weiter zu verweisen. Rückmeldungen von Seiten der Eltern nach den letzten Sprechtagen zeigen sehr deutlich, dass dieser Zweck voll erfüllt wird und damit Eltern und Lehrkräfte entlastet werden.

 

Schließlich geben die Gespräche auf den Konferenzen allen Beteiligten noch wertvolle Hinweise im Hinblick auf die einige Wochen später zu erstellenden Bemerkungen zum Arbeits- und Sozialverhalten.

 

Die Erfahrungen mit den neuen Konferenzen wurden nach zwei Jahren der Erprobung zu Beginn des Schuljahres 2005/06 auf einer Lehrerkonferenz ausgetauscht. Dabei ergab sich – trotz der in vielfacher Hinsicht weiter ansteigenden zeitlichen Belastung – eine große Mehrheit für ihre Beibehaltung, um so der Verantwortung gegenüber Schülerinnen und Schülern gerade in einer schwierigen Zeit ihrer Entwicklung besser gerecht zu werden.

 

 

Wolfgang Monka


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Förderung von besonders begabten und motivierten Schülerinnen und Schülern

 

In der Begabtenförderung werden an unserer Schule zwei Wege verfolgt, das beschleunigte Lernen (acceleration) und das vertiefende Lernen (enrichment).

Bis zum letzten Jahr hatten vereinzelt Schüler/innen eine Klasse übersprungen bzw. die Möglichkeit erhalten am Unterricht der darüber liegenden Klasse in einem bestimmten Fach teilzunehmen.

Im letzten Jahr haben wir zum ersten Mal zwei Schülerinnen ein begleitetes „Gruppenspringen“ empfohlen. Die Begleitung erfolgte durch die Hauptfachlehrer und mich in meiner Funktion als Beauftragte für diesen Bereich. Der Übergang gestaltete sich fachlich völlig unproblematisch. Die Schülerinnen sind in ihre neue Klasse gut integriert.

 

Eine Schülerin der Klasse 10, die in Klasse 11 ein Auslandsjahr in Frankreich verbringen wird, hat die Möglichkeit erhalten am Spanischunterricht der Klasse 11 teilzunehmen.

 

Herausragende Schüler/innen, mit denen wir die Möglichkeit des „Springens“ diskutieren, machen häufig keinen Gebrauch von dem Angebot, mit der Begründung, dass sie ihren Klassenverband nicht aufgeben wollen und durch ihre außerschulischen Aktivitäten ausgelastet sind. Daher sind Angebote des vertiefenden Lernens besonders wichtig.

 

Mit dem Ziel ein besonderes Angebot des vertiefenden Lernens bereitzustellen, das deutlich über Maßnahmen der Binnendifferenzierung und unterrichtliche Projekte hinausgeht, hat sich eine Arbeitsgruppe mehrmals getroffen und ein für unsere Schule geeignetes Drehtür-Modell entwickelt (s. Anlage) Dieses Modell wurde in der Lehrerkonferenz mehrheitlich befürwortete. Es gab vereinzelte Vorbehalte. Inzwischen wurde das Modell dreimal durchgeführt. Die betreffenden Schülerinnen gaben eine positive Rückmeldung. Wir wissen von den Erfahrungen anderer Schulen, dass es Zeit braucht, bis ein solches Vorhaben selbstverständlicher Bestandteil des Schulalltags ist.

Im November haben bei uns die Pädagogischen Konferenzen stattgefunden. Dieses Forum habe ich genutzt die Klassenkonferenzen, insbesondere die Klassenlehrer zu bitten, auf Schüler/innen aufmerksam zu machen, die von der Teilnahme an einem solchen Modell profitieren können. Die Rückmeldung ist verhalten. Die Gespräche über Schüler/innen mit Problemen stehen im Vordergrund. Ich werde daher sämtliche Kollegen noch einmal individuell ansprechen. Auf der nächsten Schulelternpflegschaftsveranstaltung werde ich über dieses Projekt berichten. Bislang wurde davon abgesehen, Möglichkeiten der Begabtenförderung im Rahmen eines größeren Forums detailliert vorzustellen. Das Thema „Begabtenförderung“ sollte behutsam eingeführt werden. An einer breiteren Akzeptanz muss nun gearbeitet werden.

Im Rahmen der Förderung von begabten und besonders motivierten Schülerinnen und Schülern versuchen wir Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen Schüler/innen auf geeignete Wettbewerbe aufmerksam zu machen und sie zu einer Teilnahme zu ermutigen und sie gegebenenfalls bei ihrem Vorhaben zu begleiten.

Wir verfolgen an unserer Schule zwei Zielrichtungen: einerseits die Integration von Wettbewerben in den Unterricht, die allen Schülern ermöglicht sich alleine oder in Teams einzubringen und zu erproben (z.B. Join Multimedia, Big Challenge), andererseits Schüler in Hinblick auf ihre speziellen Begabungen auf spezifische Wettbewerbsangebote und Möglichkeiten aufmerksam zu machen. Hierzu gehören auch die Teilnahme an Sommerakademien (z.B. FH Design, Potsdam), die Empfehlung von „Schnupper-studiengängen“ (z.B. „Frauen in der Informatik, Universität Duisburg), Informationen über den Erwerb von Fremdsprachenzertifikaten (z.B. DELF, TOEFL).

In allen Fächern werden an unserer Schule Wettbewerbe durchgeführt. Die nachfolgende Auflistung ist bei weitem nicht vollständig. (Meine Ausführungen beziehen sich hier auf Rückmeldungen, die ich auf Bitte um Information von Kolleginnen und Kollegen erhalten habe.)

Einige Wettbewerbe sind inzwischen fest an unserer Schule etabliert und werden regelmäßig durchgeführt: die Mathematikolympiade (für die Besten Teilnahme an der Mathematik-Akademie), Lesewettbewerbe im Fach Deutsch, das Börsenspiel im Fach Gesellschaftswissenschaften, Big Challenge im Fach Englisch, Join Multimedia im Fach Informatik (Klasse 10, Differenzierung).

Hervorzuheben ist der Wettbewerb Join Multimedia, weil es hier der Fachschaft gelungen ist, eine Wettbewerbsteilnahme für alle Schüler verbindlich im Rahmen eines ausgefeilten methodisch-didaktischen Konzeptes in die unterrichtliche Arbeit zu integrieren.

Im Fach Biologie wird mit der Teilnahme an dem Wettbewerb „biologisch“ in den Klassen 5 und 6 der Grundstein gelegt, die Schüler mehr oder weniger spielerisch an naturwissenschaftliches Denken und Arbeiten heranzuführen und Hemmschwellen abzubauen sich an einem Wettbewerb zu beteiligen. Wir begrüßen den fächerübergreifenden Ansatz dieses Wettbewerbs im Sinne des von unserer Biologiefachschaft angestrebten naturwissenschaftlichen Unterrichts, der leider nicht zur Durchführung kam.

Im Fach Chemie nehmen einzelne Schüler/innen mit Erfolg regelmäßig an dem Wettbewerb „Chemie entdecken“ teil.

In Fach Physik bereiten sich drei Schülerinnen auf die Teilnahme an „Jugend forscht“ vor. Es haben Schüler an dem Wettbewerb „freestyle physics“ teilgenommen.

Im Bereich Fremdsprachen bereiten sich Schüler auf die Teilnahme am Bundeswettbewerb-Fremdsprachen vor (Englisch und Latein).

Im Fach Kunst ist die Teilnahme an einem Wettbewerb der Volksbank geplant.

 

Wir weisen die Schüler/innen auf die Bedeutung diverser sprachlicher Kompetenznachweise in verschiedenen Sprachen hin. In der Mittel- und Oberstufe bieten wir die Vorbereitung und Begleitung der DELF-Prüfung an.

 

Für Schüler mit besonderem Spracheninteresse bieten wir eine Russisch-AG und eine Italienisch-AG (für Anfänger und Fortgeschrittene) an.

 

 

Silke Groenewold


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Wanderrahmenplan am Hannah-Arendt-Gymnasium

 

Das pädagogisch breit gefasste Angebot der Schulwanderfahrten ist ein fester Bestandteil der Bildungs- und Erziehungsarbeit am Hannah-Arendt-Gymnasium. Es stellt eine wesentliche Ergänzung der Unterrichtsarbeit dar. 

Der Wanderrahmenplan ist in seinen verschiedenen Facetten im Laufe der Jahre erprobt und erweitert worden  und hat im Jahre 2004 eine letzte umfassendere organisatorische Novellierung erfahren.

 

Diese Novellierung des Wanderrahmenplans 2004 erfolgte auf Initiative des Kollegiums als Reaktion auf die Erhöhungen der Wochen- und Lebensarbeitszeit der Lehrer und der Kürzungen der Reisekosten bei gleichzeitigen Gehaltseinbußen

( Lehrerkonferenz vom 04.12.2003 ).

 

Eine erste Vorbereitungsgruppe der Lehrer, die vom Kollegium beauftragt wurde, einen neuen Wanderrahmenplan zu entwickeln, wurde auf Antrag der Schulkonferenz vom 25.03.2004 durch Eltern- und Schülervertreter ergänzt.

 

Eine Vorlage der Vorbereitungsgruppe wurde von der Schulkonferenz in der Sitzung vom 06.07.2004 mit großer Mehrheit angenommen.

 

Zwischen Lehrern, Eltern und Schülern wurde ein breiter Konsens erzielt. Diese Übereinstimmung war ein Kompromiss zwischen einer gewissen  finanziellen Ent- lastung der Eltern/Schüler und der Lehrer auf der einen und der grundsätzlichen Sicherung eines pädagogisch sinnvollen Fahrtenprogramms auf der anderen Seite.

 

Man war sich darüber einig, dass die politische Auseinandersetzung nicht auf dem Rücken der Schüler ausgetragen werden dürfe.

 

Bei der Entscheidung über eine tragfähige Lösung wurden drei Ebenen unterschieden:

Ø      Das berechtigte politische Interesse der Lehrer wird an die Interessenvertretung der Eltern ( Landeselternschaft) und an die Lehrerverbände weiter geleitet.

Ø      Das Anliegen sollte Gegenstand der Beratungen in der Bezirksdirektorenkonferenz und der Lengericher Schulleiterkonferenz werden.

Ø      Der Wanderrahmenplan wird dahingehend angepasst, dass das differenzierte Angebot grundsätzlich erhalten bleibt, aber die Fahrten in den Jahrgangsstufen 6/7 , 11  und 13 auf ein pädagogisch vertretbares Maß verkürzt werden, um dadurch eine gewisse Kostenreduzierung zu erreichen.

 

Längerfristig wurde vorgeschlagen, einen Fonds für Wander- und Studienfahrten einzurichten, um die z.T. hohen Belastungen durch Fahrten in Einzelfällen zu vermindern. Der Fonds sollte aus unterschiedlichen Quellen gespeist werden ( Freundeskreis, Sponsoring ). Die Mittel aus dem Fonds sollen Schülerinnen und Schülern, Patenschülerinnen und Patenschülern und Referendaren sowie anderen Begleitungen zugute kommen.

 

Nach einer ersten Evaluation zu diesem Zeitpunkt ist zu sagen, dass sich das Wanderprogramm trotz der geringfügigen Einschränkung pädagogisch bewährt hat ( siehe Erläuterungen zu den Fahrten ) , durch die Neuregelung aber hinsichtlich der  finanziellen Entlastung grundsätzlich keine positiven Veränderungen erzielt wurden. Der Ausschuss zur Einrichtung eines Fonds wird im 2. Halbjahr 2005/06  eingerichtet.      

 

Gültiger Wanderrahmenplan:

 

Jahrgangsstufe

 

Veranstaltung/

Ziel

Dauer

Tage

Kosten

für Begleiter

Erläuterungen

5

Pädagogische Tage

Kennenlerntage

3

50 €

Ein Begleiter je

Klasse

Ende 6 oder Anfang 7

Klassenfahrt

3

50-60 €

6 Begleiter,

Vollverpflegung

5 –10

Wandertage

1

bis 20 €

 

8

Pädagogische Tage

3

40 €

3-5 Begleiter,

Vollpension

10 Differenzier-ungskurs Ek/Bi

Hamburg

3

50 €

2 Begleiter,

Frühstück

9/10

Konfliktlotsenseminar

2

50 €

2 Begleiter/

Vollpension

11

Skifreizeit

10

135-175 €

5 Begleiter/

Vollverpflegung

11

Alternativfahrt –

Europ. Metropolen/

Istanbul

10

250 €

2 Begleiter/

Frühstück

12 Bio –Lk

Projekt „Heiliges Meer“

3

20 €

1 Begleiter

13

Berlinfahrt

3

70 €

4-5 Begleiter

 

 

 

 

 

 

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Erläuterungen zu einzelnen Fahrten:

 

 

Klassenfahrt am Ende der Klasse 6 bzw. Anfang der Klasse  7

 

Am Ende der Jahrgangsstufe 6 bzw. zu Beginn der Klasse 7 fahren die Klassen gemeinsam nach Bad Zwischenahn. Während des dreitägigen Aufenthalts sind sie in der Jugendherberge untergebracht. Die knapp zweistündige Reise wird mit dem Zug zurückgelegt.

Bad Zwischenahn bildet in sportlicher und auch kultureller Hinsicht ein ideales Ziel für Schülerinnen und Schüler dieser Altersstufe. Die unmittelbar am Zwischenahner Meer gelegene Jugendherberge verfügt über einen eigenen Badestrand und eine große Spielwiese, auf der Fußball- und Volleyballspiele sowie Tischtennis möglich sind. Außerdem können ein  Grillplatz und ein Musikpavillon genutzt werden. Ein Minigolfplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe. Ebenfalls besteht die Möglichkeit Fahrräder auszuleihen und auf einem gefahrlosen Radweg eine Tour rund um den See zu machen. Der Besuch des großen Frei-lichtmuseums vermittelt einen Eindruck vom Leben der Menschen dieser Region in früherer Zeit.

Neben dem Sport- und Kulturprogramm bietet der Aufenthalt in Bad Zwischenahn die Gelegenheit, sich außerhalb des Schulalltags noch besser kennen zu lernen und die zur Verfügung stehende Freizeit gemeinsam zu gestalten. Dies ist besonders wichtig wegen der erforderlichen Neuzusammensetzung der Klassen in der Klassenstufe 7. Darüber hinaus

sind die Schülerinnen und Schüler aufgefordert bei den Wanderungen und besonders beim Fahrradfahren Regeln einzuhalten und Rücksicht gegenüber den Mitschüler/innen  und den meist älteren Gästen des Kurortes zu üben.

 

 

 

Schulskiunterricht ist mehr als Skischulunterricht

Pädagogische Schwerpunkte der Skifreizeit am Hannah-Arendt-Gymnasium

Pädagogische Perspektiven

Der Sportunterricht an Schulen in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Im Mittelpunkt steht jetzt ein erziehender Sportunterricht, der in NRW von sechs pädagogi­schen Perspektiven geleitet wird, die alle für die Durchführung von Skifreizeiten bedeutsam sind. Am HAG haben wir zwei Perspektiven als Schwerpunkte ausgewählt:

1.   Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln

2.  Etwas wagen und verantworten

Zu 1. Exemplarisch sei hier auf die intensive Vorbereitung durch eine Skigymnastik, die von den Schülerinnen und Schülern gestaltet wird, verwiesen.

Zu 2. Besonders beim Fahren in Kleingruppen ergeben sich zahlreiche Situationen in denen eine kontrollierte Risikobereitschaft und Rücksichtnahme auf den Leistungsschwächeren ge­fordert ist.

Aber auch die übrigen vier Perspektiven, wie sie in den Richtlinien und Lehrplänen für das Fach Sport (S. XXIX - XXXVI) beschrieben werden, finden Berücksichtigung.

Soziale Integration

Am Beginn der Oberstufe und daher synchron mit der Auflösung der Klassenverbände und dem Neuzugang von Schülerinnen und Schülern anderer Schulen leistet die Skifreizeit als Ort nahezu idealer Bedingungen für Lernen unter hoch emotionalen Bedingungen einen wertvol­len Beitrag für die Integration. Der Reiz der Sportart Skilaufen, der durch die Entwicklung des Carvens noch eine erhebliche Steigerung erfahren hat, in Verbindung mit der faszinieren­den Alpenlandschaft sind hier wohl die wichtigsten Faktoren.

Natur erleben — Natur bewahren

Aber auch der verantwortungsbewusste Umgang mit dieser sensiblen Region wird den Schü­lerinnen und Schülern praxisimmanent und in der theoretischen Begleitung vermittelt, damit sie auf der Basis reflektierter eigener Erfahrung zu kompetentem Handeln befähigt werden. (Auswahl des Skigebietes, Verhalten im Skigebiet und im Skiort)

 

 

Dr. Alois Thomes 

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Internationaler Schüleraustausch

Holten-Holland            Istanbul-Türkei           Wapakoneta-USA

Holland-Austausch

 

Seit Mitte der neunziger Jahre besteht eine Partnerschaft des Hannah-Arendt-Gymnasiums mit der „Scholengemeenschap ‚De Waerdenborch’“ in Holten in den Niederlanden. Regelmäßig finden gegenseitige Besuche statt, an denen hauptsächlich Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen, gelegentlich aber auch aus den Klassen 8 und 10 teilnehmen.

Die niederländischen Schülerinnen und Schüler kommen im Herbst für ein verlängertes Wochenende von Freitag bis Montag nach Lengerich. Das Programm ist so gestaltet, dass sie zum einen Gelegenheit erhalten, die Stadt und die umliegende Region kennen zu lernen, zum anderen aber auch durch individuelle Unternehmungen im Familien- und Freundeskreis private Kontakte herstellen und vertiefen können. Darüber hinaus finden am Montagmorgen Hospitationen im Unterricht statt, so dass auch der schulische Bereich in den Besuch integriert wird. Durch die finanzielle Unterstützung der EUREGIO entstehen dabei kaum Unkosten.

Der Gegenbesuch in Holland, der jeweils im folgenden Frühjahr durchgeführt wird, ist von der Programmgestaltung her ähnlich aufgebaut. Dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler sich bereits kennen und in der Zwischenzeit den persönlichen Kontakt durch Briefe, Emails oder Telefonate gefestigt haben, hat er natürlich von der Atmosphäre her einen etwas anderen, noch ungezwungeneren Charakter.

Dies kommt der Zielsetzung des Austausches entgegen, den beteiligten Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu geben, Lebensgewohnheiten Jugendlicher in einem Nachbarland kennen zu lernen, sich in eine Gastfamilie einzufügen und auf diesem Hintergrund über eigene Gewohnheiten nachzudenken. So können durch direkte Kontakte Grenzen überwunden und Vorurteile abgebaut werden. Dass dies gelingt, kann außer an der hohen Zahl der Interessenten nicht zuletzt auch daran erkannt werden, dass die bei diesem Austausch erstellten Kontakte häufig durch private Besuch an Wochenenden oder in Schulferien erhalten und ausgebaut werden.

 

 

 Wolfgang Monka

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Schulpartnerschaft HAG-Lengerich – Alman Lisesi-Istanbul

Aktueller Stand 05              Programm Istanbul 05       Gegenbesuch 05        Ältere Berichte

Seit der ersten Fahrt nach Istanbul im Jahre 1994 ist diese Fahrt regelmäßig alle 2 Jahre (mit einer Ausnahme wegen des Erdbebens) als Alternativfahrt in der Jgst,11 durchgeführt worden.

Nach verschiedenen Versuchen mit Istanbuler Schulen und Organisationsformen scheint sich jetzt die Partnerschaft mit dem Alman Lisesi Istanbul zu etablieren. Die deutschen Schüler haben dabei während der Zeit in Istanbul einen festen Partner, sind aber nur einen Teil des Aufenthalts in den Familien und wohnen die restliche Zeit im Hotel. Dies ist auch mehr und mehr der Wunsch der Schüler, die sich nicht gut auf einen zehntägigen Aufenthalt in einer Istanbuler Familie einlassen können. Bei dem Gegenbesuch der türkischen Schüler erfolgt die Unterbringung dann in den Gastfamilien, was schon aus Kostengründen sein muss. Die logistischen Probleme sind natürlich in unserem ländlichen Kleinstadtrahmen auch wesentlich geringer als in Istanbul.

Bei den Schülern erfreut sich die Fahrt einer recht großen Beliebtheit, in diesem Jahr hatten sich 30 Schülerinnen und Schüler angemeldet, darunter fast alle Schülerinnen und Schüler mit einem anderen kulturellen Hintergrund als dem deutschen. Nach eigenen Aussagen haben sie alle viel Neues über die Türkei und die türkische Kultur erfahren und hat sich ihr Blick darauf stark verändert. Es ist sicher ein wichtiger Teil des Programms, dass eine direkte Begegnung der Jugendlichen untereinander möglich ist, da es auf Grund der Deutschkenntnisse der türkischen Jugendlichen keine Sprachbarriere gibt. Durch das intensive Miteinander über einen längeren Zeitraum werden neben den dabei beobachteten Gemeinsamkeiten aber auch die durchaus vorhandenen Unterschiede deutlich. Die Jugendlichen können sehr genau wahrnehmen, dass es kulturelle Gebundenheiten gibt, die in verschiedenen Alltagssituationen immer wieder zutage treten.

 

Für die nächste Fahrt habe ich mir vorgenommen, die Vorbereitungsphase noch stärker vorzustrukturieren, um das Vorwissen noch zu vergrößern und dadurch ein noch bewussteres Erleben der Reise zu erreichen. Detaillierte Informationen zum Konzept, zu den Programmen und zu den einzelnen Fahrten können auf unserer Homepage eingesehen werden.  

 

Uwe Jäkel

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Programm der Jahrgangsstufenfahrt der 11 nach Istanbul

 

Dienstag, 15.2.05

Abfahrt ab Lengerich 13.30 Uhr,
Abflug ab Düsseldorf 18.15 Uhr

Transfer zum Hotel, Bezug der Zimmer

Mittwoch, 16.2.05

Treffen mit den türkischen Partnerschülern im Alman Lisesi

offizielle Begrüßung der Gruppe

Besichtigungen: Hagia Sophia, Blaue Moschee, Yerebatan Zisterne, Hippodrom

Donnerstag,17.2.05

Besichtigung des Topkapi Palastes mit Harem

Basarbesuch mit kurzer Einführung

Freitag, 18.2.05

Begrüßung in der Schule, Teilnahme am Unterricht

Nachmittag zur freien Verfügung

Samstag, 19.2.05

Möglichkeit für Unternehmungen in den Familien, möglichst auch mit Übernachtung

alternativ: Basarbummel, Besichtigungen in der Nähe des Hotels

Sonntag, 20.2.05

Unternehmungen mit den Familien

alternativ: Stadtrundfahrt mit Besuch verschiedener Märkte und Stadtteile

Montag, 21.2.05

Treffen an der Schule, Führung durch Beyoglu

Nachmittag: Gespräch in der Evang. Gemeinde

Dienstag, 22.2.05

Ausflug zu den Prinzen-Inseln mit dem Schiff

Aufstieg zum Kloster, Essen

Bummel durch den Ferienort

Mittwoch, 23.2.05

Führung durch die Hane rund um den Basar, Besichtigung kleiner alter Handwerksstätten, gezielte Informationen über Teppich knüpfen, Silberarbeiten, usw. 
Zeit zur freien Verfügung z.B. für Basar oder Hamam

Donnerstag, 24.2.05

Besichtigung der Süleymaniye Moschee, Ägyptischer Basar, Büchermarkt, Beyazit-Platz,...

Abschlussabend mit den türkischen Partnerschülern

Freitag, 16.3.01

17.30 Uhr Abfahrt vom Hotel 
20.20 Uhr Rückflug nach Düsseldorf

ca. 23.30 Uhr Transfer Düsseldorf-Lengerich,
Ankunft in Lengerich zwischen 1.00 Uhr und 2.00 Uhr

 

 

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Bericht über den Gegenbesuch der türkischen Gruppe im Juni 2005

„Die Zeit ging viel zu schnell vorbei!“ „Wir möchten gerne noch länger hier bleiben!“ Wir sehen uns bestimmt noch einmal in Istanbul wieder!“ So gingen die Bemerkungen hin und her beim Abschied der türkischen Schülergruppe am letzten Freitag. Eine Woche lang waren 15 Jungen und Mädchen von der Deutschen Schule Istanbul zu Besuch in Lengerich. Dies war der Gegenbesuch zu der im Februar durchgeführten Fahrt des Hannah-Arendt-Gymnasiums nach Istanbul. Die türkischen Schülerinnen und Schüler wohnten eine Woche lang bei Schülern des HAG und lernten auf diese Weise auch das Leben in einer deutschen Familie kennen. Die Organisatoren auf deutscher Seite, Uwe Jäkel, Amira Ahmic und Markus Heeke hatten in Abstimmung mit den Kolleginnen aus Istanbul Gabi Holbach und Gertrud Rahvali ein abwechslungsreiches Programm aufgestellt, das vor allem auf die Besonderheiten der Region ausgerichtet war. So gab es eine Burgenfahrt, einen Grillabend, Besuche in Osnabrück und Münster mit Nachtwächterführung und Einkaufsbummel, eine Fahrradtour mit einer Besichtigung des Gutes Erpenbeck und einen Ausflug nach Bremen. Einen Tag verbrachten die türkischen Schülerinnen und Schüler auch am Hannah.Arendt-Gymnasium. Dabei wurden sie offiziell von Schulleiter Ulrich Netkowski willkommen geheißen, nahmen an einigen Unterrichtsstunden teil und konnten auch die Schiller-Matinee der Theatergruppe miterleben. Neben dem offiziellen Programm unternahmen die Gastgeber und Gäste noch sehr viel im privaten Rahmen, so dass die Tage von morgens bis abends gut gefüllt waren. Am Donnerstag abend kamen alle an dem Austausch Beteiligten im Jugendzentrum zusammen zu einem gemeinsamen Abschlussabend. In der Disco konnte getanzt werden und in den anderen Räumen ergaben sich noch Möglichkeiten für Gespräche oder Spiele. Nach dem offiziellen Ende des Abends mochten sich alle lange noch nicht trennen und feierten im privaten Rahmen weiter.

Der Besuch der türkischen Gäste ging dann am Freitag Morgen zu Ende. Eine große Gruppe der deutschen Gastgeber brachte die Gäste noch zum Flughafen, und dort gab es dann einen bewegenden Abschied. In der kurzen Zeit des Aufenthalts hatten sich doch gute Kontakte ergeben und viele bedauerten, dass die Zeit schon vorbei war. Insgesamt waren alle Beteiligten hoch zufrieden mit dem Verlauf der Woche und sprachen sich sehr für eine Fortsetzung des Austauschprogramms aus.

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Bericht über die Istanbulfahrt 2003

 

Dieses Jahr bestand die Schülergruppe aus 13 Mädchen und 4 Jungen. Als Begleitung fuhr neben mir noch Frau Julia Hüttmann mit.

Der Hinflug startete diesmal von Düsseldorf aus, der eigentlich gebuchte Flug von Münster wurde kurzfristig storniert, da zu wenig Mitreisende da waren.

Die Unterbringung im Hali Hotel war wieder so gut wie gewohnt, die zentrale Lage des Hotels und die nette, familiäre Atmosphäre machen es für solche Fahrten einfach sehr geeignet.

Frau Gabi Holbach von der Deutschen Schule war es gelungen, für jede(n) deutsche(n) SchülerIn eine(n) Partner(in) zu finden. In der Regel passten die Zuordnungen auch gut, in einigen Fällen gab es damit etwas Schwierigkeiten, die aber von den Schülern im Wesentlichen selbst gelöst wurden. Da nur das Wochenende in den Familien verbracht wurde, gab es in der übrigen Zeit natürlich auch die Möglichkeit, die paarweise Zuordnung aufzuheben. Alle deutschen SchülerInnen gingen von Freitag bis Sonntag in die Familien und nahmen am Familienleben teil. Ihre Erfahrungen damit waren dabei im Allgemeinen sehr gut. In unserer Aussprache stellten wir fest, dass doch eine Menge an Gemeinsamkeiten vorhanden ist. Erstaunt waren die deutschen SchülerInnen, welch geringe Bedeutung die Religion im Alltagsleben spielt, wie viel moderne Geräte wie Computer und Handys vorhanden sind, wie groß die zeitliche Belastung der türkischen SchülerInnen ist, welch große gastfreundliche  Herzlichkeit ihnen entgegengebracht wurde. Speziell dieses wurde von einigen schon fast als erdrückend empfunden. Außer dem gemeinsamen Wochenende nahmen die türkischen Schüler auch an einigen anderen Programmpunkten mit teil. Es gab also genügend Zeit,  sich gegenseitig kennen zu lernen. Die beiden Gruppen mischten sich dadurch gut und es kam zu einer Reihe von guten freundschaftlichen Kontakten.  Am letzten Abend fiel es vielen SchülerInnen entsprechend schwer, von ihren türkischen FreundInnen Abschied zu nehmen und einige blieben noch bis spät in die Nacht zusammen. Ein Gegenbesuch der türkischen Gruppe ist geplant und alle hoffen sehr, dass er auch noch in diesem Schuljahr zustande kommt.

Neben der Begegnung mit den türkischen SchülerInnen hatten die SchülerInnen natürlich auch noch Gelegenheit, diese faszinierende Stadt aus sehr verschiedenen Blickwinkeln zu erleben. Sie sahen die bekannten touristischen Höhepunkte wie z.B. die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, den Topkapi Palast, die Süleymaniye Moschee, den Ägyptischen Basar und natürlich auch den Großen Gedeckten Basar. In den beiden Basaren lernten sie die orientalische Preisverhandlung kennen und gewöhnten sich schnell an das Feilschen um einen zufriedenstellenden Preis. Ich gab ihnen aber auch einen kleinen Einblick in weniger touristische Ecken der Stadt und führte sie zu Wochen- oder Flohmärkten, zeigte ihnen die Entwicklung eines sogenannten „Gecekondus“. Bei einem Besuch der „Evangelischen Gemeinde in  deutscher Sprache“ erfuhren sie etwas über die Deutschen, die in der Türkei leben, die Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, die besonders mit der Ausübung der Religion verbunden sind. Die Gruppe war insgesamt sehr interessiert und zeigte durch Fragen und Erzählungen wie intensiv sie diesen Aufenthalt erlebten.

Da auch die Deutsche Schule in Istanbul ein großes Interesse an der Weiterführung dieses Schüleraustauschs signalisiert hat, hoffe ich, dass ich in zwei Jahren wieder mit einer deutschen SchülerInnengruppe in Istanbul sein werde und wir dann wieder einen ähnlich schönen Aufenthalt haben werden wie in diesem Jahr.

 

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Schulpartnerschaft Lengerich - Istanbul

Hannah-Arendt-Gymnasium - Alman Lisesi - Cagaloglu Lisesi

 

Zur Vorgeschichte:

 

Eine Schulpartnerschaft mit einer türkischen Schule in der Weltstadt Istanbul aufzubauen ist sicher nicht eine Alltäglichkeit für ein deutsches Kleinstadtgymnasium.

Wie so oft sind auch hier persönliche Erfahrungen und Verbindungen die Basis einer solchen Unternehmung. Ich war von 1986 bis 1992 als Auslandslehrer an der Deutschen Schule (Alman Lisesi) in Istanbul tätig und habe in dieser Zeit die Stadt und das türkische Volk lieben gelernt, so dass ich nach meiner Rückkehr nach Lengerich den Wunsch verspürte, diese positiven Erfahrungen auch an unsere Schüler weiter zu geben. Die Resonanz auf meinen Vorschlag, als Alternative zu unserer traditionellen Skifahrt in der Jahrgangsstufe 11 den Zielort Istanbul anzubieten, war sehr positiv. Schüler, Eltern, Kollegen, Schulleitung und auch die Schulverwaltung zeigten sich kooperativ und legten dem Projekt keine Steine in den Weg. Ich erhielt relativ leicht grünes Licht für die genauere Planung.

 

Zur Entwicklung:

Das Konzept stand für mich ziemlich schnell fest: Die deutschen Schüler sollten in türkischen Gastfamilien wohnen, damit sie dort das alltägliche Leben kennenlernen könnten. Ein zusätzlich geplantes und von mir durchgeführtes Programm sollte dafür sorgen, dass deutsche und türkische Schüler gemeinsam Istanbul unter sehr unterschiedlichen Aspekten kennenlernten. Um die Verständigung sicher zu stellen, wandte ich mich bei der 1. Fahrt an die Schüler der Deutschen Schule, deren Unterrichtssprache ja Deutsch ist. Das Finden von Gastfamilien war die größte organisatorische Hürde. Es zeigte sich, dass man nur mit einem festen, offiziell von der Schulleitung eingesetzten Ansprechpartner auf der türkischen Seite ein solches Unternehmen dauerhaft durchführen kann.

Die deutschen Schüler mussten sich verpflichten, im Gegenzug auch ihren türkischen Gastgeber bei sich aufzunehmen. Im Normalfall sollte ein Gegenbesuch der türkischen Gruppe stattfinden, damit die geknüpften Verbindungen gefestigt werden und die türkischen Schüler auch den Lebensraum ihrer deutschen Freunde kennenlernen können.

 

Unsere erste Fahrt im Januar 1994 wurde nach einhelliger Meinung der deutschen und der türkischen Schüler zu einem großen Erfolg. Allerdings kamen nur 6 türkische Schüler zu einem Gegenbesuch, da sie dieses praktisch völlig privat organisieren mussten und von der türkischen Seite keine Hilfe bekamen

Zur Durchführung:

 

Die Schwierigkeiten für die Durchführung einer solchen Fahrt liegen zum Einen darin, dass man den finanziellen Rahmen für Schulfahrten einhalten muss, zum Anderen in den Organisationsproblemen, die durch die Großstadt bedingt sind, zum Dritten darin, dass man Vieles erst direkt vor Ort planen und entscheiden kann und die Verlässlichkeit gegebener Zusagen manchmal durchaus etwas zweifelhaft ist.

Das Finanzproblem löste sich für uns durch das Wohnen in den Familien. Wenn keine Unterbringungskosten anfallen, kann man sogar noch einiges an Programm bezahlen, ohne den Kostenrahmen zu sprengen, da die Flugpreise nach Istanbul im Januar relativ niedrig liegen. Bei türkischen Reisebüros kann man auch noch etwas verhandeln.

Das Großstadtproblem ist überwiegend ein Transportproblem, da die Entfernungen in Istanbul gewaltig sind. Ich habe jeden Morgen und jeden Abend drei Kleinbusse in verschiedene Richtungen der Stadt fahren lassen, die die Schüler von zu Hause abgeholt und am Abend wieder dorthin zurückgebracht haben. In Istanbul ist ein solcher Service durchaus bezahlbar und auch im Hinblick auf die teilnehmenden türkischen Mädchen unverzichtbar.

Das dritte angesprochene Problem tauchte bei uns aufgrund meiner persönlichen Bekanntschaften glücklicherweise nur selten auf, ist aber grundsätzlich nicht völlig zu umgehen. Das macht dann den "besonderen" Reiz dieser Fahrt aus.

 

Zur weiteren Entwicklung:

 

Die erste Reise hatte gezeigt, dass das Grundkonzept wohl richtig ist, evtl. aber ein anderer Ansprechpartner in der Türkei geeigneter wäre. Ich nahm deshalb Kontakt zu dem Cagaloglu Anadolu Lisesi auf, auch dies eine Schule mit deutschsprachigem Unterricht und mit einigen deutschen Lehrern. Hier gelang es, die Unterstützung der Schulleitung für unser Projekt zu gewinnen, so dass ich diesmal mit der Suche nach den Gastfamilien nichts zu tun hatte. Alles andere lief ungefähr im gleichen Organisationsrahmen ab, diesmal allerdings auch in Abstimmung und mit Genehmigung des türkischen Generalkonsulats in Münster und des Erziehungsministeriums in Ankara. So fuhren wir im Jahr 1996 mit 26 Schülern der Jahrgangsstufe 11 im Januar nach Istanbul und die türkischen Schüler waren mit 22 Schülern zu einem Gegenbesuch im Juni des gleichen Jahres bei uns. Ich hoffte darauf, diese Schulpartnerschaft weiter zu vertiefen und in einem 2-Jahres-Rhythmus eine solche Begegnung durchzuführen. Diese Hoffnung hat sich dann später zerschlagen, da es zu keiner Einigung über den organisatorischen Rahmen kommen konnte. Ein wesentlicher Punkt für das Scheitern dieser Bestrebungen lag für mich in der schwierigen Zusammenarbeit mit der Kollegin, die den Schüleraustausch auf der Istanbuler Seite betreute.

 

Insgesamt kann ich sagen, dass beide Fahrten und auch der Besuch der türkischen Schüler hier in Deutschland mich körperlich und nervlich sehr viel stärker gefordert haben als andere Klassenfahrten. Die Rückmeldungen von allen Seiten zeigen aber auch, dass dabei viel in Gang gesetzt worden ist und bei den Schülern auch Freundschaften entstanden sind. Es sind Vorstellungen verändert worden und es wurde viel gegenseitiges Verständnis spürbar.

Ich hoffe deshalb sehr, dass es zu weiteren Fahrten kommt.

 

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Das war der Stand bis 1996.

 

Fahrt 1998:

 

Auch im Jahr 1998 hat eine Türkei-Fahrt stattgefunden, die allerdings aus unterschiedlichen Gründen etwas anders organisiert wurde. Wegen der oben angedeuteten Differenzen mit dem Cagaloglu Lisesi oder besser der dortigen Organisatorin nahm ich Kontakt mit dem Bahcelievler Lisesi, einer weiteren türkischen Schule mit deutschsprachigem Zweig auf, da dort ein Freund von mir Leiter der Deutschen Abteilung wurde. Wir einigten uns auf einen organisatorischen Rahmen, der eine Unterbringung der deutschen Schüler im Hotel vorsah und jedem deutschen auch einen türkischen Patenschüler zur Seite stellen sollte. In begrenzterem zeitlichen Umfang sollten die deutschen Schüler auch in die türkischen Familien gehen. Diese Organisation bietet zwei Vorteile. Sie entlastet die türkischen Familien von der Einquartierung eines Gastes für einen Zeitraum von ca. 10 Tagen, was der entsprechenden Elternschaft des Bahcelievler Lisesi schon zu einem guten Teil ziemlich schwerfällt. Zum anderen fallen die Transportprobleme weg, die die anderen Fahrten doch erheblich belastet haben. Durch die Wahl eines sehr zentral gelegenen Hotels wird auch viel Zeit gespart, die man sinnvoller nutzen kann als in einem Bus zu sitzen. Leider sagte das Bahcelievler Lisesi relativ kurzfristig mit unklarer Begründung ab. So musste ich wieder auf meine Kontakte zum Alman Lisesi zurückgreifen und konnte dort noch eine Schülergruppe aktivieren, so dass die Fahrt in etwa in dem geplanten Rahmen stattfinden konnte. Die Kontakte zu den türkischen Schülern waren allerdings doch spürbar etwas weniger intensiv und tiefgehend. Trotzdem denke ich, dass der Anspruch einer deutsch-türkischen Begegnung gut eingelöst werden konnte und ich bei der nächsten Fahrt ein ganz ähnliches Konzept verfolgen werde.

 

 

Fahrt 2001:

 

Die für das Jahr 2000 schon sehr konkret vorgeplante Fahrt wurde aufgrund des Erdbebens in der Türkei von uns abgesagt und auf das nächste Jahr verschoben. Diese Entscheidung wurde von den deutschen Eltern stark gefordert, fand aber auch die Zustimmung der türkischen Seite. Für 2001 ist jetzt aber wieder eine Fahrt geplant. Diesmal  wird wieder das Alman Lisesi unsere Partnerschule sein. Nach dem Schulleiterwechsel war dort sehr starkes Interesse an dieser Partnerschaft, so dass ich in den Herbstferien in relativ kurzer Zeit die notwendigen Absprachen treffen konnte und jetzt auf eine erfolgreiche neuerliche Begegnung hoffe.

 

Die Vorbereitungsphase soll diesmal stärker schon zu einem brieflichen Kontakt zwischen den zugeordneten Partnern führen. Zusätzlich werden wir wie in den Jahren vorher verschiedene Themen, die zum Großthema Türkei gehören, bearbeiten und wohl auch wieder eine Informationsbroschüre erstellen. Jeder Schüler wird sich einer Arbeitsgruppe anschließen, die ein bestimmtesThema erarbeitet. Zusätzlich trifft sich die Gesamtgruppe in lockerer Folge an ca. 6 Abenden, an denen weitergehend an den Themen oder an weiteren Aspekten wie z.B. Sprache, Schule, Verhaltensweisen usw. gearbeitet wird.   

 

Bericht über die Istanbulfahrt 2001

 

In diesem Jahr nahmen 11 Mädchen und 7 Jungen an der Alternativfahrt nach Istanbul in der Zeit vom 6.3. bis zum 16.3.2001 teil. Geflogen wurde vom Flughafen Münster/Osnabrück aus, was für alle nur kurze Anfahrtswege bedeutete. Die Schüler wohnten die ganze Zeit mit ihren betreuenden Lehrern im Hotel Hali, das sehr zentral in der Nähe der Hagia Sophia und des Gedeckten Basars gelegen ist.

Eine gewisse Organisationsschwierigkeit ergab sich auf der Istanbuler Seite durch die Kurban Bayram Ferien, die doch einige Schüler von einer Teilnahme abhielten und auch eine offizielle Begrüßung durch Vertreter der Schule am Mittwoch verhinderten. Am Mittwoch morgen waren aber trotzdem 12 türkische Schüler am Hotel, um sich mit ihren deutschen Gästen zu treffen. Sie nahmen auch an den nächsten Tagen am Programm teil und ermöglichten allen Schülern, die es wollten, über das Wochenende auch einen Aufenthalt in ihren Familien. Die übrigen 4 Schüler konnten sich mit ihren Freunden aber wenigstens tagsüber treffen, so dass die Gesamtgruppe sich doch sehr gut kennenlernen konnte. In der 2. Woche standen auch Schulbesuche auf dem Programm. Trotz einiger organisatorischer Schwierigkeiten wurde allen Schülern eine Teilnahme am Unterricht ermöglicht. Ein gemeinsamer Tagesausflug zu den Prinzen-Inseln und eine Abschlussfahrt auf dem Bosporus unter Beteiligung von Eltern und Lehrern der Deutschen Schule sorgten dafür, dass die Gruppe insgesamt doch sehr eng zusammenwuchs.

Im September dieses Jahres soll ein Gegenbesuch der türkischen Schüler in Lengerich stattfinden. Man kann nach den Tagen in Istanbul sicher davon ausgehen, dass dieses nicht nur der Wunsch der Schulleitungen und der organisierenden Lehrer ist, sondern dass auch alle beteiligten Schüler sich sehr über ein Wiedersehen freuen   Bis es soweit ist, soll der Kontakt per e-mail erhalten und verbessert werden.

Das Fazit dieses Besuchs ist: Die Deutsche Schule Istanbul und das Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich sind auf einem guten Wege zu einer Schulpartnerschaft mit regelmäßigen Kontakten in beiden Richtungen.

Uwe Jäkel

Koordinator Schulpartnerschaft Lengerich-Istanbul

 

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Der Schüleraustausch zwischen dem Hannah-Arendt-Gymnasium und der 

Redskin High School in Wapakoneta/Ohio

 

Schüleraustausch ist immer auch ein Ausdruck der Fähigkeit einer Schulgemeinde, sich Neuem zu öffnen und mit Menschen anderer Gesellschaften und Kulturen zu kommunizieren. Das Hannah-Arendt-Gymnasium möchte seinen Schülerinnen und Schülern nicht nur ein anregungsreiches Schulleben, eine kreative Schulkultur und Möglichkeiten zu Geselligkeit und Kommunikation im engeren Schulbereich bieten, sondern sie darüber hinaus sensibilisieren für die Begegnung mit Menschen anderer Sprachen, anderer Lebensweisen und anderer gesellschaftlicher Verhältnisse. So ist Schüleraustausch ein lebendiges Zeichen der „Öffnung von Schule“, eine Entfaltung des alten Schulmottos „Semper Apertus“  und insofern eine Bereicherung der schulischen Identität.

Im jährlichen Schüleraustausch mit der Kreisstadt Wapakoneta (ca. 10 000 Einwohner) im amerikanischen Bundesstaat Ohio spiegeln sich städtepartnerschaftliche Entwicklungen, lokalgeschichtliche Beziehungen und interessante historische Aspekte.

 

Schüleraustausch als Säule der Städtepartnerschaft

Im Jahr 1994 wurde in einer feierlichen Gründungszeremonie in der Redskin High School in Wapakoneta die Partnerschaft zwischen den Städten Lengerich und Wapakoneta förmlich besiegelt. Im Zeichen der Öffnung von Schule und in dem Bewusstsein, dass im Rahmen dieser städtepartnerschaftlichen Beziehung das Hannah-Arendt-Gymnasium eine wichtige Rolle spielen würde, hatte der damalige Schulleiter nicht nur an den vorbereitenden Gesprächen auf Stadtebene teilgenommen, sondern als Mitglied der Lengericher Besucherdelegation auch dem Austausch der Freundschaftsurkunden in Wapakoneta beigewohnt. „Einen Meilenstein in der Geschichte der beiden Kommunen“ nannte der Bürgermeister von Wapakoneta diesen Tag und fügte hinzu: „Wir sind stolz, ein offenes und freundliches Land zu sein. Unsere Türen stehen offen, unsere Hände sind ausgestreckt und unsere Herzen glücklicher, weil ihr da seid!“

Diese ausgestreckten Hände hat das Hannah-Arendt-Gymnasium ergriffen, und der Schüleraustausch wurde in den folgenden Jahren eine Säule der gegenseitigen Freundschaftsbeziehungen.

 

Historische Wurzeln der Partnerschaft

Als das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ war Amerika seit Jahrhunderten das Ziel großer Auswanderungsströme aus Deutschland, insbesondere aus der Region um Lengerich. Aufgrund wirtschaftlicher Not sowie politischer und religiöser Unfreiheit brachen Menschen auf zu neuen Ufern. Das Bundesland Ohio war ein beliebtes Siedlungsgebiet deutscher Auswanderer aus unserer Gegend.

Der Wunsch vieler Familien und des Rates der Stadt Wapakoneta, die Wurzeln ihrer eigenen Familiengeschichte kennen zu lernen (Motto: Back to the roots!), hat in der Städte-partnerschaft und in der persönlichen Begegnung vieler junger und erwachsener Menschen beider Städte seine Erfüllung gefunden.

 

Schule und deutsch-amerikanischer Freundschaftsverein: Das Austauschprogramm

Der Schüleraustausch des HAG mit Wapakoneta wird in jedem Jahr organisiert vom „Verein zur Förderung der Freundschaft zwischen den Städten Lengerich und Wapakoneta/Ohio e.V.“, der im Herbst 1994 aus der Taufe gehoben wurde. Seither besucht im Sommer eines jeden Jahres eine amerikanische Schüler/innen-Gruppe Lengerich, um vier Wochen lang in deutschen Gastfamilien zu leben. Das von Lehrern des HAG und vom Freundschaftsverein ausgearbeitete Programm setzt interessante Akzente: Unterrichtssequenzen (Introducing Germany), Erkundung der Region, Firmenbesuche in Lengerich, Städtetouren (Münster, Osnabrück, Köln, Ruhrgebiet), Besuch der KZ-Gedenkstätte in Bergen-Belsen und des Römer-Museums Kalkriese sowie als Höhepunkt eine mehrtägige Berlinfahrt.

Im Gegenzug fliegt in den Sommerferien die deutsche Austausch-Gruppe ( jeweils ca. 20 Schüler/innen ) in die USA, um nach Studienaufenthalten in New York und Washington drei Wochen lang das amerikanische „every day life“ in Gastfamilien kennen zu lernen, nicht ohne Einbindung in ein erlebnisreiches kulturelles und sportliches Besuchsprogramm.

Im Rahmen dieses Schüleraustausches haben sich inzwischen vielfältige Freundschaften, Familientreffen, persönliche Begegnungen und andere Kommunikationsformen entwickelt.

 

Politische Aspekte

In einem Grußwort zum 10jährigen Partnerschaftsjubiläum im Herbst 2004 schreibt der Bürgermeister von Wapakoneta, Donald R. Wittwer: „Es ist uns bewusst, dass es in dieser kleinen Welt, in der wir leben, zunehmend wichtiger wird, dass die Menschen Einblick in andere Kulturen gewinnen, dass sie lernen, Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten der Menschen zu achten und zu schätzen. Dass die Regierungen verschiedener Nationen sich ein umfassenderes Bild von der jeweils anderen Kultur machen, dass sie einander helfen, sich gegenseitig respektieren und vertrauen, damit wir alle in Frieden zusammenleben können. Eine der besten Möglichkeiten, dies zu erreichen, ist, einzelne Menschen aus verschiedenen Kulturen zu ermutigen, einander kennen zu lernen und auf gemeinsamen Ziele hin zu arbeiten.“

Im Hintergrund dieser Grußadresse wird die Vision des amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower aus dem Jahr 1956 sichtbar, durch Städtepartnerschaften die internationale Zusammenarbeit zu fördern, die Völkerverständigung zu verbessern und so zu weltweitem Frieden beizutragen.

Ein weiterer aktueller Akzent scheint nicht unwichtig. Die amerikanische Gesellschaft erlebt z. Zt. religiöse und politische Umbrüche, die in deutlicher Spannung zur Situation in Deutschland stehen. Der Schüleraustausch kann einen bescheidenen Beitrag dazu leisten, die Kommunikation aufrecht zu erhalten, persönliche Verbindungen nicht abreißen zu lassen und die „Diplomatie der Bürger“ mit neuem Leben zu erfüllen.

 

Hannah Arendt und die Fackel der Freundschaft

In ihrer persönlichen Biographie, in ihrem Denken und Handeln haben wir Hannah Arendt nicht allein als politische Philosophin, sondern auch als Weltbürgerin kennen gelernt. In diesen Kontext gehört auch das Urteil des Philosophen Hans Jonas, dass Hannah Arendt ein „Genie für Freundschaft“ hatte und das Bedürfnis nach persönlicher und öffentlicher Kommunikation.

Wenn Schüler und Schülerinnen des Hannah-Arendt-Gymnasiums und anderer weiterführender Schulen in Lengerich und Lienen in jedem Jahr die „Fackel der Freundschaft“ zwischen ihren Partnerstädten hin und her tragen, dann wird deutlich, dass sich der deutsch-amerikanische Schüleraustausch auch am Vorbild unserer Namensgeberin messen lassen kann.

 

Ursula Hohmann-Assig


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Konzept der Studien- und Berufsorientierung am Hannah-Arendt-Gymnasium

Die Studien- und Berufsorientierung am HAG ist an 3 Aspekten ausgerichtet:

In der Sek. I

  1. • Ein erster Einstieg in berufswahlorientierte Möglichkeiten der Information erhalten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 im Rahmen eines Besuches im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur Rheine.
  2. • Anfang der Klasse 10 durchlaufen die Jugendlichen ein 3-wöchiges Betriebspraktikum, um erste Eindrücke vom Berufsleben zu gewinnen, ihre Erfahrungen fassen sie in einem Praktikumsbericht zusammen,
  3. • Ende der Klasse 10 werden Eltern und SchülerInnen im Rahmen einer Informationsveranstaltung zur 
    Sek. II auch über die Abfolge der einzelnen Module im Studien- und Berufsberatungskonzept der Oberstufe informiert.

 

Personenbezogene Information

Entwicklung eines realistischen Selbstbildes

Bezug zur beruflichen und zur Studienpraxis

Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich Studien- und Berufsorientierung __________________________________________________________________________

In der Sek. II

  1. • Anfang der Jahrgangstufe 11 (Herbst) wird den Schülerinnen und Schülern das Angebot gemacht, eine Potentialanalyse zu durchlaufen, die sie einerseits an Formen des Assessment-Centers heranführt, die in zukünftigen Bewerbungsverfahren für sie zu erwarten sind. Andererseits untersucht und erläutert das Verfahren die individuelle Ausprägung der Schlüsselqualifikationen, die für Ausbildung, Studium und Beruf gleichermaßen von Bedeutung sind. Darüber hinaus werden Berufsperspektiven aufgezeigt, die den persönlichen Stärken, den individuellen Interessenschwerpunkten oder – im Idealfall – beidem entsprechen.
  2. • Die SchülerInnen erhalten 3 Monate Zeit, um mit den Untersuchungsergebnissen und darüber hinaus mit Fragen der Berufswahl zu beschäftigen. Im Frühjahr werden sie dazu aufgefordert mindestens drei studien- und berufswahlbezogene Aspekte zu benennen zu denen sie sich genauere Informationen wünschen.
  3. • Diese „Wunschliste" ist Grundlage für die Planung eines Studien- und Berufsorientierungstages zu Beginn der Jahrgangstufe 12. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil dieser Vorgehensweise besteht darin, Informationsveranstaltungen passgenau auf die Zielgruppe zuzuschneiden. Berücksichtigt wurden in dieser Konzeption die Ergebnisse einer Untersuchungen der Uni Bielefeld zur Situation der Studien- und Berufsorientierung an Gymnasien.

 

Hannah-Arendt-Gymnasium –Berufsorientierung Sek. II

Themenabende zu einzelnen Berufsfeldern u. AusbildungsfragenInformation für Eltern und Schüler 

Potentialanalyse mit JobGuide-pro
erste eigenständige Informationsphase auf der Basis der Untersuchungsergebnisse

Mitteilung über Informationsbedarf zu ca. 3Berufen/ Berufsfeldern/Ausbildungsgängen u.a.

Studien-u. Berufsorientierungs-Tag(e) evtl. PraktikaEntscheidung und Bewerbung

Auswertung

Voraussetzungen 

persönliche + fachliche Interessenschwerpunkte

Vorstellung von Berufen, die Eignung und Interessen entsprechen

Schaffen gemeinsamer Gesprächsbasis zu Fragen der Berufsorientierung

Individuelle Standortbestimmung 

Anstoß zur Entwicklung eines realistischen Selbstbildes und zu einer zielgerichteten Berufsorientierung

Gezielte, personenbezogene Information

Heranführung an verschiedene Formen der Informationsbeschaffung und  -aufarbeitung

 

Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich Studien- und Berufsorientierung __________________________________________________________________________

  1. • Darüber hinaus dient sie als organisatorische Richtschnur für die Planung kontinuierlich durchgeführter Themenabende zu einzelnen Berufsfeldern.
  2. • Der Studien- und Berufsorientierungstag 2005 gliederte sich grob in 3 Teile: (s. Anlage)
    1. o Vormittags: 20 Veranstaltungen in Kooperation mit Firmen, Institutionen und Selbständigen zu Berufen bzw. Berufsgruppen, die den Stärken u. Interessen der SchülerInnen besonders entsprachen
    2. o Nachmittags: Informationsveranstaltungen zu allgemeinen Themen im Umfeld der Berufswahl
    3. o Abends: Information durch ehemalige SchülerInnen der Schule in Kleingruppen
  3. Die Ergebnisse jeder Arbeitsgruppe werden in Form einer Präsentation festgehalten und der gesamten Schülerschaft zugänglich gemacht.
  4. • Dieser Tag hat sich als gelungene Vorbereitung des im Herbst stattfindenden Hochschulinformationstages der Uni Münster erwiesen.
  5. • Kontinuierlich erfolgt eine Betreuung der SchülerInnen durch die Berufsberatung der Arbeitsagentur Rheine, darüber hinaus wird den Schülerinnen und Schülern der Sek. II das Angebot gemacht, nach Absprache die Möglichkeit zur individuellen, begleitenden Beratung durch die Berufskoordinatoren der Schule wahrzunehmen.
  6. • Außerdem besteht seit mehr als einem Jahr eine Arbeitsgemeinschaft, die einbezogen wird, in die redaktionelle Arbeit des „abi-magazins", das von der Arbeitsagentur herausgegeben wird.

Perspektiven

Weiterführende Überlegungen werden momentan in folgende Richtungen angestellt:

  1. • Vertiefung der studien- und ausbildungsbezogenen Praxiserfahrung durch Einführung eines Hochschul- oder Betriebspraktikums zum Ende der Jahrgangstufe 11
  2. • Effektive Gestaltung des Informationsflusses zur Berufswahlorientierung

 

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Konzept zur Regelung kurzfristigen Vertretungsunterrichtes am
Hannah-Arendt-Gymnasium in Lengerich

 

 

 

1.                  Das Konzept beruht auf folgenden Grundsätzen:

 

Schüler/innen haben Anspruch auf Unterricht. Unterrichtsausfall soll minimiert werden.

Lehrer/innen sind gemäß § 10, 11 ADO verpflichtet, bei Bedarf Vertretungsunterricht zu erteilen.

Die Schulleitung bemüht sich um

·                                   Ausgleich von Mehr- /Minderarbeit gemäß § 11 ADO (Verrechnung mit Arbeitsausfall, auf den die Lehrkraft keinen Anspruch hat),

·                                   Gleichverteilung der durch Vertretungsunterricht entstehenden Mehrarbeit (bei

·                                   Teilzeitkräften anteilmäßig).

 

2.                  Grundsätze zur Regelung kurzfristigen Vertretungsunterrichtes in der Sekundarstufe I

 

Im Vertretungsfall werden mindestens die 1. bis 5.  möglichst auch die 6.Stunde vertreten.

Der Einsatz zum Vertretungsunterricht in einer Klasse/einem Kurs erfolgt in der Rangfolge:

·                                   Lehrer/innen, die Unterricht in der Klasse haben,

·                                   Lehrer/innen, die aus dem Klassen-/Kursunterricht einen möglichst großen Teil der Klasse/des Kurses kennen,

·                                   Lehrer/innen, die das Fach vertreten,

·                                   Lehrer/innen, die ein affines Fach vertreten,

·                                   Lehrer/innen, die durch Vertretungsunterricht noch nicht stark belastet wurden.

 

                             - Seite 2 -

 

3.                  Grundsätze zur Regelung kurzfristigen Vertretungsunterrichtes in der Sekundarstufe II

 

Die Lehrkraft bereitet ihre Schüler/innen im Unterricht darauf vor, auch ohne Anwesenheit der Lehrkraft selbständig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Methoden selbständigen Arbeitens werden im Unterricht erarbeitet und geübt.

Im kurzfristigen Vertretungsfall erteilt die Lehrkraft Arbeitsaufträge aus einem in ihrem  Fachunterricht oder in den Fachkonferenzen erstellten Aufgabenpool. Diese Aufträge werden von den Schüler/innen in der Unterrichtszeit in der Regel im regulären Unterrichtsraum, bei speziellen Aufgaben in der erweiterten Lernumgebung  des Schulgebäudes (Bibliothek, Lern- und Medienecken o.ä.) bearbeitet.

Können ausnahmsweise keine konkreten Arbeitsaufträge gestellt werden, arbeiten die Schüler/innen in den zugewiesenen Räumen eigenverantwortlich an unterrichtsrelevanten Dingen.

Der/die Kurssprecher/in holt zu Beginn der Stunde eine Anwesenheitsliste und - soweit die Aufgaben den Schülern/Schülerinnen noch nicht vorliegen -  die  Arbeitsaufträge im Sekretariat ab. Anwesenheit und Lernort werden  durch eigenhändige Eintragung in die Liste durch die Kursteilnehmer dokumentiert. Am Ende der Vertretungsstunde wird die Anwesenheitsliste im Sekretariat abgegeben.

Die Arbeitsergebnisse werden nach der Abwesenheit der Lehrkraft  von dieser überprüft und in die weitere Unterrichtsarbeit einbezogen.

Zeitlicher Rahmen:

In der 3.-6. Stunde wird das selbständige Erledigen der Aufgaben grundsätzlich im Schulgebäude durchgeführt. Sofern von der Lehrkraft nicht anders bestimmt, ist den Schülern/innen in Eckstunden (1.-2. bzw. 7.-8.Std.) die Wahl des Lernortes freigestellt. 

Besonderheiten:

Arbeitsaufträge in naturwissenschaftlichen Fächern sind so zu erteilen, dass sie außerhalb der naturwissenschaftlichen Räume erledigt werden können.

Vertretungsunterricht im Fach Sport kann nur durch Sportlehrer erteilt werden.

 

Karl-Heinz Beckmann



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Dritter Themenkreis

 

Gesunde Schule               Aktueller Bericht         Aktuelles Programm       

                                      Ältere Programme und Strukturüberlegungen

Cafeteria                     Aktueller Stand 12/05    Organisation 01/04       Erster Bericht 2000   

                                      Erste Überlegungen 1997

Raumkonzept

 

Schulprogrammbaustein „Gesunde Schule“ 

(Stand Dezember 2005)

Im letzten Schulprogramm von 2000 wurde als ein Schwerpunkt für die Schulprogrammarbeit der nächsten Jahre die Entwicklung des Bausteins „Gesunde Schule“ festgeschrieben. Das damalige Team erhielt den Auftrag, die damals schon bestehenden Ansätze fortzuführen und weiter auszubauen. In den folgenden Jahren wurden unterschiedliche Veranstaltungen in den Jahrgangsstufen der Sekundarstufe 1 durchgeführt. Immer wieder fanden Evaluationen der Veranstaltungen statt, Bewährtes wurde wiederholt und Neues hinzugefügt. Es wurden verschiedene Entwürfe für einen Gesamtrahmen erstellt, um dem ganzen Programm Verbindlichkeit zu geben und es für alle Beteiligten, Kollegen, Schüler und Eltern transparent zu machen. Diese sind als Anlage mit beigefügt, da sie sehr gut den Prozess der letzten Jahre dokumentieren.

Im Jahr 2004 haben wir dann die augenblickliche Form unseres Programms beschlossen (siehe Anlage) und es in den Jahren 2004 und 2005 umgesetzt. Dieses Jahr wird es dann zum zweiten Mal so umgesetzt werden.

 Die ersten Erfahrungen waren aus folgenden Gründen positiv:

§        Die feststehende Organisationsstruktur ist sowohl für die Organisatoren als auch für die Schulleitung und die mittelbar betroffenen Kollegen eine große Erleichterung.

§        Sie ermöglicht eine langfristige Planung, wodurch viele Probleme der Vergangenheit reduziert werden können.

§        Die Grobplanung inklusive der Einladungen für Referenten oder andere externe Organisationen wie Fairmobil etc. kann schon jetzt für Ende 2006 erledigt werden.

§        Es stellt sich schnell eine Routine ein, die dazu führt, dass Fehler vermieden werden und Bewährtes wieder übernommen wird.  

§        Für alle Kollegen ergibt sich die Möglichkeit, sich langfristig auf die geplanten Veranstaltungen einzustellen und sie auch mit für den Unterricht nutzbar zu machen.

§        Die Eltern wissen genau, was wir in der Gesundheitserziehung für ihre Kinder geplant haben, und können darüber hinaus gehende Wünsche gezielt an uns herantragen.

§        Die Einbeziehung der Elternabende in das Programm sichert ein Forum für die konstruktive Zusammenarbeit von Eltern und Schule auf einem wichtigen Erziehungsfeld.

§        Durch die klaren Festlegungen wird unsere Teamarbeit erleichtert und wirkungsvoller.

§        Die gezielte Evaluation einzelner Projekte und auch des Gesamtkonzepts kann effektiver durchgeführt werden.

§        Die Einbindung der Cafeteria in das Gesamtkonzept bringt die finanzielle Unabhängigkeit, damit man die immer wieder nötigen Ausgaben auch tätigen kann. 

 

Als Fazit kann man ziehen, dass sich der Gesamtbaustein „Gesunde Schule“ im Verlauf der letzten 5 Jahre sehr gut entwickelt hat und zu einem festen Bestandteil unserer Schule geworden ist. Besonders auch die Eltern merken immer wieder positiv an, dass sie sich darüber freuen, dass hier am HAG die Gesundheitserziehung systematisch betrieben wird und dabei auch sehr unterschiedliche Bereiche angesprochen werden. Es ist den Eltern wichtig, ihre Kinder auch auf diesem Gebiet gut betreut zu wissen.

 

In den nächsten Jahren werden wir jetzt unser Augenmerk erst einmal darauf richten, das augenblickliche Programm weiter zu etablieren und in seinen Einzelkomponenten zu optimieren. Wir werden jeweils einzelne Programmpunkte evaluieren und neuen Gegebenheiten anpassen. Deutlich ausgebaut werden soll noch der Bereich „Beratung“. Die Laufbahn- und die Studien-und Berufsberatung ist am HAG gut etabliert, ein allgemeines Angebot in psychologischer Beratung müsste noch aufgebaut werden.   

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Verantwortlich: Jäkel (Koordinator), Arends, Bongard, Leugermann, Seipelt-Höhn 

Organisation des Schulprogrammbausteins „Gesunde Schule“
im Verlauf des Schuljahrs  (Sek.I)
 

                                                                                            

Arbeit mit den Schülern                                                          Stand:Sommer 2004

Fachunspezifisch

Punktuelle Veranstaltungen:

1 themengebundener Projekttag im 1.Halbjahr für alle Jahrgangsstufen z.B. am 1.12.

                                                        à Ziel: Vor- und Nachbereitung im entsprechenden Fachunterricht

 

Klasse 5     

Fairmobil   (Jugendrotkreuz + Klassenleiter(in))

 

Klasse 6     

Sexualkunde  (Pro Familia + Biologielehrer(in))

 

Klasse 7     

Body- und Grips-Mobil o. „Verflixte Schönheit“

(Jugendrotkreuz + Klassenleiter(in))

Klasse 8

Projekttag: Alcopops   (Drobs + Klassenleiter(in))

 

Klasse 9

Ärztetag      (Ärzte + Biologielehrer(in))

 

Klasse 10   

Aidstag      (Aids-AG)

 

 

1 freier Projekttag im Klassenverband
mit Themenschwerpunkten für die Jahrgangsstufen im 2. Halbjahr
durchgeführt mit Verbindung zum Fachunterricht oder auch fächerübergreifend

 

Klasse 5

 

Ich und Du, Umgang in der neuen Gruppe

 

Klasse 6     

Ich und mein Körper, guter Umgang mit mir

 

Klasse 7     

Die Gruppe und der Einzelne, guter Umgang mit anderen

 

Klasse 8

Alkohol und Auswirkungen

 

Klasse 9

Drogen (weich und hart)

 

Klasse 10   

Liebe, Sexualität

 

 

1 Tag Sportfest alternierend als Hallen- oder Stadionsportfest

 

Pädagogische Tage:

Klasse 5

Kennenlerntage am Anfang des Schuljahrs (Klassenlehrer)

 

Klasse 8

Klassengemeinschaft (im Oktober, EB, Drobs, Gesunde Schule-Team, Klassenleiter(innen), nach unserem Konzept)

 

Unterrichtsbegleitend:

Klassenstufe 5,6

Lernen lernen

Entspannungs-AG

ALF-Programm

LRS-Förderung

Theater-AG

Fachunterricht

Freiwillig

Im Politik-Unt. mit Konfliktlotsen

freiwillig

freiwillig

Klassenstufe 7,8

Be smart, don´t start

 

Klassenleiter

Klassenstufe 9,10

Konfliktlotsen-AG

 

freiwillig

Fachspezifisch:

In den verschiedenen Fächern entsprechend den Richtlinien

Hier sollen die Fachkonferenzen die spezifischen Beiträge der Fächer beschreiben.

Elternarbeit:

 

1 themengebundener Elternabend als Angebot in Anbindung an den 2.Elternabend (2.Halbjahr)    

                                                           für jede Jahrgangsstufe zentral organisiert (GS-Team + KL)

Klasse 5     

Lernen lernen

 

Klasse 6      

Pubertät

 

Klasse 7     

Mobbing o. Essverhalten

 

Klasse 8

1.Kontakt mit Alkohol und die Auswirkungen

Klasse 9

Drogen (weich und hart)

Information durch Polizei und Drobs

Klasse 10   

Sucht und Drogen  Information durch Selbsthilfegruppe „Eltern helfen Eltern“

Beratung:

Ø      Elternsprechtage

Ø      Wöchentliche Sprechstunden der Kollegen

Ø      Konfliktlotsen

Ø      Wöchentliche Sprechstunde eines Beratungslehrers für schulische und persönliche Probleme

Ø      Kooperation mit den Beratungsstellen

Ø      „Kollegiale Fallberatung“ (innerkollegial als freiwillige Gruppe)

Ø      Laufbahnberatung

Ø      Berufsberatung

Netzwerk:

Ø      Feste vereinbarte Kooperation mit den örtlichen Beratungsstellen

Ø      Feste Termine mit Jugendrotkreuz und Pro Familia

Ø      Kontakt und gelegentliche Kooperation mit Jugendzentrum, Kreisjugendamt, Westfälische Kliniken

Ø      Kontakt und gelegentliche Kooperation mit überregionalen Stellen (LAG, Ginko, Bez.Reg.Münster, Schulreferat ev. Kirche,..)

Ø      Mitgliedschaft im überregionalen Netzwerk OPUS

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„Gesunde Schule“ als Baustein unseres Schulprogramms

(Frühjahr 2004)

Die Förderung der Gesundheit unserer Schule und das Bemühen um Informationen und Aktionen zur Vermittlung von Inhalten der Gesundheitserziehung haben am HAG schon immer einen breiten Raum eingenommen. Meist standen diese Ansätze aus den verschiedenen Fachrichtungen und Altersstufen allerdings mehr oder weniger isoliert nebeneinander. Eine Gruppe von Kollegen hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, alle diese Ansätze zu bündeln, eventuell noch neue Ideen zu entwickeln und das Ganze in ein Gesamtkonzept einzubinden.

Dieses Gesamtkonzept ist nicht nur Bestandteil unseres Schulprogramms geworden, sondern hat sich inzwischen zu einem der Schwerpunkte unserer programmatischen Arbeit entwickelt.

Gesundheitserziehung wird dabei als ein ganzheitlicher Prozess aufgefasst, bei dem es sowohl um die physische als auch um die psychische Gesundheit unserer Schüler geht.

Es soll sichergestellt werden, dass jeder  Schüler in seiner Schulzeit am HAG auf vielfältige Weise mit Fragen der Gesunderhaltung und Gesundheitsrisiken bekanntgemacht wird. Unser Ziel ist der bewusste und eigenverantwortliche Umgang mit der eigenen Gesundheit. Das Konzept setzt auf die Einbeziehung möglichst vieler Blickrichtungen und Zugangsmöglichkeiten. Dementsprechend bemühen wir uns um eine intensive Einbeziehung der Eltern, da wir glauben, nur in der offenen Diskussion und in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus einen guten Erfolg erzielen zu können. Da die Lehrer und die Schule mit vielen Einzelfragen und in vielen Fällen auch den persönlichen Schwierigkeiten überfordert sind, arbeiten wir eng mit außerschulischen Institutionen zusammen. So haben wir intensive und enge Kontakte zum Gesundheitsamt, zu Ärzten, den Beratungsstellen und den Krankenkassen. Zum Ende des letzten Schuljahrs wurde das vorgestellte und unten abgedruckte Rahmenprogramm von der LK beschlossen und der Auftrag zur Umsetzung erteilt. Schon in diesem Schuljahr ist ein recht großer Teil der geplanten Aktivitäten umgesetzt und im Anschluss von dem Team auch ausgewertet worden. Einige Konzepte wie z.B. der Pädagogischen Tage der Klassen 5 und 8 haben sich gut bewährt und werden wohl in ähnlicher Form beibehalten werden. Bei der Neukonzeption eines Gesundheitstages für die Klasse 9 muss dagegen noch etwas an dem Konzept gefeilt werden. Wir verstehen unser Programm allerdings auch als etwas, das immer wieder überprüft und gegebenenfalls verändert werden muss.

Das Gesamtprojekt hat sicher mehrere Besonderheiten:

Es arbeitet mit einem ganzheitlichen Ansatz von Gesundheit und bemüht sich deshalb um einen Zusammenschluss aller Maßnahmen und Aktivitäten, die im weiteren Sinne mit dem „Sich-Wohlfühlen“ an der Schule zu tun haben. Das schließt Informationen zur Funktionsweise unseres Körpers ebenso mit ein wie Aktivitäten zur Verschönerung der Räume.

Die enge Verzahnung mit außerschulischen Institutionen und Experten bewirkt eine Öffnung von Schule, die nicht künstlich herbeigeführt werden muss, sondern sich fast zwangsläufig aus den Sachverhalten heraus ergibt.

Die relativ feste Struktur und Programmatik bewirkt, dass jeder Schüler in einer ähnlichen Weise mit den Fragen konfrontiert wird und das nicht von den zufälligen Konstellationen der Klassen und Lehrer abhängt. Daraus erwächst auch eine ziemliche Planungssicherheit für alle.

Aufgrund der personellen Besetzung des Teams kann auch ein erheblicher Teil der Beratungstätigkeit, der nicht auf Schullaufbahn- oder Berufsberatung abzielt im Rahmen dieses Programms mit geleistet werden..

Durch die Einbeziehung der Cafeteria und ihrer Aktivitäten zu dem Thema ist es möglich, dass sich dieser Schulprogrammbaustein mit allen seinen Aktivitäten und Programmen aus sich selbst heraus finanziert und nicht auf Zuschüsse des Schulträgers oder des Freundeskreises angewiesen ist. Da die Cafeteria zu einem großen Teil vom Engagement der Schüler lebt, tritt die interessante Situation ein, dass die Schülerschaft als Ganzes sich selbst einen guten Teil der außerunterrichtlichen Schulprojekte finanzieren kann. 

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Vorschlag zur Strukturierung des Bereichs „Gesunde Schule“

Januar 2004

Ständige AG-Angebote für die Schüler:

Ø      Konfliktlotsen

Ø      Cafeteria

Ø      Entspannung

Ø      Aids

Ø      Sport

Wiederkehrende Projekt-Angebote:

Ø      Fairmobil (Kl. 5)

Ø      Essstörungen (Kl-10)

Ø      Ärztetag (Kl. 9)

Ø      Treffen mit Betroffenen (Suchtproblematik) (Kl. 10)

Ø      Aids-Tag (Kl. 10)

Ø      Lernen lernen (unterrichtsbegleitend) (Kl. 5 und 6)

Ø      Pädagogische Tage Klasse 8 (Klassengemeinschaft)

Ø      Pädagogische Tage Klasse 5 (Einfinden in der neuen Schulsituation)

Ø      Sexualpädagogisches Projekt (mit Pro Familia) (Kl. 6)

Elternarbeit:

Ø      Thematische Elternabende in Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen

Ø      Lernen lernen – Schulstress, Pubertät, Alcopops, Rauchen Suchtmittel allgemein, Essstörungen, Sexualität – Aids

Langfristigere Präventionsprogramme

Ø      Lernen lernen

Ø      ALF – in Zusammenarbeit mit der Konfliktlotsen-AG

Ø      Be smart – don´t start  Rauch-Prävention

Projekttage zur Gesundheitsförderung

Ø      Bündelung von Unterrichtsprojekten in 2-3 Projekttagen (einmal pro Schuljahr

Beratung

Ø      Eltern

Ø      Schüler

Ø      Kollegen

Lokales Netzwerk

Ø      Fest vereinbarte Kooperation mit den Beratungsstellen in Lengerich
(Pädagogische Tage, Elternabende, Einzelprojekte)

Ø      Mitgliedschaft im OPUS-Netzwerk

Unterstützung für die Kollegen

Ø      Kollegiale Fallberatung

Ø      Interne Fortbildungen in Kommunikation und Moderation

Ø      Supervision

 

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Gesunde Schule

Veranstaltungen im Schuljahr 2003/2004

Klasse 5:

 

Pädagogische Tage zum Schuljahrsbeginn in Tecklenburg

Fairmobil 

Evtl. Entspannungs AG

Präventionsprogramm ALF

 

Klasse 6

Fairmobil

Lernen lernen

Einsatz der Patenschüler

Klassenfahrt

 

Klasse 7

Projekttag Körperbewusstsein und Essverhalten  evtl. nach dem Programm „Verflixte Schönheit

 

Klasse 8

Pädagogische Tage CAJ

8.10. -10.10. 2003

Klasse 9

Projekttag Drogen (mit Betroffenen)  

Elternabend zu Sucht und Drogen

Projekttag zur Gesundheit mit 4 Ärzten

 

Klasse 10

Projekttag zum Welt-Aids-Tag 

Projekttag Drogen (mit Betroffenen)   

Konfliktlotsen AG mit Schulungstagen

1.12.2003

 Oberstufe

 

 

 

 

 

 

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Gesunde Schule

Vorplanung für 2003/2004

 

Die Veranstaltungen des Vorjahres haben sich bewährt und sollen in etwa der gleichen Weise wieder durchgeführt werden. Fraglich ist, ob die Entspannungs-AG in der gleichen Form weitergeführt werden kann, da Herr Pfohl nicht mehr da ist. Wir wollen anregen, die AG-Stunde in der Klasse 5 zu nutzen, um das Programm ALF, das als Suchtpräventionsprogramm konzipiert ist, durchzuführen. Die organisatorisch etwas schwierige Drittelung der AG-Stunden könnte damit aufgehoben werden. Das Programm scheint uns stimmig und brauchbar und ist auch ohne eine große Vorbereitung von Seiten der Lehrer einsetzbar.

Für die Klasse 7 streben wir noch einen Projekttag oder eine Unterrichtsreihe zum Thema Körperbewusstsein und Ernährung an. Hier ist aber noch nicht klar, in welcher Form das geschehen könnte.

Die Pädagogischen Tage für die Klassen 8 (8. – 10.10.03) finden diesmal in Nordwalde (1 Gruppe und Programm durch Kräfte vor Ort) und Hopsten (2 Gruppen und Programm in Zusammenarbeit mit der Erziehungsberatungsstelle Lengerich, Herrn Howe, Frau Zeidler) statt.

Die DKMS-Typisierung würden wir wohl erst wieder im nächsten anbieten, da beim letzten Durchgang schon viele Schüler der Jgst. 12 teilgenommen haben.

Beratungstätigkeit wird wie in den vergangenen Jahren nur bei Bedarf und nach Absprache möglich sein, kann aber durchgeführt werden.

Die Cafeteria wird in der bisherigen Form weitergeführt, die Cafeteria-AG sorgt für Betrieb und Versorgung, zusätzliche Einzelveranstaltungen werden von der Cafeteria unterstützt, in einigen Fällen auch selbst inszeniert werden.

Es wird darauf hingearbeitet, die Arbeit des Schulprogrammschwerpunkts „Gesunde Schule“ auf einer eigenen Homepage zu präsentieren (vergleichbar der Homepage zum Schüleraustausch mit Istanbul).

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Gesunde Schule

Veranstaltungen im Schuljahr 2002/2003

 

Klasse 5:

 

Pädagogische Tage zum Schuljahrsbeginn in Tecklenburg

Fairmobil  10.12.2002, 18.1.2003

Entspannungs AG

 

Klasse 6

Fairmobil 10.12.2002, 18.1.2003

Lernen lernen

Einsatz der Patenschüler

Klassenfahrt

Klasse 7

 

Klasse 8

Pädagogische Tage CAJ 30.9. – 2.10.2002

Klasse 9

Projekttag Drogen (mit Betroffenen)   19.9.2002

Elternabend zu Sucht und Drogen

Projekttag zur Gesundheit mit 4 Ärzten 5.2.2003

Klasse 10

Projekttag zum Welt-Aids-Tag  2.12.2002

Projekttag Drogen (mit Betroffenen)    30.4.2003

Konfliktlotsen AG mit Schulungstagen

 Oberstufe

DKMS-Typisierung    24.2.2003

 

 

 

 

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verantwortlich:     Jäkel (Koordination)   Leugermann    Pfohl     Seipelt-Höhn       Stand: August 2001

              Schwerpunkt "Gesunde Schule"

Konkrete Beschreibung der Koordinationstätigkeit

I.                   Baustein   "Konzepte und Programme"

                       in Zusammenarbeit mit dem Mittelstufenkoordinator und den             Klassenlehrern

1)      Entwicklung von Konzepten und konkreten Programmenb) Projekttag 9                                                                            

c) Projekttag Drogenprophylaxe                                                  

d) Elternabende

2)      Konkrete Planung und Durchführung der dazugehörigen Veranstaltungen

                                                                                                                                                        a) Anmietung von Häusern                                          

b)Verpflichtung von Referenten                                                     

c) Sammlung von Erfahrungsberichten                                      

d) Fortbildung von Kollegen                                                          

e) Kontakt zu außerschulischen Stellen

3)      Koordination der unterrichtlichen Veranstaltungen                

a) Sammlung der Unterrichtsreihen                                           

b) Gewährleistung der unterrichtlichen Durchführung                

c) Mithilfe bei der Durchführung daraus entstehender Unterrichtsprojekt                                                                    

d) Aids-AG                                                                                    

e) Prophylaxe-Projekte

 

II.                  Baustein "Cafeteria"

                           in Zusammenarbeit mit dem Gremium

1)      Organisation und Planung des laufenden Betriebs                                           

 a) Angebot                                                                                      

b) Pflege und Wartung                                                                 

c) Ausbau und Konzeptuelle Weiterentwicklung                         

d) Personelle Besetzung                                                               

e) Organisation von Sondereinsätzen

2)      Betreuung der AG                                                                      

a) regelmäßige Sitzungen                                                           

b) Planung und Durchführung von Projekten zur weiteren Gestaltung

III.                Baustein "Beratung"

                           in Zusammenarbeit mit außerschulischen Organisationen

1)      Elternarbeit                                                                                  

a) Thematische Elternabende: Vorbereitung, Organisation und Durchführung                                                                                 

b) Einzelberatung in besonderen Fällen

2)      Konfliktlotsen-Programm                                                           

a) Schulung                                                                                

b) Terminliche Einbindung                                                                

c) Finanzierung

3)      Suchtvorbeugung

4)      Einzelberatung von Schülern

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Cafeteria am HAG                                                  Anhang  TH 3/2

Aktuell Dezember 05      Organisation des Cafés 04     Erster Bericht 2000        

Erste Überlegungen 1997

 

 

Cafeteria am HAG                                                           Dezember 2005

Die Cafeteria am HAG besteht jetzt seit fast 6 Jahren. In dieser Zeit hat sie sich einen festen Platz im Schulleben erworben und ist kaum noch aus der Schule wegzudenken. Dabei hat sie auch einige Veränderungen durchgemacht.

Die Grundstruktur der Organisation ist immer noch die gleiche wie auch am Anfang.

Eine Leitungsgruppe bestehend aus zwei Lehrern (Frau Seipelt-Höhn und Herrn Jäkel), dem Hausmeister (Herrn Danneberg) und einem Schülervertreter (Simon Keiner) ist für die gesamten Organisations- und Planungsfragen zuständig. Eine Schülergruppe von 25 bis 30 Schülern aus den Jahrgangsstufen 7 – 10 sorgt für einen reibungslosen Verkauf in den Pausen und für eine Grundordnung in den Verkaufsräumen und im Cafébereich.

Nach einem Jahr konnten wir über das EVS-Programm der EU eine ständige Hilfe durch eine(n) Jugendliche(n) aus dem europäischen Ausland bekommen. Dadurch wurde es möglich, das Café den ganzen Vormittag geöffnet zu halten. Als nächstes wurde stundenweise eine ständige Reinigungskraft beschäftigt, damit für einen guten Sauberkeitsstandard in den Verkaufsräumen gesorgt werden konnte. Als neue Herausforderung kam in den letzten zwei Jahren der Aufbau einer Mittagsversorgung für die SuS auf uns zu. Durch die neuen Schulanfangszeiten und die damit einhergehende längere Mittagspause und die gleichzeitig steigende Zahl von Unterrichtsstunden am Nachmittag mussten die SuS eine Möglichkeit erhalten, mittags eine warme Mahlzeit einzunehmen. Wir boten als ersten Versuch ein Mittagessen aus dem Bistroprogramm unseres Hauptlieferanten an. Nach kurzer Zeit wurde dieses Angebot kaum noch wahrgenommen, Bestellung am Vortag, ein Preis von 3,50€ und ein Menu mehr aus der bürgerlichen Küche, das waren die Hauptgründe für die Negativentwicklung. Ein zweiter Versuch mit sehr einfachen Gerichten wie Spaghetti, Reisgerichten, Pfannkuchen u.ä. zu einem günstigen Preis von 1,-€ war recht erfolgreich, ließ sich aber aus Personalgründen nicht verwirklichen. Nach  mehreren nicht so erfolgreichen Versuchen mit verschiedenen Praktikantinnen gelang es uns dann, eine Köchin auf der Basis eines 1,-€-Jobs zu bekommen, die genau in unser Team passte und jetzt steigen die Zahlen der Mittagessen ständig an. Z.Zt. sind wir bei knapp 50 Mittagsmahlzeiten täglich.

Diese Entwicklung macht wieder eine Anpassung der Organisation nötig. Damit wir die Köchin auf Dauer beschäftigen können und auch, um den rechtlichen Rahmen unserer Cafeteria besser abzusichern, werden wir den gemeinnützigen Verein „Cafeteria im HAG“ gründen, der zur Aufgabe hat, die Idee der Gesundheitserziehung in der Schule auf möglichst vielfältige Weise zu fördern. Eine von einem Rechtsanwalt ausgearbeitete Satzung wird z.Zt. noch im Finanzamt geprüft, wir rechnen aber damit, spätestens Anfang 2006 die Vereinsgründung durchführen zu können. Nach konstruktiven Gesprächen mit dem Schulträger wird das in beiderseitigem Einvernehmen geschehen, so dass wir auch weiter die Unterstützung des Schulträgers haben werden.

Nach den schulpolitischen Entscheidungen der letzten Zeit ist zu erwarten, dass die tägliche Schulzeit für die SuS im Schnitt länger werden wird, so dass eine Vergrößerung der Cafeteria in absehbarer Zeit nötig sein wird. Unsere Wunschvorstellung geht in Richtung auf einen größeren geschlossenen Bereich, in dem ein gemütliches und einladendes Café eingerichtet werden kann, das für alle Schulangehörigen die Möglichkeit zur Entspannung bietet. Dazu werden sicher bauliche Veränderungen nötig sein, die wir nur gemeinsam mit dem Schulträger realisieren können. Die im Augenblick bestehende Organisation der Arbeit wird auch nach der Vereinsgründung im Wesentlichen so weitergehen, da sie sich grundsätzlich bewährt hat. Wir werden sicher eine Erweiterung der Leitungsgruppe anstreben, um die anstehende Arbeit auf möglichst viele Schultern zu verteilen.     

 

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Organisation der Cafeteria „Café HAG“

Januar 2004

 

Nach vielen Einzelgesprächen, gemeinsamen Überlegungen, Durchdenken unterschiedlicher Modelle haben wir uns für eine komplett innerschulische Organisationsform entschieden.

Die Cafeteria wird als eine AG der SV geführt, deren Mitglieder verantwortlich für den Betrieb der Cafeteria sind.

Dabei gibt es ein Betreuungsteam, das aus 2 Lehrern (z.Zt. Herr Jäkel und Frau Seipelt-Höhn), dem Hausmeister (z.Zt. Herr Danneberg) und einem Sprecher der Schüler (z.Zt. Phil Hüwelmann) besteht.
Die AG regelt selbstständig den Einsatz der Schüler für die Arbeit, macht sich Gedanken über  die Organisation des Verkaufs und die angebotenen Produkte und plant zusätzliche Einzelveranstaltungen als Akzente im Schulleben.

Das Projekt ist als ein förderungswürdiges Projekt für die EVS-Services des Kreises anerkannt und beschäftigt jetzt im dritten Jahr junge Leute, die als Europäische Freiwillige ein Jahr in Deutschland arbeiten.

Die Überschüsse der Cafeteria werden für Belange der Schule ausgegeben. Ein Teil fließt in Investitionen zum Ausbau und zum Erhalt der Cafeteria und ihrer Einrichtungsgegenstände, ein Teil wird direkt der SV für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt, ein Teil geht in den Schulleiterfonds zur Förderung bedürftiger Schüler, ein Teil wird der Elternarbeit zur Verfügung gestellt und mit dem Rest werden gezielt Maßnahmen des Schulprogrammbausteins „Gesunde Schule“ unterstützt, z.B. das Konfliktlotsentraining, die Teilnahme der Patenschüler an den Pädagogischen Tagen, der Einsatz des Fairmobils, Fahrtkosten oder kleine Geschenke für Referenten etc.

Die Cafeteria trägt damit sehr dazu bei, dass viele Maßnahmen im außerunterrichtlichen Bereich stattfinden können, für die sonst nur schwer ein Haushaltstitel zu finden ist.

Seit dem Schuljahr 2003/2004 gibt es neue Herausforderungen für die Cafeteria, da durch die veränderten Schulanfangszeiten auch eine intensivere Mittagsbetreuung und Essensversorgung nötig wurde.

Die AG besteht z.Z. aus etwa 25 Schülerinnen und Schülern, die die täglichen Arbeitszeiten unter sich aufteilen und sich regelmäßig alle 14 tage zu AG-Sitzungen treffen.

Schüler oder auch Eltern, die Interesse an einer Mitarbeit in der Cafeteria haben, können sich bei Herrn Jäkel oder bei Frau Seipelt-Höhn melden. In einem Rhythmus von etwa 14 Tgaen finden auch regelmäßige AG-Sitzungen statt, zu denen man auch einmal als Gast dazu kommen kann.

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Erster Bericht über die Arbeit der Cafeteria seit der Eröffnung am 24.2.2000

Allgemeines: Die Schüler, die sich im Laufe der Vorplanungen für die Cafeteria als Gruppe zusammengefunden haben, tragen im Wesentlichen auch die bisherige laufende Arbeit im Verkauf. Zusätzlich gibt es eine Schülergruppe, die praktisch nur in der Pause verkauft. Das sind die Schüler, die auch vorher schon mit dem Hausmeister zusammengearbeitet haben und jetzt weitergemachen. Die Schüler der Cafeteria-AG sind mit dem Verkauf des neuen Angebots betraut, machen darüber hinaus auch die zusätzlichen Dienste, sorgen generell für Ordnung im Verkaufsraum und im Cafébereich und beteiligen sich auch an der Planung und Entwicklung der Cafeteria. Es waren anfangs ca. 15 SchülerInnen aus den Jahrgangsstufen 7-10 in der AG, zur Zeit sind es ca. 20. Die Fluktuation ist bisher relativ gering. (Mitglieder)

Die Cafeteria ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

-          von 7.30 - 7.55 Uhr

-          in der 1.großen Pause

-          in der 2.großen Pause

-          von 13.10 - 13.30 Uhr

 

Die Schüler erhalten pro Dienst eine Anerkennung im Wert von 1,50 DM, sie können das verzehren oder sich ausbezahlen lassen.

Am Montag können wir die Cafeteria nach der 2.großen Pause durchgehend geöffnet lassen, weil sich Frau Kortenjan bereit erklärt hat, diesen Dienst zu übernehmen.

Das Team, das die Cafeteria verantwortlich betreut, besteht zur Zeit aus Jürgen Danneberg (Hausmeister), Uwe Jäkel (Lehrer), Heide Seipelt-Höhn (Lehrerin) und Jennifer Rustige (Schülersprecherin).

 

Angebot und täglicher Betrieb: Nach unserer Beobachtung ist die Akzeptanz der Neuregelungen bei den Schülern sehr groß. Das zusätzliche Essensangebot wird sehr gut wahrgenommen und inzwischen ist die Organisation auch so eingespielt, daß die Nachfrage nach Pizza oder Heißwürstchen in der 2.großen Pause und nach der 6.Stunde gut und ohne allzu große Drängelei befriedigt werden kann. Das Ganze funktioniert nur, weil wir den Heißluftherd haben, in dem wir knapp 30 Stücke Pizza gleichzeitig erwärmen können. Das Erwärmen mit der Mikrowelle nähme viel zu viel Zeit in Anspruch. An guten Tagen werden etwa 80 Stücke Pizza in einer Pause verkauft. Daß der Absatz von Kaffee und Kakao noch recht gering ist, führen wir auch darauf zurück, daß in den Pausen eigentlich keine Zeit für eine ruhige Tasse Kaffee oder Kakao bleibt. Das könnte evtl. dann besser werden, wenn wir eine Dauerhilfe haben und dadurch eine längere Öffnungszeit garantieren können.

 

Einrichtung und Mobiliar; Die Einrichtung an Möbeln und Sonstigem hat sich insgesamt gut bewährt. Das Parkett ist zwar etwas abgenutzt, aber das kann man sicher mit einer neuen Politur wieder verbessern. Eventuell lassen wir das in den Herbstferien machen. Es sind noch einmal 25 Stühle und 5 Tische bestellt worden, die aus den Mitteln des Freundeskreises, zum Teil aber auch schon aus den Überschüssen der Cafeteria bezahlt werden. Es zeichnet sich ab, daß die Cafeteria in der Lage sein wird, die weitere Entwicklung und weitere Investitionen aus selbst erarbeiteten Mitteln zu bestreiten.

 

Zusätzliche Veranstaltungen: Außer der regelmäßigen Versorgung am Morgen, in den Pausen und am Mittag hat die Cafeteria schon in den ersten 3 Monaten ihres Bestehens einige zusätzliche Veranstaltungen organisiert oder mit unterstützt.

·         Die Eröffnungsfeier: Dies war sicherlich die größte Aktion bisher. An dem Tag wurde praktisch ein Programm für die ganze Schule durchgeführt. Von einigen kleineren Engpässen abgesehen verlief die Eröffnung doch sehr zu unserer Zufriedenheit.

·         Die Dichterlesung mit Herrn Streithövel: Hier wurde die Beköstigung der teilnehmenden Schüler übernommen und dadurch ein günstiger und fester zeitlicher Ablauf sichergestellt.

·         Die Informationsveranstaltung über die Verwendung der Spenden für die Erdbebenopfer in der Türkei: In Zusammenarbeit mit den türkischen Mitbürgern wurde interessantes Informationsmaterial erstellt und türkisches Essen angeboten.

·         Die Übernachtung der Klassen 5 zur Geisternacht: Die Cafeteria unterstützte dies durch Bereitstellung der Möglichkeiten zum Pizza backen, Kaffee und Kakao kochen, Bereitstellung von Geschirr und den anderen notwendigen Ressourcen.

·         Elternsprechtag

·         Konferenzen

·         Abiturentlassung

Weitere Planungen: Die Cafeteria-AG hat sich für dieses Jahr ein paar Ziele gesetzt, die hier nur stichwortartig benannt werden sollen. Wir wollen uns dieses Jahr noch ziemlich konzentriert um den weiteren Ausbau der Einrichtung und der Räumlichkeiten kümmern und Projekte dann unterstützen, wenn sie an uns herangetragen werden. Bisher sind die folgenden Schwerpunkte angedacht:

·         weitere Ausgestaltung des vorhandenen Cafébereichs

·         Möblierung und Gestaltung des zweiten Cafébereichs

·         Gestaltung der Nischen (alles in Zusammenarbeit mit der AG zur Schulverschönerung)

·         Planung und Durchführung eines Anschlußprojekts an den Aids-Tag gemeinsam mit der Aids-AG

·         Bemühung um den Einsatz eines Europäischen Freiwilligen

·         Organisation von Sonderverkäufen, wenn das im Zusammenhang mit Unterrichtsprojekten sinnvoll ist (s.o.)

Organisation: Die Zusammenarbeit innerhalb des Teams "Cafeteria" läuft reibungslos und zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Die Organisationsform der Cafeteria als einer Körperschaft der SV hat sich für die Arbeit als praktisch erwiesen. In Anbetracht der nicht unerheblichen Überschüsse, die nach den ersten Erfahrungen wahrscheinlich zu erwarten sind, sollte man unserer Meinung nach eine klare Vereinbarung über die Verwendung dieses Geldes treffen.

Wir können uns vorstellen, daß 25% der Überschüsse der Schulleitung zur Förderung außerunterrichtlicher Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden (Verantwortlichkeit des Schulleiters), 50% in der Cafeteria selbst wieder investiert werden (Beschluß der Schulkonferenz auf Vorschlag der AG) und die restlichen 25% zur Förderung und Gestaltung von SV-Projekten verwandt werden (Verantwortlichkeit des Schülerrats). Ein Sockelbetrag von 250,-DM soll der Schulpflegschaft für besondere Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

 

Die Cafeteria-AG trifft sich in diesem Jahr regelmäßig alle 14 Tage    

                                        Donnerstag in der 7./8. Stunde                                                                                              und nach Vereinbarung zu Extraeinsätzen. Schüler, die Lust haben, am HAG in irgendeiner Form gestalterisch tätig zu werden, sind bei uns immer herzlich willkommen. Die Möglichkeiten, sich bei uns mit Ideen einzubringen, sind vielfältig und sehr individuell zu verabreden.

Wer Lust bekommen hat, bei uns mitzumachen, kann sich bei Jennifer Rustige, bei Frau Seipelt-Höhn, bei Herrn Jäkel oder bei irgendeinem anderen Mitglied der Cafeteria-AG melden. Wir freuen uns immer sehr über Neuzugänge.

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Überlegungen zur Einrichtung

eines Schülercafes  (Cafeteria) am Hannah-Arendt-Gymnasium 

Juni 1997

 

Nach einer Reihe von Gesprächen mit Kollegen, Schülern, Eltern und Ehemaligen wurde immer deutlicher, daß bei uns an der Schule eine Einrichtung fehlt, die die Schüler in den Freistunden und über die Mittagspause mit Essen und Getränken versorgen kann.

Die schon bestehende Teestube ist dafür offensichtlich nicht geeignet. Alle waren sich einig, daß eine Einrichtung dieser Art in der Schule notwendig ist und auch mit dazu beitragen könnte, daß die Schüler sich an ihrer Schule auch wirklich zu Hause fühlen.

Wenn man zu dem Schluß gekommen ist, daß wir etwas in dieser Richtung brauchen, dann muß man sich in verschiedener Weise weitere Gedanken machen.

1)        Frage des Standortes

2)        Frage des Umfangs der Öffnungszeiten

3)        Frage der Verantwortlichkeit

4)        Frage des Angebots

5)        Frage der Gestaltung

Wahrscheinlich gibt es noch weitere Gesichtspunkte, aber man kann ja erst einmal mit diesen anfangen.

zu1): Wahrscheinlich 2 Alternativen:

a)       Umgestaltung der DRK-Räume unter Einbeziehung der Flure und der dortigen Toiletten

b)       Umgestaltung der Pausenhalle mit den Räumen gegenüber der Hausmeisterloge und zwischen Klassenraum 5A und Treppe

zu 2): Muß noch im einzelnen diskutiert werden, eventuell von 10-15. Uhr, das muß sich auch nach den Bedürfnissen der Schüler richten und muß sich auch in der Praxis erst zeigen

zu 3): Im Augenblick noch eine sehr offene Frage. Hier sind Modelle denkbar, die von einer reinen SV-Verantwortlichkeit bis zu einer Vergabe an einen privaten Pächter reichen. Die möglichen Modelle müssen auf ihre juristische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit geprüft werden. Hier hoffen wir auch auf kompetenten Beistand von Seiten der Eltern.

zu 4): Zuerst einmal ist an ein Getränkeangebot gedacht wie es schon existiert. Dieses sollte aber um Cappucino, Cafe au lait, Tee u.ä. erweitert werden. Das Essensangebot könnte auch auf kleine Imbisse wie Baguette, Pizza, Suppen o.ä. ausgedehnt werden. Auch hier muß sich in Absprache mit den Schülern und in der Praxis zeigen, was erwünscht und sinnvoll ist.

zu 5): Die Räumlichkeiten sollten unabhängig von dem gewählten Standort gemütlich und einladend hergerichtet werden. Es sollte kleine Tische und Stühle geben, Grünpflanzen, gestaltete Wände. Hier könnten viele Ideen entwickelt werden, die wahrscheinlich auch mit nicht zu großem Aufwand umgesetzt werden können. Eigeninitiative und Eigentätigkeit ist erwünscht und gefragt.

 

Wohl die ersten Fragen, die allgemein abzuklären sind, sind

 

die Position des Schulträgers,

eine mögliche Finanzierung,

die Zusammenarbeit mit dem Hausmeister und

die Bildung einer koordinierenden Arbeitsgruppe.

 

Als allererstes muß natürlich geklärt werden, ob eine Initiative in dieser Richtung überhaupt erwünscht ist und auf Unterstützung hoffen kann.

 

Sollte sich darüber eine grundsätzliche Einigung erzielen lassen können, dann könnte sich eine Planungsgruppe aus interessierten Eltern, Schülern und Lehrern bilden und versuchen, einen umsetzbaren Vorschlag zu erarbeiten oder auch Alternativen mit ihren Vor- und Nachteilen aufzeigen, damit dann eine Entscheidung getroffen werden kann

 

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Das Raumkonzept                                                                       Anhang TH3 / 3

 

Ausgehend von der Problematik, wie im Schuljahr 2005/2006 je vier Klassen in der Erprobungsstufe untergebracht werden können und von Überlegungen bei der Realisierung des Vertretungskonzeptes, das weitere Medienecken und Arbeitsräume für Gruppenunterricht und Einzelarbeit forderte, wurde die Raumsituation an der Schule überprüft und wurde ein Gesamtkonzept entwickelt.

Diese Planungen berücksichtigen die baulichen Veränderungen nachentsprechender Dringlichkeitsstufe. Zunächst geht es um die Sicherstellung von Klassen-, Kurs- und Fachräumen, da von Arbeitsecken und Schülerarbeitsräumen. So konnte im Dezember 2005 der Biologie- Hörsaal zu einem Biologie- Übungsraum umgebaut und mit neuem Mobiliar versehen werden, konnten neben der Schülerbücherei und durch die Umwidmung des „Gewächshauses“ Arbeitsecken eingerichtet werden. Im Osttrakt wird im Frühjahr ein weiterer neuer Schülerarbeitsraum entstehen mit neuen PCs. Geplant sind bauliche Veränderungen im Bereich der Lehrerzimmer, des Sekretariatstraktes und der Cafeteria.

 

Ulrich Netkowski

 

Raumkonzept  - Arbeits – und Medienecken mit PC-Arbeitsplätzen

 

Medienecken mit PC-Arbeitsplätzen

 

Raumbezeichnung

Raum-Nr./Lage

Zahl der Arbeitsplätze

Bedingungen

Nebenraum der Schülerbücherei

Erdgeschoss / Westtrakt

         4 - 6

Schlüssel im Sekretariat

Flur vor dem Zimmer von Herrn Beckmann

Westtrakt, 1. Etage

         2

 

freier Zugang

Erdkunde-Sammlung

Raum-Nr. 206

Westtrakt, 2.Etage

        4 - 6

Schlüssel im Sekretariat

 

Arbeitsecken

 

Raumbezeichnung

Raum-Nr./Lage

Zahl der Arbeitsplätze

Bedingungen

Oberstufen-aufenthaltsraum

Raum-Nr. 038

Westtrakt, Erdgeschoss

 

          4

Schlüssel im Sekretariat

Flur im Erdgeschoss West

Westtrakt, Erdgeschoss, Raum vor dem Oberstufenaufenthalts-raum

 

          6

 

freier Zugang

„Gewächshaus“

Westtrakt, 1. Etage,

vor den Biologie-Fachräumen

 

        2 x 4

Schlüssel im Sekretariat

Flur im Treppenhaus Osttrakt

Osttrakt, 2. Etage

 

        2 x 4

 

freier Zugang

Fachraum Religion

Raum-Nr.:  034

Westtrakt, Erdgeschoss

 

           

Raumnutzungsplan beachten!

Schlüssel im Sekretariat

 

 

Raumübersicht für Vertretungsstunden der Oberstufenschüler

 

Arbeitsecken

 

1.      Aufenthaltsraum für Oberstufenschüler  - 4 Arbeitsplätze

 

  1. Flur vor dem Aufenthaltsraum der Oberstufenschüler – 6 Arbeitsplätze

 

  1. „Gewächshaus“ vor den Biologiefachräumen 2 Tische mit jeweils 4 

           Arbeitsplätzen

 

  1. Fachraum Religion – je nach Unterrichtsplan – Belegungsplan hängt aus. Schlüssel im Sekretariat abholen

 

  1. Treppenhaus im Osttrakt , 2. Obergeschoss – 4 Arbeitsplätze

 

PC – Arbeitsplätze

 

1.      Vor dem Zimmer von Herrn Beckmann

 

  1. Schülerbücherei – Nebenraum – Schlüssel im Sekretariat

 

  1. Erdkundesammlung – Schlüssel im Sekretariat

 

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Vierter Themenkreis       

Bläserklasse
Theaterarbeit und ThiK
Sporthelferausbildung

 Bläserklasse am HAG – ein innovatives Konzept  Anhang TH4/1                          

 Im Sommer 2004 beschließt das Hannah-Arendt Gymnasium in einer außerordentlichen Konferenz zusammen mit der ortsansässigen Musikschule die Einrichtung des Klassenmusizierens am Gymnasium.

Von dieser neuen Form des Musikunterrichtes, der zusätzlich zur traditionellen Unterrichtsform angeboten werden soll, verspricht sich die Fachschaft Musik eine intensive Belebung der  musikpraktischen Tätigkeit am Gymnasium.

Neben dem Erlernen eines Blasinstrumentes und dem Zusammenspiel im Klassenverband mit den stets neu motivierenden Anreizen von Auftritten sollen auch soziale Lernerfolge verbunden sein wie Teamfähigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme, sowie allgemeine und auch kognitive Erfolge, die die Steigerung von Konzentration und Ausdauer betreffen.

Die Instrumentalausbildung übernimmt dabei die Musikschule. Der Hauptinhalt des Musikunterrichts für die Bläserklasse in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ist das Klassenmusizieren; dieses Konzept ist zunächst  für die Anfangsklassen des Gymnasiums konzipiert.

 

Aus organisatorischen Gründen wird zuerst eine „Bläsergruppe“, die sich aus Schülern/innen aller 5. Klassen zusammensetzt, gebildet.

Diese begann dann im Januar 2005 mit 25 Teilnehmern/innen. Das eigentliche Ziel der Bläserklasse, also einer kompletten 5. Klasse als Bläserklasse,  wurde dann im Herbst 2005 mit Beginn des neuen Schuljahres, dieses Mal mit 23 Schülern/innen, realisiert, sodass nun, Ende des Jahres 2005, eine fortgeschrittene „Bläsergruppe“ 6 und eine Bläserklasse 5, die bereits bei zwei Schulkonzerten, der Einweihung des Wapakoneta-Platzes, und als Mitveranstalter eines Konzertes mit dem Blasorchester von Herrn Erfurth in der Lengericher Gempthalle mitgewirkt haben, zu einem festen Bestandteil des Schullebens geworden sind.

Zudem gab es weitere Anfragen zu Weihnachtsfeiern, auf die beim Frauenchor Lengerich eingegangen wurde.

 

In der kurzen Aufbauzeit ist bereits deutlich geworden, dass die am Anfang gesetzten praktischen und sozialen Ziele in hohem Maße verwirklicht werden konnten.

Hierzu haben auch die kompetenten Instrumentallehrer und der gute Kontakt zur Musikschule beigetragen.

 

Die Schüler/innen von „Bläsergruppe“ und Bläserklasse haben großen Spaß am gemeinsamen Musizieren und sind stolz darauf, diesen Schulgemeinschaften anzugehören. Sie haben es unter anderem mit einem gemeinsamen Sweatshirt bekundet mit der Aufschrift „ Hannah’s little band“ .

Diese starke Identifikation mit dem Gruppenmusizieren und ihrer Gemeinschaften wird auch getragen von einer begeisterten Elternschaft, die bereits die Anmeldung mehrerer Kinder für die Bläserklasse zum kommenden  Schuljahr angekündigt hat.

Der drängende Wunsch der Elternschaft und der bereits musizierenden Schüler/innen sowie die Zielsetzung der Schule, die das Musizieren in Ensembles und Bands im Auge hat, führte zu dem Beschluss, eine noch genauer zu definierende Fortsetzung der Bläserklasse für die Jahrgangsstufen 7 und 8 zu verwirklichen.

 

Klaus Tewes 


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Theater im Schulprogramm des HAG

 

Klassen, Kurse und Arbeitsgemeinschaften, die Theaterstücke aufführen, gibt es an vielen Schulen. Das „Schulspiel“ hat eine lange pädagogische Tradition. Das Hannah-Arendt-Gymnasium bietet mehr - es leistet sich ein eigenes Theater.

Das „Theater in der Klinik“ - abgekürzt ThiK - ist eine Initiative der Schule und der Westfälischen Klinik in Lengerich. Zur Zeit hat ThiK über fünfzig Mitwirkende - SchülerInnen als Akteure und im Back-Stage-Team sowie die Ehemaligen. Der Spielplan weist seit Jahren mindestens drei große Abend füllende Produktionen aus, die Anzahl der Aufführungen liegt deutlich über zwanzig. Fast 4000 Zuschauer jährlich belegen , dass ThiK aus dem Kulturleben der Stadt nicht weg zu denken ist.

Angefangen hat alles vor über dreißg Jahren. Auf Anregung des damaligen Schulleiters Dr. Warnecke gründete sich am „Städtischen Gymnasium“ eine Theatergruppe. Nach über einem Schuljahr kam es zur ersten Premiere - Kotzebues Lustspiel „Die deutschen Kleinstädter“ feierte im Martin-Luther-Haus einen unerwarteten Erfolg. Die Gruppe, SchülerInnen der Jahrgangsstufen acht bis elf, blieb zusammen und machte weiter, fand Jahr für Jahr Ersatz für die Ausscheidenden, nach und nach entstand ein Fundus von Kulissen, Kostümen und ein eigenes technisches Equipement für Licht und Ton.

Im „Semper apertus“ 1976/77, dem Jahresbericht des Gymnasiums, erläutert Karlheinz Arndt Arbeit und Ziele der Theatergruppe:

 

Schultheater kommt heute sogar in der Pädagogik vor. In einem Taschenlexikon der Literatur und Sprachdidaktik heißt es: „Das traditionelle Schulspiel... soll schöpferische Eigentätigkeit anregen, Phantasie wecken, Erfahrungen über Menschen und Umwelt vermitteln, den Sinn für das Kunstwerk fördern, personal- und gemeinschaftsbildende Kräfte entfalten, Sprach- und Ausdrucksvermögen entwickeln usw.“

Das „usw.“ am Ende des Zitats lässt den bei der Lektüre des Satzes in Ehrfurcht erstarrten Leser vollends erschaudern. Gibt es eigentlich etwas, das das Schulspiel nicht vermag? Kann es vielliecht den übrigen Schulunterricht vollends ersetzen? Liegen im Schultheater gar die Lösungen für pädagogische und bildungspolitische Probleme?

Nun ich kann den Leser beruhigen. Solch weitgesteckten Ziele wollen wir mit unserer Theatergruppe nicht erreichen; ja, wir streben sie nicht einmal an, weil sie nämlich unrealistisch und völlig überzogen sind. (...) die meisten dieser Ziele können auch von anderen Fächern vermittelt werden - und wahrscheinlich ebenso gut oder besser.

Das gilt auch für das Schultheater: Als Schulfach ist es völlig nutzlos. Wer will heute schon noch Schauspieler oder Regisseur werden? (Aktuelle Anmerkung: Mindestens fünf Ehemalige haben diese Berufe seither trotzdem ergriffen.) Darum betreiben wir unsere Theaterarbeit auch nicht als Schulfach, nicht einmal als Arbeitsgemeinschaft, wir arbeiten ohne öffentliche Etatzuweisung und ohne Entlastungsstunden. Wir spielen Theater, weil uns niemand dazu zwingt, weil wir keine Lernziele erreiche  und keinen Lehrplan absolvieren müssen - Schultheater als letzter Freiraum der verwalteten Schule.

Wir spielen Theater aber auch deshalb, weil wir die selbst gesteckten Ziele erreichen wollen, weil wir in eigener Verantwortung etwas auf die Beine stellen wollen, weil es uns Spaß macht - Schultheater als Übungsplatz für ungenutzte Talente.

Wir spielen Theater endlich darum, weil wir uns die Stücke selbst auswählen können, Stücke, die sonst kaum einer spielt, die es jedoch lohnt auszugraben und zu neuem Leben zu erwecken - Schultheater als Spielwiese für genialen Dilettantismus.

Theater kann nicht leben ohne Zuschauer: So bleibt ein letzter Grund zu nennen: Wir spielen für Sie, unser liebenswertes Publikum, für die Schüler, die Eltern und Lehrer unserer Schule.

 

Die Ideen der Gründungszeit haben sich als dauerhaft erwiesen. Theaterarbeit am HAG ist immer noch frei und unabhängig - auch die Richtlinien und Lehrpläne für Literaturkurse, die seit 1981 dräuend über der schulischen Theaterarbeit in NRW schweben, haben sich nicht negativ ausgewirkt. „Der Schüler soll lernen, sich mit exemplarisch ausgewählten vorgegebenen bzw. mit eigenen Gestaltungen und deren Wirkungen im Hinblickauf seine persönliche Existenz und auf gesellschaftliche Bezüge wertend auseinanderzusetzen“ - selbst solche Zielformulierungen haben Theaterbegeisterte nicht abschrecken können. Immer noch arbeiten in der Theatergruppe freiwillig SchülerInnen aus allen Jahrgangsstufen, in der Jahrgangstufe 12 wird ihnen ihre Mitarbeit als Literaturkurs angerechnet. (Natürlich sind Grundsätze zur Leistungsbeurteilung reflektiert, diskutiert und formuliert worden.)

Die Ideen der Gründungszeit haben sich auch als ansteckend erwiesen. Seit Silvester 1988 gibt es die Ehemaligen, Mitglieder der Theatergruppe, die sich auch nach ihrer Schulzeit noch freiwillig zusammen finden, um Theater für Lengerich zu machen. Inzwischen spielen schon deren Kinder bei ThiK mit. Ehemalige und SchülerInnen treten zusammen in Stücken auf - Öffnung von Schule wird in der gemeinsamen Arbeit erlebt und erfahren.

ThiK ist auch noch immer ein ökonomisch „freies“ Theater, unabhängig und ohne Etatzuweisungen aus dem Schulhaushalt. Allerdings hat ThiK seine Ressourcen ausweiten können. Da ist zunächst und vor allem die Zusammenarbeit mit der Westfälischen Klinik. Seit 1988 nutzt ThiK den Festsaal der Klinik als Spielstätte - seitdem hat ThiK auch einen Namen - und kann dankbar auf die Hilfe der Mitarbeiter der Klinik zurück greifen. Die Klinik ihrerseits hat ein Interesse an der Zusammenarbeit, weil die Aufführungen dazu beitragen, „die Kluft zwischen Bürgern und dem psychiatrischen Krankenhaus zu überbrücken“ (so Prof. Crome, der Leitende Arzt der Klinik).

Auch Rat und Verwaltung der Stadt Lengerich unterstützen die Arbeit von ThiK. Seit 1996 kann die umgebaute Gymnastikhalle des Gymnasiums als „studiobühne“ genutzt werden - für Aufführungen und Probenarbeit. Beleuchtung, Deckenanstrich und diverse andere Anlagen hat ThiK in Eigenarbeit realisiert. Die Einrichtung steht natürlich auch anderen Klassen und Kursen für verschiedene Projekte zur Verfügung - ThiK als Sponsor.

Mit dem Erfolg sind jedoch auch die Verpflichtungen gewachsen. 1996 erhält ThiK den Kulturpreis der Stadt Lengerich, 1997 den des Kreises Steinfurt. Seither ist ThiK Ansprechpartner, wenn es gilt, besondere Ereignisse theatralisch zu würdigen. 1997 hat Thik das fünfhundertjährige Jubiläum der Stadtkirche mit einer Tabori-Aufführung in der Kirche begleitet, die 850-Jahr-Feier der Stadt mit einer „Historischen Revue“ in der Dreifachsporthalle. 1999 gabs in der Stadtbücherei eine Soiree zu Goethes 250. Geburtstag, 2004 hat ThiK als erstes Theater in der Gempthalle gastiert und die Theatertauglichkeit des Etablissements getestet. Schillers 200. Todestag wurde 2005 mit einem „Wilhelm Tell“ in der „studiobühne“ begangen.

Im Lauf der Jahre ist das Repertoire von ThiK erheblich ausgeweitet worden. Neben die Stücke aus dem „bürgerlichen Lachtheater“ sind auf Wunsch der Akteure beispielsweise auch Schiller und Büchner sowie die Klassiker der Moderne getreten - von Sartre über Dürrenmatt, Ionesco und Tabori bis hin zu John von Düffels „Rinderwahnsinn“ und Nicky Silvers „Pterodactylus“. Auch eigene Stücke wurden entwickelt - aus einem alten Spielfilm mit Theo Lingen wurde das amüsante Musical „Mitternachtsvenus“, aus dem Hitchkock-Film „Trouble with Harry“ eine spritzige Kriminalkomödie.

ThiK hat immer auf Teamwork gesetzt, die Zusammenarbeit mit Musik- und Kunstlehrern, mit außerschulischen Experten, mit der Freilichtbühne Tecklenburg war und bleibt unabdingbar. Eines jedoch wird wichtig sein für die Zukaunft von ThiK - der Gründer und Leiter Karlheinz Arndt ist seit dem 1. August 2004 im Ruhestand, er wird sich zunehmend überflüssig machen müssen.

 

Karl-Heinz Arndt


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Bericht zu den AGs der Sporthelfer

 

Die zur Zeit angebotenen AGs (Fuß- und Ballsport-, Badminton-AG) werden von jeweils ca. zehn Schülern regelmäßig besucht.

Die Leiter der Fuß- und Ballsport-AG, die sich alle zwei Wochen mit den Schülern treffen, sind mit dem Ablauf sehr zufrieden. Auf Grund der Tatsache, dass ihnen die gesamte Dreifachhalle zu Verfügung steht, haben sie genügend Platz, alle mögliche Spiele zu spielen. In der Gruppe herrscht ein gutes Klima. Die jüngeren Schüler sind, auch ohne unter der ständigen Aufsicht eines Lehrers zu stehen, durchaus in der Lage, sich diszipliniert zu verhalten und etwas zu lernen, sodass alle Beteiligten Spaß an der AG haben.

Die Leiter der Badminton-AG können sich diesem Urteil im großen und ganzen anschließen. Die TG bietet zum Badminton Spielen mit zehn Personen genügend Platz. Lediglich am Verhalten mancher Teilnehmer bei Themen wie z.B. Netzauf- und -abbau lässt sich bemängeln, dass sie versuchen, sich immer wieder davor zu drücken, indem sie sich in die Umkleidekabinen schleichen. Wir sind der Meinung, dass jeder Schüler wenigstens soviel Sozialverhalten zeigen sollte, nicht seinen Mitschülern die ganze Arbeit zu überlassen, sodass dies zu häufigen Diskussionen führt. Trotzdem haben auch wir viel Spaß an der Leitung dieser AG mit Schülern, die wir normalerweise nicht kennen lernen würden.

Lisa Biermann


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Fünfter Themenkreis

SV-Arbeit
Elternarbeit-Elternsicht
Freundeskreisbericht

SV – Arbeit am HAG

 

Dass die SV – Arbeit am HAG recht gut funktioniert, zeigen schon die verschiedenen Projekte, die auf den meist am Anfang des Schuljahres stattfindenden 1 1/2 tägigen schuleigenen SV – Seminartagen angeregt und vorbereitet werden.

Im letzten Jahr waren es die  Projekttage im Oktober, wo in jahrgangsübergreifenden Gruppen an  Projekten zum Thema „Länder und Kulturen“ gearbeitet wurde. Viele kreative Vorstellungen waren umgesetzt worden, von "Music meets Art", "Multi- Kulti-Simpsons" zu "Roma - Creativa" bis zu Masken basteln. Ernste Themen wie etwa das „Leben zwischen Grenzen inmitten von Gewalt“, hier war eine Palästinenserin zu Gast, wurden in Diskussionsforen behandelt.

Oft sind es Projekte im Rahmen der „Dritten Welt“, wie im letzten Jahr das „Hausbauprojekt in Brasilien“ oder in diesem Jahr ein Kindergarten in Namibia sowie ein „Bananen –Abo“, die bei den Schülerinnen und Schülern großen Anklang finden.

Einen starken Eindruck hat im letzten Jahr das von Schülern weitgehend selbst-ständig organisierte "1. Rockkonzert am HAG" mit tollen Auftritten zahlreicher heimischer Bands hinterlassen. Über 400 Musikfans waren begeistert und warten auf das 2. Rockkonzert im Mai 2006.

SV-Arbeit bedeutet auch das Engagement von Schülerinnen und Schülern als Klassen- oder Jahrgangsstufensprecher, als Vertreter in den Gremien, als Vertreter für die einzelnen Fachkonferenzen oder für die Schulkonferenz.  Hier bereitet sich die SV - Spitze mit den SV – Verbindungslehrern gut auf die Anträge vor, um die Interessen der Schülerinnen und Schüler optimal zu vertreten.

Das gewählte SV – Team, an der Spitze oft eine Schülersprecherin, nimmt regelmäßig zu Beginn der eigentlichen SV – Arbeit an überregionalen Seminaren teil und lernt so verfahrens- und schulrechtliche Besonderheiten kennen.

Als eigene "Sparte", aber eng mit der SV zusammenarbeitend, hat sich seit gut zwei Jahren die HAG- Schülerzeitung "HANNABOLIKA" einen guten Namen gemacht und wird stark nachgefragt. Die Redakteure mit einem pfiffigen Chefredakteur sind inzwischen mit dem Texteschreiben und der Handhabung eines modernen Zeitungs- Equipments so vertraut, dass sie kritisch das Geschehen an der Schule beobachten. Sie kommentieren Ereignisse und beschäftigen sich mit Themen aus der Jugendszene. Für ihr Geld bietet sie auch eine Menge Unterhaltung. Von 143 Bewerbern hatte "HANNABOLIKA" bei einem Wettbewerb den 10. Platz der Kulturstiftung der Westf. Provinzial - Versicherungen erringen können.

Die SV profitiert auch vom Engagement einer großen Schülergruppe, die in der Cafeteria am Thekendienst beteiligt ist. Überschüsse dort kommen der SV - Arbeit zugute.

Eng mit der Jahrgangsstufe 11 verbunden sind vielfach die Patenschülerinnen und Patenschüler für die Eingangsklassen. Sie begleiten zu Beginn die neuen Schüle-rinnen und Schüler, zunächst bei den Kennenlerntagen in Tecklenburg, organisieren das Programm mit und bleiben Ansprechpartner für die nächsten beiden Jahre. Falls erforderlich, arrangieren sie es, dass Konfliktlotsen bei Streitigkeiten von Schülern untereinander solche Konflikte lösen.

In jedem Fall ist die Arbeit der Schülervertretung eine besonders lohnende Aufgabe, damit die wichtigste Gruppe an der Schule genügend Gehör findet und sich mit ihren Vorstellungen und Einschätzungen auch angemessen einbringen kann.

  

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Elternarbeit

 

Die Zusammenarbeit zwischen der Elternschaft und der Schulleitung am HAG basiert auf kontinuierlicher Kommunikation und der Praxis „einer offenen Tür“ und ist durch gegen­seitiges Vertrauen gekennzeichnet.

 

Klassenpflegschaften

 

Auf Klassen- und Jahrgangsstufenebene werden die Pflegschaftssitzungen in der Regel mit klassenübergreifenden Themenabenden (z.B. im Rahmen des Programms „Gesunde Schule“ oder „Lernen lernen“) eingeleitet. Darüber hinaus werden informelle Treffen wie Eltern­stammtische und Klassenfeste organisiert, um den Klassenzusammenhalt zu fördern und die Kommunikation zwischen Schülern, Eltern und Lehrern zu festigen.

 

Schulpflegschaft

 

Neben den obligatorischen Schulpflegschaftssitzungen pflegen die Elternvertreter einen re­gelmäßigen Gedankenaustausch auf ihrem Pflegschaftsstammtisch und durch das Internet. Den Elternvertretern der 5. Klassen wird zu Beginn  eine Patenschaft durch „erfahrene“ El­ternvertreter angeboten. Die Zusammenarbeit in der Schulpflegschaft ist durch gemeinschaft­liches Engagement, Offenheit und Teamarbeit geprägt. Die Elternschaft formuliert Problem­themen und Anregungen gegenüber der Schulleitung und stellt sich diesen lösungsorientiert und konstruktiv.

 

Schulkonferenz

 

Die Elternvertreter, die in die Schulkonferenz berufen worden sind, stimmen ihre Anliegen untereinander und mit der Pflegschaft ab. Sie pflegen einen guten und respektvollen Kontakt zu den Vertretern der SV, dem Kollegium und der Schulleitung.

 

Mitwirkung in Fachkonferenzen, Elternengagement im Fach Informatik und anderen Gremien

 

Fachkompetente Eltern engagieren sich in den verschiedenen Fachkonferenzen. Über diesen Beitrag hinaus wird sogar eine durch Eltern geführte AG angeboten, die Computer-AG in der 5. Klasse, und die Unterstützung der Schüler-Website durch eine Homepage AG. Auch andere themengebundene Arbeitskreise (z.B. Wanderrahmenplan, Hinweise zum Arbeits- und Sozi­alverhalten) werden durch Eltern mitgestaltet. Im Gremium zur „Ausschreibung schulscharfer Stellen“ hat die Schulpflegschaftsvorsitzende seit mehreren Jahren ein Stimmrecht.

 

Freundeskreis des Hannah-Arendt-Gymnasiums

 

Viele Eltern unterstützen das Engagement des Freundeskreises durch ihre Mitgliedschaft und finanzielle Beiträge. Der/Die Schulpflegschaftsvorsitzende/r ist außerdem Mitglied des Vor­standes und wirkt direkt an den Projekten des Freundeskreises mit.

 

Kooperationen mit Lengerichs Schulen und mit dem GAG, Tecklenburg

 

Die Schulpflegschaft hat bei schulübergreifenden Themen, wie beispielsweise der „geänder­ten Schulanfangszeiten“ intensiv mit den Grundschulen und weiterführenden Schulen Lenge­richs zusammengearbeitet. Die gemeinsamen Aktionen umfassten eine umfangreiche Frage­aktion zu 8:20 Uhr Schulbeginn, eine öffentliche Kundgebung mit 500 Teilnehmern, mehrere Gespräche mit der Stadtverwaltung und Besuche beim Landrat in Steinfurt. Der Austausch mit unserer Kooperationsschule, dem GAG in Tecklenburg, ist sowohl bei „8:20 Uhr Schul­beginn“ als auch bei anderen Themen intensiv und vertrauensvoll.

 

Engagement in der Kreiselternschaft „Schulen-aktiv“

 

Vertreter der HAG-Schulpflegschaft sind Gründungsmitglieder (März 2002) der Kreiseltern­schaft „Interessengemeinschaft der Elternvertretung der Gymnasien im Kreis Steinfurt“, zu der sich 15 Gymnasien des Kreises verbunden haben. Neben dem regelmäßigen Erfahrungs­austausch auf Kreisebene haben die Elternvertreter in den vergangenen Jahren mehrfach die Forderungen der gymnasialen Elternschaft gegenüber der Bezirksregierung in Münster und der Landesregierung in Düsseldorf vertreten. Die Hauptanliegen der Kreiseltern sind: zeitnahe Besetzung des Stellenplans, keine „Stellen-Unterhänge“, kleinere Klassen- und Kursgrößen, Erweiterung des Geld-statt-Stellen-Fonds um Unterrichtsausfall zu vermeiden.

 

Mitgliedschaft in der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW

 

Die Schulpflegschaft nutzt die Informationsschriften der NRW-Landeselternschaft und be­sucht in der Regel die Mitgliederversammlungen in Dortmund. Häufig ergeben sich daraus Anregungen und Ideen für den Schulalltag am HAG.

 

 

Kristin Steinbeck


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Der Freundeskreis des Hannah-Arendt-Gymnasiums

 

„Schule neu denken“ lautet der Titel, den der Pädagoge Hartmut v. Hentig einem seiner pädagogischen Wegweiser gegeben hat. „Schule stetig fördern“ heißt die Devise, die der Freundeskreis des Hannah-Arendt-Gymnaiums auf seine Fahnen geschrieben hat.

Seit seiner Gründung im Jahr 1963 ist der Freundeskreis, in dem Eltern, der Schulträger, Ehemalige, Freunde der Schule,Vertreter der Kirchen und natürlich die Schule mitwirken, seinem Auftrag gezielter Förderung aller Schülerinnen und Schüler treu geblieben.

Schulleben und Schulkultur brauchen gute Lehrer, gute Ideen, aber nicht zuletzt aber auch gutes Geld, gerade in Zeiten finanzieller Engpässe. Schon lange vor der Einladung des damaligen Kultusministers Hans Schwier zur kreativen „Gestaltung des Schullebens und Öffnung von Schule“ (GÖS 1988) hat der Freundeskreis ideell und finanziell dazu beigetragen, an dieser Schule neue Akzente zu setzen. Als gemeinnütziger Verein hat der Freundeskreis seine Aktivitäten in drei Richtungen gebündelt: Er unterstützt die Schulleitung bei ihrer Aufgabe, ergänzende Unterrichtsmittel und Schuleinrichtungen zu beschaffen, Unterrichts- und Schulveranstaltungen zu fördern und Zuschüsse zu Wander- und Studienfahrten zu gewähren.

Es würde die Kurzcharakteristik dieses Gremiums überschreiten, wollte man alle Anschaffungen der letzten Jahre hier nennen und etwa die Ausgaben für die naturwissenschaftlichen Fächer, für die Tageslichtschreiber, Computer, Gartengeräte, Skiausrüstungen, die Flügel für den Musikunterricht, Dichterlesungen, Podiumsdiskussionen und Schulfeiern penibel auflisten.

Wegen ihrer nachhaltigen Bedeutung für das Schulleben sollen hier allerdings folgende Aktivitäten des Freundeskreises hervorgehoben sein:

die Anschubfinanzierung der Schul-Cafeteria, ohne die der zunehmende Nachmittagsunterricht nicht zu verantworten wäre
die Mitfinanzierung des modern und großzügig ausgestatteten Multi-Media-Raums
die Bereitstellung eines Schulleiterfonds zur Unterstützung von Schülern aus einkommensschwachen Familien bei Schulveranstaltungen
die jährliche Aufstockung der Schulbibliothek zur Förderung der Lesekultur
die großzügige Unterstützung bei der Einrichtung von Bläserklassen an dieser Schule
und schließlich die Auslobung eines Hannah-Arendt-Preises für besondere Leistungen für die Schulgemeinde oder bei Wettbewerben

 

Wenn der Freundeskreis jährlich etwa 10.000,00 Euro für alle Förderprojekte zusammen zur Verfügung stellt und damit auch schon mal den Schuletat des Schulträgers übertroffen hat, dann wird deutlich, zu welchem Dank die Schulgemeinde gegenüber diesem Gremium (z. Zt. 480 Mitglieder ) verpflichtet ist, ohne dessen nicht nachlassende Unterstützung und Förderwilligkeit viele Chancen zur Ausgestaltung von Unterricht und Schulleben am Hannah-Arendt-Gymnasium ungenutzt blieben.

Die stete ideelle und pädagogische Förderung der Schule ist nicht zuletzt im Rahmen der Schulfeier zum 40jährigen Bestehen des Freundeskreises sichtbar geworden. Der Festvortrag von Professor Günter Böhm trug den programmatischen Titel „Für eine Bildung nach menschlichem Maß. Vom bleibenden Auftrag des Gymnasiums nach Pisa und Erfurt.“

 

Dr. Hubertus Assig


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