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Erster Themenkreis
"Inhaltliche und
methodische Veränderungen des Unterrichts"
Schulprogramm
2005 – Schulkonzepte – Anhang TH1 / 1
Erster ThemenkreisDas Medienkonzept
Rückblick
- Weiterentwicklung von 2002-2005 Weiterentwicklung
des Medienkonzeptes 2002 - 2005 1.
Ausgangslage In den Jahren 2000 bis 2002 ist von der
Arbeitsgruppe Medienkonzept unter Beteiligung der Fachkonferenzen das als
Anlage beigefügte Medienkonzept erarbeitet worden. Es wurde von der
Lehrerkonferenz zu Beginn des Schuljahres 2002/2003 angenommen. Dort wurde
festgelegt, dass nach ca. 2 Jahren der Erprobung eine Evaluation und Anpassung
des Konzeptes stattfinden solle. 2.
Evaluation. Die Evaluation wurde wiederum von der Arbeitsgruppe
Medienkonzept unter Einbeziehung der beteiligten Fachkonferenzen durchgeführt.
(Siehe Anlagen). Als Ergebnis wurde auf einer Lehrerkonferenz Anfang 2004 die
Zielsetzungen des Medienkonzeptes grundsätzlich bestätigt. Gleichzeitig
wurde festgestellt, dass nicht alle Reihen und Projekte des Medienkonzeptes
verbindlich durchgeführt werden. Als Ursachen wurden festgehalten: ·
Die Bedeutung von Medienkompetenz ist im Kollegium
noch nicht klar. ·
Die Vielzahl der Projekte im Medienkonzept führt
dazu, dass sich niemand wirklich verantwortlich fühlt. ·
Die Bedeutung der einzelnen Projekte ist im
Gesamtzusammenhang des Medienkonzeptes nicht klar. ·
Absprache zwischen den Kollegen findet nicht immer
statt. ·
Nicht alle Fachkonferenzen haben verbindliche
Festlegungen zur Durchführung von Projekten beschlossen. Zur
Verbesserung wurden langfristig folgende Maßnahmen festgelegt: ·
Reduzierung auf weniger aber verlässlich durchgeführte
Reihen / Projekte ·
Verstärkte Durchführung von Projekten im Rahmen
von Mehrfachstunden oder Projekttagen für einzelne Klassen oder
Jahrgangsstufen. ·
Durchführung von Fortbildungen ·
Betreuung gewisser Fächer/Fachbereiche durch
entsprechende Medienbeauftragte der Fächer/Fachbereiche. 3.
Umsetzung der Evaluationsergebnisse: Unter
Beteiligung der Fachkonferenzen wurde von der Arbeitsgruppe Medienkonzept eine
Neufassung des Medienkonzeptes erarbeitet, die zu Beginn des Schuljahres
2005/2006 von der Lehrerkonferenz angenommen wurde. Im
Laufe des Schuljahres 2005/2006 wurden noch weitere Konkretisierungen
vorgenommen. Das Medienkonzept in der zur Zeit gültigen Fassung liegt bei.
Auf wesentliche Punkte soll hier kurz hingewiesen werden. Technische
Fähigkeiten der SuS (I&K-Grundbildung) ·
Die Schülerinnen und Schüler (SuS) werden im
Laufe der JgSt 5 in die Handhabung des Computersystems der Schule und in die
systematische Nutzung einer Textverarbeitung (StarOffice/OpenOffice writer)
eingeführt. Dies geschieht im Rahmen des Konzeptes 'Lernen Lernen' im
Teamteaching von dem Deutschlehrer/der Deutschlehrerin und einer weiteren in
diesem Bereich besonders erfahrenen Lehrkraft. ·
Gegen Ende der JgSt 5 erstellen die SuS im
Deutschunterricht eine Begrüßungszeitung für die neuen fünften Klassen.
Das Layout dieser Zeitung wird an einem Projekttag erstellt. Weitere
Projekttage bzw. Projekthalbtage finden ferner statt: ·
zu Beginn der Klasse 7 zur Einführung in die
Tabellenkalkulation im Teamteaching von Erdkunde und Mathematiklehrer/in ·
im Laufe der JgSt 7 zur Einführung in die
Handhabung von Präsentationsgraphiken ·
am Ende der vierwöchigen Unterrichtsreihe
Zeitung im Deutschunterricht der achten Klassen ·
Die Durchführung von Doppelstunden ist im Rahmen
des Medienkonzeptes erwünscht.
Hierfür kann auch Unterrichts zeitlich umgelegt werden. Inhaltliche
Fähigkeiten der SuS (Medienbildung). ·
Die technischen Fähigkeiten stellen nur die
Grundlage dar, um im Rahmen des Fachunterrichtes der Vermittlung von
Medienkompetenz einen angemessene Raum geben zu können. Die Zielsetzungen
finden sich im allgemeinen Teil und in der Zuordnung der Unterrichtsreihen zu
den verschiedenen medienpädagogischen Bereichen des Medienkonzeptes. 4.
Weitere Planungen Die
unter Punkt 3 genannten Maßnahmen werden erst mit dem kommenden Sachuljahr
(06/07) umgesetzt werden können. Es ist besonders wichtig, diese Umsetzung zu
begleiten. Hierzu sind folgende Maßnahmen vorgesehen: ·
Zur Vorbereitung der oben angegebenen Projekttage
der Klassen 5, 7 und 8 wird jeweils ein vorbereitender Nachmittag mit den
beteiligten Fachlehrern und dem I&K-Koordinator stattfinden. ·
Bei Bedarf sind entsprechende Fortbildung durchzuführen. ·
Für die anderen Projekte des Medienkonzeptes
finden zu Beginn des Schuljahres fach-und projektbezogene Koordinationstreffen
statt. Insgesamt
muss das Medienkonzept kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt werden.
Angestrebt wird ferner, das Medienkonzept in ein Medien- und Methodenkonzept
einzubinden 5.
Fortbildungen Fortbildungen
finden vor allem hausintern bei Bedarf angebunden
an konkrete Unterrichtsreihen statt. (Siehe auch 4.) Leider
ist es nicht mehr möglich, im Rahmen einer pädagogischen Ganztagskonferenz
Fortbildungen für das ganze Kollegium durchzuführen. Dies hemmt die
schulische Entwicklung im Bereich der Medienbildung deutlich und wird als
nicht produktiv angesehen. 6.
Technische Entwicklung Der
im Jahre 2002 eingerichtete Multimediaraum mit 16 Schülerarbeitsplätzen wird
stark genutzt und hat sich in seiner Konzeption bewährt. Auch der
Informatikraum mit 12 Schülerarbeitsplätzen ist gut genutzt und wird gerne
angenommen, ist aber für größere Lerngruppen nicht geeignet. Durch eine
angemessene finanzielle Unterstützung der Stadt und engagierten Einsatz der
betreuenden Lehrkräfte ist das Computersystem der Schule stets gut
einsetzbar. In
den Jahren 2002 bis 2004 sind Ersatzbeschaffungen durchgeführt worden und
transportable Medieneinheiten für die Fachräume Erdkunde, Chemie und
Biologie angeschaftt worden. Im
Laufe des Schuljahres 2005/2006 werden zwei weitere Medienecken mit 5 bzw. 6
Schülerarbeitsplätzen eingerichtet. Im
Laufe des Schuljahres 2005 wird damit folgende technische Ausstattung
erreicht: ·
Multimediaraum
mit 16 Schülerarbeitsplätzen ·
Informatikraum
1 mit 12 Schülerarbeitsplätzen ·
Informatikraum
2 (angrenzend) mit 6 Schülerarbeitsplätzen. Diese beiden Räume können von
einer größeren Lerngruppe dann auch gemeinsam genutzt werden. ·
Schülerarbeitsraum
Erdkunde-Sammlung mit 5 Schülerarbeitsplätzen nur für die Oberstufe ·
Medienecke
Flur mit 2 Schülerarbeitsplätzen ·
Schülerbücherei
mit 6 Schülerarbeitsplätzen ·
Medieneinheiten
(Rechner, DVD, Beamer) in Erdkunde, Biologie, Chemie ·
Ein
Laptop und zwei weitere tragbare Beamer ·
Lehrerzimmer
2 mit 5 Lehrerarbeitsplätzen Alle
Arbeitsplätze arbeiten unter dem Betreuungsstytem INIS im schulinternen Netz.
Das Netz ist über DSL an das Internet angeschlossen. In
den folgenden Jahren sollen dann zuerst weitere Fachräume und danach der
Unterstufentrakt (Klassen 5 bis 7) mit fest eingerichteten Medieneinheiten
versehen werden. Georg Kubitz nach oben: Allgemeine
Zielsetzungen: Angesichts der Tatsache, dass unsere Schülerinnen und Schüler in einer von Medien immer stärker geprägten Welt leben, angesichts des rasanten Wandels der Medienwelt und des großen gesellschaftlichen Einflusses der Medien und der Medienproduzenten halten wir die Vermittlung von Medienkompetenz für eine zentrale Aufgabe der Schule. Ziel ist es, mit Medien und den durch Medien vermittelten Informationen, Desinformationen und Manipulationsversuchen zielgerichtet, sachkompetent, kritisch und verantwortlich umgehen zu können. Wir
möchten den Unterricht in allen Klassenstufen - beginnend ab Klasse 5 - so
gestalten, dass Schülerinnen und Schüler lernen, sich selbständig in der
Medienwelt zu orientieren, Informationen gezielt zu suchen, kritisch zu prüfen
und zu beurteilen. Die Schülerinnen
und Schüler sollen ferner lernen, eigene Arbeitsergebnisse sachgerecht
aufzubereiten und mit Hilfe geeigneter Medien zu präsentieren.
Darüber hinaus sollen Sie die Informations-
und Manipulationsmöglichkeiten moderner Medien kennen und beurteilen lernen,
sie sollen lernen, wie durch Medien Macht und Einfluss ausgeübt wird und sich
schließlich auch mit den Bedingungen auseinander setzen, unter denen Medien
produziert werden. Medienbildung
ist für uns daher eine Querschnittsaufgabe aller Unterrichtsfächer. Änderung der Lernprozesse und ‚Lernen lernen‘:Der
zunehmende Einsatz der neuen Medien im
Unterricht bringt auch Änderungen in der sozialen Organisation der Lehr- und
Lernprozesse mit sich. Der kommunikative Aspekt von Unterricht,
Handlungsorientierung, Produktorientierung, stärkerer Praxisbezug und größere
Selbständigkeit der Lernenden rücken deutlicher in den Blickpunkt. Neben dem
Erwerb von Fachwissen und Kenntnissen von Fachmethoden gewinnen allgemeines
Methodenlernen, soziales Lernen, projektorientiertes Arbeiten und fachübergreifendes
Lernen an Bedeutung. Die Nutzung der neuen Medien steht für uns in engem
Zusammenhang mit der generellen Vermittlung von Techniken der
Informationsbeschaffung und Verarbeitung, die im Schulprogrammbaustein 'Lernen
lernen' gefördert werden sollen.
Eine enge Verzahnung mit diesem Schulprogrammbaustein wird angestrebt. Medienbildung und der allgemeinbildende Anspruch von SchuleMedienbildung
setzt den Umgang mit Technik voraus. Aber nicht die Technik, sondern die
Inhalte der Medien und die Auseinandersetzung mit diesen stehen im Vordergrund
des Unterrichts. Medienbildung setzt ein gutes deutsches Sprachverständnis
und in höheren Jahrgängen gute Kenntnisse vor allem der englischen Sprache
voraus. Umgekehrt soll durch Medienbildung das Sprachverständnis der Schülerinnen
und Schüler und das Interesse an Fremdsprachen gefördert werden. Evaluationdas
Medienpädagogische Konzept hat den Stellenwert eines schulinternen
Curriculums. Zur Umsetzung und zur Evaluation finden jeweils am
Schuljahresanfang und bei Bedarf während des Schuljahres
Koordinationssitzungen der beteiligten Fachlehrer einer Jahrgangsstufe statt.
Besonderheiten
der Erprobungsstufe In
der Klasse 5 erhalten die Schülerinnen
und Schüler während eines Vierteljahres eine besondere Stunde zur Einführung
in de Textverarbeitung. Diese wird im Teamteaching vom Klassenlehrer / von der
Klassenlehrerin und einer weiteren Lehrperson mit besonderen
Kenntnissen im Bereich der neuen Medien durchgeführt. Hierbei werden bewusst nur wenige Möglichkeiten der Textverarbeitung genutzt, damit der Umgang mit diesen Möglichkeiten systematisch besprochen und eingeübt werden kann. Bildbearbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware sollen in Klasse 5 und 6 noch nicht benutzt werden. Umsetzung Zur Einführung in die Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationssoftware findet jeweils vor der erstmaligen Nutzung im Fachunterricht ein halber Projekttag statt. Hierfür liegen ausgearbeitete Arbeitsblätter und begleitendes Arbeitsmaterial auf dem Schulserver vor. Für manche Projekte sind Projekttage oder zumindest Doppelstunden vorgesehen. Weitere
Schritte Für die Bereiche Desktop Publishing und Veröffentlichung im Internet müssen Arbeitsblätter und weiteres Material noch erstellt werde. Die laufende Fortbildung der Kolleginnen und Kollegen ist fester Bestandteil des Fortbildungskonzeptes der Schule. Der Bereich „Beurteilen und Durchschauen der Bedingungen, unter denen Medien produziert werden.“ (s.u.) soll noch stärker berücksichtigt werden. Ein Elternabend zur Mediennutzung für Kl 5 unter dem Thema : „Fernseher und Computer im Kinderzimmer?“ soll durchgeführt werden. Das Medienkonzept soll in ein allgemeines Methodenkonzept integriert werden. Bevor
nun eine Liste der verbindlichen Unterrichtseinheiten /Projekte für die
Mittelstufe im Rahmen des Medienkonzeptes folgt, zuerst ein Überblick über
die gestuften Medienpädagogischen Bereiche und Ziele: Genauere
Beschreibung der Ziele innerhalb der medienpädagogischen Bereiche: 1 : Auswählen und Nutzen von Medienangeboten 2 : Gestalten (und Verbreiten) von eigenen
Medienbeiträgen 3 : Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien 4 : Erkennen und Aufarbeiten der Einflüsse von
Medien auf sich selbst und andere 5 : Beurteilen und Durchschauen der Bedingungen,
unter denen Medien produziert werden. Bereich 'Auswählen
und Nutzen von Medienangeboten': Die
digitalen Medien sollen in diesem
Bereich möglichst neben anderen Medien wie Zeitschriften, Schul- und Fachbüchern,
Prospekten, .. eingesetzt werden.. Die verschiedenen Informationen sollen im
Rahmen des in der jeweiligen Klassenstufe Möglichen miteinander verglichen
und auf ihre Zuverlässigkeit hin überprüft werden. Ziel bei der Nutzung
aller Medien soll dabei eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung sein,
die auch die Lesefähigkeit und das Verstehen von Texten bei den Schülerinnen
und Schülern fördert. Bereich
'Gestalten und Verbreiten von Medienbeiträgen' Zu
Beginn der Klasse 5 soll die Gestaltung eigener Medienbeiträge wie z.B.
die eines Reiseprospektes zuerst 'von
Hand' erfolgen . In der
Erprobungsstufe werden dann in erster Linie die Textverarbeitung und einfache
Graphikprogramme zur digitalen Mediengestaltung eingesetzt. In den JgSt 7 und
8 kommen dann Tabellenkalkulationsprogramme und Präsentationssoftware (wie
Powerpoint oder Impress) hinzu. In den JgSt 9 und 10 wird dies durch ein
Desktop-Publishing-Programm (wie MS-Publisher) und einen Web-Editor ergänzt,
so dass Arbeitsergebnisse verstärkt im Intranet der Schule oder im Internet
veröffentlicht werden können. Bereich
'Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien' Durch die Produktion eigener Medien soll ein Verständnis für die verschiedenen Möglichkeiten der Gestaltung von Medien und ihre Wirkung auf andere gefördert werden. An geeigneten Projekten (siehe Liste unten) können in allen Jahrgangsstufen Medien verglichen und so ihre Gestaltung verstanden und bewertet werden. Bereich
'Erkennen und Aufarbeiten der Einflüsse von Medien auf sich selbst und
andere' Sowie
'Beurteilen und Durchschauen der Bedingungen, unter denen Medien produziert
werden' Diese
Bereiche gehen deutlich über die Nutzung, Produktion und Bewertung von Medien
hinaus. Es finden sich in der Übersicht unten nur wenige Projekte zu diesen
Themen. Hier sind vor allem für
die JgSt. 9 und 10 Ergänzungen nötig! Übersicht über die verbindlichen Unterrichtsreihen und Projekte im
Rahmen des Medienkonzeptes Erprobungsstufe
: JgSt 5
nach oben: Medienpädagogische
Bereiche: 1 : Auswählen und Nutzen von Medienangeboten 2 : Gestalten (und Verbreiten) von eigenen Medienbeiträgen Technische
(und methodische) Fähigkeiten: -
Anmelden und Abmelden im Netzwerk, -
Speichern und Wiederfinden von Dateien -
Sinnvolle Nutzung eines Browsers
-
Erste Einführung in die Textverarbeitung
Erprobungsstufe
: JgSt 6
nach oben: JgSt 7
Medienpädagogische Bereiche:
1
: Auswählen und Nutzen von Medienangeboten 2 : Gestalten (und Verbreiten) von eigenen Medienbeiträgen 3
: Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien Technische (und methodische) Fähigkeiten:
-Tabellenkalkulation : Berechnung von Daten - Präsentationssoftware und Vortragstechniken
nach oben: JgSt 8
Medienpädagogische Bereiche:
1
: Auswählen und Nutzen von Medienangeboten 2 : Gestalten (und Verbreiten) von eigenen Medienbeiträgen 3
: Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien Technische (und
methodische) Fähigkeiten: - Textverarbeitung: Seitenlayout, Kopf und Fußzeilen, Seitenzahlen - Interpretation
von Diagrammen - Gestaltung
und Auswertung von Umfragen: (Grafstatt) -
Präsentationssoftware und Vortragstechniken
nach oben: JgSt 9 und 10
Medienpädagogische
Bereiche: 3 : Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien 4 : Erkennen und Aufarbeiten der Einflüsse von Medien auf sich selbst
und andere Technische (und
methodische) Fähigkeiten: - Präsentation von Daten und Arbeitsergebnissen mit Präsentationssoftware -
Veröffentlichen von Arbeitsergebnissen im Internet Eher JgSt 9
JgSt 10
nach oben: Endfassung vom 26.06.2002 Allgemeine
Zielsetzungen: Angesichts der Tatsache, dass unsere Schülerinnen und Schüler in einer von Medien immer stärker geprägten Welt leben, angesichts des rasanten Wandels der Medienwelt und des großen gesellschaftlichen Einflusses der Medien und der Medienproduzenten halten wir die Vermittlung von Medienkompetenz für eine zentrale Aufgabe der Schule. Ziel ist es, mit Medien und den durch Medien vermittelten Informationen, Desinformationen und Manipulationsversuchen zielgerichtet, sachkompetent, kritisch und verantwortlich umgehen zu können. Wir
möchten den Unterricht in allen Klassenstufen - beginnend ab Klasse 5 - so
gestalten, dass Schülerinnen und Schüler lernen, sich selbständig in der
Medienwelt zu orientieren, Informationen gezielt zu suchen, kritisch zu prüfen
und zu beurteilen. Die Schülerinnen
und Schüler sollen ferner lernen, eigene Arbeitsergebnisse sachgerecht
aufzubereiten und mit Hilfe geeigneter Medien zu präsentieren.
Darüber hinaus sollen Sie die Informations-
und Manipulationsmöglichkeiten moderner Medien kennen und beurteilen lernen,
sie sollen lernen, wie durch Medien Macht und Einfluss ausgeübt wird und sich
schließlich auch mit den Bedingungen auseinander setzen, unter denen Medien
produziert werden. Medienbildung
ist für uns daher eine Querschnittsaufgabe aller Unterrichtsfächer. Änderung der Lernprozesse und ‚Lernen lernen‘:Der
zunehmende Einsatz der neuen Medien im
Unterricht bringt auch Änderungen in der sozialen Organisation der Lehr- und
Lernprozesse mit sich. Der kommunikative Aspekt von Unterricht,
Handlungsorientierung, Produktorientierung, stärkerer Praxisbezug und größere
Selbständigkeit der Lernenden rücken deutlicher in den Blickpunkt. Neben dem
Erwerb von Fachwissen und Kenntnissen von Fachmethoden gewinnen allgemeines
Methodenlernen, soziales Lernen, projektorientiertes Arbeiten und fachübergreifendes
Lernen an Bedeutung. Die Nutzung der neuen Medien steht für uns in engem
Zusammenhang mit der generellen Vermittlung von Techniken der
Informationsbeschaffung und Verarbeitung, die im Schulprogrammbaustein 'Lernen
lernen' gefördert werden sollen.
Eine enge Verzahnung mit diesem Schulprogrammbaustein wird angestrebt. Medienbildung und der allgemeinbildende Anspruch von SchuleMedienbildung
setzt den Umgang mit Technik voraus. Aber nicht die Technik, sondern die Inhalte
der Medien und die Auseinandersetzung mit diesen stehen im Vordergrund des
Unterrichts. Medienbildung setzt ein gutes deutsches Sprachverständnis und in höheren
Jahrgängen gute Kenntnisse vor allem der englischen Sprache voraus. Umgekehrt
soll durch Medienbildung das Sprachverständnis der Schülerinnen und Schüler
und das Interesse an Fremdsprachen gefördert werden. Evaluationdas
Medienpädagogische Konzept hat den Stellenwert eines schulinternen Curriculums.
Die nächsten beiden Schuljahre sind als Erprobungsphase zu sehen, an deren Ende
das Konzept nach Beratung in den Fachkonferenzen überarbeitet werden soll. Genauere
Beschreibung der Ziele innerhalb der medienpädagogischen Bereiche: 1 : Auswählen und Nutzen von Medienangeboten 2 : Gestalten (und Verbreiten) von eigenen
Medienbeiträgen 3 : Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien 4 : Erkennen und Aufarbeiten der Einflüsse von
Medien auf sich selbst und andere 5 : Beurteilen und Durchschauen der Bedingungen,
unter denen Medien produziert werden. Bereich 'Auswählen
und Nutzen von Medienangeboten': Die
digitalen Medien sollen in diesem
Bereich möglichst neben anderen Medien wie Zeitschriften, Schul- und Fachbüchern,
Prospekten, .. eingesetzt werden.. Die verschiedenen Informationen sollen im
Rahmen des in der jeweiligen Klassenstufe Möglichen miteinander verglichen und
auf ihre Zuverlässigkeit hin überprüft werden. Ziel bei der Nutzung aller
Medien soll dabei eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung sein, die auch
die Lesefähigkeit und das Verstehen von Texten bei den Schülerinnen und Schülern
fördert. Bereich
'Gestalten und Verbreiten von Medienbeiträgen' Zu
Beginn der Klasse 5 soll die Gestaltung eigener Medienbeiträge wie z.b.
die eines Reiseprospektes, 'von
Hand' erfolgen (s.u.). In der
Erprobungsstufe werden dann in erster Linie die Textverarbeitung und einfache
Graphikprogramme zur digitalen Mediengestaltung eingesetzt. In den JgSt 7 und 8
kommen dann Tabellenkalkulationsprogramme und Präsentationssoftware (wie
Powerpoint oder Impress) hinzu. In den JgSt 9 und 10 wird dies durch ein
Desktop-Publishing-Programm (wie MS-Publisher) und einen Web-Editor ergänzt, so
dass Arbeitsergebnisse verstärkt im Intranet der Schule oder im Internet veröffentlicht
werden können. Bereich
'Verstehen und Bewerten der Gestaltung von Medien' Durch die Produktion eigener Medien soll ein Verständnis für die verschiedenen Möglichkeiten der Gestaltung von Medien und ihre Wirkung auf andere gefördert werden. An geeigneten Projekten (siehe Liste unten) können in allen Jahrgangsstufen Medien verglichen und so ihre Gestaltung verstanden und bewertet werden. Bereich
'Erkennen und Aufarbeiten der Einflüsse von Medien auf sich selbst und
andere' Sowie
'Beurteilen und Durchschauen der Bedingungen, unter denen Medien produziert
werden' Diese
Bereiche gehen deutlich über die Nutzung, Produktion und Bewertung von Medien
hinaus. Es finden sich in der Übersicht unten nur wenige Projekte zu diesen
Themen. Hier sind vor allem für die
9 und 10 Ergänzungen durch die Fachkonferenzen nötig! Besonderheiten
der Erprobungsstufe In
der Klasse 5 müssen sich die Schülerinnen
und Schüler mit dem nicht immer einfachen Übergang von der Grundschule zum
Gymnasium auseinandersetzen. Medienbildung sollte diesen Übergang nicht durch
zu viele neue Anforderungen erschweren. Die digitalen Medien sollen zu Beginn der 5 daher in erster Linie im Bereich 'Auswählen und
Nutzen von Medienangeboten' eingesetzt werden. Hierbei sollen sich die Schülerinnen
und Schüler nur mit wenigen ausgewählten Internetadressen und mit CD-ROMs
beschäftigen. Die Gestaltung
eigener Medienbeiträge wie z.B. die Gestaltung eines Reiseprospektes, soll zunächst 'von Hand'
erfolgen. Gestaltung von Überschriften, das Einhalten von Seitenrändern und
das Einkleben von Graphiken und Bildern von Hand soll die spätere digitale
Arbeit handlungsorientiert vorbereiten und die Bemühungen zur übersichtlichen
Heftführung im Rahmen des Projekts 'Lernen lernen' unterstützen. Auf der Grundlage dieser Erfahrungen soll gegen Ende der Klasse 5 eine Textverarbeitung zur Erstellung eigener Medienbeiträge benutzt werden. Hierbei werden bewusst nur wenige Möglichkeiten der Textverarbeitung genutzt, damit der Umgang mit diesen Möglichkeiten systematisch besprochen und eingeübt werden kann. Bildbearbeitung, Tabellenkalkulation und die Aufbereitung von Texten für das Internet sollen in Klasse 5 und 6 noch nicht durchgeführt werden. nach oben: Es folgt nun eine
Liste möglicher verbindlicher Unterrichtseinheiten /Projekte für die
Mittelstufe.
nach oben: Methoden lernen am Hannah-Arendt-Gymnasium Methodisches
Lernen hat am Hannah-Arendt-Gymnasium seit geraumer Zeit einen besonderen
Stellenwert eingenommen und wurde in jüngster Zeit im Stundenplan der
Erprobungsstufe durch gesonderte Stunden ausgewiesen. In dieser Phase geht es in
erster Linie darum grundlegende methodische Fähigkeiten fortzuführen, die in
der Grundschule bereits erworben worden sind, oder neue Fertigkeiten zu
generieren, die ein erfolgreiches selbständiges Lernen für die weitere
Schullaufbahn ermöglichen. Zu diesen basalen Methoden gehören
Arbeitsorganisation, Hausaufgaben, Grundlagen der Textverarbeitung sowie die
Vorbereitung auf Klassenarbeiten. Weitere Ausführungen finden sich in einem
gesonderten Teil zur Erprobungsstufe. Die
Vermittlung von Methoden setzt sich in der Mittelstufe fort, wobei hier
methodisches Lernen stärker an einzelne Fächer angebunden ist und insofern
nicht ohne fachlichen Bezug dargestellt werden kann. Hier wird auf die Beiträge
der einzelnen Fachschaften verwiesen, die die verschiedenen Methoden explizit
benennen. Verbindendes
Element in der Sekundarstufe 1 des Methodenlernens ist das Medienkonzept unserer
Schule, das für die einzelnen Jahrgangsstufen verbindlich bestimmte Fähigkeiten
im Umgang mit neuen Medien festlegt, die inhaltlich aufeinander aufbauen und in
ihrer Komplexität eine den Altersgruppen angemessene Progression aufweisen. Zentrales
Ziel der Oberstufe ist die Wissenschaftspropädeutik, auf die durch das
Methodenkonzept vorbereitet wird. Jüngste räumliche Umgestaltung unserer
Schule, wie beispielsweise die Einrichtung von Lernecken, der Ausbau der
Computerecken und auch der geplante Ausbau der Schülerbibliothek sind allesamt
auf die Förderung selbstständigen Arbeitens ausgerichtet. Dieser
Ansatz, der sich stringent durch die verschiedenen Jahrgangsstufen fortsetzt,
wird auch durch weitere organisatorische Maßnahmen unterstützt, wie etwa die
Durchführung von Projekten auf Klassen- und Jahrgangsstufenebene, sowie
Projekttage, die für die gesamte Schule durchgeführt werden. Auch die
Ausweitung von Doppelstunden, wie sie in der Erprobungsstufe bereits umgesetzt
worden ist, wurde im Sinne des verstärkten Methodenlernens vorgenommen. Das
Methodenkonzept wird an der Schule durch Fortbildungsangebote unterstützt,
wobei der spezifische Fortbildungsbedarf mittels Abfragen im Kollegium ermittelt
wird. Das
Methodenkonzept unserer Schule versteht sich jedoch nicht als ein
Methodentraining, das verschiedene Verfahren des selbständigen Lernens um ihrer
selbst Willen vermittelt und vergleichbar der Anhäufung von Wissensfragmenten
auf Vorrat lernen lässt. Vielmehr geht es darum
methodisches Lernen immer an fachlichen Inhalten zu vermitteln, wodurch die
jeweilige Methode zur Erschließung von Inhalten für den Lernenden sinnvoll
wird und so ihre Legitimation erfährt. Holger
Hagedorn Dr.
Tilman Volkamer nach oben: Lernstandserhebungen
Seit dem Schuljahr 2004/05 werden am Hannah-Arendt-Gymnasium – wie an
allen Schulen in Nordrhein-Westfalen – Lernstandserhebungen in den Fächern
Deutsch, Mathematik und Englisch in den Klassen der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt.
Je nach Aufgabenstellung in den verschiedenen Fächern und nach entsprechenden
Absprachen auf den Fachkonferenzen entscheiden sich die Kolleginnen und Kollegen
für die angemessenen Korrekturverfahren: Zum Teil werden die Tests von den
beteiligten Fachlehrerinnen und –lehrern durchgesehen, zum Teil auch von der
gesamten Fachgruppe. In
allen Fällen werden – entsprechend der Zielsetzung der Lernstandserhebungen,
eine schulübergreifende Standortbestimmung zu ermöglichen sowie den Lern- und
Förderbedarf von einzelnen Klassen oder Schülergruppen zu ermitteln – die
Ergebnisse anschließend in den Fachkonferenzen als zuständige Gremien
diskutiert. Über die individuellen Resultate werden jeweils die Schülerinnen
und Schüler mit ihren Eltern informiert und beraten. Darüber hinaus erfolgt
erlassgemäß in den Klassenpflegschaften, in der Schulpflegschaft und auf der
Schulkonferenz ein ausführlicher Bericht über die gewonnenen Erkenntnisse. Leider
waren in den Fächern Deutsch und Englisch die landesweiten Vergleichsmöglichkeiten
im Schuljahr 2004/05 sehr eingeschränkt, da aus methodischen Gründen für
einen Großteil der bearbeiteten Aufgaben, insbesondere aus dem Bereich
„Schreiben“, vom Landesinstitut
für Schule keine landesweiten Referenzwerte erstellt wurden. Die übermittelten
Werte und die schulinternen Vergleiche innerhalb der Jahrgangsstufe wiesen
allerdings ähnliche Ergebnisse auf wie die Parallelarbeiten aus vorherigen
Schuljahren. Diese hatten bereits dazu geführt, dass für eine Klasse eine zusätzliche
wöchentliche Förderstunde in Englisch eingerichtet wurde, um vorhandene
Defizite auszugleichen. Die gleiche Maßnahme wurde im laufenden Schuljahr
2005/06 bereits nach der ersten Rückmeldung einzelner Ergebnisse für eine
andere Klasse in Mathematik getroffen. Da hier ebenfalls vorherige schulinterne
Vergleiche auf entsprechenden Förderbedarf hingedeutet hatten, reagierten die
Eltern sehr positiv auf die sofortige Reaktion der Schule, auch wenn der
Unterricht nur am Nachmittag angeboten werden konnte. Hieraus
wird sichtbar, dass die Schule im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemüht ist,
Konsequenzen aus den Ergebnissen der Lernstandserhebungen zu ziehen und
Verfahren zu entwickeln, um den Schülerinnen und Schülern notwendigen Förderbedarf
zukommen zu lassen. Wolfgang
Monka nach oben: Projektarbeit
in der Oberstufe – Herausforderung und Chance Projektunterricht
entspricht den allgemeinen Bildungsanliegen der Schule. Die Projektmethode
versteht sich als ein Weg zur Erreichung der Bildungsziele. Die angewandten
Methoden des Unterrichts bzw. Lernens und die Formen der Unterrichtsorganisation
sollen einander konstruktiv ergänzen, bilden jedoch fallweise auch einen
sinnvollen methodischen Kontrast zueinander. Dies gibt dem Schüler die
Gelegenheit zu erkennen, welche Eigenart oder Möglichkeiten der Problemlösung
die verschiedenen Methoden bzw. Betrachtungs- und Verfahrensweisen jeweils
beinhalten. Projektunterricht wird als Zusammenwirken möglichst vieler
nachstehender Merkmale verstanden: Ø
Orientierung an den Interessen der
Beteiligten Ø
Selbstorganisation und
Selbstverantwortung Ø
Zielgerichtete Planung Ø
Interdisziplinarität Ø
Erwerb sozialer Kompetenzen Ø
Wirkung nach außen Ø
Rolle der Lehrer/innen Die
Facharbeit in der Jahrgangsstufe 12 In der Jahrgangsstufe 12 schreibt jeder Schüler eine Facharbeit.
Eine Facharbeit ist eine umfangreiche Hausarbeit, die selbstständig zu
verfassen ist und auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereiten soll.
In der Jahrgangsstufe 12 wird vor allem durch einen Projekttag auf
die Facharbeit vorbereitet. Dort werden den Schülern insbesondere die
notwendigen nicht fachspezifischen Methoden vermittelt. An Fallbeispielen werden
folgende Bereiche erarbeitet: Wissenschaftliches Arbeiten, Literaturrecherche, Aufbau und
Gliederung, Zitierformen, Anmerkungen, Literaturverzeichnis, Umgang mit dem
Computer / Formatieren. Im Unterricht geben die Fachlehrer die besonderen Anforderungen
ihres Faches bekannt und beraten die Schüler bei der Eingrenzung und
Strukturierung des Themas. Der für die Organisation der Facharbeiten zuständige Lehrer
informiert über die grundsätzlichen Anforderungen und die konkrete
Organisation in dem jeweiligen Schuljahr und versorgt die Schüler mit den
erforderlichen Unterlagen. Er koordiniert die Fachwahlen intern und in
Abstimmung mit dem Graf-Adolf-Gymnasium in Tecklenburg, steht den Fachlehrern
und Schülern während der Vorbereitungs- und Arbeitszeit zur Klärung offener
Fragen zur Verfügung, verarbeitet aufgetretene Defizite nach Abschluss der
Arbeit, sammelt besonders gut gelungene Facharbeiten und führt die Liste mit
den Themen der Facharbeiten seit 2001. Im Unterricht geben die Fachlehrer die
besonderen Anforderungen ihres Faches bekannt und beraten die Schüler bei der
Eingrenzung und Strukturierung des Themas. Leistungskursgebundene
Projekte in der Jgst. 12 Der Biologie-Leistungskurs in der Jahrgangsstufe 12.1 führt z.B.
eine dreitägige biologische Exkursion zum Heiligen Meer (Ibbenbüren) durch.
Dort haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit ganz intensiv unter
Anleitung von wissenschaftlichen Mitarbeitern der biologischen Station im
Bereich der Gewässerökologie zu forschen. Parallel dazu werden in den anderen
Leistungskursen dieser Schiene ebenfalls fachgebundene Projekte angeboten z.B.
Erstellen eines Internetbeitrags zur Literaturepoche Barock. Projekt:
Politische Bildung (Fahrt nach Berlin) in der Jgst. 13 Beim dreitägigen Berlinaufenthalt wird den Schülern
die Möglichkeit geboten sich vor Ort über die demokratischen Institutionen zu
informieren und Verständnis für die
Funktionsweise und Funktionsabläufe im Deutschen Bundestag und im Bundesrat zu
entwickeln. Ebenfalls ist es möglich, mit Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis
Steinfurt Gespräche und
Diskussionen über gerade zu dem Zeitpunkt aktuelle Themen zu führen. Im
Bundesrat erläutert ein Rollenspiel die Vorgehensweise bei der Gesetzbildung in
Bundestag und Bundesrat an einem konkreten Beispiel. Die
Schüler sollen die Aufgaben des Bundesrates bei der Gesetzesänderung an einem
konkreten Beispiel nachvollziehen, gegenüber den Aufgaben des Bundestags
abgrenzen und sich in die Rolle eines Abgeordneten (auch sprachlich)
hineinversetzen können. Darüber hinaus werden die Programmpunkte in Abhängigkeit
von Möglichkeiten der thematischen Anbindung an den Unterrichtsstoff des
Leistungskurses festgelegt (z.B. Geschichte: Widerstandsbewegung, Deutsch: Auf
den Spuren Fontanes oder Erdkunde: Stadt- und Stadtteilplanung). Zur Einführung des Faches Naturwissenschaft
im Schuljahr 2004/2005
Am
Hannah-Arendt-Gymnasium hatten wir uns frühzeitig mit der geplanten Umsetzung
des Faches Naturwissenschaft beschäftigt und die Vorbereitungen hierzu waren
bereits sehr weit gediehen. So wurden umfangreiche Anschaffungen für den Aufbau
der Sammlung gemacht, um der experimentellen Ausrichtung des Faches gerecht zu
werden und die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe mit den Methoden
naturwissenschaftlichen Arbeitens vertraut zu machen. In diesem Zusammenhang
wurde die Ausstattung spezieller Räume für dieses Fach geplant und
entsprechende Gespräche mit der Stadt geführt, um optimale Bedingungen für
das Arbeiten in diesem Fach zu schaffen. Neben einem Klassenraum für
Unterrichtsgespräche und der Arbeit mit der gesamten Lerngruppe gab es konkrete
Pläne zur Ausstattung einer dazu gehörigen Experimentierwerkstatt, einer
Fachbereichsbibliothek, sowie einer Computerecke, um die Selbsttätigkeit der
Schülerinnen und Schüler zu fördern und gleichzeitig ein möglichst hohes Maß
an innerer Differenzierung der Lerngruppe zu ermöglichen. Neben
der Planung der Räume und der Ausstattung der Sammlung wurden zudem über den
Freundeskreis Fördermittel für die Erstausstattung beantragt und bewilligt, um
so auch kostspieliges Experimentiermaterial, wie beispielsweise Binokulare,
anzuschaffen. Es
wurden darüber hinaus mehrere Lernbereichskonferenzen abgehalten, in denen die
schulspezifische Umsetzung des Lehrplans auf ungeteilte Zustimmung aller
Naturwissenschaftler stieß. Schließlich hatte sich in diesem Zusammenhang eine
Gruppe von fünf Kollegen gefunden, die sich alle vierzehn Tage trafen, um
Material auszuarbeiten, Unterrichtseinheiten zu planen, das schuleigene
Curriculum zu strukturieren und die weitere Ausstattung der Räume zu
organisieren. Nach
dem Scheitern der Einführung des neuen Faches wird versucht möglichst viele
Ansätze des Faches Naturwissenschaft in den traditionellen Fächern Physik,
Chemie und Biologie zu etablieren und die bereits bestehende Orientierung an Phänomenen
und an der experimentellen Arbeit im naturwissenschaftlichen Unterricht weiter
auszubauen. Dr.
Tilman Volkamer nach oben:
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Jahrgangsstufe |
Veranstaltung/ Ziel |
Dauer Tage |
Kosten für Begleiter |
Erläuterungen |
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5 |
Pädagogische Tage Kennenlerntage |
3 |
50 € |
Ein Begleiter je Klasse |
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Ende 6 oder Anfang 7 |
Klassenfahrt |
3 |
50-60 € |
6 Begleiter, Vollverpflegung |
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5 –10 |
Wandertage |
1 |
bis 20 € |
|
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8 |
Pädagogische Tage |
3 |
40 € |
3-5 Begleiter, Vollpension |
|
10
Differenzier-ungskurs Ek/Bi |
Hamburg |
3 |
50 € |
2 Begleiter, Frühstück |
|
9/10 |
Konfliktlotsenseminar |
2 |
50 € |
2 Begleiter/ Vollpension |
|
11 |
Skifreizeit |
10 |
135-175 € |
5 Begleiter/ Vollverpflegung |
|
11 |
Alternativfahrt – Europ. Metropolen/ Istanbul |
10 |
250 € |
2 Begleiter/ Frühstück |
|
12 Bio –Lk |
Projekt „Heiliges
Meer“ |
3 |
20 € |
1 Begleiter |
|
13 |
Berlinfahrt |
3 |
70 € |
4-5 Begleiter |
|
|
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Erläuterungen zu einzelnen Fahrten:
Am Ende der Jahrgangsstufe 6 bzw. zu Beginn der Klasse
7 fahren die Klassen gemeinsam nach Bad Zwischenahn. Während des dreitägigen
Aufenthalts sind sie in der Jugendherberge untergebracht. Die knapp zweistündige
Reise wird mit dem Zug zurückgelegt.
Bad
Zwischenahn bildet in sportlicher und auch kultureller Hinsicht ein ideales Ziel
für Schülerinnen und Schüler dieser Altersstufe. Die unmittelbar am
Zwischenahner Meer gelegene Jugendherberge verfügt über einen eigenen
Badestrand und eine große Spielwiese, auf der Fußball- und Volleyballspiele
sowie Tischtennis möglich sind. Außerdem können ein
Grillplatz und ein Musikpavillon genutzt werden. Ein Minigolfplatz
befindet sich in unmittelbarer Nähe. Ebenfalls besteht die Möglichkeit Fahrräder
auszuleihen und auf einem gefahrlosen Radweg eine Tour rund um den See zu
machen. Der Besuch des großen Frei-lichtmuseums vermittelt einen Eindruck vom
Leben der Menschen dieser Region in früherer Zeit.
Neben
dem Sport- und Kulturprogramm bietet der Aufenthalt in Bad Zwischenahn die
Gelegenheit, sich außerhalb des Schulalltags noch besser kennen zu lernen und
die zur Verfügung stehende Freizeit gemeinsam zu gestalten. Dies ist besonders
wichtig wegen der erforderlichen Neuzusammensetzung der Klassen in der
Klassenstufe 7. Darüber hinaus
sind
die Schülerinnen und Schüler aufgefordert bei den Wanderungen und besonders
beim Fahrradfahren Regeln einzuhalten und Rücksicht gegenüber den Mitschüler/innen
und den meist älteren Gästen des Kurortes zu üben.
Schulskiunterricht ist mehr als Skischulunterricht
Pädagogische Schwerpunkte der Skifreizeit am
Hannah-Arendt-Gymnasium
Pädagogische Perspektiven
Der Sportunterricht an Schulen in Deutschland hat sich in den
vergangenen Jahren gewandelt. Im Mittelpunkt steht jetzt ein erziehender
Sportunterricht, der in NRW von sechs pädagogischen Perspektiven geleitet
wird, die alle für die Durchführung von Skifreizeiten bedeutsam sind. Am HAG
haben wir zwei Perspektiven als Schwerpunkte ausgewählt:
1. Gesundheit
fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln
2. Etwas wagen
und verantworten
Zu 1. Exemplarisch sei hier auf die intensive Vorbereitung
durch eine Skigymnastik, die von den Schülerinnen und Schülern gestaltet wird,
verwiesen.
Zu 2. Besonders beim Fahren in Kleingruppen ergeben sich
zahlreiche Situationen in denen eine kontrollierte Risikobereitschaft und Rücksichtnahme
auf den Leistungsschwächeren gefordert ist.
Aber auch die übrigen vier Perspektiven, wie sie in den
Richtlinien und Lehrplänen für das Fach Sport (S. XXIX - XXXVI) beschrieben
werden, finden Berücksichtigung.
Soziale Integration
Am Beginn der Oberstufe und daher synchron mit der Auflösung
der Klassenverbände und dem Neuzugang von Schülerinnen und Schülern anderer
Schulen leistet die Skifreizeit als Ort nahezu idealer Bedingungen für Lernen
unter hoch emotionalen Bedingungen einen wertvollen Beitrag für die
Integration. Der Reiz der Sportart Skilaufen, der durch die Entwicklung des
Carvens noch eine erhebliche Steigerung erfahren hat, in Verbindung mit der
faszinierenden Alpenlandschaft sind hier wohl die wichtigsten Faktoren.
Natur erleben — Natur bewahren
Aber auch der verantwortungsbewusste
Umgang mit dieser sensiblen Region wird den Schülerinnen und Schülern
praxisimmanent und in der theoretischen Begleitung vermittelt, damit sie auf der
Basis reflektierter eigener Erfahrung zu kompetentem Handeln befähigt werden.
(Auswahl des Skigebietes, Verhalten im Skigebiet und im Skiort)
Dr. Alois Thomes
Internationaler
Schüleraustausch
Holten-Holland Istanbul-Türkei Wapakoneta-USA
Seit
Mitte der neunziger Jahre besteht eine Partnerschaft des
Hannah-Arendt-Gymnasiums mit der „Scholengemeenschap ‚De Waerdenborch’“
in Holten in den Niederlanden. Regelmäßig finden gegenseitige Besuche statt,
an denen hauptsächlich Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen, gelegentlich
aber auch aus den Klassen 8 und 10 teilnehmen.
Die
niederländischen Schülerinnen und Schüler kommen im Herbst für ein verlängertes
Wochenende von Freitag bis Montag nach Lengerich. Das Programm ist so gestaltet,
dass sie zum einen Gelegenheit erhalten, die Stadt und die umliegende Region
kennen zu lernen, zum anderen aber auch durch individuelle Unternehmungen im
Familien- und Freundeskreis private Kontakte herstellen und vertiefen können.
Darüber hinaus finden am Montagmorgen Hospitationen im Unterricht statt, so
dass auch der schulische Bereich in den Besuch integriert wird. Durch die
finanzielle Unterstützung der EUREGIO entstehen dabei kaum Unkosten.
Der Gegenbesuch in Holland, der jeweils im folgenden Frühjahr
durchgeführt wird, ist von der Programmgestaltung her ähnlich aufgebaut.
Dadurch, dass die Schülerinnen und Schüler sich bereits kennen und in der
Zwischenzeit den persönlichen Kontakt durch Briefe, Emails oder Telefonate
gefestigt haben, hat er natürlich von der Atmosphäre her einen etwas anderen,
noch ungezwungeneren Charakter.
Dies kommt der Zielsetzung des Austausches entgegen, den
beteiligten Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu geben, Lebensgewohnheiten
Jugendlicher in einem Nachbarland kennen zu lernen, sich in eine Gastfamilie
einzufügen und auf diesem Hintergrund über eigene Gewohnheiten nachzudenken.
So können durch direkte Kontakte Grenzen überwunden und Vorurteile abgebaut
werden. Dass dies gelingt, kann außer an der hohen Zahl der Interessenten nicht
zuletzt auch daran erkannt werden, dass die bei diesem Austausch erstellten
Kontakte häufig durch private Besuch an Wochenenden oder in Schulferien
erhalten und ausgebaut werden.
Wolfgang
Monka
Aktueller Stand 05 Programm Istanbul 05 Gegenbesuch 05 Ältere Berichte
Seit
der ersten Fahrt nach Istanbul im Jahre 1994 ist diese Fahrt regelmäßig alle 2
Jahre (mit einer Ausnahme wegen des Erdbebens) als Alternativfahrt in der
Jgst,11 durchgeführt worden.
Nach
verschiedenen Versuchen mit Istanbuler Schulen und Organisationsformen scheint
sich jetzt die Partnerschaft mit dem Alman Lisesi Istanbul zu etablieren. Die
deutschen Schüler haben dabei während der Zeit in Istanbul einen festen
Partner, sind aber nur einen Teil des Aufenthalts in den Familien und wohnen die
restliche Zeit im Hotel. Dies ist auch mehr und mehr der Wunsch der Schüler,
die sich nicht gut auf einen zehntägigen Aufenthalt in einer Istanbuler Familie
einlassen können. Bei dem Gegenbesuch der türkischen Schüler erfolgt die
Unterbringung dann in den Gastfamilien, was schon aus Kostengründen sein muss.
Die logistischen Probleme sind natürlich in unserem ländlichen
Kleinstadtrahmen auch wesentlich geringer als in Istanbul.
Bei
den Schülern erfreut sich die Fahrt einer recht großen Beliebtheit, in diesem
Jahr hatten sich 30 Schülerinnen und Schüler angemeldet, darunter fast alle
Schülerinnen und Schüler mit einem anderen kulturellen Hintergrund als dem
deutschen. Nach eigenen Aussagen haben sie alle viel Neues über die Türkei und
die türkische Kultur erfahren und hat sich ihr Blick darauf stark verändert.
Es ist sicher ein wichtiger Teil des Programms, dass eine direkte Begegnung der
Jugendlichen untereinander möglich ist, da es auf Grund der Deutschkenntnisse
der türkischen Jugendlichen keine Sprachbarriere gibt. Durch das intensive
Miteinander über einen längeren Zeitraum werden neben den dabei beobachteten
Gemeinsamkeiten aber auch die durchaus vorhandenen Unterschiede deutlich. Die
Jugendlichen können sehr genau wahrnehmen, dass es kulturelle Gebundenheiten
gibt, die in verschiedenen Alltagssituationen immer wieder zutage treten.
Für
die nächste Fahrt habe ich mir vorgenommen, die Vorbereitungsphase noch stärker
vorzustrukturieren, um das Vorwissen noch zu vergrößern und dadurch ein noch
bewussteres Erleben der Reise zu erreichen. Detaillierte Informationen zum
Konzept, zu den Programmen und zu den einzelnen Fahrten können auf unserer
Homepage eingesehen werden.
Uwe
Jäkel
|
Dienstag,
15.2.05 |
Abfahrt
ab Lengerich 13.30 Uhr, Transfer
zum Hotel, Bezug der Zimmer |
|
Mittwoch,
16.2.05 |
Treffen
mit den türkischen Partnerschülern im Alman Lisesi offizielle
Begrüßung der Gruppe Besichtigungen:
Hagia Sophia, Blaue Moschee, Yerebatan Zisterne, Hippodrom |
|
Donnerstag,17.2.05 |
Besichtigung
des Topkapi Palastes mit Harem Basarbesuch
mit kurzer Einführung |
|
Freitag,
18.2.05 |
Begrüßung
in der Schule, Teilnahme am Unterricht Nachmittag
zur freien Verfügung |
|
Samstag,
19.2.05 |
Möglichkeit
für Unternehmungen in den Familien, möglichst auch mit Übernachtung alternativ:
Basarbummel, Besichtigungen in der Nähe des Hotels |
|
Sonntag,
20.2.05 |
Unternehmungen
mit den Familien alternativ:
Stadtrundfahrt mit Besuch verschiedener Märkte und Stadtteile |
|
Montag,
21.2.05 |
Treffen
an der Schule, Führung durch Beyoglu Nachmittag:
Gespräch in der Evang. Gemeinde |
|
Dienstag,
22.2.05 |
Ausflug
zu den Prinzen-Inseln mit dem Schiff Aufstieg
zum Kloster, Essen Bummel
durch den Ferienort |
|
Mittwoch,
23.2.05 |
Führung
durch die Hane rund um den Basar, Besichtigung kleiner alter Handwerksstätten,
gezielte Informationen über Teppich knüpfen, Silberarbeiten, usw. |
|
Donnerstag,
24.2.05 |
Besichtigung
der Süleymaniye Moschee, Ägyptischer Basar, Büchermarkt, Beyazit-Platz,... Abschlussabend
mit den türkischen Partnerschülern |
|
Freitag,
16.3.01 |
17.30
Uhr Abfahrt vom Hotel ca.
23.30 Uhr Transfer Düsseldorf-Lengerich, |
„Die Zeit ging viel zu schnell vorbei!“ „Wir möchten gerne noch länger hier bleiben!“ Wir sehen uns bestimmt noch einmal in Istanbul wieder!“ So gingen die Bemerkungen hin und her beim Abschied der türkischen Schülergruppe am letzten Freitag. Eine Woche lang waren 15 Jungen und Mädchen von der Deutschen Schule Istanbul zu Besuch in Lengerich. Dies war der Gegenbesuch zu der im Februar durchgeführten Fahrt des Hannah-Arendt-Gymnasiums nach Istanbul. Die türkischen Schülerinnen und Schüler wohnten eine Woche lang bei Schülern des HAG und lernten auf diese Weise auch das Leben in einer deutschen Familie kennen. Die Organisatoren auf deutscher Seite, Uwe Jäkel, Amira Ahmic und Markus Heeke hatten in Abstimmung mit den Kolleginnen aus Istanbul Gabi Holbach und Gertrud Rahvali ein abwechslungsreiches Programm aufgestellt, das vor allem auf die Besonderheiten der Region ausgerichtet war. So gab es eine Burgenfahrt, einen Grillabend, Besuche in Osnabrück und Münster mit Nachtwächterführung und Einkaufsbummel, eine Fahrradtour mit einer Besichtigung des Gutes Erpenbeck und einen Ausflug nach Bremen. Einen Tag verbrachten die türkischen Schülerinnen und Schüler auch am Hannah.Arendt-Gymnasium. Dabei wurden sie offiziell von Schulleiter Ulrich Netkowski willkommen geheißen, nahmen an einigen Unterrichtsstunden teil und konnten auch die Schiller-Matinee der Theatergruppe miterleben. Neben dem offiziellen Programm unternahmen die Gastgeber und Gäste noch sehr viel im privaten Rahmen, so dass die Tage von morgens bis abends gut gefüllt waren. Am Donnerstag abend kamen alle an dem Austausch Beteiligten im Jugendzentrum zusammen zu einem gemeinsamen Abschlussabend. In der Disco konnte getanzt werden und in den anderen Räumen ergaben sich noch Möglichkeiten für Gespräche oder Spiele. Nach dem offiziellen Ende des Abends mochten sich alle lange noch nicht trennen und feierten im privaten Rahmen weiter.
Der Besuch der türkischen Gäste ging dann am Freitag
Morgen zu Ende. Eine große Gruppe der deutschen Gastgeber brachte die Gäste
noch zum Flughafen, und dort gab es dann einen bewegenden Abschied. In der
kurzen Zeit des Aufenthalts hatten sich doch gute Kontakte ergeben und viele
bedauerten, dass die Zeit schon vorbei war. Insgesamt waren alle Beteiligten
hoch zufrieden mit dem Verlauf der Woche und sprachen sich sehr für eine
Fortsetzung des Austauschprogramms aus.
Dieses Jahr bestand die Schülergruppe aus 13 Mädchen und 4 Jungen. Als Begleitung fuhr neben mir noch Frau Julia Hüttmann mit.
Der Hinflug startete diesmal von Düsseldorf aus, der eigentlich gebuchte Flug von Münster wurde kurzfristig storniert, da zu wenig Mitreisende da waren.
Die Unterbringung im Hali Hotel war wieder so gut wie gewohnt, die zentrale Lage des Hotels und die nette, familiäre Atmosphäre machen es für solche Fahrten einfach sehr geeignet.
Frau Gabi Holbach von der Deutschen Schule war es gelungen, für jede(n) deutsche(n) SchülerIn eine(n) Partner(in) zu finden. In der Regel passten die Zuordnungen auch gut, in einigen Fällen gab es damit etwas Schwierigkeiten, die aber von den Schülern im Wesentlichen selbst gelöst wurden. Da nur das Wochenende in den Familien verbracht wurde, gab es in der übrigen Zeit natürlich auch die Möglichkeit, die paarweise Zuordnung aufzuheben. Alle deutschen SchülerInnen gingen von Freitag bis Sonntag in die Familien und nahmen am Familienleben teil. Ihre Erfahrungen damit waren dabei im Allgemeinen sehr gut. In unserer Aussprache stellten wir fest, dass doch eine Menge an Gemeinsamkeiten vorhanden ist. Erstaunt waren die deutschen SchülerInnen, welch geringe Bedeutung die Religion im Alltagsleben spielt, wie viel moderne Geräte wie Computer und Handys vorhanden sind, wie groß die zeitliche Belastung der türkischen SchülerInnen ist, welch große gastfreundliche Herzlichkeit ihnen entgegengebracht wurde. Speziell dieses wurde von einigen schon fast als erdrückend empfunden. Außer dem gemeinsamen Wochenende nahmen die türkischen Schüler auch an einigen anderen Programmpunkten mit teil. Es gab also genügend Zeit, sich gegenseitig kennen zu lernen. Die beiden Gruppen mischten sich dadurch gut und es kam zu einer Reihe von guten freundschaftlichen Kontakten. Am letzten Abend fiel es vielen SchülerInnen entsprechend schwer, von ihren türkischen FreundInnen Abschied zu nehmen und einige blieben noch bis spät in die Nacht zusammen. Ein Gegenbesuch der türkischen Gruppe ist geplant und alle hoffen sehr, dass er auch noch in diesem Schuljahr zustande kommt.
Neben der Begegnung mit den türkischen SchülerInnen hatten die SchülerInnen natürlich auch noch Gelegenheit, diese faszinierende Stadt aus sehr verschiedenen Blickwinkeln zu erleben. Sie sahen die bekannten touristischen Höhepunkte wie z.B. die Hagia Sophia, die Blaue Moschee, den Topkapi Palast, die Süleymaniye Moschee, den Ägyptischen Basar und natürlich auch den Großen Gedeckten Basar. In den beiden Basaren lernten sie die orientalische Preisverhandlung kennen und gewöhnten sich schnell an das Feilschen um einen zufriedenstellenden Preis. Ich gab ihnen aber auch einen kleinen Einblick in weniger touristische Ecken der Stadt und führte sie zu Wochen- oder Flohmärkten, zeigte ihnen die Entwicklung eines sogenannten „Gecekondus“. Bei einem Besuch der „Evangelischen Gemeinde in deutscher Sprache“ erfuhren sie etwas über die Deutschen, die in der Türkei leben, die Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, die besonders mit der Ausübung der Religion verbunden sind. Die Gruppe war insgesamt sehr interessiert und zeigte durch Fragen und Erzählungen wie intensiv sie diesen Aufenthalt erlebten.
Da auch die Deutsche Schule in Istanbul ein großes Interesse an der Weiterführung dieses Schüleraustauschs signalisiert hat, hoffe ich, dass ich in zwei Jahren wieder mit einer deutschen SchülerInnengruppe in Istanbul sein werde und wir dann wieder einen ähnlich schönen Aufenthalt haben werden wie in diesem Jahr.
Schulpartnerschaft Lengerich - Istanbul
Hannah-Arendt-Gymnasium - Alman Lisesi - Cagaloglu Lisesi
Zur Vorgeschichte:
Eine Schulpartnerschaft mit einer türkischen Schule in
der Weltstadt Istanbul aufzubauen ist sicher nicht eine Alltäglichkeit für ein
deutsches Kleinstadtgymnasium.
Wie so oft sind auch hier persönliche Erfahrungen und
Verbindungen die Basis einer solchen Unternehmung. Ich war von 1986 bis 1992 als
Auslandslehrer an der Deutschen Schule (Alman Lisesi) in Istanbul tätig und
habe in dieser Zeit die Stadt und das türkische Volk lieben gelernt, so dass
ich nach meiner Rückkehr nach Lengerich den Wunsch verspürte, diese positiven
Erfahrungen auch an unsere Schüler weiter zu geben. Die Resonanz auf meinen
Vorschlag, als Alternative zu unserer traditionellen Skifahrt in der
Jahrgangsstufe 11 den Zielort Istanbul anzubieten, war sehr positiv. Schüler,
Eltern, Kollegen, Schulleitung und auch die Schulverwaltung zeigten sich
kooperativ und legten dem Projekt keine Steine in den Weg. Ich erhielt relativ
leicht grünes Licht für die genauere Planung.
Zur Entwicklung:
Das Konzept stand für mich ziemlich schnell fest: Die
deutschen Schüler sollten in türkischen Gastfamilien wohnen, damit sie dort
das alltägliche Leben kennenlernen könnten. Ein zusätzlich geplantes und von
mir durchgeführtes Programm sollte dafür sorgen, dass deutsche und türkische
Schüler gemeinsam Istanbul unter sehr unterschiedlichen Aspekten kennenlernten.
Um die Verständigung sicher zu stellen, wandte ich mich bei der 1. Fahrt an die
Schüler der Deutschen Schule, deren Unterrichtssprache ja Deutsch ist. Das
Finden von Gastfamilien war die größte organisatorische Hürde. Es zeigte
sich, dass man nur mit einem festen, offiziell von der Schulleitung eingesetzten
Ansprechpartner auf der türkischen Seite ein solches Unternehmen dauerhaft
durchführen kann.
Die deutschen Schüler mussten sich verpflichten, im
Gegenzug auch ihren türkischen Gastgeber bei sich aufzunehmen. Im Normalfall
sollte ein Gegenbesuch der türkischen Gruppe stattfinden, damit die geknüpften
Verbindungen gefestigt werden und die türkischen Schüler auch den Lebensraum
ihrer deutschen Freunde kennenlernen können.
Unsere erste Fahrt im Januar 1994 wurde nach einhelliger
Meinung der deutschen und der türkischen Schüler zu einem großen Erfolg.
Allerdings kamen nur 6 türkische Schüler zu einem Gegenbesuch, da sie dieses
praktisch völlig privat organisieren mussten und von der türkischen Seite
keine Hilfe bekamen
Zur Durchführung:
Die Schwierigkeiten für die Durchführung einer solchen
Fahrt liegen zum Einen darin, dass man den finanziellen Rahmen für Schulfahrten
einhalten muss, zum Anderen in den Organisationsproblemen, die durch die Großstadt
bedingt sind, zum Dritten darin, dass man Vieles erst direkt vor Ort planen und
entscheiden kann und die Verlässlichkeit gegebener Zusagen manchmal durchaus
etwas zweifelhaft ist.
Das Finanzproblem löste sich für uns durch das Wohnen
in den Familien. Wenn keine Unterbringungskosten anfallen, kann man sogar noch
einiges an Programm bezahlen, ohne den Kostenrahmen zu sprengen, da die
Flugpreise nach Istanbul im Januar relativ niedrig liegen. Bei türkischen
Reisebüros kann man auch noch etwas verhandeln.
Das Großstadtproblem ist überwiegend ein
Transportproblem, da die Entfernungen in Istanbul gewaltig sind. Ich habe jeden
Morgen und jeden Abend drei Kleinbusse in verschiedene Richtungen der Stadt
fahren lassen, die die Schüler von zu Hause abgeholt und am Abend wieder
dorthin zurückgebracht haben. In Istanbul ist ein solcher Service durchaus
bezahlbar und auch im Hinblick auf die teilnehmenden türkischen Mädchen
unverzichtbar.
Das dritte angesprochene Problem tauchte bei uns aufgrund
meiner persönlichen Bekanntschaften glücklicherweise nur selten auf, ist aber
grundsätzlich nicht völlig zu umgehen. Das macht dann den
"besonderen" Reiz dieser Fahrt aus.
Zur weiteren Entwicklung:
Die erste Reise hatte gezeigt, dass das Grundkonzept wohl
richtig ist, evtl. aber ein anderer Ansprechpartner in der Türkei geeigneter wäre.
Ich nahm deshalb Kontakt zu dem Cagaloglu Anadolu Lisesi auf, auch dies eine
Schule mit deutschsprachigem Unterricht und mit einigen deutschen Lehrern. Hier
gelang es, die Unterstützung der Schulleitung für unser Projekt zu gewinnen,
so dass ich diesmal mit der Suche nach den Gastfamilien nichts zu tun hatte.
Alles andere lief ungefähr im gleichen Organisationsrahmen ab, diesmal
allerdings auch in Abstimmung und mit Genehmigung des türkischen
Generalkonsulats in Münster und des Erziehungsministeriums in Ankara. So fuhren
wir im Jahr 1996 mit 26 Schülern der Jahrgangsstufe 11 im Januar nach Istanbul
und die türkischen Schüler waren mit 22 Schülern zu einem Gegenbesuch im Juni
des gleichen Jahres bei uns. Ich hoffte darauf, diese Schulpartnerschaft weiter
zu vertiefen und in einem 2-Jahres-Rhythmus eine solche Begegnung durchzuführen.
Diese Hoffnung hat sich dann später zerschlagen, da es zu keiner Einigung über
den organisatorischen Rahmen kommen konnte. Ein wesentlicher Punkt für das
Scheitern dieser Bestrebungen lag für mich in der schwierigen Zusammenarbeit
mit der Kollegin, die den Schüleraustausch auf der Istanbuler Seite betreute.
Insgesamt kann ich sagen, dass beide Fahrten und auch der
Besuch der türkischen Schüler hier in Deutschland mich körperlich und
nervlich sehr viel stärker gefordert haben als andere Klassenfahrten. Die Rückmeldungen
von allen Seiten zeigen aber auch, dass dabei viel in Gang gesetzt worden ist
und bei den Schülern auch Freundschaften entstanden sind. Es sind Vorstellungen
verändert worden und es wurde viel gegenseitiges Verständnis spürbar.
Ich hoffe deshalb sehr, dass es zu weiteren Fahrten
kommt.
Das war der Stand bis 1996.
Fahrt 1998:
Auch im Jahr 1998 hat eine Türkei-Fahrt stattgefunden,
die allerdings aus unterschiedlichen Gründen etwas anders organisiert wurde.
Wegen der oben angedeuteten Differenzen mit dem Cagaloglu Lisesi oder besser der
dortigen Organisatorin nahm ich Kontakt mit dem Bahcelievler Lisesi, einer
weiteren türkischen Schule mit deutschsprachigem Zweig auf, da dort ein Freund
von mir Leiter der Deutschen Abteilung wurde. Wir einigten uns auf einen
organisatorischen Rahmen, der eine Unterbringung der deutschen Schüler im Hotel
vorsah und jedem deutschen auch einen türkischen Patenschüler zur Seite
stellen sollte. In begrenzterem zeitlichen Umfang sollten die deutschen Schüler
auch in die türkischen Familien gehen. Diese Organisation bietet zwei Vorteile.
Sie entlastet die türkischen Familien von der Einquartierung eines Gastes für
einen Zeitraum von ca. 10 Tagen, was der entsprechenden Elternschaft des
Bahcelievler Lisesi schon zu einem guten Teil ziemlich schwerfällt. Zum anderen
fallen die Transportprobleme weg, die die anderen Fahrten doch erheblich
belastet haben. Durch die Wahl eines sehr zentral gelegenen Hotels wird auch
viel Zeit gespart, die man sinnvoller nutzen kann als in einem Bus zu sitzen.
Leider sagte das Bahcelievler Lisesi relativ kurzfristig mit unklarer Begründung
ab. So musste ich wieder auf meine Kontakte zum Alman Lisesi zurückgreifen und
konnte dort noch eine Schülergruppe aktivieren, so dass die Fahrt in etwa in
dem geplanten Rahmen stattfinden konnte. Die Kontakte zu den türkischen Schülern
waren allerdings doch spürbar etwas weniger intensiv und tiefgehend. Trotzdem
denke ich, dass der Anspruch einer deutsch-türkischen Begegnung gut eingelöst
werden konnte und ich bei der nächsten Fahrt ein ganz ähnliches Konzept
verfolgen werde.
Fahrt 2001:
Die für das Jahr 2000 schon sehr konkret vorgeplante
Fahrt wurde aufgrund des Erdbebens in der Türkei von uns abgesagt und auf das nächste
Jahr verschoben. Diese Entscheidung wurde von den deutschen Eltern stark
gefordert, fand aber auch die Zustimmung der türkischen Seite. Für 2001 ist
jetzt aber wieder eine Fahrt geplant. Diesmal
wird wieder das Alman Lisesi unsere Partnerschule sein. Nach dem
Schulleiterwechsel war dort sehr starkes Interesse an dieser Partnerschaft, so
dass ich in den Herbstferien in relativ kurzer Zeit die notwendigen Absprachen
treffen konnte und jetzt auf eine erfolgreiche neuerliche Begegnung hoffe.
Die Vorbereitungsphase soll diesmal stärker schon zu
einem brieflichen Kontakt zwischen den zugeordneten Partnern führen. Zusätzlich
werden wir wie in den Jahren vorher verschiedene Themen, die zum Großthema Türkei
gehören, bearbeiten und wohl auch wieder eine Informationsbroschüre erstellen.
Jeder Schüler wird sich einer Arbeitsgruppe anschließen, die ein
bestimmtesThema erarbeitet. Zusätzlich trifft sich die Gesamtgruppe in lockerer
Folge an ca. 6 Abenden, an denen weitergehend an den Themen oder an weiteren
Aspekten wie z.B. Sprache, Schule, Verhaltensweisen usw. gearbeitet wird.
Bericht über die
Istanbulfahrt 2001
In diesem
Jahr nahmen 11 Mädchen und 7 Jungen an der Alternativfahrt nach Istanbul in der
Zeit vom 6.3. bis zum 16.3.2001 teil. Geflogen wurde vom Flughafen Münster/Osnabrück
aus, was für alle nur kurze Anfahrtswege bedeutete. Die Schüler wohnten die
ganze Zeit mit ihren betreuenden Lehrern im Hotel Hali, das sehr zentral in der
Nähe der Hagia Sophia und des Gedeckten Basars gelegen ist.
Eine gewisse Organisationsschwierigkeit ergab sich auf der Istanbuler Seite durch die Kurban Bayram Ferien, die doch einige Schüler von einer Teilnahme abhielten und auch eine offizielle Begrüßung durch Vertreter der Schule am Mittwoch verhinderten. Am Mittwoch morgen waren aber trotzdem 12 türkische Schüler am Hotel, um sich mit ihren deutschen Gästen zu treffen. Sie nahmen auch an den nächsten Tagen am Programm teil und ermöglichten allen Schülern, die es wollten, über das Wochenende auch einen Aufenthalt in ihren Familien. Die übrigen 4 Schüler konnten sich mit ihren Freunden aber wenigstens tagsüber treffen, so dass die Gesamtgruppe sich doch sehr gut kennenlernen konnte. In der 2. Woche standen auch Schulbesuche auf dem Programm. Trotz einiger organisatorischer Schwierigkeiten wurde allen Schülern eine Teilnahme am Unterricht ermöglicht. Ein gemeinsamer Tagesausflug zu den Prinzen-Inseln und eine Abschlussfahrt auf dem Bosporus unter Beteiligung von Eltern und Lehrern der Deutschen Schule sorgten dafür, dass die Gruppe insgesamt doch sehr eng zusammenwuchs.
Im September
dieses Jahres soll ein Gegenbesuch der türkischen Schüler in Lengerich
stattfinden. Man kann nach den Tagen in Istanbul sicher davon ausgehen, dass
dieses nicht nur der Wunsch der Schulleitungen und der organisierenden Lehrer
ist, sondern dass auch alle beteiligten Schüler sich sehr über ein Wiedersehen
freuen Bis es soweit ist, soll
der Kontakt per e-mail erhalten und verbessert werden.
Das Fazit dieses Besuchs ist: Die Deutsche Schule Istanbul und das Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich sind auf einem guten Wege zu einer Schulpartnerschaft mit regelmäßigen Kontakten in beiden Richtungen.
Uwe Jäkel
Koordinator
Schulpartnerschaft Lengerich-Istanbul
Der Schüleraustausch zwischen dem Hannah-Arendt-Gymnasium und der
Redskin High School in Wapakoneta/Ohio
Schüleraustausch
ist immer auch ein Ausdruck der Fähigkeit einer Schulgemeinde, sich Neuem zu öffnen
und mit Menschen anderer Gesellschaften und Kulturen zu kommunizieren. Das
Hannah-Arendt-Gymnasium möchte seinen Schülerinnen und Schülern nicht nur ein
anregungsreiches Schulleben, eine kreative Schulkultur und Möglichkeiten zu
Geselligkeit und Kommunikation im engeren Schulbereich bieten, sondern sie darüber
hinaus sensibilisieren für die Begegnung mit Menschen anderer Sprachen, anderer
Lebensweisen und anderer gesellschaftlicher Verhältnisse. So ist Schüleraustausch
ein lebendiges Zeichen der „Öffnung von Schule“, eine Entfaltung des alten
Schulmottos „Semper Apertus“ und
insofern eine Bereicherung der schulischen Identität.
Im
jährlichen Schüleraustausch mit der Kreisstadt Wapakoneta (ca. 10 000
Einwohner) im amerikanischen Bundesstaat Ohio spiegeln sich städtepartnerschaftliche
Entwicklungen, lokalgeschichtliche Beziehungen und interessante historische
Aspekte.
Schüleraustausch
als Säule der Städtepartnerschaft
Im
Jahr 1994 wurde in einer feierlichen Gründungszeremonie in der Redskin High
School in Wapakoneta die Partnerschaft zwischen den Städten Lengerich und
Wapakoneta förmlich besiegelt. Im Zeichen der Öffnung von Schule und in dem
Bewusstsein, dass im Rahmen dieser städtepartnerschaftlichen Beziehung das
Hannah-Arendt-Gymnasium eine wichtige Rolle spielen würde, hatte der damalige
Schulleiter nicht nur an den vorbereitenden Gesprächen auf Stadtebene
teilgenommen, sondern als Mitglied der Lengericher Besucherdelegation auch dem
Austausch der Freundschaftsurkunden in Wapakoneta beigewohnt. „Einen
Meilenstein in der Geschichte der beiden Kommunen“ nannte der Bürgermeister
von Wapakoneta diesen Tag und fügte hinzu: „Wir sind stolz, ein offenes und
freundliches Land zu sein. Unsere Türen stehen offen, unsere Hände sind
ausgestreckt und unsere Herzen glücklicher, weil ihr da seid!“
Diese
ausgestreckten Hände hat das Hannah-Arendt-Gymnasium ergriffen, und der Schüleraustausch
wurde in den folgenden Jahren eine Säule der gegenseitigen
Freundschaftsbeziehungen.
Historische
Wurzeln der Partnerschaft
Als
das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ war Amerika seit Jahrhunderten
das Ziel großer Auswanderungsströme aus Deutschland, insbesondere aus der
Region um Lengerich. Aufgrund wirtschaftlicher Not sowie politischer und religiöser
Unfreiheit brachen Menschen auf zu neuen Ufern. Das Bundesland Ohio war ein
beliebtes Siedlungsgebiet deutscher Auswanderer aus unserer Gegend.
Der
Wunsch vieler Familien und des Rates der Stadt Wapakoneta, die Wurzeln ihrer
eigenen Familiengeschichte kennen zu lernen (Motto: Back to the roots!), hat in
der Städte-partnerschaft und in der persönlichen Begegnung vieler junger und
erwachsener Menschen beider Städte seine Erfüllung gefunden.
Schule
und deutsch-amerikanischer Freundschaftsverein: Das Austauschprogramm
Der
Schüleraustausch des HAG mit Wapakoneta wird in jedem Jahr organisiert vom
„Verein zur Förderung der Freundschaft zwischen den Städten Lengerich und
Wapakoneta/Ohio e.V.“, der im Herbst 1994 aus der Taufe gehoben wurde. Seither
besucht im Sommer eines jeden Jahres eine amerikanische Schüler/innen-Gruppe
Lengerich, um vier Wochen lang in deutschen Gastfamilien zu leben. Das von
Lehrern des HAG und vom Freundschaftsverein ausgearbeitete Programm setzt
interessante Akzente: Unterrichtssequenzen (Introducing Germany), Erkundung der
Region, Firmenbesuche in Lengerich, Städtetouren (Münster, Osnabrück, Köln,
Ruhrgebiet), Besuch der KZ-Gedenkstätte in Bergen-Belsen und des Römer-Museums
Kalkriese sowie als Höhepunkt eine mehrtägige Berlinfahrt.
Im
Gegenzug fliegt in den Sommerferien die deutsche Austausch-Gruppe ( jeweils ca.
20 Schüler/innen ) in die USA, um nach Studienaufenthalten in New York und
Washington drei Wochen lang das amerikanische „every day life“ in
Gastfamilien kennen zu lernen, nicht ohne Einbindung in ein erlebnisreiches
kulturelles und sportliches Besuchsprogramm.
Im
Rahmen dieses Schüleraustausches haben sich inzwischen vielfältige
Freundschaften, Familientreffen, persönliche Begegnungen und andere
Kommunikationsformen entwickelt.
Politische
Aspekte
In
einem Grußwort zum 10jährigen Partnerschaftsjubiläum im Herbst 2004 schreibt
der Bürgermeister von Wapakoneta, Donald R. Wittwer: „Es ist uns bewusst,
dass es in dieser kleinen Welt, in der wir leben, zunehmend wichtiger wird, dass
die Menschen Einblick in andere Kulturen gewinnen, dass sie lernen, Ähnlichkeiten
und Verschiedenheiten der Menschen zu achten und zu schätzen. Dass die
Regierungen verschiedener Nationen sich ein umfassenderes Bild von der jeweils
anderen Kultur machen, dass sie einander helfen, sich gegenseitig respektieren
und vertrauen, damit wir alle in Frieden zusammenleben können. Eine der besten
Möglichkeiten, dies zu erreichen, ist, einzelne Menschen aus verschiedenen
Kulturen zu ermutigen, einander kennen zu lernen und auf gemeinsamen Ziele hin
zu arbeiten.“
Im
Hintergrund dieser Grußadresse wird die Vision des amerikanischen Präsidenten
Dwight D. Eisenhower aus dem Jahr 1956 sichtbar, durch Städtepartnerschaften
die internationale Zusammenarbeit zu fördern, die Völkerverständigung zu
verbessern und so zu weltweitem Frieden beizutragen.
Ein
weiterer aktueller Akzent scheint nicht unwichtig. Die amerikanische
Gesellschaft erlebt z. Zt. religiöse und politische Umbrüche, die in
deutlicher Spannung zur Situation in Deutschland stehen. Der Schüleraustausch
kann einen bescheidenen Beitrag dazu leisten, die Kommunikation aufrecht zu
erhalten, persönliche Verbindungen nicht abreißen zu lassen und die
„Diplomatie der Bürger“ mit neuem Leben zu erfüllen.
Hannah
Arendt und die Fackel der Freundschaft
In
ihrer persönlichen Biographie, in ihrem Denken und Handeln haben wir Hannah
Arendt nicht allein als politische Philosophin, sondern auch als Weltbürgerin
kennen gelernt. In diesen Kontext gehört auch das Urteil des Philosophen Hans
Jonas, dass Hannah Arendt ein „Genie für Freundschaft“ hatte und das Bedürfnis
nach persönlicher und öffentlicher Kommunikation.
Wenn
Schüler und Schülerinnen des Hannah-Arendt-Gymnasiums und anderer weiterführender
Schulen in Lengerich und Lienen in jedem Jahr die „Fackel der Freundschaft“
zwischen ihren Partnerstädten hin und her tragen, dann wird deutlich, dass sich
der deutsch-amerikanische Schüleraustausch auch am Vorbild unserer
Namensgeberin messen lassen kann.
Ursula Hohmann-Assig
Konzept der Studien- und Berufsorientierung am Hannah-Arendt-Gymnasium
Die Studien- und Berufsorientierung am HAG ist an 3 Aspekten ausgerichtet:
In der Sek. I
Personenbezogene Information
Entwicklung eines realistischen Selbstbildes
Bezug zur beruflichen und zur Studienpraxis
Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich Studien- und Berufsorientierung __________________________________________________________________________
In der Sek. II
Hannah-Arendt-Gymnasium –Berufsorientierung Sek. II
Themenabende zu einzelnen Berufsfeldern u. AusbildungsfragenInformation für Eltern und Schüler
Potentialanalyse mit JobGuide-pro
erste eigenständige Informationsphase auf der Basis der Untersuchungsergebnisse
Mitteilung über Informationsbedarf zu ca. 3Berufen/ Berufsfeldern/Ausbildungsgängen u.a.
Studien-u. Berufsorientierungs-Tag(e) evtl. PraktikaEntscheidung und Bewerbung
Auswertung
Voraussetzungen
persönliche + fachliche Interessenschwerpunkte
Vorstellung von Berufen, die Eignung und Interessen entsprechen
Schaffen gemeinsamer Gesprächsbasis zu Fragen der Berufsorientierung
Individuelle Standortbestimmung
Anstoß zur Entwicklung eines realistischen Selbstbildes und zu einer zielgerichteten Berufsorientierung
Gezielte, personenbezogene Information
Heranführung an verschiedene Formen der Informationsbeschaffung und -aufarbeitung
Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich Studien- und Berufsorientierung __________________________________________________________________________
Perspektiven
Weiterführende Überlegungen werden momentan in folgende Richtungen angestellt:
Konzept
zur Regelung kurzfristigen Vertretungsunterrichtes am
Hannah-Arendt-Gymnasium in Lengerich
1.
Das Konzept beruht auf folgenden
Grundsätzen:
Schüler/innen
haben Anspruch auf Unterricht. Unterrichtsausfall soll minimiert werden.
Lehrer/innen
sind gemäß § 10, 11 ADO verpflichtet, bei Bedarf Vertretungsunterricht zu
erteilen.
Die
Schulleitung bemüht sich um
·
Ausgleich von Mehr- /Minderarbeit gemäß § 11 ADO
(Verrechnung mit Arbeitsausfall, auf den die Lehrkraft keinen Anspruch hat),
·
Gleichverteilung der durch Vertretungsunterricht entstehenden
Mehrarbeit (bei
·
Teilzeitkräften anteilmäßig).
2.
Grundsätze zur Regelung
kurzfristigen Vertretungsunterrichtes in der Sekundarstufe I
Im
Vertretungsfall werden mindestens die 1. bis 5.
möglichst auch die 6.Stunde vertreten.
Der
Einsatz zum Vertretungsunterricht in einer Klasse/einem Kurs erfolgt in der
Rangfolge:
·
Lehrer/innen, die Unterricht in der Klasse haben,
·
Lehrer/innen, die aus dem Klassen-/Kursunterricht einen möglichst
großen Teil der Klasse/des Kurses kennen,
·
Lehrer/innen, die das Fach vertreten,
·
Lehrer/innen, die ein affines Fach vertreten,
·
Lehrer/innen, die durch Vertretungsunterricht noch nicht
stark belastet wurden.
- Seite 2 -
3.
Grundsätze zur Regelung
kurzfristigen Vertretungsunterrichtes in der Sekundarstufe II
Die
Lehrkraft bereitet ihre Schüler/innen im Unterricht darauf vor, auch ohne
Anwesenheit der Lehrkraft selbständig und eigenverantwortlich zu arbeiten.
Methoden selbständigen Arbeitens werden im Unterricht erarbeitet und geübt.
Im
kurzfristigen Vertretungsfall erteilt die Lehrkraft Arbeitsaufträge aus einem
in ihrem Fachunterricht oder in den
Fachkonferenzen erstellten Aufgabenpool. Diese Aufträge werden von den Schüler/innen
in der Unterrichtszeit in der Regel im regulären Unterrichtsraum, bei
speziellen Aufgaben in der erweiterten Lernumgebung
des Schulgebäudes (Bibliothek, Lern- und Medienecken o.ä.) bearbeitet.
Können
ausnahmsweise keine konkreten Arbeitsaufträge gestellt werden, arbeiten die Schüler/innen
in den zugewiesenen Räumen eigenverantwortlich an unterrichtsrelevanten Dingen.
Der/die
Kurssprecher/in holt zu Beginn der Stunde eine Anwesenheitsliste und - soweit
die Aufgaben den Schülern/Schülerinnen noch nicht vorliegen -
die Arbeitsaufträge im
Sekretariat ab. Anwesenheit und Lernort werden
durch eigenhändige Eintragung in die Liste durch die Kursteilnehmer
dokumentiert. Am Ende der Vertretungsstunde wird die Anwesenheitsliste im
Sekretariat abgegeben.
Die
Arbeitsergebnisse werden nach der Abwesenheit der Lehrkraft
von dieser überprüft und in die weitere Unterrichtsarbeit einbezogen.
Zeitlicher
Rahmen:
In
der 3.-6. Stunde wird das selbständige Erledigen der Aufgaben grundsätzlich im
Schulgebäude durchgeführt. Sofern von der Lehrkraft nicht anders bestimmt, ist
den Schülern/innen in Eckstunden (1.-2. bzw. 7.-8.Std.) die Wahl des Lernortes
freigestellt.
Besonderheiten:
Arbeitsaufträge
in naturwissenschaftlichen Fächern sind so zu erteilen, dass sie außerhalb der
naturwissenschaftlichen Räume erledigt werden können.
Vertretungsunterricht
im Fach Sport kann nur durch Sportlehrer erteilt werden.
Karl-Heinz
Beckmann
Gesunde Schule Aktueller Bericht Aktuelles Programm
Ältere Programme und Strukturüberlegungen
Cafeteria Aktueller Stand 12/05 Organisation 01/04 Erster Bericht 2000
Schulprogrammbaustein
„Gesunde Schule“
(Stand
Dezember 2005)
Im
letzten Schulprogramm von 2000 wurde als ein Schwerpunkt für die
Schulprogrammarbeit der nächsten Jahre die Entwicklung des Bausteins „Gesunde
Schule“ festgeschrieben. Das damalige Team erhielt den Auftrag, die damals
schon bestehenden Ansätze fortzuführen und weiter auszubauen. In den folgenden
Jahren wurden unterschiedliche Veranstaltungen in den Jahrgangsstufen der
Sekundarstufe 1 durchgeführt. Immer wieder fanden Evaluationen der
Veranstaltungen statt, Bewährtes wurde wiederholt und Neues hinzugefügt. Es
wurden verschiedene Entwürfe für einen Gesamtrahmen erstellt, um dem ganzen
Programm Verbindlichkeit zu geben und es für alle Beteiligten, Kollegen, Schüler
und Eltern transparent zu machen. Diese sind als Anlage mit beigefügt, da sie
sehr gut den Prozess der letzten Jahre dokumentieren.
Im
Jahr 2004 haben wir dann die augenblickliche Form unseres Programms beschlossen
(siehe Anlage) und es in den Jahren 2004 und 2005 umgesetzt. Dieses Jahr wird es
dann zum zweiten Mal so umgesetzt werden.
Die
ersten Erfahrungen waren aus folgenden Gründen positiv:
§
Die feststehende
Organisationsstruktur ist sowohl für die Organisatoren als auch für die
Schulleitung und die mittelbar betroffenen Kollegen eine große Erleichterung.
§
Sie ermöglicht eine langfristige
Planung, wodurch viele Probleme der Vergangenheit reduziert werden können.
§
Die Grobplanung inklusive der
Einladungen für Referenten oder andere externe Organisationen wie Fairmobil
etc. kann schon jetzt für Ende 2006 erledigt werden.
§
Es stellt sich schnell eine Routine
ein, die dazu führt, dass Fehler vermieden werden und Bewährtes wieder übernommen
wird.
§
Für alle Kollegen ergibt sich die
Möglichkeit, sich langfristig auf die geplanten Veranstaltungen einzustellen
und sie auch mit für den Unterricht nutzbar zu machen.
§
Die Eltern wissen genau, was wir in
der Gesundheitserziehung für ihre Kinder geplant haben, und können darüber
hinaus gehende Wünsche gezielt an uns herantragen.
§
Die Einbeziehung der Elternabende
in das Programm sichert ein Forum für die konstruktive Zusammenarbeit von
Eltern und Schule auf einem wichtigen Erziehungsfeld.
§
Durch die klaren Festlegungen wird
unsere Teamarbeit erleichtert und wirkungsvoller.
§
Die gezielte Evaluation einzelner
Projekte und auch des Gesamtkonzepts kann effektiver durchgeführt werden.
§
Die Einbindung der Cafeteria in das
Gesamtkonzept bringt die finanzielle Unabhängigkeit, damit man die immer wieder
nötigen Ausgaben auch tätigen kann.
Als
Fazit kann man ziehen, dass sich der Gesamtbaustein „Gesunde Schule“ im
Verlauf der letzten 5 Jahre sehr gut entwickelt hat und zu einem festen
Bestandteil unserer Schule geworden ist. Besonders auch die Eltern merken immer
wieder positiv an, dass sie sich darüber freuen, dass hier am HAG die
Gesundheitserziehung systematisch betrieben wird und dabei auch sehr
unterschiedliche Bereiche angesprochen werden. Es ist den Eltern wichtig, ihre
Kinder auch auf diesem Gebiet gut betreut zu wissen.
In
den nächsten Jahren werden wir jetzt unser Augenmerk erst einmal darauf
richten, das augenblickliche Programm weiter zu etablieren und in seinen
Einzelkomponenten zu optimieren. Wir werden jeweils einzelne Programmpunkte
evaluieren und neuen Gegebenheiten anpassen. Deutlich ausgebaut werden soll noch
der Bereich „Beratung“. Die Laufbahn- und die Studien-und Berufsberatung ist
am HAG gut etabliert, ein allgemeines Angebot in psychologischer Beratung müsste
noch aufgebaut werden.
Verantwortlich:
Jäkel (Koordinator), Arends, Bongard, Leugermann, Seipelt-Höhn
Organisation
des
Schulprogrammbausteins „Gesunde Schule“
im Verlauf des Schuljahrs (Sek.I)
Arbeit
mit den Schülern
Stand:Sommer
2004
Punktuelle
Veranstaltungen:
1 themengebundener Projekttag im 1.Halbjahr für alle Jahrgangsstufen z.B. am 1.12.
à Ziel: Vor- und Nachbereitung im entsprechenden Fachunterricht
|
Klasse 5 |
Fairmobil (Jugendrotkreuz + Klassenleiter(in)) |
|
Klasse 6 |
Sexualkunde (Pro Familia + Biologielehrer(in)) |
|
Klasse 7 |
Body- und Grips-Mobil o. „Verflixte Schönheit“ (Jugendrotkreuz + Klassenleiter(in)) |
|
Klasse 8 |
Projekttag: Alcopops (Drobs + Klassenleiter(in)) |
|
Klasse 9 |
Ärztetag (Ärzte + Biologielehrer(in)) |
|
Klasse 10 |
Aidstag (Aids-AG) |
1 freier Projekttag
im Klassenverband
mit Themenschwerpunkten für die Jahrgangsstufen im 2. Halbjahr
durchgeführt mit Verbindung zum Fachunterricht oder auch fächerübergreifend
|
Klasse 5 |
Ich und Du, Umgang in der neuen Gruppe |
|
Klasse 6 |
Ich und mein Körper, guter Umgang mit mir |
|
Klasse 7 |
Die Gruppe und der Einzelne, guter Umgang mit anderen |
|
Klasse 8 |
Alkohol und Auswirkungen |
|
Klasse 9 |
Drogen (weich und hart) |
|
Klasse 10 |
Liebe, Sexualität |
1 Tag Sportfest alternierend als Hallen- oder Stadionsportfest
Pädagogische Tage:
|
Klasse 5 |
Kennenlerntage am Anfang des Schuljahrs (Klassenlehrer) |
|
Klasse 8 |
Klassengemeinschaft (im Oktober, EB, Drobs, Gesunde Schule-Team, Klassenleiter(innen), nach unserem Konzept) |
Unterrichtsbegleitend:
|
Klassenstufe 5,6 |
Lernen lernen Entspannungs-AG ALF-Programm LRS-Förderung Theater-AG |
Fachunterricht Freiwillig Im Politik-Unt. mit Konfliktlotsen freiwillig freiwillig |
|
Klassenstufe 7,8 |
Be
smart, don´t start |
Klassenleiter |
|
Klassenstufe 9,10 |
Konfliktlotsen-AG |
freiwillig |
Fachspezifisch:
In den verschiedenen Fächern entsprechend den Richtlinien
Hier sollen die Fachkonferenzen die spezifischen Beiträge der Fächer beschreiben.
Elternarbeit:
1 themengebundener Elternabend als Angebot in Anbindung an den 2.Elternabend (2.Halbjahr)
für jede Jahrgangsstufe zentral organisiert (GS-Team + KL)
|
Klasse 5 |
Lernen lernen |
|
Klasse 6 |
Pubertät |
|
Klasse 7 |
Mobbing o. Essverhalten |
|
Klasse 8 |
1.Kontakt mit Alkohol und die Auswirkungen |
|
Klasse 9 |
Drogen (weich und hart) Information durch Polizei und Drobs |
|
Klasse 10 |
Sucht und Drogen Information durch Selbsthilfegruppe „Eltern helfen Eltern“ |
Beratung:
Ø
Elternsprechtage
Ø
Wöchentliche Sprechstunden
der Kollegen
Ø
Konfliktlotsen
Ø
Wöchentliche Sprechstunde
eines Beratungslehrers für schulische und persönliche Probleme
Ø
Kooperation mit den
Beratungsstellen
Ø
„Kollegiale
Fallberatung“ (innerkollegial als freiwillige Gruppe)
Ø
Laufbahnberatung
Ø
Berufsberatung
Netzwerk:
Ø
Feste vereinbarte
Kooperation mit den örtlichen Beratungsstellen
Ø
Feste Termine mit
Jugendrotkreuz und Pro Familia
Ø
Kontakt und gelegentliche
Kooperation mit Jugendzentrum, Kreisjugendamt, Westfälische Kliniken
Ø
Kontakt und gelegentliche
Kooperation mit überregionalen Stellen (LAG, Ginko, Bez.Reg.Münster,
Schulreferat ev. Kirche,..)
Ø
Mitgliedschaft im überregionalen
Netzwerk OPUS
(Frühjahr 2004)
Die Förderung der Gesundheit unserer Schule und das Bemühen um Informationen und Aktionen zur Vermittlung von Inhalten der Gesundheitserziehung haben am HAG schon immer einen breiten Raum eingenommen. Meist standen diese Ansätze aus den verschiedenen Fachrichtungen und Altersstufen allerdings mehr oder weniger isoliert nebeneinander. Eine Gruppe von Kollegen hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, alle diese Ansätze zu bündeln, eventuell noch neue Ideen zu entwickeln und das Ganze in ein Gesamtkonzept einzubinden.
Dieses Gesamtkonzept ist nicht nur Bestandteil unseres Schulprogramms geworden, sondern hat sich inzwischen zu einem der Schwerpunkte unserer programmatischen Arbeit entwickelt.
Gesundheitserziehung wird dabei als ein ganzheitlicher Prozess aufgefasst, bei dem es sowohl um die physische als auch um die psychische Gesundheit unserer Schüler geht.
Es soll sichergestellt werden, dass jeder Schüler in seiner Schulzeit am HAG auf vielfältige Weise mit Fragen der Gesunderhaltung und Gesundheitsrisiken bekanntgemacht wird. Unser Ziel ist der bewusste und eigenverantwortliche Umgang mit der eigenen Gesundheit. Das Konzept setzt auf die Einbeziehung möglichst vieler Blickrichtungen und Zugangsmöglichkeiten. Dementsprechend bemühen wir uns um eine intensive Einbeziehung der Eltern, da wir glauben, nur in der offenen Diskussion und in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus einen guten Erfolg erzielen zu können. Da die Lehrer und die Schule mit vielen Einzelfragen und in vielen Fällen auch den persönlichen Schwierigkeiten überfordert sind, arbeiten wir eng mit außerschulischen Institutionen zusammen. So haben wir intensive und enge Kontakte zum Gesundheitsamt, zu Ärzten, den Beratungsstellen und den Krankenkassen. Zum Ende des letzten Schuljahrs wurde das vorgestellte und unten abgedruckte Rahmenprogramm von der LK beschlossen und der Auftrag zur Umsetzung erteilt. Schon in diesem Schuljahr ist ein recht großer Teil der geplanten Aktivitäten umgesetzt und im Anschluss von dem Team auch ausgewertet worden. Einige Konzepte wie z.B. der Pädagogischen Tage der Klassen 5 und 8 haben sich gut bewährt und werden wohl in ähnlicher Form beibehalten werden. Bei der Neukonzeption eines Gesundheitstages für die Klasse 9 muss dagegen noch etwas an dem Konzept gefeilt werden. Wir verstehen unser Programm allerdings auch als etwas, das immer wieder überprüft und gegebenenfalls verändert werden muss.
Das Gesamtprojekt hat sicher mehrere Besonderheiten:
Es arbeitet mit einem ganzheitlichen Ansatz von Gesundheit und bemüht sich deshalb um einen Zusammenschluss aller Maßnahmen und Aktivitäten, die im weiteren Sinne mit dem „Sich-Wohlfühlen“ an der Schule zu tun haben. Das schließt Informationen zur Funktionsweise unseres Körpers ebenso mit ein wie Aktivitäten zur Verschönerung der Räume.
Die enge Verzahnung mit außerschulischen Institutionen und Experten bewirkt eine Öffnung von Schule, die nicht künstlich herbeigeführt werden muss, sondern sich fast zwangsläufig aus den Sachverhalten heraus ergibt.
Die relativ feste Struktur und Programmatik bewirkt, dass jeder Schüler in einer ähnlichen Weise mit den Fragen konfrontiert wird und das nicht von den zufälligen Konstellationen der Klassen und Lehrer abhängt. Daraus erwächst auch eine ziemliche Planungssicherheit für alle.
Aufgrund der personellen Besetzung des Teams kann auch ein erheblicher Teil der Beratungstätigkeit, der nicht auf Schullaufbahn- oder Berufsberatung abzielt im Rahmen dieses Programms mit geleistet werden..
Durch die Einbeziehung der Cafeteria und ihrer Aktivitäten zu dem Thema ist es möglich, dass sich dieser Schulprogrammbaustein mit allen seinen Aktivitäten und Programmen aus sich selbst heraus finanziert und nicht auf Zuschüsse des Schulträgers oder des Freundeskreises angewiesen ist. Da die Cafeteria zu einem großen Teil vom Engagement der Schüler lebt, tritt die interessante Situation ein, dass die Schülerschaft als Ganzes sich selbst einen guten Teil der außerunterrichtlichen Schulprojekte finanzieren kann.
Januar 2004
Ständige
AG-Angebote für die Schüler:
Ø Konfliktlotsen
Ø Cafeteria
Ø Entspannung
Ø Aids
Ø Sport
Wiederkehrende
Projekt-Angebote:
Ø Fairmobil (Kl. 5)
Ø Essstörungen (Kl-10)
Ø Ärztetag (Kl. 9)
Ø Treffen mit Betroffenen (Suchtproblematik) (Kl. 10)
Ø Aids-Tag (Kl. 10)
Ø Lernen lernen (unterrichtsbegleitend) (Kl. 5 und 6)
Ø Pädagogische Tage Klasse 8 (Klassengemeinschaft)
Ø Pädagogische Tage Klasse 5 (Einfinden in der neuen Schulsituation)
Ø Sexualpädagogisches Projekt (mit Pro Familia) (Kl. 6)
Elternarbeit:
Ø Thematische Elternabende in Zusammenarbeit mit den Beratungsstellen
Ø Lernen lernen – Schulstress, Pubertät, Alcopops, Rauchen Suchtmittel allgemein, Essstörungen, Sexualität – Aids
Langfristigere
Präventionsprogramme
Ø Lernen lernen
Ø ALF – in Zusammenarbeit mit der Konfliktlotsen-AG
Ø Be smart – don´t start Rauch-Prävention
Projekttage
zur Gesundheitsförderung
Ø Bündelung von Unterrichtsprojekten in 2-3 Projekttagen (einmal pro Schuljahr
Beratung
Ø Eltern
Ø Schüler
Ø Kollegen
Lokales
Netzwerk
Ø
Fest vereinbarte Kooperation mit den Beratungsstellen in Lengerich
(Pädagogische Tage, Elternabende, Einzelprojekte)
Ø Mitgliedschaft im OPUS-Netzwerk
Unterstützung
für die Kollegen
Ø Kollegiale Fallberatung
Ø Interne Fortbildungen in Kommunikation und Moderation
Ø Supervision
Veranstaltungen im
Schuljahr 2003/2004
|
Klasse 5: |
Pädagogische Tage zum Schuljahrsbeginn in Tecklenburg Fairmobil Evtl. Entspannungs AG Präventionsprogramm ALF |
|
|
Klasse 6 |
Fairmobil Lernen lernen Einsatz der Patenschüler Klassenfahrt |
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Klasse 7 |
Projekttag Körperbewusstsein und Essverhalten evtl. nach dem Programm „Verflixte Schönheit |
|
|
Klasse 8 |
Pädagogische Tage CAJ |
8.10. -10.10. 2003 |
|
Klasse 9 |
Projekttag Drogen (mit Betroffenen) Elternabend zu Sucht und Drogen Projekttag zur Gesundheit mit 4 Ärzten |
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|
Klasse 10 |
Projekttag zum Welt-Aids-Tag Projekttag Drogen (mit Betroffenen) Konfliktlotsen AG mit Schulungstagen |
1.12.2003 |
|
Oberstufe |
|
|
|
|
|
|
Vorplanung für
2003/2004
Die Veranstaltungen des Vorjahres haben sich bewährt und sollen in etwa der gleichen Weise wieder durchgeführt werden. Fraglich ist, ob die Entspannungs-AG in der gleichen Form weitergeführt werden kann, da Herr Pfohl nicht mehr da ist. Wir wollen anregen, die AG-Stunde in der Klasse 5 zu nutzen, um das Programm ALF, das als Suchtpräventionsprogramm konzipiert ist, durchzuführen. Die organisatorisch etwas schwierige Drittelung der AG-Stunden könnte damit aufgehoben werden. Das Programm scheint uns stimmig und brauchbar und ist auch ohne eine große Vorbereitung von Seiten der Lehrer einsetzbar.
Für die Klasse 7 streben wir noch einen Projekttag oder eine Unterrichtsreihe zum Thema Körperbewusstsein und Ernährung an. Hier ist aber noch nicht klar, in welcher Form das geschehen könnte.
Die Pädagogischen Tage für die Klassen 8 (8. – 10.10.03) finden diesmal in Nordwalde (1 Gruppe und Programm durch Kräfte vor Ort) und Hopsten (2 Gruppen und Programm in Zusammenarbeit mit der Erziehungsberatungsstelle Lengerich, Herrn Howe, Frau Zeidler) statt.
Die DKMS-Typisierung würden wir wohl erst wieder im nächsten anbieten, da beim letzten Durchgang schon viele Schüler der Jgst. 12 teilgenommen haben.
Beratungstätigkeit wird wie in den vergangenen Jahren nur bei Bedarf und nach Absprache möglich sein, kann aber durchgeführt werden.
Die Cafeteria wird in der bisherigen Form weitergeführt, die Cafeteria-AG sorgt für Betrieb und Versorgung, zusätzliche Einzelveranstaltungen werden von der Cafeteria unterstützt, in einigen Fällen auch selbst inszeniert werden.
Es wird darauf hingearbeitet, die Arbeit des Schulprogrammschwerpunkts „Gesunde Schule“ auf einer eigenen Homepage zu präsentieren (vergleichbar der Homepage zum Schüleraustausch mit Istanbul).
Veranstaltungen im
Schuljahr 2002/2003
|
Klasse 5: |
Pädagogische Tage zum Schuljahrsbeginn in Tecklenburg Fairmobil 10.12.2002, 18.1.2003 Entspannungs AG |
|
Klasse 6 |
Fairmobil 10.12.2002, 18.1.2003 Lernen lernen Einsatz der Patenschüler Klassenfahrt |
|
Klasse 7 |
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Klasse 8 |
Pädagogische Tage CAJ 30.9. – 2.10.2002 |
|
Klasse 9 |
Projekttag Drogen (mit Betroffenen) 19.9.2002 Elternabend zu Sucht und Drogen Projekttag zur Gesundheit mit 4 Ärzten 5.2.2003 |
|
Klasse 10 |
Projekttag zum Welt-Aids-Tag 2.12.2002 Projekttag Drogen (mit Betroffenen) 30.4.2003 Konfliktlotsen AG mit Schulungstagen |
|
Oberstufe |
DKMS-Typisierung 24.2.2003 |
|
|
|
verantwortlich:
Jäkel (Koordination) Leugermann
Pfohl Seipelt-Höhn
Stand:
August 2001
Konkrete Beschreibung der Koordinationstätigkeit
I.
Baustein
"Konzepte und Programme"
in Zusammenarbeit mit dem Mittelstufenkoordinator und den
Klassenlehrern
1)
Entwicklung
von Konzepten und konkreten Programmenb) Projekttag 9
c) Projekttag Drogenprophylaxe
d) Elternabende
2)
Konkrete
Planung und Durchführung der dazugehörigen Veranstaltungen
a) Anmietung von Häusern
b)Verpflichtung von Referenten
c) Sammlung von Erfahrungsberichten
d) Fortbildung von Kollegen
e) Kontakt zu außerschulischen Stellen
3)
Koordination
der unterrichtlichen Veranstaltungen
a)
Sammlung der Unterrichtsreihen
b)
Gewährleistung der unterrichtlichen Durchführung
c)
Mithilfe bei der Durchführung daraus entstehender Unterrichtsprojekt
d)
Aids-AG
e)
Prophylaxe-Projekte
II.
Baustein
"Cafeteria"
in Zusammenarbeit mit dem Gremium
1)
Organisation
und Planung des laufenden Betriebs
a)
Angebot
b)
Pflege und Wartung
c)
Ausbau und Konzeptuelle Weiterentwicklung
d)
Personelle Besetzung
e)
Organisation von Sondereinsätzen
2)
Betreuung
der AG
a)
regelmäßige Sitzungen
b)
Planung und Durchführung von Projekten zur weiteren Gestaltung
III.
Baustein
"Beratung"
in Zusammenarbeit mit außerschulischen Organisationen
1)
Elternarbeit
a)
Thematische Elternabende: Vorbereitung, Organisation und Durchführung
b)
Einzelberatung in besonderen Fällen
2)
Konfliktlotsen-Programm
a)
Schulung
b)
Terminliche Einbindung
c)
Finanzierung
3)
Suchtvorbeugung
4)
Einzelberatung
von Schülern
Aktuell Dezember 05 Organisation des Cafés 04 Erster Bericht 2000
Cafeteria
am HAG
Dezember 2005
Die Cafeteria am HAG besteht jetzt seit fast 6 Jahren. In dieser Zeit hat sie sich einen festen Platz im Schulleben erworben und ist kaum noch aus der Schule wegzudenken. Dabei hat sie auch einige Veränderungen durchgemacht.
Die Grundstruktur der Organisation ist immer noch die gleiche wie auch am Anfang.
Eine Leitungsgruppe bestehend aus zwei Lehrern (Frau Seipelt-Höhn und Herrn Jäkel), dem Hausmeister (Herrn Danneberg) und einem Schülervertreter (Simon Keiner) ist für die gesamten Organisations- und Planungsfragen zuständig. Eine Schülergruppe von 25 bis 30 Schülern aus den Jahrgangsstufen 7 – 10 sorgt für einen reibungslosen Verkauf in den Pausen und für eine Grundordnung in den Verkaufsräumen und im Cafébereich.
Nach einem Jahr konnten wir über das EVS-Programm der EU eine ständige Hilfe durch eine(n) Jugendliche(n) aus dem europäischen Ausland bekommen. Dadurch wurde es möglich, das Café den ganzen Vormittag geöffnet zu halten. Als nächstes wurde stundenweise eine ständige Reinigungskraft beschäftigt, damit für einen guten Sauberkeitsstandard in den Verkaufsräumen gesorgt werden konnte. Als neue Herausforderung kam in den letzten zwei Jahren der Aufbau einer Mittagsversorgung für die SuS auf uns zu. Durch die neuen Schulanfangszeiten und die damit einhergehende längere Mittagspause und die gleichzeitig steigende Zahl von Unterrichtsstunden am Nachmittag mussten die SuS eine Möglichkeit erhalten, mittags eine warme Mahlzeit einzunehmen. Wir boten als ersten Versuch ein Mittagessen aus dem Bistroprogramm unseres Hauptlieferanten an. Nach kurzer Zeit wurde dieses Angebot kaum noch wahrgenommen, Bestellung am Vortag, ein Preis von 3,50€ und ein Menu mehr aus der bürgerlichen Küche, das waren die Hauptgründe für die Negativentwicklung. Ein zweiter Versuch mit sehr einfachen Gerichten wie Spaghetti, Reisgerichten, Pfannkuchen u.ä. zu einem günstigen Preis von 1,-€ war recht erfolgreich, ließ sich aber aus Personalgründen nicht verwirklichen. Nach mehreren nicht so erfolgreichen Versuchen mit verschiedenen Praktikantinnen gelang es uns dann, eine Köchin auf der Basis eines 1,-€-Jobs zu bekommen, die genau in unser Team passte und jetzt steigen die Zahlen der Mittagessen ständig an. Z.Zt. sind wir bei knapp 50 Mittagsmahlzeiten täglich.
Diese Entwicklung macht wieder eine Anpassung der Organisation nötig. Damit wir die Köchin auf Dauer beschäftigen können und auch, um den rechtlichen Rahmen unserer Cafeteria besser abzusichern, werden wir den gemeinnützigen Verein „Cafeteria im HAG“ gründen, der zur Aufgabe hat, die Idee der Gesundheitserziehung in der Schule auf möglichst vielfältige Weise zu fördern. Eine von einem Rechtsanwalt ausgearbeitete Satzung wird z.Zt. noch im Finanzamt geprüft, wir rechnen aber damit, spätestens Anfang 2006 die Vereinsgründung durchführen zu können. Nach konstruktiven Gesprächen mit dem Schulträger wird das in beiderseitigem Einvernehmen geschehen, so dass wir auch weiter die Unterstützung des Schulträgers haben werden.
Nach den schulpolitischen Entscheidungen der letzten Zeit ist zu erwarten, dass die tägliche Schulzeit für die SuS im Schnitt länger werden wird, so dass eine Vergrößerung der Cafeteria in absehbarer Zeit nötig sein wird. Unsere Wunschvorstellung geht in Richtung auf einen größeren geschlossenen Bereich, in dem ein gemütliches und einladendes Café eingerichtet werden kann, das für alle Schulangehörigen die Möglichkeit zur Entspannung bietet. Dazu werden sicher bauliche Veränderungen nötig sein, die wir nur gemeinsam mit dem Schulträger realisieren können. Die im Augenblick bestehende Organisation der Arbeit wird auch nach der Vereinsgründung im Wesentlichen so weitergehen, da sie sich grundsätzlich bewährt hat. Wir werden sicher eine Erweiterung der Leitungsgruppe anstreben, um die anstehende Arbeit auf möglichst viele Schultern zu verteilen.
Organisation
der Cafeteria „Café HAG“
Januar
2004
Nach vielen Einzelgesprächen, gemeinsamen Überlegungen, Durchdenken unterschiedlicher Modelle haben wir uns für eine komplett innerschulische Organisationsform entschieden.
Die Cafeteria wird als eine AG der SV geführt, deren Mitglieder verantwortlich für den Betrieb der Cafeteria sind.
Dabei gibt es ein Betreuungsteam, das aus 2 Lehrern (z.Zt.
Herr Jäkel und Frau Seipelt-Höhn), dem Hausmeister (z.Zt. Herr Danneberg) und
einem Sprecher der Schüler (z.Zt. Phil Hüwelmann) besteht.
Die AG regelt selbstständig den Einsatz der Schüler für die Arbeit, macht
sich Gedanken über die Organisation
des Verkaufs und die angebotenen Produkte und plant zusätzliche
Einzelveranstaltungen als Akzente im Schulleben.
Das Projekt ist als ein förderungswürdiges Projekt für die EVS-Services des Kreises anerkannt und beschäftigt jetzt im dritten Jahr junge Leute, die als Europäische Freiwillige ein Jahr in Deutschland arbeiten.
Die Überschüsse der Cafeteria werden für Belange der Schule ausgegeben. Ein Teil fließt in Investitionen zum Ausbau und zum Erhalt der Cafeteria und ihrer Einrichtungsgegenstände, ein Teil wird direkt der SV für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt, ein Teil geht in den Schulleiterfonds zur Förderung bedürftiger Schüler, ein Teil wird der Elternarbeit zur Verfügung gestellt und mit dem Rest werden gezielt Maßnahmen des Schulprogrammbausteins „Gesunde Schule“ unterstützt, z.B. das Konfliktlotsentraining, die Teilnahme der Patenschüler an den Pädagogischen Tagen, der Einsatz des Fairmobils, Fahrtkosten oder kleine Geschenke für Referenten etc.
Die Cafeteria trägt damit sehr dazu bei, dass viele Maßnahmen im außerunterrichtlichen Bereich stattfinden können, für die sonst nur schwer ein Haushaltstitel zu finden ist.
Seit dem Schuljahr 2003/2004 gibt es neue Herausforderungen für die Cafeteria, da durch die veränderten Schulanfangszeiten auch eine intensivere Mittagsbetreuung und Essensversorgung nötig wurde.
Die AG besteht z.Z. aus etwa 25 Schülerinnen und Schülern, die die täglichen Arbeitszeiten unter sich aufteilen und sich regelmäßig alle 14 tage zu AG-Sitzungen treffen.
Schüler oder auch Eltern, die Interesse an einer Mitarbeit
in der Cafeteria haben, können sich bei Herrn Jäkel oder bei Frau Seipelt-Höhn
melden. In einem Rhythmus von etwa 14 Tgaen finden auch regelmäßige
AG-Sitzungen statt, zu denen man auch einmal als Gast dazu kommen kann.
Erster Bericht über die Arbeit der Cafeteria seit der Eröffnung am 24.2.2000
Allgemeines:
Die Schüler, die sich im Laufe der Vorplanungen für die Cafeteria als Gruppe
zusammengefunden haben, tragen im Wesentlichen auch die bisherige laufende
Arbeit im Verkauf. Zusätzlich gibt es eine Schülergruppe, die praktisch nur in
der Pause verkauft. Das sind die Schüler, die auch vorher schon mit dem
Hausmeister zusammengearbeitet haben und jetzt weitergemachen. Die Schüler der
Cafeteria-AG sind mit dem Verkauf des neuen Angebots betraut, machen darüber
hinaus auch die zusätzlichen Dienste, sorgen generell für Ordnung im
Verkaufsraum und im Cafébereich und beteiligen sich auch an der Planung und
Entwicklung der Cafeteria. Es waren anfangs ca. 15 SchülerInnen aus den
Jahrgangsstufen 7-10 in der AG, zur Zeit sind es ca. 20. Die Fluktuation ist
bisher relativ gering. (Mitglieder)
Die
Cafeteria ist zu folgenden Zeiten geöffnet:
-
von 7.30 - 7.55 Uhr
-
in der 1.großen Pause
-
in der 2.großen Pause
-
von 13.10 - 13.30 Uhr
Die
Schüler erhalten pro Dienst eine Anerkennung im Wert von 1,50 DM, sie können
das verzehren oder sich ausbezahlen lassen.
Am
Montag können wir die Cafeteria nach der 2.großen Pause durchgehend geöffnet
lassen, weil sich Frau Kortenjan bereit erklärt hat, diesen Dienst zu übernehmen.
Das
Team, das die Cafeteria verantwortlich betreut, besteht zur Zeit aus Jürgen
Danneberg (Hausmeister), Uwe Jäkel (Lehrer), Heide Seipelt-Höhn (Lehrerin) und
Jennifer Rustige (Schülersprecherin).
Angebot
und täglicher Betrieb:
Nach unserer Beobachtung ist die Akzeptanz der Neuregelungen bei den Schülern
sehr groß. Das zusätzliche Essensangebot wird sehr gut wahrgenommen und
inzwischen ist die Organisation auch so eingespielt, daß die Nachfrage nach
Pizza oder Heißwürstchen in der 2.großen Pause und nach der 6.Stunde gut und
ohne allzu große Drängelei befriedigt werden kann. Das Ganze funktioniert nur,
weil wir den Heißluftherd haben, in dem wir knapp 30 Stücke Pizza gleichzeitig
erwärmen können. Das Erwärmen mit der Mikrowelle nähme viel zu viel Zeit in
Anspruch. An guten Tagen werden etwa 80 Stücke Pizza in einer Pause verkauft.
Daß der Absatz von Kaffee und Kakao noch recht gering ist, führen wir auch
darauf zurück, daß in den Pausen eigentlich keine Zeit für eine ruhige Tasse
Kaffee oder Kakao bleibt. Das könnte evtl. dann besser werden, wenn wir eine
Dauerhilfe haben und dadurch eine längere Öffnungszeit garantieren können.
Einrichtung
und Mobiliar;
Die Einrichtung an Möbeln und Sonstigem hat sich insgesamt gut bewährt. Das
Parkett ist zwar etwas abgenutzt, aber das kann man sicher mit einer neuen
Politur wieder verbessern. Eventuell lassen wir das in den Herbstferien machen.
Es sind noch einmal 25 Stühle und 5 Tische bestellt worden, die aus den Mitteln
des Freundeskreises, zum Teil aber auch schon aus den Überschüssen der
Cafeteria bezahlt werden. Es zeichnet sich ab, daß die Cafeteria in der Lage
sein wird, die weitere Entwicklung und weitere Investitionen aus selbst
erarbeiteten Mitteln zu bestreiten.
Zusätzliche Veranstaltungen: Außer der regelmäßigen Versorgung am Morgen, in den Pausen und am Mittag hat die Cafeteria schon in den ersten 3 Monaten ihres Bestehens einige zusätzliche Veranstaltungen organisiert oder mit unterstützt.
·
Die Eröffnungsfeier: Dies
war sicherlich die größte Aktion bisher. An dem Tag wurde praktisch ein
Programm für die ganze Schule durchgeführt. Von einigen kleineren Engpässen
abgesehen verlief die Eröffnung doch sehr zu unserer Zufriedenheit.
·
Die Dichterlesung mit Herrn
Streithövel: Hier wurde die Beköstigung der teilnehmenden Schüler übernommen
und dadurch ein günstiger und fester zeitlicher Ablauf sichergestellt.
·
Die Informationsveranstaltung
über die Verwendung der Spenden für die Erdbebenopfer in der Türkei: In
Zusammenarbeit mit den türkischen Mitbürgern wurde interessantes
Informationsmaterial erstellt und türkisches Essen angeboten.
·
Die Übernachtung der Klassen 5 zur Geisternacht: Die Cafeteria unterstützte
dies durch Bereitstellung der Möglichkeiten zum Pizza backen, Kaffee und Kakao
kochen, Bereitstellung von Geschirr und den anderen notwendigen Ressourcen.
·
Elternsprechtag
·
Konferenzen
·
Abiturentlassung
Weitere
Planungen:
Die Cafeteria-AG hat sich für dieses Jahr ein paar Ziele gesetzt, die hier nur
stichwortartig benannt werden sollen. Wir wollen uns dieses Jahr noch ziemlich
konzentriert um den weiteren Ausbau der Einrichtung und der Räumlichkeiten kümmern
und Projekte dann unterstützen, wenn sie an uns herangetragen werden. Bisher
sind die folgenden Schwerpunkte angedacht:
·
weitere Ausgestaltung des vorhandenen Cafébereichs
·
Möblierung und Gestaltung des zweiten Cafébereichs
·
Gestaltung der Nischen (alles in Zusammenarbeit mit der AG zur
Schulverschönerung)
·
Planung und Durchführung eines Anschlußprojekts an den Aids-Tag
gemeinsam mit der Aids-AG
·
Bemühung um den Einsatz eines Europäischen Freiwilligen
·
Organisation von Sonderverkäufen, wenn das im Zusammenhang mit
Unterrichtsprojekten sinnvoll ist (s.o.)
Organisation:
Die Zusammenarbeit innerhalb des Teams "Cafeteria" läuft reibungslos
und zur Zufriedenheit aller Beteiligten.
Die
Organisationsform der Cafeteria als einer Körperschaft der SV hat sich für die
Arbeit als praktisch erwiesen. In Anbetracht der nicht unerheblichen Überschüsse,
die nach den ersten Erfahrungen wahrscheinlich zu erwarten sind, sollte man
unserer Meinung nach eine klare Vereinbarung über die Verwendung dieses Geldes
treffen.
Wir
können uns vorstellen, daß 25% der Überschüsse der Schulleitung zur Förderung
außerunterrichtlicher Aktivitäten zur Verfügung gestellt werden
(Verantwortlichkeit des Schulleiters), 50% in der Cafeteria selbst wieder
investiert werden (Beschluß der Schulkonferenz auf Vorschlag der AG) und die
restlichen 25% zur Förderung und Gestaltung von SV-Projekten verwandt werden
(Verantwortlichkeit des Schülerrats). Ein Sockelbetrag von 250,-DM soll der
Schulpflegschaft für besondere Zwecke zur Verfügung gestellt werden.
Die
Cafeteria-AG trifft sich in diesem Jahr regelmäßig alle 14 Tage
Donnerstag in der 7./8. Stunde
und nach Vereinbarung zu Extraeinsätzen. Schüler, die Lust haben, am
HAG in irgendeiner Form gestalterisch tätig zu werden, sind bei uns immer
herzlich willkommen. Die Möglichkeiten, sich bei uns mit Ideen einzubringen,
sind vielfältig und sehr individuell zu verabreden.
Wer Lust bekommen hat, bei uns mitzumachen, kann sich bei
Jennifer Rustige, bei Frau Seipelt-Höhn, bei Herrn Jäkel oder bei irgendeinem
anderen Mitglied der Cafeteria-AG melden. Wir freuen uns immer sehr über Neuzugänge.
eines Schülercafes (Cafeteria) am Hannah-Arendt-Gymnasium
Juni
1997
Nach einer Reihe von Gesprächen mit Kollegen, Schülern,
Eltern und Ehemaligen wurde immer deutlicher, daß bei uns an der Schule eine
Einrichtung fehlt, die die Schüler in den Freistunden und über die
Mittagspause mit Essen und Getränken versorgen kann.
Die schon bestehende Teestube ist dafür
offensichtlich nicht geeignet. Alle waren sich einig, daß eine Einrichtung
dieser Art in der Schule notwendig ist und auch mit dazu beitragen könnte, daß
die Schüler sich an ihrer Schule auch wirklich zu Hause fühlen.
Wenn man zu dem Schluß gekommen ist, daß wir
etwas in dieser Richtung brauchen, dann muß man sich in verschiedener Weise
weitere Gedanken machen.
1)
Frage des Standortes
2)
Frage des Umfangs der Öffnungszeiten
3)
Frage der Verantwortlichkeit
4)
Frage des Angebots
5)
Frage der Gestaltung
Wahrscheinlich gibt es noch weitere Gesichtspunkte,
aber man kann ja erst einmal mit diesen anfangen.
zu1):
Wahrscheinlich 2 Alternativen:
a)
Umgestaltung
der DRK-Räume unter Einbeziehung der Flure und der dortigen Toiletten
b)
Umgestaltung
der Pausenhalle mit den Räumen gegenüber der Hausmeisterloge und zwischen
Klassenraum 5A und Treppe
zu 2): Muß noch im
einzelnen diskutiert werden, eventuell von 10-15. Uhr, das muß sich auch nach
den Bedürfnissen der Schüler richten und muß sich auch in der Praxis erst
zeigen
zu
3): Im Augenblick noch eine sehr offene Frage. Hier sind Modelle denkbar, die
von einer reinen SV-Verantwortlichkeit bis zu einer Vergabe an einen privaten Pächter
reichen. Die möglichen Modelle müssen auf ihre juristische und wirtschaftliche
Umsetzbarkeit geprüft werden. Hier hoffen wir auch auf kompetenten Beistand von
Seiten der Eltern.
zu 4): Zuerst einmal
ist an ein Getränkeangebot gedacht wie es schon existiert. Dieses sollte aber
um Cappucino, Cafe au lait, Tee u.ä. erweitert werden. Das Essensangebot könnte
auch auf kleine Imbisse wie Baguette, Pizza, Suppen o.ä. ausgedehnt werden.
Auch hier muß sich in Absprache mit den Schülern und in der Praxis zeigen, was
erwünscht und sinnvoll ist.
zu
5): Die Räumlichkeiten sollten unabhängig von dem gewählten Standort gemütlich
und einladend hergerichtet werden. Es sollte kleine Tische und Stühle geben, Grünpflanzen,
gestaltete Wände. Hier könnten viele Ideen entwickelt werden, die
wahrscheinlich auch mit nicht zu großem Aufwand umgesetzt werden können.
Eigeninitiative und Eigentätigkeit ist erwünscht und gefragt.
Wohl die
ersten Fragen, die allgemein abzuklären sind, sind
die
Position des Schulträgers,
eine
mögliche Finanzierung,
die
Zusammenarbeit mit dem Hausmeister und
die
Bildung einer koordinierenden Arbeitsgruppe.
Als
allererstes muß natürlich geklärt werden, ob eine Initiative in dieser
Richtung überhaupt erwünscht ist und auf Unterstützung hoffen kann.
Sollte sich darüber
eine grundsätzliche Einigung erzielen lassen können, dann könnte sich eine
Planungsgruppe aus interessierten Eltern, Schülern und Lehrern bilden und
versuchen, einen umsetzbaren Vorschlag zu erarbeiten oder auch Alternativen mit
ihren Vor- und Nachteilen aufzeigen, damit dann eine Entscheidung getroffen
werden kann
Ausgehend
von der Problematik, wie im Schuljahr 2005/2006 je vier Klassen in der
Erprobungsstufe untergebracht werden können und von Überlegungen bei der
Realisierung des Vertretungskonzeptes, das weitere Medienecken und Arbeitsräume
für Gruppenunterricht und Einzelarbeit forderte, wurde die Raumsituation an der
Schule überprüft und wurde ein Gesamtkonzept entwickelt.
Diese Planungen berücksichtigen die baulichen Veränderungen nachentsprechender Dringlichkeitsstufe. Zunächst geht es um die Sicherstellung von Klassen-, Kurs- und Fachräumen, da von Arbeitsecken und Schülerarbeitsräumen. So konnte im Dezember 2005 der Biologie- Hörsaal zu einem Biologie- Übungsraum umgebaut und mit neuem Mobiliar versehen werden, konnten neben der Schülerbücherei und durch die Umwidmung des „Gewächshauses“ Arbeitsecken eingerichtet werden. Im Osttrakt wird im Frühjahr ein weiterer neuer Schülerarbeitsraum entstehen mit neuen PCs. Geplant sind bauliche Veränderungen im Bereich der Lehrerzimmer, des Sekretariatstraktes und der Cafeteria.
Ulrich
Netkowski
Raumkonzept
- Arbeits – und Medienecken mit PC-Arbeitsplätzen
|
Raumbezeichnung
|
Raum-Nr./Lage |
Zahl der Arbeitsplätze |
Bedingungen |
|
Nebenraum der Schülerbücherei |
Erdgeschoss /
Westtrakt |
4 - 6 |
Schlüssel im
Sekretariat |
|
Flur vor dem
Zimmer von Herrn Beckmann |
Westtrakt, 1. Etage |
2 |
freier Zugang |
|
Erdkunde-Sammlung |
Raum-Nr. 206 Westtrakt, 2.Etage |
4 - 6 |
Schlüssel im
Sekretariat |
Raumbezeichnung
|
Raum-Nr./Lage |
Zahl der Arbeitsplätze |
Bedingungen |
Oberstufen-aufenthaltsraum
|
Raum-Nr. 038 Westtrakt,
Erdgeschoss |
4 |
Schlüssel im
Sekretariat |
Flur im Erdgeschoss West
|
Westtrakt,
Erdgeschoss, Raum vor dem Oberstufenaufenthalts-raum |
6 |
freier Zugang |
„Gewächshaus“
|
Westtrakt, 1. Etage, vor den
Biologie-Fachräumen |
2 x 4 |
Schlüssel im
Sekretariat |
Flur im Treppenhaus Osttrakt
|
Osttrakt, 2. Etage |
2 x 4 |
freier Zugang |
Fachraum Religion
|
Raum-Nr.:
034 Westtrakt,
Erdgeschoss |
|
Raumnutzungsplan
beachten! Schlüssel im
Sekretariat |
Arbeitsplätzen
Bläserklasse
Theaterarbeit und ThiK
Sporthelferausbildung
Im
Sommer 2004 beschließt das Hannah-Arendt Gymnasium in einer außerordentlichen
Konferenz zusammen mit der ortsansässigen Musikschule die Einrichtung des
Klassenmusizierens am Gymnasium.
Von
dieser neuen Form des Musikunterrichtes, der zusätzlich zur traditionellen
Unterrichtsform angeboten werden soll, verspricht sich die Fachschaft Musik eine
intensive Belebung der musikpraktischen
Tätigkeit am Gymnasium.
Neben
dem Erlernen eines Blasinstrumentes und dem Zusammenspiel im Klassenverband mit
den stets neu motivierenden Anreizen von Auftritten sollen auch soziale
Lernerfolge verbunden sein wie Teamfähigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme,
sowie allgemeine und auch kognitive Erfolge, die die Steigerung von
Konzentration und Ausdauer betreffen.
Die
Instrumentalausbildung übernimmt dabei die Musikschule. Der Hauptinhalt des
Musikunterrichts für die Bläserklasse in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ist das
Klassenmusizieren; dieses Konzept ist zunächst
für die Anfangsklassen des Gymnasiums konzipiert.
Aus
organisatorischen Gründen wird zuerst eine „Bläsergruppe“, die sich aus
Schülern/innen aller 5. Klassen zusammensetzt, gebildet.
Diese
begann dann im Januar 2005 mit 25 Teilnehmern/innen. Das eigentliche Ziel der Bläserklasse,
also einer kompletten 5. Klasse als Bläserklasse,
wurde dann im Herbst 2005 mit Beginn des neuen Schuljahres, dieses Mal
mit 23 Schülern/innen, realisiert, sodass nun, Ende des Jahres 2005, eine
fortgeschrittene „Bläsergruppe“ 6 und eine Bläserklasse 5, die bereits bei
zwei Schulkonzerten, der Einweihung des Wapakoneta-Platzes, und als
Mitveranstalter eines Konzertes mit dem Blasorchester von Herrn Erfurth in der
Lengericher Gempthalle mitgewirkt haben, zu einem festen Bestandteil des
Schullebens geworden sind.
Zudem
gab es weitere Anfragen zu Weihnachtsfeiern, auf die beim Frauenchor Lengerich
eingegangen wurde.
In
der kurzen Aufbauzeit ist bereits deutlich geworden, dass die am Anfang
gesetzten praktischen und sozialen Ziele in hohem Maße verwirklicht werden
konnten.
Hierzu
haben auch die kompetenten Instrumentallehrer und der gute Kontakt zur
Musikschule beigetragen.
Die
Schüler/innen von „Bläsergruppe“ und Bläserklasse haben großen Spaß am
gemeinsamen Musizieren und sind stolz darauf, diesen Schulgemeinschaften anzugehören.
Sie haben es unter anderem mit einem gemeinsamen Sweatshirt bekundet mit der
Aufschrift „ Hannah’s little band“ .
Diese
starke Identifikation mit dem Gruppenmusizieren und ihrer Gemeinschaften wird
auch getragen von einer begeisterten Elternschaft, die bereits die Anmeldung
mehrerer Kinder für die Bläserklasse zum kommenden
Schuljahr angekündigt hat.
Der
drängende Wunsch der Elternschaft und der bereits musizierenden Schüler/innen
sowie die Zielsetzung der Schule, die das Musizieren in Ensembles und Bands im
Auge hat, führte zu dem Beschluss, eine noch genauer zu definierende
Fortsetzung der Bläserklasse für die Jahrgangsstufen 7 und 8 zu verwirklichen.
Klaus Tewes
Theater im Schulprogramm des HAG
Klassen, Kurse und
Arbeitsgemeinschaften, die Theaterstücke aufführen, gibt es an vielen Schulen.
Das „Schulspiel“ hat eine lange pädagogische Tradition. Das
Hannah-Arendt-Gymnasium bietet mehr - es leistet sich ein eigenes Theater.
Das „Theater in der
Klinik“ - abgekürzt ThiK - ist eine Initiative der Schule und der Westfälischen
Klinik in Lengerich. Zur Zeit hat ThiK über fünfzig Mitwirkende - SchülerInnen
als Akteure und im Back-Stage-Team sowie die Ehemaligen. Der Spielplan weist
seit Jahren mindestens drei große Abend füllende Produktionen aus, die Anzahl
der Aufführungen liegt deutlich über zwanzig. Fast 4000 Zuschauer jährlich
belegen , dass ThiK aus dem Kulturleben der Stadt nicht weg zu denken ist.
Angefangen hat alles vor über
dreißg Jahren. Auf Anregung des damaligen Schulleiters Dr. Warnecke gründete
sich am „Städtischen Gymnasium“ eine Theatergruppe. Nach über einem
Schuljahr kam es zur ersten Premiere - Kotzebues Lustspiel „Die deutschen
Kleinstädter“ feierte im Martin-Luther-Haus einen unerwarteten Erfolg. Die
Gruppe, SchülerInnen der Jahrgangsstufen acht bis elf, blieb zusammen und
machte weiter, fand Jahr für Jahr Ersatz für die Ausscheidenden, nach und nach
entstand ein Fundus von Kulissen, Kostümen und ein eigenes technisches
Equipement für Licht und Ton.
Im „Semper apertus“
1976/77, dem Jahresbericht des Gymnasiums, erläutert Karlheinz Arndt Arbeit und
Ziele der Theatergruppe:
Schultheater kommt heute sogar
in der Pädagogik vor. In einem Taschenlexikon der Literatur und Sprachdidaktik
heißt es: „Das traditionelle Schulspiel... soll schöpferische Eigentätigkeit
anregen, Phantasie wecken, Erfahrungen über Menschen und Umwelt vermitteln, den
Sinn für das Kunstwerk fördern, personal- und gemeinschaftsbildende Kräfte
entfalten, Sprach- und Ausdrucksvermögen entwickeln usw.“
Das „usw.“ am Ende des
Zitats lässt den bei der Lektüre des Satzes in Ehrfurcht erstarrten Leser
vollends erschaudern. Gibt es eigentlich etwas, das das Schulspiel nicht vermag?
Kann es vielliecht den übrigen Schulunterricht vollends ersetzen? Liegen im
Schultheater gar die Lösungen für pädagogische und bildungspolitische
Probleme?
Nun ich kann den Leser
beruhigen. Solch weitgesteckten Ziele wollen wir mit unserer Theatergruppe nicht
erreichen; ja, wir streben sie nicht einmal an, weil sie nämlich unrealistisch
und völlig überzogen sind. (...) die meisten dieser Ziele können auch von
anderen Fächern vermittelt werden - und wahrscheinlich ebenso gut oder besser.
Das gilt auch für das Schultheater: Als Schulfach ist es völlig nutzlos. Wer will heute schon noch Schauspieler oder Regisseur werden? (Aktuelle Anmerkung: Mindestens fünf Ehemalige haben diese Berufe seither trotzdem ergriffen.) Darum betreiben wir unsere Theaterarbeit auch nicht als Schulfach, nicht einmal als Arbeitsgemeinschaft, wir arbeiten ohne öffentliche Etatzuweisung und ohne Entlastungsstunden. Wir spielen Theater, weil uns niemand dazu zwingt, weil wir keine Lernziele erreiche und keinen Lehrplan absolvieren müssen - Schultheater als letzter Freiraum der verwalteten Schule.
Wir spielen Theater aber auch
deshalb, weil wir die selbst gesteckten Ziele erreichen wollen, weil wir in
eigener Verantwortung etwas auf die Beine stellen wollen, weil es uns Spaß
macht - Schultheater als Übungsplatz für ungenutzte Talente.
Wir spielen Theater endlich
darum, weil wir uns die Stücke selbst auswählen können, Stücke, die sonst
kaum einer spielt, die es jedoch lohnt auszugraben und zu neuem Leben zu
erwecken - Schultheater als Spielwiese für genialen Dilettantismus.
Theater kann nicht leben ohne
Zuschauer: So bleibt ein letzter Grund zu nennen: Wir spielen für Sie, unser
liebenswertes Publikum, für die Schüler, die Eltern und Lehrer unserer Schule.
Die Ideen der Gründungszeit
haben sich als dauerhaft erwiesen. Theaterarbeit am HAG ist immer noch frei und
unabhängig - auch die Richtlinien und Lehrpläne für Literaturkurse, die seit
1981 dräuend über der schulischen Theaterarbeit in NRW schweben, haben sich
nicht negativ ausgewirkt. „Der Schüler soll lernen, sich mit exemplarisch
ausgewählten vorgegebenen bzw. mit eigenen Gestaltungen und deren Wirkungen im
Hinblickauf seine persönliche Existenz und auf gesellschaftliche Bezüge
wertend auseinanderzusetzen“ - selbst solche Zielformulierungen haben
Theaterbegeisterte nicht abschrecken können. Immer noch arbeiten in der
Theatergruppe freiwillig SchülerInnen aus allen Jahrgangsstufen, in der
Jahrgangstufe 12 wird ihnen ihre Mitarbeit als Literaturkurs angerechnet. (Natürlich
sind Grundsätze zur Leistungsbeurteilung reflektiert, diskutiert und formuliert
worden.)
Die Ideen der Gründungszeit
haben sich auch als ansteckend erwiesen. Seit Silvester 1988 gibt es die
Ehemaligen, Mitglieder der Theatergruppe, die sich auch nach ihrer Schulzeit
noch freiwillig zusammen finden, um Theater für Lengerich zu machen. Inzwischen
spielen schon deren Kinder bei ThiK mit. Ehemalige und SchülerInnen treten
zusammen in Stücken auf - Öffnung von Schule wird in der gemeinsamen Arbeit
erlebt und erfahren.
ThiK ist auch noch immer ein
ökonomisch „freies“ Theater, unabhängig und ohne Etatzuweisungen aus dem
Schulhaushalt. Allerdings hat ThiK seine Ressourcen ausweiten können. Da ist
zunächst und vor allem die Zusammenarbeit mit der Westfälischen Klinik. Seit
1988 nutzt ThiK den Festsaal der Klinik als Spielstätte - seitdem hat ThiK auch
einen Namen - und kann dankbar auf die Hilfe der Mitarbeiter der Klinik zurück
greifen. Die Klinik ihrerseits hat ein Interesse an der Zusammenarbeit, weil die
Aufführungen dazu beitragen, „die Kluft zwischen Bürgern und dem
psychiatrischen Krankenhaus zu überbrücken“ (so Prof. Crome, der Leitende
Arzt der Klinik).
Auch Rat und Verwaltung der
Stadt Lengerich unterstützen die Arbeit von ThiK. Seit 1996 kann die umgebaute
Gymnastikhalle des Gymnasiums als „studiobühne“ genutzt werden - für Aufführungen
und Probenarbeit. Beleuchtung, Deckenanstrich und diverse andere Anlagen hat
ThiK in Eigenarbeit realisiert. Die Einrichtung steht natürlich auch anderen
Klassen und Kursen für verschiedene Projekte zur Verfügung - ThiK als Sponsor.
Mit dem Erfolg sind jedoch
auch die Verpflichtungen gewachsen. 1996 erhält ThiK den Kulturpreis der Stadt
Lengerich, 1997 den des Kreises Steinfurt. Seither ist ThiK Ansprechpartner,
wenn es gilt, besondere Ereignisse theatralisch zu würdigen. 1997 hat Thik das
fünfhundertjährige Jubiläum der Stadtkirche mit einer Tabori-Aufführung
in der Kirche begleitet, die
850-Jahr-Feier der Stadt mit einer „Historischen Revue“ in der
Dreifachsporthalle. 1999 gabs in der Stadtbücherei eine Soiree zu Goethes 250.
Geburtstag, 2004 hat ThiK als erstes Theater in der Gempthalle gastiert und die
Theatertauglichkeit des Etablissements getestet. Schillers 200. Todestag wurde
2005 mit einem „Wilhelm Tell“ in der „studiobühne“ begangen.
Im Lauf der Jahre ist das
Repertoire von ThiK erheblich ausgeweitet worden. Neben die Stücke aus dem „bürgerlichen
Lachtheater“ sind auf Wunsch der Akteure beispielsweise auch Schiller und Büchner
sowie die Klassiker der Moderne getreten - von Sartre über Dürrenmatt, Ionesco
und Tabori bis hin zu John von Düffels „Rinderwahnsinn“ und Nicky Silvers
„Pterodactylus“. Auch eigene Stücke wurden entwickelt - aus einem alten
Spielfilm mit Theo Lingen wurde das amüsante Musical „Mitternachtsvenus“,
aus dem Hitchkock-Film „Trouble with Harry“ eine spritzige Kriminalkomödie.
ThiK hat immer auf Teamwork
gesetzt, die Zusammenarbeit mit Musik- und Kunstlehrern, mit außerschulischen
Experten, mit der Freilichtbühne Tecklenburg war und bleibt unabdingbar. Eines
jedoch wird wichtig sein für die Zukaunft von ThiK - der Gründer und Leiter
Karlheinz Arndt ist seit dem 1. August 2004 im Ruhestand, er wird sich zunehmend
überflüssig machen müssen.
Karl-Heinz Arndt
Die
zur Zeit angebotenen AGs (Fuß- und Ballsport-, Badminton-AG) werden von jeweils
ca. zehn Schülern regelmäßig besucht.
Die
Leiter der Fuß- und Ballsport-AG, die sich alle zwei Wochen mit den Schülern
treffen, sind mit dem Ablauf sehr zufrieden. Auf Grund der Tatsache, dass ihnen
die gesamte Dreifachhalle zu Verfügung steht, haben sie genügend Platz, alle mögliche
Spiele zu spielen. In der Gruppe herrscht ein gutes Klima. Die jüngeren Schüler
sind, auch ohne unter der ständigen Aufsicht eines Lehrers zu stehen, durchaus
in der Lage, sich diszipliniert zu verhalten und etwas zu lernen, sodass alle
Beteiligten Spaß an der AG haben.
Die
Leiter der Badminton-AG können sich diesem Urteil im großen und ganzen
anschließen. Die TG bietet zum Badminton Spielen mit zehn Personen genügend
Platz. Lediglich am Verhalten mancher Teilnehmer bei Themen wie z.B. Netzauf-
und -abbau lässt sich bemängeln, dass sie versuchen, sich immer wieder davor
zu drücken, indem sie sich in die Umkleidekabinen schleichen. Wir sind der
Meinung, dass jeder Schüler wenigstens soviel Sozialverhalten zeigen sollte,
nicht seinen Mitschülern die ganze Arbeit zu überlassen, sodass dies zu häufigen
Diskussionen führt. Trotzdem haben auch wir viel Spaß an der Leitung dieser AG
mit Schülern, die wir normalerweise nicht kennen lernen würden.
Lisa
Biermann
SV-Arbeit
Elternarbeit-Elternsicht
Freundeskreisbericht
Dass die SV – Arbeit am HAG
recht gut funktioniert, zeigen schon die verschiedenen Projekte, die auf den
meist am Anfang des Schuljahres stattfindenden 1 1/2 tägigen schuleigenen SV
– Seminartagen angeregt und vorbereitet werden.
Im letzten Jahr waren es die
Projekttage im Oktober, wo in jahrgangsübergreifenden Gruppen an
Projekten zum Thema „Länder und Kulturen“ gearbeitet wurde. Viele
kreative Vorstellungen waren umgesetzt worden, von "Music meets Art",
"Multi- Kulti-Simpsons" zu "Roma - Creativa" bis zu Masken
basteln. Ernste Themen wie etwa das „Leben zwischen Grenzen inmitten von
Gewalt“, hier war eine Palästinenserin zu Gast, wurden in Diskussionsforen
behandelt.
Oft sind es Projekte im Rahmen
der „Dritten Welt“, wie im letzten Jahr das „Hausbauprojekt in
Brasilien“ oder in diesem Jahr ein Kindergarten in Namibia sowie ein
„Bananen –Abo“, die bei den Schülerinnen und Schülern großen Anklang
finden.
Einen starken Eindruck hat im
letzten Jahr das von Schülern weitgehend selbst-ständig organisierte "1.
Rockkonzert am HAG" mit tollen Auftritten zahlreicher heimischer Bands
hinterlassen. Über 400 Musikfans waren begeistert und warten auf das 2.
Rockkonzert im Mai 2006.
SV-Arbeit bedeutet auch das
Engagement von Schülerinnen und Schülern als Klassen- oder
Jahrgangsstufensprecher, als Vertreter in den Gremien, als Vertreter für die
einzelnen Fachkonferenzen oder für die Schulkonferenz.
Hier bereitet sich die SV - Spitze mit den SV – Verbindungslehrern gut
auf die Anträge vor, um die Interessen der Schülerinnen und Schüler optimal
zu vertreten.
Das gewählte SV – Team, an
der Spitze oft eine Schülersprecherin, nimmt regelmäßig zu Beginn der
eigentlichen SV – Arbeit an überregionalen Seminaren teil und lernt so
verfahrens- und schulrechtliche Besonderheiten kennen.
Als eigene "Sparte",
aber eng mit der SV zusammenarbeitend, hat sich seit gut zwei Jahren die HAG-
Schülerzeitung "HANNABOLIKA" einen guten Namen gemacht und wird stark
nachgefragt. Die Redakteure mit einem pfiffigen Chefredakteur sind inzwischen
mit dem Texteschreiben und der Handhabung eines modernen Zeitungs- Equipments so
vertraut, dass sie kritisch das Geschehen an der Schule beobachten. Sie
kommentieren Ereignisse und beschäftigen sich mit Themen aus der Jugendszene. Für
ihr Geld bietet sie auch eine Menge Unterhaltung. Von 143 Bewerbern hatte
"HANNABOLIKA" bei einem Wettbewerb den 10. Platz der Kulturstiftung
der Westf. Provinzial - Versicherungen erringen können.
Die SV profitiert auch vom
Engagement einer großen Schülergruppe, die in der Cafeteria am Thekendienst
beteiligt ist. Überschüsse dort kommen der SV - Arbeit zugute.
Eng mit der Jahrgangsstufe 11
verbunden sind vielfach die Patenschülerinnen und Patenschüler für die
Eingangsklassen. Sie begleiten zu Beginn die neuen Schüle-rinnen und Schüler,
zunächst bei den Kennenlerntagen in Tecklenburg, organisieren das Programm mit
und bleiben Ansprechpartner für die nächsten beiden Jahre. Falls erforderlich,
arrangieren sie es, dass Konfliktlotsen bei Streitigkeiten von Schülern
untereinander solche Konflikte lösen.
In jedem Fall ist die Arbeit
der Schülervertretung eine besonders lohnende Aufgabe, damit die wichtigste
Gruppe an der Schule genügend Gehör findet und sich mit ihren Vorstellungen
und Einschätzungen auch angemessen einbringen kann.
Die
Zusammenarbeit zwischen der Elternschaft und der Schulleitung am HAG basiert auf
kontinuierlicher Kommunikation und der Praxis „einer offenen Tür“ und ist
durch gegenseitiges Vertrauen gekennzeichnet.
Auf
Klassen- und Jahrgangsstufenebene werden die Pflegschaftssitzungen in der Regel
mit klassenübergreifenden Themenabenden (z.B. im Rahmen des Programms
„Gesunde Schule“ oder „Lernen lernen“) eingeleitet. Darüber hinaus
werden informelle Treffen wie Elternstammtische und Klassenfeste organisiert,
um den Klassenzusammenhalt zu fördern und die Kommunikation zwischen Schülern,
Eltern und Lehrern zu festigen.
Neben
den obligatorischen Schulpflegschaftssitzungen pflegen die Elternvertreter einen
regelmäßigen Gedankenaustausch auf ihrem Pflegschaftsstammtisch und durch
das Internet. Den Elternvertretern der 5. Klassen wird zu Beginn
eine Patenschaft durch „erfahrene“ Elternvertreter angeboten. Die
Zusammenarbeit in der Schulpflegschaft ist durch gemeinschaftliches
Engagement, Offenheit und Teamarbeit geprägt. Die Elternschaft formuliert
Problemthemen und Anregungen gegenüber der Schulleitung und stellt sich
diesen lösungsorientiert und konstruktiv.
Die
Elternvertreter, die in die Schulkonferenz berufen worden sind, stimmen ihre
Anliegen untereinander und mit der Pflegschaft ab. Sie pflegen einen guten und
respektvollen Kontakt zu den Vertretern der SV, dem Kollegium und der
Schulleitung.
Mitwirkung in Fachkonferenzen, Elternengagement im Fach Informatik und anderen Gremien
Fachkompetente
Eltern engagieren sich in den verschiedenen Fachkonferenzen. Über diesen
Beitrag hinaus wird sogar eine durch Eltern geführte AG angeboten, die
Computer-AG in der 5. Klasse, und die Unterstützung der Schüler-Website durch
eine Homepage AG. Auch andere themengebundene Arbeitskreise (z.B.
Wanderrahmenplan, Hinweise zum Arbeits- und Sozialverhalten) werden durch
Eltern mitgestaltet. Im Gremium zur „Ausschreibung schulscharfer Stellen“
hat die Schulpflegschaftsvorsitzende seit mehreren Jahren ein Stimmrecht.
Viele Eltern unterstützen das Engagement des Freundeskreises durch ihre Mitgliedschaft und finanzielle Beiträge. Der/Die Schulpflegschaftsvorsitzende/r ist außerdem Mitglied des Vorstandes und wirkt direkt an den Projekten des Freundeskreises mit.
Die
Schulpflegschaft hat bei schulübergreifenden Themen, wie beispielsweise der
„geänderten Schulanfangszeiten“ intensiv mit den Grundschulen und weiterführenden
Schulen Lengerichs zusammengearbeitet. Die gemeinsamen Aktionen umfassten eine
umfangreiche Frageaktion zu 8:20 Uhr Schulbeginn, eine öffentliche Kundgebung
mit 500 Teilnehmern, mehrere Gespräche mit der Stadtverwaltung und Besuche beim
Landrat in Steinfurt. Der Austausch mit unserer Kooperationsschule, dem GAG in
Tecklenburg, ist sowohl bei „8:20 Uhr Schulbeginn“ als auch bei anderen
Themen intensiv und vertrauensvoll.
Vertreter
der HAG-Schulpflegschaft sind Gründungsmitglieder (März 2002) der Kreiselternschaft
„Interessengemeinschaft der Elternvertretung der Gymnasien im Kreis
Steinfurt“, zu der sich 15 Gymnasien des Kreises verbunden haben. Neben dem
regelmäßigen Erfahrungsaustausch auf Kreisebene haben die Elternvertreter in
den vergangenen Jahren mehrfach die Forderungen der gymnasialen Elternschaft
gegenüber der Bezirksregierung in Münster
und der Landesregierung in Düsseldorf
vertreten. Die Hauptanliegen der Kreiseltern sind: zeitnahe Besetzung des
Stellenplans, keine „Stellen-Unterhänge“, kleinere Klassen- und Kursgrößen,
Erweiterung des Geld-statt-Stellen-Fonds um Unterrichtsausfall zu vermeiden.
Die
Schulpflegschaft nutzt die Informationsschriften der NRW-Landeselternschaft und
besucht in der Regel die Mitgliederversammlungen in Dortmund. Häufig ergeben
sich daraus Anregungen und Ideen für den Schulalltag am HAG.
Kristin
Steinbeck
Der Freundeskreis des
Hannah-Arendt-Gymnasiums
„Schule
neu denken“ lautet der Titel, den der Pädagoge Hartmut v. Hentig einem seiner
pädagogischen Wegweiser gegeben hat. „Schule stetig fördern“ heißt die
Devise, die der Freundeskreis des Hannah-Arendt-Gymnaiums auf seine Fahnen
geschrieben hat.
Seit
seiner Gründung im Jahr 1963 ist der Freundeskreis, in dem Eltern, der Schulträger,
Ehemalige, Freunde der Schule,Vertreter der Kirchen und natürlich die Schule
mitwirken, seinem Auftrag gezielter Förderung aller Schülerinnen und Schüler
treu geblieben.
Schulleben und Schulkultur brauchen gute Lehrer, gute Ideen, aber nicht zuletzt aber auch gutes Geld, gerade in Zeiten finanzieller Engpässe. Schon lange vor der Einladung des damaligen Kultusministers Hans Schwier zur kreativen „Gestaltung des Schullebens und Öffnung von Schule“ (GÖS 1988) hat der Freundeskreis ideell und finanziell dazu beigetragen, an dieser Schule neue Akzente zu setzen. Als gemeinnütziger Verein hat der Freundeskreis seine Aktivitäten in drei Richtungen gebündelt: Er unterstützt die Schulleitung bei ihrer Aufgabe, ergänzende Unterrichtsmittel und Schuleinrichtungen zu beschaffen, Unterrichts- und Schulveranstaltungen zu fördern und Zuschüsse zu Wander- und Studienfahrten zu gewähren.
Es
würde die Kurzcharakteristik dieses Gremiums überschreiten, wollte man alle
Anschaffungen der letzten Jahre hier nennen und etwa die Ausgaben für die
naturwissenschaftlichen Fächer, für die Tageslichtschreiber, Computer,
Gartengeräte, Skiausrüstungen, die Flügel für den Musikunterricht,
Dichterlesungen, Podiumsdiskussionen und Schulfeiern penibel auflisten.
Wegen
ihrer nachhaltigen Bedeutung für das Schulleben sollen hier allerdings folgende
Aktivitäten des Freundeskreises hervorgehoben sein:
| die
Anschubfinanzierung der Schul-Cafeteria, ohne die der zunehmende
Nachmittagsunterricht nicht zu verantworten wäre | |
| die Mitfinanzierung
des modern und großzügig ausgestatteten Multi-Media-Raums | |
| die Bereitstellung
eines Schulleiterfonds zur Unterstützung von Schülern aus
einkommensschwachen Familien bei Schulveranstaltungen | |
| die jährliche
Aufstockung der Schulbibliothek zur Förderung der Lesekultur | |
| die großzügige
Unterstützung bei der Einrichtung von Bläserklassen an dieser Schule | |
| und schließlich die
Auslobung eines Hannah-Arendt-Preises für besondere Leistungen für die
Schulgemeinde oder bei Wettbewerben |
Wenn
der Freundeskreis jährlich etwa 10.000,00 Euro für alle Förderprojekte
zusammen zur Verfügung stellt und damit auch schon mal den Schuletat des
Schulträgers übertroffen hat, dann wird deutlich, zu welchem Dank die
Schulgemeinde gegenüber diesem Gremium (z. Zt. 480 Mitglieder ) verpflichtet
ist, ohne dessen nicht nachlassende Unterstützung und Förderwilligkeit viele
Chancen zur Ausgestaltung von Unterricht und Schulleben am
Hannah-Arendt-Gymnasium ungenutzt blieben.
Die
stete ideelle und pädagogische Förderung der Schule ist nicht zuletzt im
Rahmen der Schulfeier zum 40jährigen Bestehen des Freundeskreises sichtbar
geworden. Der Festvortrag von Professor Günter Böhm trug den programmatischen
Titel „Für eine Bildung nach menschlichem Maß. Vom bleibenden Auftrag des
Gymnasiums nach Pisa und Erfurt.“
Dr.
Hubertus Assig