Ein toller Tag für die Schulfamilie
27.06.2011
Lengerich - (Jen) Pünktlich um 7.45 Uhr rollte der Sonderzug in Richtung Düsseldorf an. Mit dem „Euro-Express“ ging man auf die gut zweistündige Fahrt in die Landeshauptstadt. Das Hannah-Arendt-Gymnasium fuhr im Rahmen des 50-jährigen Bestehens mit der gesamten Schülerschaft und dem Kollegium in die Rhein-Metropole. Ziel der Fahrt war die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, aber auch, kulturelle Eindrücke aus der Region zu gewinnen.
Der nostalgisch wirkende Zug, der dem Hogwarts-Express aus dem bekannten Buch „Harry Potter“ sehr nahe kam und der 14 Waggons umfasste, sprengte beinahe die Kapazitäten des Lengericher Bahnhofs.
Nach der gut zweistündigen Fahrt und der Ankunft in Düsseldorf begann das Programm, das jede Klasse individuell für sich vorbereitet hatte. Es umfasste sehr verschiedene Aspekte und Bereiche der Stadt. Jonas Nietiedt aus der 5a war mit seiner Klasse im Aquazoo und bestaunte vor allem die großen Tiere. „Die Haie haben mir sehr gefallen“, erzählt Jonas begeistert. Jedoch sei der Zoo kleiner gewesen, als er es sich vorgestellt habe. Auch andere Klassen, wie zum Beispiel die 6b, waren im Aquazoo und fanden den Aufenthalt in der Unterwasser-Welt sehr spannend.
Außerdem standen Museen auf dem Programm vieler Klassen. So besuchten einige Gruppen das Filmmuseum, unter anderem die 8d. Schüler Felix Hennig hatte sich zwar etwas mehr von dem Museum versprochen, war vom weiteren Verlauf des Tages allerdings positiv überrascht. „Der Rest des Tages war absolut toll. Wir hatten zwei Stunden Freizeit, um Düsseldorf auf eigene Faust zu erkunden - das hat uns sehr gefallen.“
Ein anderes zur Wahl stehendes Museum war das Neandertalmuseum, welches der Deutsch-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 besuchte. „Ich fand das Museum beeindruckend und durch den Audioguide konnten wir selbst entscheiden, was wir genauer wissen wollten“, sagte Teresa Oehmen. „Die Fahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt“, schließt sich Sara Niemeyer an.
Einen besonders nachgefragten Programmpunkt stellten die WDR-Studios im MedienHafen dar. Einige Klassen mussten auf Grund zu hoher Nachfrage andere Attraktionen in Anspruch nehmen. Der Andrang war durchaus berechtigt, da der Westdeutsche Rundfunk alle Register zog, um den Schülern eine ansprechende Führung zu bieten. „Es war sehr interessant, einmal hinter die Kulissen eines großen Fernsehsenders blicken zu können“, schildert Simon Wieman aus der Klasse 9b.
Sehr begehrt war der Besuch des Aussichtsturmes „Apollo“, der einen 360-Grad-Panoramablick über die Stadt ermöglicht. „Es war beeindruckend, so hoch über Düsseldorf zu sein und besonders die Architektur im MedienHafen zu bewundern“, sagt Katharina Telljohann (Jahrgangsstufe 12).
Ein weiters Highlight boten sowohl der Landtag als auch das Messegelände. Diese Programmpunkte, die besonders die älteren Schüler ansprachen, wurden extra von Kris Steinbeck organisiert. Im Landtag beantwortete der CDU-Abgeordnete Marc Ratajczak viele Fragen der Schüler, unter anderem zum aktuellen Thema G8. Der Schüler Etienne Storck bestätigt den Eindruck: „Der Besuch im Landtag startete mit einer interessanten und schülerfreundlichen Führung, es wurde alles erklärt und keine Frage unbeantwortet gelassen.“
Auch das Düsseldorfer Messegelände fand großen Zuspruch unter den Schülern. Nach einem ausführlichen Vortrag zur Struktur des Unternehmens, bei dem aufkommende Fragen gerne erläutert wurden, ging es für die Schüler in den elften Stock, von wo aus man eine gute Übersicht über das komplette Messegelände hatte. Den Abschluss bildete die Besichtigung einer Messehalle.
Neben dem Programm erhielten die Schüler jedoch auch die Gelegenheit, individuell Zeit in Düsseldorfs Innenstadt zu verbringen.
Nachdem alle Klassen ihre Programmpunkte absolviert hatten, traf sich die gesamte Schule auf den Rheinweisen unterhalb der Theodor-Heuss-Brücke. Dort gab es die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen oder mit einander Zeit zu verbringen. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsamer Flashmob-Tanz, der bereits vom Eurovision-Song-Contest 2010 bekannt ist und im Vorfeld von einer Schülergruppe der Jahrgangsstufe 12 in den Sportkursen gelehrt wurde.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf des Tages“, zeigt sich Angelika Heitmann, stellvertretende Schulleiterin und eine der Organisatoren der Fahrt, am Ende des Tages erleichtert. „Wir haben viel Mühe und Zeit in die Organisation der Fahrt gesteckt und sind froh, dass das Wetter gehalten hat.“ Diesen positiven Eindruck bestätigen die Schüler. Leon Kepp aus der 6b: „Es war schön, mit der Schule in eine so große Stadt zu fahren“.
„Am Anfang hatte ich einige Bedenken, die sich aber im Laufe des Tages aufgelöst haben“, schildert Schulsprecherin Rieka Groppe ihren Eindruck der Jubiläumsfahrt. Zurück nach Lengerich ging es für die Schüler wieder mit dem Euro-Express, was den Tag entspannt und bei aktueller Musik beendete. „Die Fahrt sollte für die Schüler ein Highlight in ihrer Schullaufbahn werden“, erzählt Angelika Heitmann. Den Stimmen der Schüler nach zu urteilen ist dieses gelungen.
